Monatsrückblick Oktober 2021 – Ich schreibe!

Monatsrückblick Oktober 2021

 

Neben der Entrümpelungs-Challenge ging es im Oktober bei mir hauptsächlich ums Schreiben. Das wird sich auch im November nicht ändern.

Die Oktober Entrümpelungs- und Optimierungs-Challenge

In der September Entrümpelungs-Challenge war es unser Ziel, jeden Tag Dinge loszulassen und so unsere Loslass-Muskeln zu trainieren und zu stärken. In 30 Tagen haben wir uns von insgesamt 8028!!! Dingen getrennt und diese verschenkt, verkauft oder entsorgt. Das war ein großartiger Erfolg und meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen! 

Im Oktober war bereits die nächste Challenge angesagt. Diesmal haben wir jede Woche einen Bereich genauer betrachtet, weiter entrümpelt und optimiert. Es ging nicht mehr um das Entsorgen alleine, sondern auch um die Optimierung, d.h. Möbel oder Geräte umzustellen und bessere „Wohnorte“ für die Dinge zu organisieren.

Monatsrückblick Oktober 2021

 

Woche 1

In der ersten Woche lag der Fokus auf den Außenbereichen und am Eingangsbereich.

  • Garten 🍂
  • Balkon 🌱
  • Auto 🚗
  • Eingang (Garderobe, Flur) 👠

Diese Bereiche sind die „Point of Entry“ und sie sollen einladend wirken. Deine Gäste sollen sich willkommen und behaglich fühlen und auch du selbst. Den Eingangsbereich und das Vorzimmer siehst du zuerst, wenn du das Haus betrittst.

Jacken, Schuhe, Hauben, Hüte, Regenschirme … was kann weg aus dem unmittelbaren Sichtfeld?

Gibt es Dinge in deinem Auto, die dort schon seit Ewigkeiten „vergammeln“ bzw. die dort gar nicht hingehören? Wenn du jemand in deinem Auto mitnimmst, soll sich dein Gast wohl fühlen. 😍 Und auch du hast ein besseres Gefühl, wenn du nicht bei jedem Start zuerst mit Müll konfrontiert bist.

Woche 2

In der zweiten Woche ging es um den Bereich Küche, Kochen und Vorräte. 🍳

In der Küche haben wir haben ein besonderes Augenmerk auf folgende Dinge gelegt:

  • die nicht in die Küche gehören
  • die in die Kategorie „zu viele“ bzw. „nicht mehr benötigt“ fallen
  • die auf den Oberflächen stören
  • die als das „gute“ Geschirr gelten, aber nur in der Vitrine stehen
  • die nie bis selten benutzt werden (Klassiker: Elektro-Kleingeräte)

Bei den Vorräten 🥫 haben wir uns einen Überblick geschaffen und uns von den Lebensmitteln getrennt, die wir nicht mehr verwenden werden. 

Woche 3

In der Woche 3 ging es um die Schlafbereiche 🛌 und Arbeits- oder Hobbyraum. Gerade das Schlafzimmer ist oft ein beliebter Abstellort, wo man schnell etwas zwischen lagert. Nur dass aus „temporär“ dann gerne mal „permanent“ wird.

Im Schlafzimmer ist Erholung und Ruhe angesagt. Daher haben wir alle Dinge entfernt, die den Status „unerledigt“ oder „Arbeit“ haben oder die überhaupt nicht in den Schlafbereich gehören. 

Woche 4

In der vierten Oktoberwoche ging es um den Wohnbereich, das Wohnzimmer 🖼 aber auch das Esszimmer oder Fernsehzimmer. Bereiche, wo sich die Familie versammelt und wo auch Gäste empfangen werden.

Wir haben spezielle Hotspots betrachtet, wie z.B. Sachen am Wohnzimmer- oder Esszimmertisch, die dort nicht hingehören (z.B. Papier, Zeitschriften, etc.).

Dinge, die stören, die immer herumgeschoben werden müssen oder schlichtweg verstauben.

Dazu gehören z.B.:

  • Dekorationen aller Art
  • Fotos
  • Bücher

Nur weil etwas „schon immer“ da war, bedeutet nicht, dass du es in alle Ewigkeit behalten musst.

Die Aufgabe in der Woche 4 war es, jeden Gegenstand im Wohnbereich zu hinterfragen. Wenn diese Zimmer komplett leer wären, was würdest du wieder genauso hineingeben bzw. was würdest du dir wieder anschaffen?

Ironie

Im Oktober habe ich den Artikel 7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst geschrieben. Er gehört in die Kategorie „Ironische Artikel“ und ist … ernst gemeint. Nur eben im umgekehrten Sinn. Obwohl die Ironie überwiegt, habe ich doch alles, was ich beschreibe, auch so erlebt. Klicke auf das Bild, wenn du diesen Blogartikel lesen willst:

7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst

Ich habe wieder einmal festgestellt, wie sehr ich Ironie liebe 🧡. Ich war nicht die einzige, die ironische Artikel geschrieben hat. Denn in der Content Society sind im Oktober ganz viele satirische Artikel zu den unterschiedlichsten Themen entstanden.

Träume

Im Oktober habe ich mit 46 weiteren Frauen bei der Blogparade der Zeitschrift Lemondays teilgenommen. Das Thema war „Träumst du noch dein Leben oder lebst du schon deinen Traum„?

