Nachhaltige Lebensweise oder warum Ausmisten alleine nicht reicht

Die Investition in eine gute Wasserflasche, ist eine der besten und einfachsten Möglichkeiten, um die Umwelt zu schützen.

3. Selbst kochen und backen

Such mal einen Secondhand-Laden auf.

Das bin ich: Ausmist-Expertin Uli Pauer
Das fabelhafte Bild hat meine Tochter gezeichnet.
Auf dass unser Planet noch lange leben möge!
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Die Nudelfrage

Meine Blogger-Kollegin, die Atemtherapeutin Susanne Wagner stellt die Nudelfrage und möchte wissen, welche Nudel ich wäre und wie mich das (beruflich) ausmacht. Solche außergewöhnlichen Fragestellungen liebe ich. Und auch wenn ich den Weltnudeltag am 25. Oktober für die Veröffentlichung dieses Artikels versäumt habe, kommt hier meine Antwort auf die Nudelfrage.

Faust war nicht nur mit der Gretchenfrage, sondern auch mit der Nudelfrage konfrontiert.

Welche Nudel wäre ich

Ich wäre eine Spaghettini. Dünn und leicht. In Windeseile gekocht und trotzdem mit perfekter und bissfester Konsistenz. Hervorragend für leichte Saucen geeignet. Wie Spaghetti, nur viel schneller.

Was sagt die Spaghettini über mich aus

  • Ich liebe es, wenn es schnell geht.
  • Ich bin ungeduldig.
  • Ich kann warten nicht gut ertragen.
  • Ich frage – ich möchte die Antwort am besten sofort.
  • Ich mag es direkt.
  • Geradeaus.
  • Klartext.
  • Kein Herumeiern.

Das Leben ist eine Kombination aus Magie und Pasta.

Federico Fellini
Wenn es schnell gehen muss!

Meine schnelle Lieblingssauce

Zwiebel (Frühlingszwiebel) und Knoblauch anrösten, fein geschnittene (Kalamata) Oliven, Kapern und gehackte Tomaten (Dose) dazugeben. Mit Gewürzen (z.B. Basilikum, Oregano, Rosmarin, Pfeffer, etc.) und etwas Honig abschmecken. Ein paar Minuten köcheln lassen und dann gemeinsam mit den Spaghettini anrichten. Mit Parmesan und Petersilie oder Koriander bestreuen. Mit Blattsalat servieren. Genießen.

Das bin ich: Ausmist-Expertin Uli Pauer
Das fabelhafte Bild hat meine Tochter gezeichnet.
Auch nach mehreren Tausend Jahren Nudelkonsum schaue ich noch formidabel aus.
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Sei gesund – diese Lebensmittel kannst du ausmisten

Wiener Secession – umgangssprachlich auch liebevoll Krauthappel (Krautkopf) genannt.

Einfach gesund! Was tust du täglich für deine Gesundheit?

fragt Birgit Buchmayer in ihrer Blogparade

Alt werden ist schön, wenn nur die vielen Zivilisationskrankheiten nicht wären. Fit, beweglich und gesund bis ins hohe Alter, das ist mein Ziel. Und das mache ich dafür:

Vorwiegend pflanzenbasiertes Essen und unverarbeitete Lebensmittel

Ich kaufe Gemüse, Obst, Getreide, Gewürze, Nüsse, Mandeln und Hülsenfrüchte. Einmal pro Woche gibt es Fisch (Lachs oder Heilbutt) oder Hühnchen und zum Sonntagsfrühstück Eier. Ich achte auf eine ausreichende Eiweißzufuhr, gesunde Fette und setze bei den Kohlehydraten auf Vollkorn (Dinkel, Roggen).

Frisch vom Markt

Selbst kochen und backen

Ich koche selbst und greife nur in Ausnahmefällen zu Fertigprodukten. Ich achte sehr auf meinen Zuckerkonsum und backe daher selbst und zuckerreduziert. Bei mir zu Hause gibt es (außer meinen eigenen Backwerken) keine Süßigkeiten. Auch keine Säfte. Frischgepresst? Ja, manchmal. Aber nur von mir selbst hergestellt und meistens nur als Zutat fürs Wasser.

Selbst gemacht: Zwetschkentorte

Wie bei so vielen anderen Konsumgütern suggerieren uns die Konzerne auch bei Fertigprodukten, dass sie nur unser Bestes im Sinn hätten, denken dabei aber ganz sicher ausschließlich an ihre Gewinne. Convenience Food – billig, gut, sicher, immer verfügbar, eine Hilfe für die gestressten Menschen in unserer Zeit.

Billig und gut ja – aber nur für die Konzerne! So werden vorwiegend billige Materialien, wie Industriefette, Zucker, Salz und künstliche Aromen in diese „Speisen“ hineingekippt. Und jede Menge Konservierungsstoffe, denn die Produkte sollen einfach in der Handhabung sein und lange halten. Das gilt gleichermaßen für Fleischprodukte als auch für vegetarische oder vegane Fertiggerichte. Nur weil irgendwo vegan draufsteht, heißt das nicht, dass sie gesund sind.

Zucker und Fett: Führen in die Abhängigkeit!

Genau diese „Zutaten“ tragen zu vielen Krankheiten bei oder sind sogar eine wesentliche Ursache davon.

Anstellen für Zucker und Fett? Nein, danke!

Kochen ist viel einfacher und geht viel schneller, als manchmal von Kochneulingen befürchtet. Es gibt im Netz viele Rezepte und Videos, die eine gute Hilfe sind.

Ich koche oft auf Vorrat, z.B. einen großen Topf Chili sin Carne oder Gemüsesuppe oder die doppelte Menge an Hirselaibchen. So habe ich an mehreren Tagen der Woche eine warme Mahlzeit, ohne dass ich jedes Mal kochen muss. Zu jeder Mahlzeit gibt es bei mir immer frischen Salat (Rucola, Tomaten, Paprika, Radieschen, Gurken, uvm.). Auch der tägliche Apfel (mein „Superfood“) darf nicht fehlen.

An apple a day, keeps the doctor away!

Apple – Claude Lalanne – Heidi Horten Collection

Ausreichend trinken

Ich trinke Wasser, ungesüßten Tee, selbst hergestellte Säfte (z.B. Wasser + frisch gepresster Limettensaft + Minzblätter) – aber keine Säfte mit Zucker oder Süßungsmittel. Und schon gar keine Energiedrinks.

