Ulrike Storny: Vom Traum-Haus zum Traum-Aus

Meine Blogger- und Vornamens-Kollegin Ulrike Storny wohnt nur wenige Kilometer von der Stadtgrenze Wiens entfernt, in Gerasdorf oder besser gesagt, Ge-REIS-dorf, wie die Einwohner*innen den Ort inzwischen auch nennen, der vor allem für den Anbau des Österreis bekannt geworden ist.

Dass Geras-DORF eigentlich eine Stadt ist, und das schon seit 1999, schockiert mich gerade ein wenig. Aber es steht so auf der Website der, ähm, Stadt als Motto: Stadt werden – Dorf bleiben.

Ulrike und ihre Familie haben hier ihr Traumhaus gebaut. Und das ist ihre Geschichte:

Das Traumhaus entsteht

Als wir 2010 von Ungarn nach Österreich weitergezogen sind, haben wir zunächst in einem Haus zur Miete gewohnt. Es hat uns weder innen noch außen gefallen, sodass wir uns irgendwann entschlossen haben, zu bauen.

Mit der Planung haben wir einen befreundeten Architekten beauftragt, vom Kauf des Grundstücks bis zum Einzug vergingen keine 2 Jahre und zu Weihnachten 2017 zogen wir ein.

Das Haus steht als letztes Haus in einer Gasse, die direkt zu einem Pferdehof führt. Pferdeduft und Fliegen sind also inklusive … und so viel besser als Autoabgase!

Das Haus ist komplett nach unseren Vorstellungen gebaut, allerdings mit vielen Ideen des Architekten, etwa einem Luftraum mit Galerie über dem Essbereich und drei Bädern. Die Ausstattung und vor allem auch die Küche ist sehr modern, schlicht und lässt viel Raum zur persönlichen Gestaltung mit Möbeln, Deko etc.

Also eigentlich perfekt.

Traumhaus mit Traumgarten

Eigentlich, weil das Besondere an dem Haus für mich schon lange nicht mehr (nur) das Haus selbst ist, sondern alles drumherum:

Weite und Wetter

Ich liebe die Weite. Wenn ich von der Terrasse aus in Richtung Bisamberg blicke, sehe ich schon von weitem die Gewitterwolken nahen und habe bereits unzählige Bilder von Shelf Clouds und Regenvorhängen gemacht. Wetter bekomme ich hier sehr ursprünglich mit.

Immer nah am Wetter

Meine Haustiere

Das Haus liegt im Einzugsbereich einiger Freigänger-Katzen. Sie kommen vom Pferdehof oder den Nachbarhäusern und es gibt immer liebebedürftigen Streichelbesuch, der sich hier pudelwohl fühlt. Seit letztem Jahr fliegen Bienenfresser über das Haus und ich hatte auch schon einen Wiedehopf im Garten. Die Rauchschwalben brüten gleich am Haus und stürzen sich in halsbrecherischer Manier auf unseren Pool hinab. Nebenan ziehen die Turmfalken ihre Jungen unter großem Radau groß.

Ein Turmfalke kreist über dem Garten

Und: Ich schlafe winters wie sommers bei offenem Fenster und höre NICHTS! Außer den Vögeln im Frühjahr ist meine Nachtruhe eine echte Ruhe.

NATUR PUR und mehr als lebenswert.

Mein Lieblingszimmer

Mein Lieblingszimmer ist eindeutig der Garten, dort verbringe ich täglich – wann immer möglich – von Frühjahr bis Herbst viele Stunden. Da ich nur im Homeoffice arbeite, kann ich sehr viel draußen am Laptop schaffen und meine Gedanken immer wieder durch den Garten und auf die Reise schicken.

Klar, ein Garten macht viel Arbeit, aber ich habe einen Rasenmäh-Roboter im Einsatz und ich lasse es regnen. Mit Mulchschicht bzw. Bodendeckern auf den Beeten hält sich außerdem die Arbeit in Grenzen.

Da mein Lieblingszimmer jedoch einiges an Kübelpflanzen – vorwiegend Hortensien und mittlerweile auch Paradeiser, Beeren, Kräuter etc. – beherbergt, sind Urlaube im Sommer immer eine große Herausforderung: Für mich wegen eines geeigneten Gießdienstes und für meine Freundinnen aus eben dem Grund …

Mein Kraftort

Vom Garten aus beobachte ich Hasen und Rehe, die auch schon mal die Rosen am koppelseitigen Hochbeet anknabbern (nein, vertilgen!). Ich fotografiere Bussarde und Falken und mache jeden Morgen meine „Scheunentor“-Übung: Arme ausbreiten, Brust öffnen, tief einatmen und offen sein für Neues, Positives.

Immer da, immer nah – die Wildtiere in der Umgebung

Das Haus, vor allem aber der Garten und noch mehr die Umgebung ist für mich ein Kraftort, an dem ich viel Energie tanke und mich angekommen fühle. Der Slogan: Wohnst du noch, oder lebst du schon? trifft es genau.