In meinem Artikel geht es um die Schattenseite des Traums. Um die Frage, welche Träume wirklich unsere Träume sind und welche nur Hochglanzversionen eines fremden Traums. Was passiert, wenn der Traum platzt.

Immer wenn etwas so gehypt wird, bin ich skeptisch. Traumhaus, Traumjob, Traumpartner, Traumgewicht, Traumauto, Traumurlaub … es gibt fast nichts, wo nicht Traum davor steht. Was ist, wenn wir kein stromlinienförmiges Traumleben führen, das wir auf Social Media stolz präsentieren können? Was ist, wenn der Traum zerplatzt?

Bist du neugierig geworden? Dann klicke auf das Bild; hier kannst du den ganzen Artikel lesen.

Alles nur ein schlechter Traum?

Vorschau auf November

Du darfst dich auf weitere Entrümpelungs-Challenges freuen. Komm doch in die Gruppe, hier räumen wir gemeinsam auf. 

Im November ist NaNoWriMo, d.h. National Novel Writing Month. Ich hab zwar (derzeit!) nicht vor, einen Roman zu schreiben, aber ich beschäftige mich neben dem Bloggen auch mit einem Sachbuch Projekt. Wenn du mehr dazu wissen willst, dann schau mal hier vorbei. Dieser Blogartikel weist schon in die Richtung, in die auch mein Buch gehen soll:

3 geheime Zutaten für den magischen Erfolg – ein Rant

Im November ist – so wie jedes Monat – 12von12. Am 12. eines Monats dokumentiere ich diesen Tag mit 12 Bildern. Damit folge ich einer mir schon sehr lieb gewordenen Bloggertradition; es wird mein sechster 12von12 Artikel sein. Der 12. November ist ein besonderer Tag, denn vor genau 103 Jahren haben die Frauen in Österreich und Deutschland das Wahlrecht errungen. Seither ist viel passiert in Richtung Verbesserung und Gleichstellung, aber bei weitem nicht genug. Im 12von12 Artikel werde ich einen „Tagesordnungspunkt“ den Frauenrechten widmen.
Fünf Mitglieder vom Verein für Frauenstimmrecht, Foto: Wikimedia, public domain

Der Equal Pay Day in Wien fällt auf den 15. November. D.h. in Wien arbeiten Frauen durchschnittlich 51 Tage gratis. Das ist zwar besser, als der österreichweite Equal Pay Day, der schon auf den 25. Oktober 2021 gefallen ist, aber immer noch nicht gut genug. Zeit, daran etwas zu ändern!

Alles nur ein schlechter Traum?

Alles nur ein schlechter Traum

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade „Träumst Du noch Dein Leben oder lebst Du schon Deinen Traum“ des Onlinemagazins LEMONDAYS.

Vor vielen Jahren hatte ich den Traum, hoch über den Dächern Wiens zu leben. Lange genug hatte ich in Wohnungen gelebt, die zwar in Ordnung waren, aber eben nicht diesen Wow-Faktor boten. Das sollte sich nun ändern. Endlich war mein Traum in greifbare Nähe gerückt. Ich freute mich schon sehr auf die Besichtigung der Wohnung, die im 20. Stock lag und eine fantastische Aussicht auf den Donaupark bieten sollte. Ich betrat das Haus und fuhr mit dem Lift in den 20. Stock. Hier machte sich schon eine gewisse Beklemmung breit. Die Gänge und die Stahltüren fühlten sich wie Gefängnistore an. Wie sollten meine kleine Tochter und ich hier Nachbarn kennenlernen und mit ihnen Bekanntschaft oder sogar Freundschaft schließen?

Die Maklerin öffnete die Wohnungstür und ich schaute mich um. Es war in der Tat eine traumhafte Wohnung. Da war gar nichts daran auszusetzen. Ich ging auf die Terrasse. Der Wind blies hier oben in Orkanstärke. Unten war er nur ganz leicht zu spüren gewesen. Zumindest kam es mir so vor. Der Lärm der Donauuferautobahn erreichte hier oben einen unangenehmen Pegel. Unten hatte ich dieses Rauschen gar nicht bemerkt. Der Traum von der perfekten Wohnung war soeben geplatzt wie ein Luftballon und ich war im Grunde genommen sogar froh darüber. Ich bedankte mich höflich bei der Maklerin und verließ das Gebäude. Einige Wochen später mietete ich eine Wohnung, die im 2. Stock lag und in der ich auch heute noch glücklich lebe.

Ich bin skeptisch, was Träume betrifft. Natürlich kann man träumen und Träume haben, und vielleicht verliere ich mich zu sehr in der Wortklauberei, aber mir persönlich sind Ziele sympathischer.

Ziele kann man definieren, abändern, anpassen und wenn man ein Ziel erreicht hat, neue Ziele in Angriff nehmen. Man geht einen Weg, manchmal auch Umwege zum Ziel. Und vielleicht hat man auf der Reise auch das kleine Quäntchen Glück, das den entscheidenden Unterschied macht.

Geht das auch bei einem Traum? Und vor allem, was ist, wenn der Traum schon erfüllt wurde? Wenn man sein Traumleben bereits führt? Was ist dann? Welchen Traum hat Schneewittchen, NACHDEM sie ihren Traumprinz geheiratet hat?