Kaffee? Ja, sehr gern – aber ohne alles, bitte!

Wenn du richtig viel sparen willst, nimm die Getränke (und Snacks) für deine Familie und dich mit und investiere in gute Wasserflaschen. Damit ersparst du dir nicht nur viel Geld, sondern der Umwelt auch viel Plastik und Alu.

Gut gegen Hunger und Durst

Essenspausen – Intervallfasten

Zwischen meiner letzten Mahlzeit am Tag und meiner ersten Mahlzeit am nächsten Tag lasse ich mindestens 12 Stunden vergehen. An mehreren Tagen der Woche mache ich 16:8, d.h. innerhalb von 8 Stunden essen und dann 16 Stunden fasten.

Moderate Bewegung

Ich gehe jeden Tag spazieren. Glücklicherweise wohne ich direkt an der Donau und habe es nicht weit in den Wienerwald. Das sorgt nicht nur für Bewegung, sondern wirkt auch gut gegen Stress und bringt erholsamen Schlaf.

Von der Jägerwaldsiedlung zum Grünen Jäger im Kasgraben:
Wiener Stadtwanderweg 8

Was du unbedingt ausmisten solltest – mein bester Tipp

Wenn du nur eine einzige Sache ändern möchtest, dann trinke in Zukunft keine zuckerhaltigen Getränke mehr. Streich sie am besten komplett von deiner Einkaufsliste. Wenn du das nicht auf Anhieb schaffst: Reduziere! Denn nichts ist schlimmer, als erst gar nicht zu beginnen.

Trenne dich von „süßer Plörre“!

Limonaden, Energydrinks – und alle Getränke, in denen Zucker oder Zuckerersatzprodukte enthalten sind. Süße Plörre bringt dir absolut gar nichts – diese Getränke sind wertlos, schädigen deine Gesundheit, sind schlecht für deine Verdauung und für deine Zähne. Süße Plörre ist nichts, außer teuer und ungesund.

Tipp: Geh daran vorbei!

Wenn du auf süße Getränke nicht komplett verzichten möchtest, dann stell sie selbst her. Nur so hast du Kontrolle über den enthaltenen Zucker. Das gilt auch für die isotonischen Getränke.

Was du unbedingt tun solltest – meine besten Tipps

Jeden Tag lachen! Humor ist die allerbeste Medizin für Seele und Körper.
Jeden Tag mit lieben Menschen kommunizieren und Dinge tun, die dir Freude machen.

Das bin ich: Ausmist-Expertin Uli Pauer: Ich miste ALLES aus!
Das fabelhafte Bild hat meine Tochter gezeichnet.
Live long and prosper!

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Wörter ausmisten: 8 Tipps für Texte, die begeistern

Warnung: Dieser Artikel kann deinen Puls erhöhen! Wörter ausmisten ist allerdings unumgänglich, wenn du gute Texte und Texte, die sich von den anderen deutlich abheben, schreiben willst.

Geht unsere schöne deutsche Sprache den Bach runter? Welche 08/15-Formulierungen, Business-Floskeln, Fehler oder Jugendsprech-Ausdrücke gehen dir so richtig auf den Nerv?

fragt Nicole Isermann in ihrer Blogparade

Dass die deutsche Sprache den Bach hinuntergeht, glaube ich nicht. Eine lebende Sprache verändert sich; manche Begriffe und Redewendungen sterben aus oder fühlen sich komplett verstaubt an, andere kommen dafür hinzu. Begriffe aus anderen Sprachen werden eingefügt. Das ist ganz natürlich. So wie sich im Lauf der Zeit neue Moden, Haarschnitte und Staatsformen entwickeln, ändert sich auch die Sprache.

Die Zeiten ändern sich; die Sprache auch.

Dennoch nerven mich bestimmte Wörter und Redewendungen. Besonders dann, wenn sie inflationär oder falsch verwendet werden oder um zu suggerieren, dass da etwas wäre, wo gar nichts ist. Diese nichtssagenden Begriffe erinnern mich immer an ein berühmtes Märchen.

Aber er hat ja nichts an, sagte endlich ein kleines Kind!

Hans Christian Andersen: Des Kaisers neue Kleider

Wie schreibst du authentisch und so, dass deine Leserinnen nicht vor Langeweile sterben? Welche Wörter und Begriffe kannst du mitleidlos und ohne Reue ausmisten, damit dein Text nicht nur klangvolle und euphorische, aber nichtssagende Redewendungen enthält, sondern auch einen fundierten Inhalt?

1. Langwierige Einleitungen

Nicole, eine liebe Blogger-Freundin von mir, hat mich eingeladen, bei ihrer Blogparade mitzumachen. Zuerst war ich mir unsicher, ob ich das zeitlich schaffe und ob sich überhaupt jemand für diesen Artikel interessieren würde. Puh! Nun gut! Aber dann fühlte ich mich doch motiviert und habe angefangen zu schreiben und jetzt hoffe ich, dass dir dieser Text gefallen wird, auch wenn es schwierig war, ihn zu schreiben … ob ich bei anderen Blogparaden mitmachen werde, kann ich noch nicht sagen … mal schauen …

Liest du noch oder fühlst du schon die Augenlider schwer werden?

Warnung vor dem Irrweg der labyrintartigen Einleitungen.

Mühsame, langwierige und unnötig erklärende Einleitungen machen einen Text von Beginn an schwach!

Mein Rat: Komm zum Punkt – und das so schnell wie möglich! Du willst schließlich nicht, dass deine Leserinnen schon zu Beginn aussteigen. Und du bist auch nicht in der Schule, wo früher jeder Aufsatz mit einer Einleitung zu beginnen hatte. Setze stattdessen auf gezieltes Storytelling und einen spannenden Einstieg.

2. Das Hilfsverb „dürfen“

„Dürfen“ ist eigentlich ein ganz harmloses kleines Wort, das sicher schon seit Anbeginn im Duden steht. Dennoch hat es das Potenzial, mich auf die Palme zu bringen.

Früher wurde es in etwa so verwendet:

Mama, Mama! Darf ich ein Eis haben?
Gnädige Frau (zugegeben, das klingt verstaubt), darf ich Ihnen in den Mantel helfen?

„Dürfen“ wurde eingesetzt, um eine Erlaubnis zu erhalten.