Es schmerzt sehr, dass wir das Haus aus familiären Gründen nun verkaufen und ich mir bereits einen neuen Kraftort suchen „darf“.  Die Scheunentor-Übung ist ein mentales Tool, das ich für diesen Zweck verinnerlicht habe.

Ulrike Storny

Ulrike Storny

Ulrike Storny steht als „die Kundenglücklichmacherin“ für Kundenservice- und Community-Management. Sie unterstützt Coaches, Berater und Trainer mit wirkungsvoller Kommunikation rund um ihre Kundenbindung.
Ulrike ist seit mehr als 15 Jahren selbstständig und engagiert sich aufgrund ihrer beruflichen Geschichte vorwiegend in den Bereichen Gesundheit, Schönheit und Ernährung.

In ihrer Freizeit ist Ulrike eine leidenschaftliche „Hobbyfotografin mit Hang zum Monkismus“ und bekennender „Foto-Nerd“. Außerdem Gartenliebhaberin mit dem Motto: „Fingernägel adé, dafür Garten OK!“

Mehr über Ulrike Storny erfährst du auf ihrem Blog:
https://ulrikestorny.com/
Und hier geht’s zum Insta-Auftritt der Natur- und Tierfotografin:
https://www.instagram.com/ulli.rike2005/

Lust auf noch mehr Wohngespräche? Hier entlang, bitte!

11 Gedanken zu „Ulrike Storny: Vom Traum-Haus zum Traum-Aus

  1. Liebe Ulrike, der letzte Satz berührt mich am meisten: Ich kann mir so sehr vorstellen, wie es dich schmerzt, dass du dieses Paradies nun verlassen wirst. Doch dieses Grundstück hat dich gefunden und ein anderes wird dich ebenfalls wieder finden. Da bin ich mir ganz gewiß. Du wärest nicht der erste Mensch, der Ähnliches woanders finden kann. Ich hatte eine Freundin, der es immer gelungen ist, eine sehr ähnliche Wohnng zu finden, egal, wo auch immer sie hin ziehen musste. Es war sehr faszinierend, das mit erleben zu dürfen. Gerade am Wochenende habe ich mitbekommen, dass jemand ein wundervolles Haus, ebenso still und abgelegen, verkauft hat und umgezogen ist. Ich hörte zudem von einer Familie, die für einen absolut lächerlichen Preis ein riesengroßes Grundstück direkt am Baldney-See in Essen in traumhafter Lage und Natur verkauft haben. Nur Mut also, es wird sich für dich wieder was Wundervolles finden. Gleichwohl ist es sicherlich nicht leicht, das Alte gehen zu lassen, vor allem wenn da so viel Herzblut drin steckt. Halte uns auf dem Laufenden und schreibe unbedingt einen neuen Wohngespräche Artikel wenn du dein neues Traumhaus gefunden und bezogen hast!

  2. Wenn ich könnte, würde ich das Haus kaufen und dich auch mit darin wohnen lassen. Die Optik von außen ist -zumindest dem Bild nach – nicht ganz „meins“, aber die Lage ist ein Traum.

    1. Liebe Manuela,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Das ist eine super Idee, und ich werde zur entsprechenden Zeit der Uli die Fortsetzung zukommen lassen, sobald ich erneut „angekommen“ bin.
      Liebe Grüße
      Ulrike

  3. Liebe Uli
    Das Haus von Ulrike ist wirklich ein Traum, wie schön muss es sein, so mit der Natur verbunden zu leben. Und dann alles aufgeben.

    Die Beschreibung und die Bilder sind super, schade finde ich persönlich das Ende der Story. Das ist mir ein wenig zu kurz geraten, vielleicht ist der Verkauf des Hause zu privat und zu emotional um darüber zu sprechen.

    Vielen Dank und liebe Grüße, Birgit

    1. Liebe Birgit,
      tja, was soll ich sagen, das Ende kam auch für mich etwas abrupt und tatsächlich sehr privat. Aber der Cliffhanger schreit ja nach Fortsetzung, ich werde berichten.
      Liebe Grüße
      Ulrike

  4. Was für ein Glück, in diesem Naturparadies mit so viel Weite und besonderen Tiererlebnissen zu wohnen. Ich war fasziniert von deinem Artikel bis zum letzten Satz, der wirklich schmerzt: Wie traurig, dass ihr euer Traumhaus verkaufen müsst. Nach diesem Artikel wirst du dich vor Interessent*innen kaum retten können .. Ich wünsche dir, dass ihr einen anderen Wohlfühlort findet.

    1. Liebe Kerstin,
      du kennst ja die Umgebung und weißt, wovon ich schreibe.
      Über viele Interessenten freu ich mich natürlich. ;-).
      Und ich bin sicher, dass ich einen neuen Wohlfühlort finde.
      Liebe Grüße
      Ulrike

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