Träume haben für mich etwas Irreales, etwas, das man nicht greifen kann. Vorstellungen, die man ideal findet, aber gar nicht weiß, ob sie der Realität auch standhalten werden. Fantasien, die absolut, perfekt und endgültig sein sollen. Oder Geschenke, die vom Himmel fallen. Liebe auf den ersten Blick. Nichts gegen Liebe auf den ersten Blick, aber was ist nach dem zweiten und dritten Blick?

Meine Freundin hatte eine Traumhochzeit mit ihrem Traummann in einem Traum von Weiß; nur das Beste vom Besten. Nicht einmal ein Jahr später war der Traum geplatzt.

Wenn wir heute auf Social Media oder in die Werbung schauen, dann sehen wir viele Traumleben. Menschen mit Traumfigur im Traumurlaub oder im Traumhaus mit wunderbar geratenen Kindern. Das Auto ist nicht nur ein Vehikel, das von A nach B fährt, nein, es verspricht den Traum von Freiheit. Die Arbeit ist ein Traumjob, der Glückseligkeit verspricht, darunter geht es nicht. Bei diesen Bildern und Formulierungen denke ich mir: Leben wir noch oder sind wir etwa schon im Himmel?

Wir sehen junge, schöne, lächelnde, erfolgreiche und gesunde Menschen, die in atemberaubend schönen und von anderen Touristen befreiten Traumgegenden perfekte Selfies machen.

Willst du auch so sein? Den Traum von ewiger Jugend, immensem Reichtum inklusive perfektem Traumpartner jetzt gleich manifestieren?

Es gibt viele Coaches, die genau das versprechen – noch dazu schnell und einfach. Wenn du mehr dazu lesen willst: Ich habe einen Artikel zu diesem Thema geschrieben und du bist nur einen Klick davon entfernt. 

3 geheime Zutaten für den magischen Erfolg – ein Rant

Dream BIG! Muss es wirklich immer BIG sein?

  • Die Traumfigur
  • Den Traumpartner
  • Die Traumimmobilie
  • Den Traumjob
  • Die Traumkunden
  • Den Traumkundenmagneten
  • usw. usf.

Sind wir etwa von der Werbung und Social Media schon so beeinflusst, dass es unter „Traum-“ gar nicht mehr geht? Schneller, höher, besser – Traum? Ein Hochglanzleben

Dornröschen wird von ihrem Traumprinzen wachgeküsst und die Hochzeit des Königssohns mit der schönen Prinzessin wird in aller Pracht gefeiert. Happy End! Und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende, heißt es in dem Märchen der Gebrüder Grimm.

And they all lived happily everafter!

Ich kann verstehen, dass sich viele das wünschen. Das Happy End, das allumfassend ist und für immer und ewig anhält. Deshalb gibt es auch Märchen, Romane und Filme, die genau dieses Klischee bedienen. Held und Heldin entschwinden im Abendrot. Und wir bleiben oft zurück mit dem Gefühl, dass mit unserem Leben etwas nicht in Ordnung sei. Weil wir diesen Hochglanztraum nicht erreicht haben und vielleicht auch gar nicht erreichen können.

Oder weil dieser Traum sich nun anfühlt wie ein Ballon, dem die Luft ausgeht. Weil der Traum vielleicht sogar zum Albtraum geworden ist. Oder weil wir nicht unseren eigenen Weg gehen, sondern einem fremden Traum nachrennen. Einem Traum, der einer Traumfabrik wie Hollywood entstammt oder in einer Werbeagentur erfunden wurde.

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort:

Be careful what you wish for – you just might get it!

 

3 geheime Zutaten für den magischen Erfolg – ein Rant

3 geheime Zutaten für den magischen Erfolg

Schnell, leicht – ja am besten im Schlaf und über Nacht! Du leidest an Blockaden, Depressionen oder willst „nur“ abnehmen? Du hast unerfüllten Kinderwunsch oder du kommst mit deinen Kinder nicht mehr zurecht? Du willst ein Online-Business gründen und du hast keine Ahnung, wie? Du willst aufräumen und zwar gründlich? Alles kein Problem. Es gibt nichts, absolut NICHTS, das nicht ganz EASY gelöst werden kann. Trommelwirbel: Hier kommt der magische Erfolg, DER Erfolgsmagnet! So die Versprechen.

 

Drei Zutaten für den „magischen“ Erfolg

1. Geheimnisse

Wenn man im Netz nach Onlinekursen oder Coaching sucht, dann findet man ganz viel „Geheimniskrämerei“.

  • Geheimnis Traumfigur
  • Geheimnis erfolgreiche Kommunikation
  • Geheimnis Unternehmenserfolg
  • Geheimnis Kunden gewinnen
  • Geheimnis Bestseller schreiben
  • Geheimnis glückliche Kinder

Ich könnte hier endlos weiterschreiben. Sicher gibt es auch ein Geheimnis vom regelmäßigen Stuhlgang und vom perfekten Sex.

Alternativ zu den „Geheimnissen“ wird manchmal auch diese Phrase verwendet:

  • Was dir xxx nicht sagt
  • Was dir bisher noch niemand gesagt hat
Warum, oh warum, kennt das Gesundheitsministerium dieses Geheimnis nicht?

Nun ist der Begriff „Geheimnis“ nicht per se schlecht und es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn er im Sinne von „Tipps“, „Tricks“ oder „Hacks“ benutzt wird.