Seit einigen Jahren beobachte ich jedoch einen seltsamen und für mich befremdlich wirkenden Paradigmenwechsel beim Wörtchen „dürfen“. Ich lese und höre vermehrt Sätze wie:

  • Wenn du merkst, es wird zu viel mit dem Stress, dann darfst du Gegenmaßnahmen ergreifen.
  • Du darfst in die Selbstreflexion gehen.
  • Ich habe in meinem Leben schon sehr oft lernen dürfen, dass ich angeeckt bin.
  • Ich hoffe, dass du jetzt weißt, was du tun darfst.

Mein Puls beschleunigt sich (und das ist nicht gut), denn neben „dürfen“ höre ich eine sanfte und einschläfernde Stimme vor sich hin säuseln, wo ich gerne KLARTEXT hören möchte. Und das regt mich genau so auf, wie süßlich dahinplätschernde Meditationsmusik, die ich mir anhören „darf„.

Du darfst dich beruhigen. Du darfst dich beruhigen. Beruhige dich jetzt endlich!!!

Beliebig, schwächelnd, ängstlich und vermeidend.

Passiv-aggressiv! Denn als Adressatin von „dürfen“ habe ich dieser milden und unverbindlichen Formulierung wenig entgegenzusetzen.

„Dürfen“ verdrängt das jeweilige Verb. Dürfen ist für mich wie ein schlaffer Händedruck oder eine unverbindliche Option. Weder Fisch noch Fleisch!

Mein Plädoyer: Trau dich, Klartext zu schreiben und zu reden und verstecke dich nicht hinter „dürfen“. Besonders dann, wenn du von dir selbst redest. Du „darfst“ deine Aussagen stark machen. Falsch!!!

Mach deine Aussagen stark!

Sprich mir nach: Ich mache meine Aussagen stark!

3. Das Leben im Konjunktiv

Könnte, würde, hätte, sollte, wäre … und die Verben in der Möglichkeitsform …

Ich habe nichts gegen den Konjunktiv an sich und er hat genauso wie das Hilfsverb „dürfen“ seine Berechtigung, aber hier kommt mein großes ABER: Wenn ein ganzer Text nur so vor Konjunktiven strotzt, dann bewirkt das eine enorme Schwächung des Textes und er wird beliebig.

Deine Leserinnen nehmen dich nicht als Expertin wahr, wenn du dich ständig hinter dem Konjunktiv versteckst und vermeidest, Klartext zu schreiben.

Setze auf „Machen“!

Der Konjunktiv (II) bezeichnet die Nichtwirklichkeit (das Irreale) und steht vor allem in Nebensätzen. 

Meine Empfehlung: Du solltest deine Textefalsch! Überprüfe deine Texte nach Konjunktiven und streiche jene, die nicht unbedingt notwendig sind. Das würde deine Textefalsch! Das macht deine Texte viel stärker und prägnanter, als wenn du ständig in der Möglichkeitsform herumeierst.

4. Unpersönliches

Man – im schlimmsten Fall sogar im Zusammenhang mit „sollte, könnte oder müsste“. Das klingt sehr unpersönlich und schreit nach deinem „Ich“. Wenn du viele „mans“ und „wirs“ im Text hast, dann weg damit. Einzige Ausnahme: Du setzt sie bewusst als stilistisches Mittel ein.

5. Ineinander gestapelte Schachteln

Du weißt nicht mehr, was du zum Beginn des Satzes gesagt oder geschrieben hast? Die Grammatik und die Punktation entgleiten dir, weil du so viele verschachtelte Nebensätze jonglieren musst? Dann ist es Zeit, dreinzuschlagen und die langen Satzkonstruktionen in mehrere kürzere Sätze aufzuteilen.

Heilige Marina: Schutzpatronin der Wörter- und Sätzezerstücklerinnen!

6. Füllwörter

Denn, also, eigentlich, echt, nun, sicher, ja, eh, puh, halt, auch, doch, dann, zumindest, ziemlich, vielleicht, jedoch, sogar, möglicherweise, irgendwie und überhaupt …

Wenn du diese Wörter einsetzt, dann bewusst (als Stilmittel) und nicht inflationär! Dein Text wird sofort besser, wenn du die überflüssigen und dir oft unbewussten Füllwörter minimierst.

7. Exzessiver Einsatz von Denglisch

Vorweg zur Klarstellung: Ich habe nichts gegen englische Begriffe bzw. Wörter aus anderen Sprachen, die in die deutsche Sprache aufgenommen werden. Es gibt viele, die ich auch selbst verwende: Team, Computer, Notebook, Job, Babysitter, Newsletter, Blog, googeln, flirten, interviewen, um nur einige zu nennen. Und natürlich Bullshit!

Mich nerven jedoch Begriffe und Phrasen, die entweder im Englischen etwas komplett anderes bedeuten oder die offensichtlich nur daher eingesetzt werden, weil sie besser klingen und so die mageren und diffusen Aussagen verschleiern sollen.

Bereit für einige (leicht abgeänderte) Originalzitate?

Du darfst deine Painpoints finden, dein Mindset shiften und deine Mindfucks clearen. Wenn du arg struggelst, dann empfehle ich dir: Relax into power und gönn dir einen deep-dive! Zusätzlich searchst du deinen gechannelten life-purpose.

Für mehr Soulclients! Als extra Learning bekommst du die Moneyfestation-tools on-top. Und im sacred Retreat bei den earth-cheerishing cultures worken wir am inner Leadership, am higher-self und healen deine Soulfragments, damit die inner Goddess in dir rised! Mach den deep-leap!

Das Denglisch-Monster oder ein Furz im Hurricane.

Autsch!

Meine Empfehlung: Setze englische Begriffe und Redewendungen nur dann ein, wenn du genau weißt, was diese Wörter im Englischen bedeuten. Keinesfalls solltest du mit einem Bodybag (Leichsack) zu einem Public Viewing (öffentlichen Leichenschau) gehen, es sei denn, du bist ein Undertaker (Bestatter). Im Zweifelsfall „darfst“ du, nein, musst du recherchieren und im Wörterbuch nachschlagen.

Verwende Begriffe nicht inflationär oder als Verschleierungstaktik, um zu „hiden„, falsch: um zu verstecken, dass sich hinter den Aussagen nur „heiße Luft“ befindet. Es mag zwar modebedingt gut klingen, aber es wird niemals mehr sein als ein „fart in a windstorm“ (wie mein lieber Mann dazu sagt).

8. Sinnlose Phrasen – viel heiße Luft – und salbungsvoll dazu

So wie bei „dürfen“ beobachte ich auch eine Epidemie der salbungsvollen Phrasen:

  • in deine Kraft, Fülle oder Erleuchtung kommen
  • die Unendlichkeit in dir finden
  • in der Liebe erwachen oder in der ansteckenden Gesundheit
  • ins pure Sein kommen
  • spirituelles Geldbewusstsein aufbauen
  • das musst du dir wert sein
  • deine Beziehung zu Geld heilen …

Um meine eigene Heilkompetenz zu testen, habe ich den – zugegebenermaßen – exaltierten Titel „Die Beziehung zu deinen Unterhosen heilen“ für einen meiner Newsletter verwendet. Das eigentliche Thema war: „Unterwäsche ausmisten„.

Das Heilverfahren: Wie du Unterhosen NICHT ausmistest!

Um noch ein wenig dicker aufzutragen, habe ich drei Geheimnisse angekündigt, wie man diese „Heilung“ hinbekäme. Ich erhielt (zu Recht!) mehrere verständnislose Anfragen, was ich denn damit meine. Das hat mich beruhigt.

Apropos Geheimnisse:

Sprich nur und wirklich NUR dann von „Geheimnissen“, wenn du entweder ein Märchen schreiben willst oder tatsächlich im Besitz von Wissen bist, das noch niemandem bekannt ist UND das du auch teilen möchtest!

Tipp: Die drei Geheimnisse eines erfolgreichen Online-Businesses gehören nicht dazu!

Mein eindringlicher Rat: Frag dich zuallererst und immer: Was will ich damit sagen? Und wie erkläre ich das in wenigen und einfachen Sätzen einem 8-jährigen Kind oder den eigenen Großeltern?

Im Zweifelsfall: Übersetze die so „cool“ klingenden denglischen Phrasen ins Deutsche – oder versuche es zumindest. Spätestens dann wirst du erkennen, was du bedenkenlos ausmustern kannst.

8. Bullshit

Bereit für Bullshit? Yeah! Mega! Geil! Let’s have some fun! Hier geht’s zum Bullshit-Generator und ich habe ihn todesmutig angeworfen:

To wander the story is to become one with it. Consciousness consists of atomic ionization of quantum energy. “Quantum” means a refining of the internal.

Have you found your myth? If you have never experienced this reimagining devoid of self, it can be difficult to believe. It can be difficult to know where to begin. How should you navigate this mythic universe?

Who are you? Where on the great path will you be reborn?

https://sebpearce.com/bullshit/

Beipackzettel-Hinweis: Wenn du den Bullshit Generator nicht verstehst, ist das völlig in Ordnung! Wenn du das Zitat – trotz gewissenhaften Lesens dieses Artikels – verstehst, dann benachrichtige mich sofort in Form eines Kommentars.

Das bin ich: Die „No-Bullshit“-Ausmist-Expertin Uli Pauer: Ich miste ALLES aus!
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Übrigens: Du musst meinen Artikel nicht lieben, um einen Kommentar zu schreiben! Über Kommentare freue ich mich immer!

1 Million Euro: Das würde ich damit tun

Nadine aka Mrs. Coasting to FIRE fragt in ihrer Blogparade: Was würdest du mit 1.000.000 Euro tun?

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Vielleicht ist es einfacher, wenn ich mich quasi von hinten annähere. Was würde ich nicht tun?

Auto

Ich würde mir kein Auto kaufen. Ich lebe in Wien und die Stadt hat großartige öffentliche Verkehrsmittel. Ein Auto wäre selbst mit 1 Million am Konto nur eine Belastung für mich. Ich würde mir hingegen öfter ein Taxi gönnen, besonders dann, wenn ich viel zu schleppen habe. Und ich würde mir ein neues Fahrrad zulegen.

Haus

Ich würde mir keine mehrgeschossige Villa mit Pool, Garten und Videoüberwachung kaufen. Genauso wie ein Auto wäre mir auch ein Haus zu viel Aufwand. Selbst wenn ich Personal anstellen könnte; ich sehe mich nicht durch ein riesiges Anwesen wandeln. Da würde ich mich nicht wohlfühlen.
Außerdem habe schon einen großen Wald (den Wienerwald), zwei Inseln (die Donauinsel und das Gänsehäufel), ein Augebiet (die Lobau), einen Wildschweinepark (den Lainzer Tiergarten) sowie ausgedehnte Wiesen und Felder.

Übersiedlung

Ich würde nicht aus Wien wegziehen. Zu sehr liebe ich diese Stadt, auch wenn ich sie in typisch Wienerischer Manier manchmal hasse. Ich bin Landflüchtige. Aufs Land ziehen würde ich nur dann, wenn ich wie Lots Frau auf die schwarzen Rauchsäulen der untergehenden Stadt zurückblicken müsste. Und wahrscheinlich würde auch ich eher zur Salzsäule erstarren, als Sodom (ich meine natürlich Wien) zu verlassen.

Job

Ich würde meinen Job nicht kündigen, denn in sechs Monaten ist er sowieso Vergangenheit.

Luxusgegenstände

Ich würde mir keine Luxusklamotten, Markenbrillen, exorbitant teure Taschen mit Werbeaufdruck, etc. kaufen, denn ich stelle mich nicht gern als gratis Werbeträgerin zur Verfügung. Schon gar nicht, wenn mein Bankkonto prall gefüllt ist.

Schönheit

Ich würde kein Geld für Schönheits-Operationen ausgeben, denn unters Messer legen würde ich mich nur aus medizinischen Gründen. Außerdem bin ich stolz auf meine Lachfältchen.

Reisen

Ich würde das Geld für Erlebnisse ausgeben. Schöne Reisen unternehmen. Komfortabel reisen. Spontan reisen. Das fühlt sich richtig gut an. Ich wache auf und denke, das wäre doch ein toller Tag, um einen Abstecher nach Rom zu machen. Das Wetter passt perfekt. Also rufe ich die Airline an und buche ein Ticket. Der Preis ist nebensächlich. Ich habe ja meine Million am Konto. Aber schon rührt sich das schlechte Umweltgewissen. Sollte ich doch lieber spontan den Flixbus nehmen? Oder den Nachtzug?