Wird er allerdings inflationär verwendet und aus allem und jedem ein riesiges Geheimnis gemacht, zu dem nur ganz wenige Erleuchte Zugang haben, dann ist Vorsicht geboten. Selbsternannte Gurus, die sich mit einer mysteriösen Aura und mit wallenden Gewändern umgeben und gegen Cash ihre Geheimergüsse verkaufen wollen – NEIN, DANKE!

2. Schnell

Skepsis ist auch angebracht, wenn versprochen wird, dass der erwünschte Zustand „schnell“ eintritt. Du kannst dich schnell einmal besser fühlen, aber wirst du dich auch dauerhaft besser fühlen? Du kannst schnell einmal aufräumen, aber wird diese Ordnung nachhaltig sein?

Besonders schlimm sind Heilversprechen. Wenn jemand verspricht, dich in nur 20 Minuten von Ängsten, Depressionen, Panik und Burnout zu befreien, dann ist das moralisch einfach inakzeptabel.

Wut und Hass machen sich in mir breit, ich habe 1000 Gedanken und gleichzeitig keine. Manchmal spüre ich gar nicht, dass ich noch lebe. Dort, in Wien, habe ich gedacht, ich muss jetzt sterben.

Das sagt eine Austauschstudentin bei der Hauptverhandlung aus. Sie wurde in Wien in einer Toilette am Praterstern Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Nun, sie konnte nicht persönlich aussagen, es ging ihr zu schlecht.

ALLE, wirklich ALLE, KÖNNEN geheilt werden?

Kann auch das Vergewaltigungsopfer in 20 Minuten geheilt werden, frage ich mich?

Kann sie sich in nur 20 Minuten von ihren Schmerzen, Ängsten und Blockaden befreien?

Wie beim Begriff „Geheimnis“ ist auch gegen „schnell“ an sich nichts einzuwenden. Ein guter Coach kennt Abkürzungen und kann definitiv unterstützen, schneller zu einem Ziel zu gelangen.

ABER: Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Da hilft ein wenig Schnipp und Schnapp, gewürzt mit einer Prise Hokuspokus nicht. Bei diesen schnellen Heilversprechungen (die im Kleingedruckten dann meist ausgeschlossen werden) ist absolute Vorsicht geboten! Hier besteht Lebensgefahr!

Ich frage mich auch immer, was Psychiaterinnen oder Therapeutinnen dazu sagen würden. Sind sie bestürzt, dass sie das 20-Minuten-Geheimnis nicht kennen? Dass es offenbar nicht Teil ihrer Aus- und Weiterbildung ist? Dass sie Patientinnen jahrelang behandeln, wo es doch auch in 20 Minuten gehen könnte?

3. Einfach

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf. Psalm 127

Eines Tages in der Früh wachst du auf. Du bist jung und schön und fühlst dich fantastisch. Alle deine Krankheiten sind wie weggeblasen. Dein Traumpartner lächelt dich zärtlich an und du erfreust dich an deinen wohlgeratenen Kindern. Auch deine überflüssigen Kilos sind weg und du fühlst deine neu erstarkten Muskeln. Ein Blick auf dein Konto zeigt dir gigantische Zuwächse. 6stellig? Nein, sogar 7stellig! Auch dein Heim ist über Nacht wunderschön geworden. Das Chaos ist wie von Zauberhand verschwunden und du lebst nun in deinem neuen Traumhaus im Grünen mitten in der Stadt. Der Tesla steht vor der Tür. Alles glitzert und funkelt im Sonnenschein.

Was ist geschehen? Bist du in einem Traum? Wahrscheinlich – oder du schaust gerade die neue Serie Simpleville.

Einfach, was für ein magisches Wort! Wir alle lieben diese Geschichten, wo sich einfach alles in Wohlgefallen auflöst.

  • Einfach ein neues Leben beginnen
  • Einfach viel Geld verdienen
  • Einfach ein erfülltes Leben führen
  • Einfach die richtigen Menschen anziehen
  • Einfach einen Bestseller schreiben
Verdiene dich dumm und dämlich!

Der eigentliche Text lautet in etwa so: Bezahle mich dafür, und ich verrate dir x urgeheime Geheimnisse, damit ICH schnell und einfach reich werden kann.

Auch das Wort „einfach“ ist nicht per se schlecht. Es gibt Menschen, die es sich unnötig kompliziert oder schwer machen und es gibt oft einfachere Wege, die ein guter Coach kennt.

ABER: Einfach im Sinne von „da wedle ich mal kurz mit dem Zauberstab“ funktioniert in den wenigsten Fällen und schon gar nicht, wenn es um schwerwiegende Krankheiten oder komplexe Sachverhalte geht.

Da kommt die Zauberfee!

 

Aus der Traum

Der versprochene Traum ist nicht wahr geworden? Der VIP-Kurs hat dein Leben nicht auf magische Weise transformiert? Nur dein Konto ist jetzt etwas leerer?

Die Versprechungen waren nicht mehr als ein wenig heiße Luft?

Wer trägt nun die Verantwortung dafür, dass es nicht so funktioniert hat wie versprochen? Richtig geraten! Das bist DU! Die Erklärungen bekommst du natürlich als Draufgabe dazu:

  • Du hast nicht genug daran geglaubt
  • Du hattest das falsche Mindset
  • Du hast deinen Wunsch nicht intensiv genug manifestiert oder gechannelt
  • Du warst innerlich nicht bereit für die Änderung
  • Du hast nicht BIG genug gedacht
  • Du hast den tieferen Sinn nicht verstanden
  • Du warst zu verbissen
  • Du warst zu wenig fokussiert
  • und so weiter und so fort …

Welche Seminare, Ausbildungen und Kurse du buchst und in welcher Form du daran teilnimmst – da bist du selbst dafür verantwortlich.