Ohne Gepäck

Ich würde endlich meinen lang gehegten Wunsch umsetzen und so wie Jack Reacher reisen. Ohne Gepäck; auf die zusammenklappbare Zahnbürste, die er immer dabei hat, könnte ich dann aber auch verzichten. Schon zweifle ich an mir, denn selbst wenn ich nur vom 22. in den 6. Bezirk fahre, habe ich gefühlt einen tonnenschweren Rucksack mit dabei. Notebook, Handy, E-Book-Reader, Kopfhörer, Ladekabel, Lesebrille, Notizbuch, Wasserflasche, um nur einige Sachen zu nennen. Ich könnte einen Sherpa engagieren (so wie mein Mann schon lange vorschlägt) oder einen Gepäcktransport.

Ausgehen

Gut essen gehen. Theater, Konzerte und Oper besuchen und immer die besten Sitzplätze kaufen. Einen Sitzplatz, von dem aus man perfekt sieht, aber auch unbemerkt flüchten kann, wenn das Stück sich als langweilig herausstellt.

Leben im Hotel

Ich würde in einem tollen Hotel eine Suite buchen und dort so lange bleiben, wie ich Lust dazu habe. Vielleicht würde ich auch permanent in ein Hotel ziehen. Dort könnte ich mich ganz meinen Lieblingsaktivitäten und dem Schreiben widmen. Um so banale Tätigkeiten wie Bettwäsche wechseln, Wäsche waschen und Kochen müsste ich mich dann nicht mehr kümmern.

Der Rockmusiker Udo Lindenberg (er lebt seit vielen Jahren in einem Hotel in Hamburg) wird folgendermaßen zitiert: „Ich brauche Trubel und Ruhe – im Hotel finde ich beides.“ Ich sehe das genauso. 

Kreativität

Ich würde meine besten kreativen Ideen umsetzen und den ganzen Technikkram auslagern. Damit würde ich mich nicht mehr herumschlagen. Ich würde nicht mehr nur in Minischritten vorankommen, weil ich vergessen habe, bei einem der vielen Tools ein Häkchen zu setzen. Das Wort „Tool“ dürfte in meiner Gegenwart nicht einmal mehr ausgesprochen werden. Und wenn es jemand unvorsichtigerweise doch tut, würde ich wie Gretchen hauchen: „Nachbarin, euer Fläschchen“ und hoffen, dass jemand im Hotel Riechsalz oder zumindest Kölnisch Wasser mit dabei hat und der Oberkellner besorgt mit einem Glas Sherry herbeieilt.

Glück

Glück liegt nicht in den Dingen und im Besitz, auch nicht im Luxus, sondern in den Erlebnissen, die dir geschenkt werden und den Menschen, die dich begleiten. Der Spaziergang durch die Weinberge an einem sonnigen Dezembertag. Die warme Bettdecke in einem heruntergekommenen Hotel in China. Das Schaf an der Rezeption in der Osttürkei. Der prasselnde Regen und ich gemütlich im Bett. Der spannende Krimi, der so spannend ist, dass ich vergesse, aus der U-Bahn auszusteigen. Der zahnlose Taxifahrer in Rom, der mit mir durch die engen Gassen geprescht ist. Trastevere. Die Tempel in Sizilien in der Abendsonne. Das erste Mal am Berggipfel.

Geld

Geld ist gut und wichtig. Geld gibt mir Sicherheit, Schnelligkeit und Komfort und ich kann mit Geld Menschen und Projekte unterstützen, die mir am Herzen liegen. Für mich ist es bedeutsam, sehr bedacht mit Geld umzugehen, denn hinter Geld sehe ich die Zeit, die ich oder auch andere dafür aufgewendet haben, um dieses Geld zu verdienen. Genauso wenig, wie ich meine Zeit verschwenden möchte, so möchte ich auch mein Geld nicht für bedeutungslose Konsumgüter ausgeben, die ich vielleicht schon kurz nach dem Erwerb wieder vergessen habe.

Der Weg zur Million

Ich empfehle für den Weg zur Million: Miste aus, was das Zeug herhält! Nicht nur gewinnst du unendlich mehr Freiheit, sondern mit jedem nicht mehr benötigten Ding, das deinen Haushalt verlässt, merkst du mehr und mehr, was wirklich wichtig ist in deinem Leben.

Es ist so, wie wenn sich ein zäher Konsumnebel nach und nach lichtet und du wirst immer weniger den Versprechungen der Werbeindustrie glauben. Das bringt dir Geld für Investitionen, die dir nicht nur den schnellen Glückskick liefern, sondern dich finanziell auf eine nachhaltig bessere Basis stellen werden.

Wenn du sofort damit anfangen willst (was ich stark annehme): Hier geht’s zur genialen 121-Dinge-Checkliste. Sie enthält Dinge, die du flott und ohne langes Überlegen entsorgen und abhaken kannst. Außerdem bekommst du noch eine kleine Anleitung dazu, wie du am besten vorgehst. Hol sie dir am besten gleich um 0€.

Fazit

Bei jeder Ausgabe frage ich mich immer:

Was sind die Kosten? Bei den Kosten betrachte ich nicht nur den Preis, sondern ich überlege auch, was mich die Lagerung, Wartung oder Pflege kosten wird. Und vor allem: Wie viel Zeit wird es mich kosten?

Was ist der erwartete Nutzen? Übersteigt der Nutzen die Kosten? Gibt es bei gleichem Nutzen Alternativen, die billiger und vielleicht sogar einfacher sind?

Die Million würde ich definitiv in Wertpapieren und/oder Immobilien investieren, die mir ein zusätzliches Einkommen bescheren. Von diesen Einkünften würde ich meine Projekte und Erlebnisse finanzieren.

Wer bin ich

Ich bin Uli Pauer, Aufräumcoach in Wien. Ich unterstütze (offline und online) Menschen (hauptsächlich Frauen), die gern ausmisten, entrümpeln und eine neue Ordnung schaffen wollen. Um so zu mehr äußerer, aber auch innerer Klarheit und Ruhe zu kommen. Um mehr Freiheit und Freizeit zu gewinnen. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Und Sachen, die physisch und mental im Weg sind, blockieren auf vielfältige Weise unsere wichtigsten Ressourcen: Zeit und Energie.

Wozu sind Frauen ab 50 noch gut?