Für die Inhalte und Versprechungen sind allerdings IMMER die Anbieterinnen verantwortlich und vor dieser Verantwortung drücken sich manche sehr gerne.

Die (Miss)erfolgsgeschichten

In den diversen Testimonials werden die Erfolgsgeschichten ausgebreitet und zelebriert.

Es spricht natürlich absolut nichts dagegen, zufriedene Kundinnen zu Wort kommen zu lassen und so einen Anreiz für potentielle neue Kundinnen zu schaffen.

ABER: Wie wird mit den unzufriedenen Kundinnen verfahren? Wird das Programm angepasst, wenn die Erfolgsrate gerade einmal magere 2% ist?

Man stelle sich vor, eine Lehrerin spricht enthusiastisch über ihre Superschülerin, die in allen Fächern brilliert. In ihrer Klasse sind aber insgesamt 20 Kinder und die anderen 19 Schülerinnen und Schüler sind weit davon entfernt, ihre Ziele zu erreichen. Die 19 werden nicht mehr weiter erwähnt, sie sind so etwas wie Kollateralschaden. Leider, leider hat es bei ihnen nicht gereicht, aber Schwamm drüber, reden wir nicht mehr davon. Schließlich wollen wir die Feierlichkeiten zur „Pädagogin des Jahres“ nicht stören.

Man stelle sich weiter vor, dass besagte Lehrerin viel Geld nimmt, um Schülerinnen zu unterrichten, von denen sie schon zuvor genau weiß, dass sie absolut nicht die Voraussetzungen für einen Erfolg mitbringen. Grundschülerinnen im Universitätslehrgang, zum Beispiel. Nun, mit ganz viel Glück, einmal in 100 Jahren vielleicht, kommt ein Wunderkind, das alle Klassen überspringt und mit summa cum laude abschließt. Aber die anderen 99,999% haben keine Chance. Was ist das? Ich sage, das sind betrügerische Absichten.

Taubstumme, die hören, Blinde, die sehen, Lahme die gehen … und ein Online-Business von Null auf eine Million. Es gibt sie wahrscheinlich, diese Fälle, aber der Prozentsatz ist verschwindend gering.

 

Namenlose Experten und „A lot of people“

Manchmal werden auch „führende“ Experten bemüht, die anonym eine Empfehlung abgeben. Von „Führenden Experten empfohlen“ heißt es lapidar – nur wer diese Experten sind, steht nirgends. Oder es handelt sich um Pseudo-Experten, die nicht einmal einer simplen Internet Recherche standhalten.

Genauso ist es bei den angeblich vielen Menschen, die ein Programm erfolgreich durchlaufen haben sollen. Was sind viele? 10, 100, 1000, eine Million? Auch sie bleiben eine anonyme Masse. Und sie eignen sich zudem ganz hervorragend dazu, um Kritik abzuschmettern und Kritikerinnen als Einzelfälle oder Querulantinnen darzustellen. Was, du bist unzufrieden? A lot of people are saying this program is HUGE and FANTASTIC and BIG. Wie seltsam, dass es gerade bei dir nicht gewirkt hat. Hmm, das muss an DIR liegen!

Welche Experten sind das wohl?

Künstlich verknappt und das Super-Mega-Sonderangebot

Der Wert des Kurses ist 19.997 € oder gleich unbezahlbar – aber weil heute Vollmond ist und auch noch der Geburtstag von Dschingis Khan – gibt es das Programm um nur 479 €. Die 19.997 € sind dann doppelt durchgestrichen und das Angebot gibt es selbstverständlich nur heute bis 15:15. Ab 15:16 dann eventuell um 481 €?

Würdest du etwas, das fast 20.000 € wert ist, um knapp 500 € verkaufen (wenn nicht gerade deine echte Identität im Zeugenschutzprogramm aufgedeckt wurde und du dringend die Stadt verlassen musst)? Ich sage NEIN.

Es ist völlig in Ordnung, Rabatte und Boni zu gewähren und auch ein Enddatum zu setzen. Vorsicht ist jedoch bei den marktschreierischen Pseudo-Deals geboten, die einen riesigen Druck auf die potentiellen Kundinnen aufbauen wollen, um sie zu einem Kauf zu überrumpeln. Die ehemaligen Matratzenverkäufer der Kaffeefahrten lassen grüßen!

The Magician

Illusions – Deception – Charme

„New and improved! Hassle free! Money-back guarantee! These are the promises of The Magician, a charismatic salesperson with all the answers to life’s little problems. Unfortunately, these sales pitches are only half-truths. After all, a roast is only as good as the cook who prepares it. So don’t be fooled by smooth talkers and sycophants. If something sounds too good to be true, it probably is.“ The Housewives Tarot – Instruction Book

Meine Empfehlung

Lass dich nicht für blöd verkaufen! Überprüfe gründlich, ob es sich nur um einen Verkaufstrick oder um einen seriösen Coach oder eine kompetente Therapeutin handelt.

  • Vertraue keinem Coach und keiner Therapeutin, die dir das Blaue vom Himmel verspricht
  • Nimm dir Zeit; nicht alles kann in ein paar Minuten gelöst werden, auch wenn es traumhaft wäre
  • Schnell reich werden? Das funktioniert meist nicht
  • Einfach ist gut, aber manchmal braucht es auch Tiefe und komplexe Lösungen
  • Künstlich verknappt und mega-super-giga? Sei vorsichtig, wenn solche Adjektive verwendet werden
  • Dieses Angebot gibt es nur noch heute und dann nie wieder? Entscheide dich im Zweifelsfall für „nie wieder“
  • Anonyme Experten werden bemüht – Finger weg davon
  • Phantasiepreise in astronomischer Höhe für eine schwammige Leistung – nein, danke!
  • Wie von Zauberhand – schau dich um nach einer bodenständigen und kompetenten Unterstützung

Ich freue mich sehr , wenn du mir deine Erfahrungen mit den „Schlangenölverkäufern“, die sich online so herumtummeln, mitteilst. Schicke mir bitte eine Mail oder hinterlasse einen Kommentar.

Meine besten Fun Facts

  1. An meiner Wohnungstür hängt ein Schild „New Scotland Yard“.
  2. Alle meine Zimmer sind in einer anderen Farbe ausgemalt.Ich liebe kräftige Farben. Obwohl ich Minimalistin bin, kann ich mit den Farben Weiß-Grau-Schwarz wenig anfangen.
  3. Beim Kochen will ich nicht gestört werden, daher hängt an meiner Küchentür das Schild „Betreten und Befahren verboten. Eltern haften für ihre Kinder“.
  4. Mein ältestes Küchengerät ist ein Eierkocher aus dem Jahr 1988, der auch immer noch im Einsatz ist. Zum Frühstück gibt es bei mir 1x pro Woche ein weich gekochtes Ei.
  5. Als vor 2 Jahren mein Kühl-/Gefrierschrank kaputt gegangen ist, hatte ich zwei Monate (Juli und August!) eine Kühlbox im Einsatz. Durch die Überredungskunst meiner Tochter und Androhung der Einlieferung nach Steinhof, bin ich eingeknickt und habe einen neuen Kühlschrank gekauft.
  6. Ich habe leider keinen grünen Daumen, die meisten Pflanzen überleben bei mir nicht lange. Ich versuche es aber immer wieder mal mit Grünpflanzen.
  7. Ich habe eine Sammlung von Tarot Decks und eines meiner Lieblingsdecks ist das „Housewives Tarot“ mit Szenen aus den 50er Jahren.
  8. Ich habe nie ein Auto besessen und lege alle Wege zu fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurück.
  9. Mein Einkaufstrolley ist allerdings ein Mercedes (ohne Stern).
  10. Das einzige Familienhaustier in meiner Kindheit war ein dottergelber Kanarienvogel.
  11. Ich bin überzeugte Wienerin und Städterin und wohne im 22. Bezirk, von hochnäsigen Innenstadt-Wienern auch Transdanubien genannt. Als ich nach Kaisermühlen gezogen bin, haben mich mehrere Leute vor dieser üblen Gegend gewarnt. Sie waren wohl beeinflusst von Elizabeth T. Spiras Alltagsgeschichten und Ernst Hinterbergers Kaisermühlen Blues.
  12. Mein Wohnhaus liegt zwischen Alter und Neuer Donau und in unmittelbarer Nähe vom Gänselhäufel Bad und diversen Strandbädern. Dennoch gehe ich äußerst selten Schwimmen.
  13. In Kaisermühlen gibt es noch einen der wenigen Branntweiner und in symbiotischer Nähe dazu ein Geschäft für Pferdeleberkäs.
  14. Obwohl meine Muttersprache Deutsch ist, spreche ich die meiste Zeit Englisch.
  15. Ich liebe Wortspiele, den Wiener Schmäh und Denglisch.
  16. Ich spreche fließend Oberösterreichisch, Wienerisch, Englisch, Deutsch und Denglisch.
  17. Meine Leidenschaft für Crime hat sich schon in frühester Kindheit gezeigt und mit dem Lesen sämtlicher Agatha Christie Romane begonnen.
  18. Zu meinen Lieblings-Kriminal-Schriftstellerinnen gehören neben Agatha Christie auch Dorothy L. Sayers, P.D. James and Ruth Rendell – später sind dann die nordischen Autoren hinzugekommen, allen voran der Isländer Arnaldur.
  19. Im Buch „Shroud for a Nightingale“ von P.D. James wird ein minimalistisches Zimmer beschrieben – was mich vor vielen Jahren schon so beeindruckt hat, dass ich auch so ein minimalistisches Zimmer haben wollte. Das war der Grundstein für den Minimalismus.
  20. Ich habe fast alle Bücher verschenkt und lese vorzugsweise am E-Book-Reader. Den Traum einer eigenen Bibliothek habe ich aufgegeben – mein E-Book-Reader ist meine Bibliothek.
  21. Als Kind habe ich (alleine zuhause) „The Fly“ (das ist ein amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 1958) gesehen und ich habe mich dann noch jahrelang vor Fliegen gefürchtet.
  22. Das Trauma „The Fly“ habe ich erst dann überwunden, als mein Mann und ich „The Fly“ mit Jeff Goldbloom in der Hauptrolle gesehen haben. Seth Brundle aka Brundlefly hat viele Jahre vor Steve Jobs und Mark Zuckerberg gezeigt, wie man die Garderobe minimalisiert.