Mia Brummer fragt in ihrer Blogparade: Wozu sind Frauen ab 50 überhaupt noch gut?

Und sie ist einfach beantwortet: Wir sind für ALLES gut!

Dass diese Frage in unserer Gesellschaft überhaupt gestellt wird, zeigt den hohen Grad an patriarchalen Strukturen, denen wir noch immer tagtäglich ausgesetzt sind und die wir scheinbar widerspruchslos zulassen.

Ich frage mich entsetzt und enttäuscht:

Ist die Emanzipationsbewegung irgendwo stecken geblieben, ohne dass ich es mitbekommen habe, sodass sich Frauen (aller Altersgruppen) auch im Jahr 2022 noch hauptsächlich über Männer und deren Ansichten definieren?

Im Südwesten von England

Es ist der Sommer 1910. Und in Bristol, im Südwesten Großbritanniens, scheint die Sonne über den Fluss Avon. An der Promenade geht die 33-jährige Bessie spazieren. Bessie ist alleinstehend. Eine Tatsache, die in ihrem Alter eine peinliche Angelegenheit ist. Nach damaliger Auffassung sollten Frauen bis spätestens 23 verheiratet sein. Die Situation wird dann verzweifelt, sobald die Frauen 27 Jahre alt und nicht verheiratet sind. Mit 30 ist dann sowieso alle Hoffnung verloren und wenn Bessie an der Promenade entlangspaziert, gilt sie mit 33 schon als alte Jungfer. An jenem Sommertag ändert sich ihr Leben grundlegend, denn sie trifft einen gewissen Henry Williams. Vielleicht verliebt sich Bessie tatsächlich auf den ersten Blick, aber vielleicht ist es auch der gesellschaftliche Druck, endlich einen passenden Ehemann zu finden. Jedenfalls lässt sie sich überreden, mit ihm aus Bristol wegzulaufen.

Aber nicht nur Bessie, auch zwei weitere Frauen, Alice und Margaret, werden in den kommenden Jahren Opfer des Serienmörders George Joseph Smith, der sie beraubt und dann ertränkt. In der Episode „Die Bräute in der Badewanne“ des Podcasts „Die Schwarze Akte“ wird die Geschichte der drei Frauen erzählt, die damals symptomatisch für eine Armee an „Alten Jungfern“ sind. Mit 33 Jahren hoffnungslos, denn kein Mann hat sie bisher angeschaut und erwählt.

Das war damals, aber heute, heute sind wir emanzipierter. Tatsächlich?

Mitten in Deutschland

Alter und Aussehen der Frauen waren egal. Vor allem sollten sie wenig soziale Kontakte haben, schnell einziehen, abhängig werden. Sie kamen, gelockt von Annoncen, die einsamen Frauen Liebesglück versprachen. Annoncen wie: „Fischmann, 45 J., 1,86, humorvoll, häuslich, sucht umzugswillige SIE für gemeinsame Zukunft“. Es müssen viele Frauen gewesen sein, die er in seinen Bann zog. So nachzulesen im Spiegel-Artikel: Eine Welt grausamer Unterwerfung.

Er, das ist Wilfried W.; auf den Prozess-Bildern wirkt er auf mich plump, mit deutlichem Bauchansatz, Hamsterbacken und Geheimratsecken, wahrlich kein Adonis. Es ist das Jahr 2018 und wir sprechen vom Horrorhaus von Höxter. Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh attestiert Wilfried einen IQ von 59. Im juristischen Jargon hat er laut Gutachterin damit das Merkmal des Schwachsinns erfüllt.

Wie viele Frauen auf der Suche nach Glück und dem Traum nach Liebe genau Opfer von ihm werden, kann auch der Prozess nicht endgültig klären. Zwei Frauen sterben an der unmenschlich grausamen und brutalen Folter, der sie jahrelang ausgesetzt sind. Dennoch bleiben sie, in einem vermüllten und verschimmelten Haus, versuchen verzweifelt, die absurden Regeln, die Wilfried W. aufgestellt hat, zu erfüllen. Besser irgendein Mann als mit der Schande „übriggeblieben“ zu sein, zu leben, frage ich mich?

Im Englischen gibt es die Redewendung „any port in a storm“ – und es wird auch heute noch für Frauen verwendet, die von außen betrachtet unmögliche Beziehungen eingehen bzw. in ihnen bleiben. Jeder Hafen (d.h. jeder Mann) ist gut genug für eine einsame und verzweifelte Frau, die noch keinen Mann abgekriegt hat, so die zynische Erklärung.

Ich könnte endlos mit Kriminalfällen und Femiziden weitermachen, in denen Frauen Opfer von Tätern werden, die genau das ausnutzen: Den noch immer vorhandenen gesellschaftlichen Zwang für Frauen, durch die Augen der Männer gesehen zu werden. Die Fälle, die vor Gericht landen, sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Auswirkungen des Patriarchats sind viel weitreichender.

Nicht widersprechen, angepasst, lieb und hilfsbereit sein, die ganze Sorgearbeit übernehmen, das eigene Leben selbstverständlich zurückstellen, hübsch und ansprechend aussehen, dazuverdienen. So wird das von uns auch im Jahr 2022 erwartet. Wenn wir nicht so sind, dann sind wir Karrierefrauen, Rabenmütter, Mannweiber, im schlimmsten Fall „Übriggebliebene“ oder „Verlassene“. Wir werden als hysterisch, kratzbürstig, zickig und frigide verunglimpft. Oder umgekehrt, als Flittchen und Tussis. Wir sollen funktionieren. Und wenn wir 50+ sind, sind wir dann „damaged goods“, eine Ware, die so beschädigt ist, dass sie niemand mehr will, und auf die man nur einen mitleidigen oder angeekelten Blick wirft?

Weniger Einkommen, weniger Vermögen und weniger in der Öffentlichkeit präsent. So schaut leider auch im Jahr 2022 die Lebensrealität von vielen Frauen aus.

Der steinige und lange Weg aus der Abhängigkeit

Wir sind weit gekommen, aber bei weitem nicht weit genug. Es gibt noch viel zu tun.

Wir sollen uns gar nicht fragen, wozu wir Frauen gut sind und ob wir ab 50 zum alten Eisen gehören. Wir sollten uns besser fragen, wie wir eine Gesellschaft erreichen können, wo es eine soziale und finanzielle Gleichstellung der Geschlechter gibt. Eine Gesellschaft, in der diese Frage genauso absurd ist, wie die Frage, wozu denn Männer mit 50+ noch gut sind.