  23. Ich liebe das Medium Podcasts und höre viele True Crime Podcasts, aber auch Podcasts wie z.B. Hoaxilla oder The Minimalists, vorzugsweise beim Kochen oder Putzen (denn sonst schlafe ich dabei ein).
  24. Mein Lieblingsgericht in der Kindheit waren „Gefüllte Paprika“ mit Salzkartoffeln. In meiner Familie sind es nun die ECHTEN „Gebackenen Schinkenfleckerl“. Über Jahre hinweg gab es dieses Gericht immer zu Weihnachten, zu Geburtstagen und bei Besuchen.
  25. Unser WC wird videoüberwacht. Zumindest hat meine Tochter an der WC-Tür das Schild „Achtung Video-Überwachung“ angebracht.
  26. Meinen Schlaf bewacht ein gelber Pitbull mit Leopardenmuster namens Bully – er war ein Weihnachtsgeschenk meiner Tochter und ist unterm Christbaum gesessen.
  27. Zu meinen Lieblingsserien gehören (wie könnte es anders sein): House of Cards (außer der letzten Staffel), Breaking Bad, Better call Saul und Dexter (exclusive der letzten beiden Staffeln) – aber auch The Crown (ist ja auch irgendwie dem Genre Crime zugeordnet).
  28. Ich hasse es, wenn in Krimiserien die ermittelnden Kommissare Kinder im Teenageralter oder Ehepartner haben, die sich ständig beschweren und herum jammern, dass der Vater oder die Mutter keine Zeit hat für langweilige Geburtstagspartys, etc. Hey! Da draußen läuft ein gefährlicher und psychopathischer Serienmörder frei herum. Diesen zu fangen, ist wichtiger als die eigenen Befindlichkeiten. Und außerdem zahlen wir (Zuseherinnen) dafür, den Kriminalfall zu sehen und nicht die nörgelnden Angehörigen.
  29. Meine Lieblingswandergebiete sind die Lobau (Nationalpark Donauauen) und der Wienerwald.
  30. Ich liebe es, zum Heurigen (Buschenschank, Weinlokal) zu gehen – vor allem, wenn es dort ein umfangreiches Buffet gibt.
  31. Ich habe eine (geheime) Blacklist für Wiener Restaurants und Cafes. Mein Mann befürchtet manchmal, dass wir nicht mehr Essen gehen können, weil alles black-gelistet ist. Nur ein einziges Lokal hat es bisher jemals geschafft, wieder von der Blacklist genommen zu werden.
  32. Der Urlaubsort, wo ich am öftesten war, ist Costa Rica.
  33. Meinen Kaffee trinke ich aus einer Emailletasse mit Aufdruck „Lächle, du kannst sie nicht alle töten“.
  34. Ich mag keine Selfies von mir, brauche aber ständig welche – Schuld ist die Sympatexterin.
  35. Meine Lieblings-ORF-Serie ist „Liebesg’schichten und Heiratssachen“, die ich mir immer mit meiner Vorarlberger Freundin anschaue – und wo wir die Kandidaten live kommentieren.
  36. Meinen Mann habe ich kennen gelernt, weil ich meine Skills in Englischer Konversation verbessern wollte. Nach 17 Jahren sind meine Englisch Kenntnisse nun fast perfekt, während seine Deutsch-Kenntnisse sich nicht wesentlich verbessert haben.
  37. „Die Wand“ von Marlen Haushofer gehört zu den Romanen, die ich mehrfach gelesen habe und von dem ich auch noch das Papierbuch besitze. Wenn ich es in die Hand nehme, fange ich sofort wieder zum Lesen an.
  38. Mein ältestes Kleidungsstück ist eine blaue Adidas Regenjacke, die ich anlässlich des Papst Besuchs in Wien 1983 getragen habe.
  39. Ich interessiere mich für Religionen und Religionsgeschichte, gehöre jedoch keiner Konfession an.
  40. Den Fronleichnamstag verbringe ich gerne in der City, um mir die Fronleichnamsprozession anzuschauen und zu fotografieren. Ich fühle mich dann ins mittelalterliche Wien zurückversetzt mit den Ritterorden und katholischen Burschenschaften – deren Teilnehmer ihre prächtigen Uniformen, Roben und Insignien tragen. Als Alternative dazu gehe ich auch gerne in die Schatzkammer, um mir z.B. ungewöhnliche Reliquien anzuschauen.
  41. Ich liebe es (schon immer), Fragen zu stellen und schrecke auch vor ungewöhnlichen Fragen nicht zurück. Die Lehrer haben meiner Mutter beim Eltern Sprechtag immer gesagt, dass ich zu viel frage und besonders viele WARUM-Fragen stelle.
  42. Die Frage „warum sie finden, dass Eva beim Essen des Apfels einen Fehler begangen hat – schließlich wollte sie doch nur mehr Erkenntnis gewinnen“ hat selbst die gut geschulten Zeugen Jehovas sprachlos gemacht.
  43. Meinen Besucherinnen zeige ich gerne ein Wien abseits der Klischees.
  44. Meine erste LP war Neil Diamonds „12 greatest Hits“, die 1974 herausgekommen ist. In der Jugendgruppe haben wir zu Song Sung Blue getanzt. Am LP-Cover sieht man einen jungen hintergründig lächelnden Neil mit dunkler Mähne und offenem weißen Hemd, aus dem die Brusthaare hervorquellen.