Was sollen Frauen ab 50 verstärkt tun

  • Füreinander da sein und einander sehen
  • Mentorinnen für Mädchen und jüngere Frauen sein
  • Sie darin bestärken, dass auch sie alles können und es gut ist, für ihre Rechte einzustehen
  • Sich aus dem Korsett der überkommenen Erwartungen befreien und die junge Generation darin unterstützen
  • Frauen nicht ausgrenzen, die den gängigen Klischees nicht entsprechen
  • Geld nicht als etwas sehen, was für Frauen nicht so wichtig ist
  • Keine Zeit darauf verschwenden, in den Augen der Männer gefällig zu wirken
  • Sich noch mehr Lachfältchen zulegen und stolz darauf sein
  • Die eigenen Ziele herausfinden und in die Tat umsetzen
Meine Mama: Immer unterwegs. Auch mit 92 gehört sie noch nicht zum alten Eisen!

Wer bin ich

Ich bin Uli Pauer, Entrümplerin und Femininistin. Ich unterstütze (offline und online) Menschen (hauptsächlich Frauen), die gerne ausmisten und eine neue Ordnung schaffen wollen. Um so zu mehr äußerer, aber auch innerer Klarheit und Ruhe zu kommen. Um mehr Freiheit, Freizeit und Unabhängigkeit zu gewinnen. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Und Sachen, die physisch und mental im Weg sind, blockieren auf vielfältige Weise unsere wichtigsten Ressourcen: Zeit und Energie.

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Herbstblues? Was ist das?

Was ist dein Patentrezept gegen Herbstblues, fragt Susanne Heinen und ruft zur Blogparade auf.

Gerade jetzt, wenn die Tage dunkler werden, ist es für uns alle wichtig, sich erfreuliche Gedanken und Momente in unseren Alltag zu holen, meint Susanne.

Und auch Rosina Geltinger hat eine Blogparade zum Thema Herbstblues. Rosina schreibt: Die Tage werden kürzer, die Sonne scheint weniger intensiv und es ist oft grau und verregnet. Dadurch haben wir oft weniger Energie und das drückt auch mal auf die Stimmung.

Bin ich die einzige, die keinen Herbstblues hat? Für mich ist der Herbst die liebste Zeit im Jahr.
Ich bin überglücklich, wenn die Sonne weniger scheint und Nebelschwaden mysteriös über die Landschaft ziehen. Ich mag es, in modrig riechenden Wäldern spazieren zu gehen.
Herrlich! Endlich Ruhe!
Herbstblues? Weit gefehlt!

In den heißen Sommermonaten, die von Jahr zu Jahr heißer werden, sehne ich den Herbst herbei.

Es ist Anfang Juni und in Wien gibt es die erste Hitzewelle mit Tropennächten. Ich weiß, es werden ihr noch viele folgen. Im Radio höre ich die Wettervorhersage. „Schönes“ Wetter. 38 Grad, brüllender Sonnenschein, Windstille, kein Wölkchen am Himmel und anhaltende Dürre. Das soll „schönes“ Wetter sein? Ich bin fassungslos. Sind die Wettermoderator*innen noch zu retten? Das Radio zu nehmen und aus dem Fenster werfen, erscheint als angemessene Reaktion.
Meine Stimmung sinkt auf den absoluten Tiefpunkt.

Wo kann ich Tipps gegen den Sommerblues bekommen?

Jetzt beginnt die Zeit,

  • wo ich meine Wohnung verdunkeln muss
  • wo ich nur mehr sehr bald in der Früh oder sehr spät in der Nacht die Fenster öffnen kann
  • wo ich mein Backrohr nicht mehr verwende, weil es die Wohnung unnötig weiter aufheizt; ich dadurch aber beim Kochen und Backen eingeschränkt bin
  • wo vor meinem Schlafzimmerfenster Menschen mit lauten Handys patrouillieren
  • wo des Nachts mehr Betrunkene unterwegs sind
  • wo die Schulferien beginnen und überall Hochsaison ist
  • wo die Sonnenhungrigen en masse auf die Donauinsel strömen und ich ständig aufpassen muss, dass mir keine Nackten vors Rad laufen
  • wo wegen der vielen Open Air Veranstaltungen ständig Monster-LKWs auf der Donauinsel (= mein Radfahrgebiet) unterwegs sind, die riesige Bühnen auf- oder abbauen
  • wo es schwierig ist, einen Termin zu bekommen, weil alle auf Urlaub sind

Meine Stimmung Sommerblues zu nennen, wäre schlichtweg eine komplette Untertreibung.

Im Herbst hingegen verbessert sich mein Befinden enorm!

  • Ich muss die Wohnung nicht mehr verdunkeln
  • Ich kann lüften, wann immer ich Lust dazu habe
  • Ich verwende mein Backrohr wieder und kann herrliche Schmorgerichte kochen und Kuchen backen
  • Bei den Heurigen (= Weinlokale) gibt es den ersten Sturm
  • In den Restaurants starten die Wildwochen und ab Oktober gibt es dann auch schon das Martinigansl
  • Es gibt köstliche Kürbiscremesuppe und überhaupt beginnt die Zeit, wo man endlich wieder diese leckeren Cremesuppen machen kann
  • Es wird deutlich ruhiger vor meinem Schlafzimmerfenster
  • Es sind viel weniger Radfahrer*innen auf der Donauinsel unterwegs und Open Air Veranstaltungen gibt es auch nicht mehr
  • Die Kinder sind wieder in der Schule zurück und Ausflüge während der Woche sind deutlich entspannter, was besonders für mein 12von12-Projekt wichtig ist
  • Auch Termine bekommt man wieder leichter, denn die Betriebsurlaube sind vorbei

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um tief durchzuatmen und sich vom schrillen Lärm und der Hitze des Sommers zu erholen. Für mich ist der Herbst wie Balsam auf die erhitzte Seele.

Mein bester Tipp: Einfach hinausgehen – und genießen. Dabei ist es egal, ob es grau ist oder regnet. Es ist sogar besser, wenn das Wetter nicht so „schön“ ist. Dann hast du die Natur für dich allein und kannst mit allen Poren die metallische Stimmung eines nebelverhangenen Herbsttages spüren. Und vielleicht kommt ja dann auch die Herbstsonne raus.

Nach der Wanderung im Wald empfehle ich eine Tasse Tee mit Kürbiskuchen zu genießen und einen spannenden Krimi zu lesen oder zu hören.

Wer bin ich?

Ich bin Uli Pauer, Aufräumcoach in Wien. Ich unterstütze (offline und online) Menschen (hauptsächlich Frauen), die gerne ausmisten, entrümpeln und eine neue Ordnung schaffen wollen. Um so zu mehr äußerer, aber auch innerer Klarheit und Ruhe zu kommen. Um mehr Freiheit und Freizeit zu gewinnen. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Und Sachen, die physisch und mental im Weg sind, blockieren auf vielfältige Weise unsere wichtigsten Ressourcen: Zeit und Energie.

Schau vorbei bei meiner Website. Hier gibt es viele Artikel zum Thema Ausmisten und Minimalismus.

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Für immer unsichtbar

In ihrer Blogparade stellt Silke Geissen die spannende Frage: „Wechseljahre und dann? Endstation unsichtbar oder Time of your Life?“

Ich sage vorweg gleich mal: beides! Aber fangen wir von vorne an.

Sind ältere Frauen wirklich nicht mehr so sichtbar, wie junge Frauen? Ich denke ja. Ältere Menschen werden generell nicht mehr so beachtet, wie die jüngere Generation.

Wenn ich aber weiter darüber nachdenke: Habe ich mich früher denn mehr „gesehen“ gefühlt als jetzt? Wurde ich als Mädchen und junge Frau als Person wahrgenommen oder war es an Bedingungen geknüpft? Gute Noten, brav sein, lieb lächeln, freundlich grüßen? Oder die komplette Außenseiterin sein? Ist es nicht immer an Bedingungen geknüpft?

Auch junge Frauen werden nur dann von ihren Zeitgenoss*innen im positiven Sinn gesehen, wenn sie gut aussehen, keck gekleidet sind und dem jeweiligen Lifestyle entsprechend auftreten. Alte Sneakers, unmodische Kleidung, Übergewicht und die falsche Frisur machen auch junge Frauen unsichtbar – wenn es gut für sie läuft. Läuft es schlecht, werden sie unbarmherzig gemobbt.

Im Leben der meisten Frauen gibt es diesen Plan, den sowohl die Gesellschaft als auch die Natur vorgeben. Mr. Right zu finden und mit ihm eine Familie gründen; Kinder zeugen, die eigenen Gene weitergeben. Da ist es natürlich denkbar schlecht, ein Mauerblümchen zu sein. Sichtbarkeit ist gefragt. Und so werden auch noch die dämlichsten und plumpsten Anmachversuche von Männern als „positiv“ angesehen.

Nach den Wechseljahren gibt es diesen Druck nicht mehr.
Zumindest sollte es ihn spätestens dann nicht mehr geben.

Falls sich Mr. Right als Mr. Wrong herauskristallisiert hat, ist er hoffentlich weg.
Dasselbe gilt für Ms. Right.
Die Kinder sind erwachsen oder auf dem Weg dahin.
Kindergeburtstage, Elternabende, Vorladungen beim Lehrpersonal liegen in der Vergangenheit.
Die Karriere ist entweder gemacht oder tritt in den Hintergrund. Das Rentenalter kommt näher.
Die meisten neuen Kolleg*innen könnten unsere Kinder oder sogar Enkel sein.
Neue Projekte abseits langjähriger Erwerbsarbeit gewinnen an Bedeutung.
Unsere Eltern werden älter und hinfälliger und spätestens jetzt machen wir einen erschrockenen Blick auf das Ende.
Wie viele Jahre bleiben uns noch?
Ist „Lebensmitte“ etwa nur ein geschönter Begriff, und wir sind schon im letzten Drittel?
Wer wird uns sehen, wenn wir krank und hinfällig sind und Hilfe brauchen?

Es ist höchste Zeit, so zu sein, wie wir das wollen und aus dem Korsett an Verpflichtungen und Vorstellungen, wie wir denn zu sein haben, auszusteigen. Die Jahre, die wir noch haben, zu nutzen, um herauszufinden, was uns Freude macht, wo unsere Stärken liegen und dann genau diese Vorhaben und Pläne umzusetzen. Vielleicht gemeinsam mit anderen „Unsichtbaren“.

Mir ist es egal, was du über mich denkst. Ich denke über dich überhaupt nicht nach. Sagt Coco Channel.

Eine interessante Aussage. Die Anderen sind – so wie auch wir – meistens mit sich selbst beschäftigt und sehen daher auch nur sich selbst und das eigene Umfeld. Wir brauchen uns also gar keine Sorgen zu machen, wie und ob uns andere sehen und was sie über uns denken. Denn in den meisten Fällen sehen sie uns gar nicht und wenn, ist dieser flüchtige Eindruck in wenigen Minuten wieder vergessen.

Wer sieht uns?

Unsichtbar sein, hat auch Vorteile. Man kann andere viel besser beobachten. Becky Masterman lässt ihre Protagonistin, die pensionierte FBI-Agentin Bridget Quinn resümieren: Es fühlt sich an, als wäre ich noch immer verdeckte Ermittlerin, die nur vorübergehend in die Rolle einer alternden Frau aus dem Südwesten geschlüpft ist. Ich verstehe mich noch immer gut darauf, in jeder nur denkbaren Umgebung zu verschwinden und mit dem Hintergrund zu verschmelzen, und ich bin froh, dass mir so mühelos gelingt, was andere Frauen in meinem Alter fürchten.


Wer bin ich?

Ich bin Uli Pauer, Aufräumcoach in Wien. Ich unterstütze Menschen (hauptsächlich Frauen), die gerne ausmisten, entrümpeln und eine neue Ordnung schaffen wollen. Um so zu mehr äußerer, aber auch innerer Klarheit und Ruhe zu kommen. Um mehr Freiheit und Freizeit zu gewinnen. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Und Sachen, die physisch und mental im Weg sind, blockieren auf vielfältige Weise unsere wichtigsten Ressourcen: Zeit und Energie.

Wer bist du ohne deine Dinge?

In meiner eigenen Blogparade geht es um die Frage, wie es wäre, wenn unsere Dinge sich plötzlich in Luft aufgelöst hätten. Wer wären wir dann? Hast du Lust, mitzumachen? Dann klicke auf den Link!