  45. Meine erste Auslandsreise (vom Nachbarland Deutschland einmal abgesehen) und auch mein allererster Flug führte mich nach England. Eine Schulkollegin und ich haben zwei Ferienwochen bei einer Familie in Kent verbracht. In meiner Erinnerung war das Flugzeug so alt, dass man durch den Boden auf die vorbeiziehende Landschaft hinunter sehen konnte.
  46. Einer meiner worst-of Flüge war ein Flug mit Aeroflot nach Moskau (zu Zeiten der Sowjetunion). In meiner Erinnerung waren alle betrunken.
  47. Ich war nicht nur 1x, sondern sogar 2x im Lenin-Mausoleum.
  48. In Leipzig (zu DDR-Zeiten) war ich in Auerbachs Keller (auf den Spuren von Dr. Faust). Das Service war miserabel, aber damals hatte ich noch keine Black-List.
  49. „Mama, schau ein Pudel!“ ist ein geflügeltes Wort in unserer Familie. In Irland hatte meine Tochter keinen Blick für die fantastische Landschaft, sondern nur für ein paar schwarze Pudel in einem Auto. Seitdem halte ich in jedem Urlaubsort Ausschau nach Pudeln und schicke meiner Tochter das Foto mit der Nachricht: „Antonia, schau – ein Pudel!“
  50. Ich recherchiere gerne in alten Publikationen – ich verwende hierzu das ANNO Portal der Österreichischen Nationalbibliothek. Z.B. habe ich mich darüber informiert, was die Rezensenten über Arthur Schnitzlers „Leutnant Gustl“ im Erscheinungsjahr zu sagen hatten, denn mit diesem Werk werden die österreichischen Schülerinnen beglückt (oder sollte ich sagen, gequält). Nun, die Kritik war nicht gerade atemberaubend. Ja, aufgrund dieses Buchs wurde Schnitzler sogar aus der k.K. Armee hinausgeworfen, wo er als Reserve-Regimentsarzt gedient hatte.
  51. Seit Beginn der Pandemie praktiziere ich an 6 Tagen der Woche Intervallfasten 16:8.
  52. Am Sonntag gibt es bei uns immer unser traditionelles Sonntagsfrühstück mit Scrambled Eggs mit Toast, Croissant, Butter und Orangenmarmelade – und natürlich Kaffee – und dieses wird immer von meinem Mann zubereitet. Er behauptet, ich könne Scrambled Eggs nicht so gut machen wie er.
  53. Zu meinen Lieblingsmarmeladen gehören neben der Orangenmarmelade, die Feigen- und die Himbeermarmelade.
  54. Meine Lieblingstorte ist die Linzer Torte.
  55. Alle Kuchen und Torten, die ich backe, sind mindestens um 30% zuckerreduziert.
  56. Ich backe meistens – minimalistisch – mit den Cup-Formen und verwende demzufolge auch viele Amerikanische Rezepte. Mein liebstes Amerikanisches Kochbuch ist das „Silver Palate Cookbook“ – das beinhaltet sogar das Linzer Torten Rezept.
  57. Ich besitze ein „Bordello Cookbook“.
  58. In meinen ersten Fitness-Center Jahren hatte ich immer einen Walkman dabei (das war damals der letzte Schrei).
  59. Das 10-Finger-System habe ich mit einer elektrischen Kugelkopf-Maschine gelernt.
  60. Das allererste Geschenk von meinem Mann war das Buch „Miami Blues“ von Charles Willeford. Die Hauptfigur ist Frederick J. Frenger Jr., genannt Junior. Er ist mein bislang unerreichtes Vorbild in puncto „Minimalistisches Reisen“. Entlassen aus dem Gefängnis San Quentin ist er 1st Class nach Miami geflogen, ohne Gepäck, dafür aber mit mehreren gestohlenen Kreditkarten.
  61. Für einen guten Schmäh bin ich auch bereit, hart zu arbeiten. Zu Weihnachten wollte ich meinem Mann einmal einen Streich spielen. Er hatte sich eine rote Seidenkrawatte gewünscht. Ich habe einen Arbeitskollegen gebeten, mir eine alte Krawatte (je hässlicher, desto besser) mitzunehmen und dieses schlammgrüne Ding lag dann unterem Christbaum. Mein Mann hat keine Miene verzogen und sich auch noch bedankt. Manchmal hilft auch die beste Vorbereitung nicht.
  62. Zusätzlich zu Permalinks habe ich auch eine Perma-Geburtstagskarte. „Im Alter macht man keine halben Sachen mehr“ ist seitdem mein Motto.
  63. Die politische Partei, zu die mich zur Zeit am meisten überzeugt, ist die Bierpartei.
  64. Bier gehört neben Wein (Pflicht für Wienerinnen) auch zu meinen Lieblingsgetränken, in Form von „Saurem Radler“ (= Bier mit Mineralwasser).
  65. Ich liebe es, familieninterne Blindtests (z.B. mit diversen Biersorten) durchzuführen und mit dieser wissenschaftlichen Vorgangsweise mit faktenlosen Vorurteilen aufzuräumen.
  66. Meine erwachsene Tochter und ich spielen immer noch total gerne das Kartenspiel Uno.
  67. Alle Wasserfälle sind für mich Reichenbach Falls, sei es nun der Stuibenfall in Tirol oder Iguazu in Argentinien und Brasilien. Jedes Mal, wenn ich zu einem Wasserfall komme, habe dort ein Rendezvous mit Sherlock Holmes und Professor James Moriarty.