Meine besten Fun Facts

Meine besten Fun Facts

  1. An meiner Wohnungstür hängt ein Schild „New Scotland Yard“.
  2. Alle meine Zimmer sind in einer anderen Farbe ausgemalt. Ich liebe kräftige Farben. Obwohl ich Minimalistin bin, kann ich mit den Farben Weiß, Grau und Schwarz wenig anfangen.
  3. Ich liebe Challenges und in meiner Facebook-Gruppe „Entrümpeln mit System & Power“ gibt es daher jeden Monat eine neue Challenge zu den Themen Ausmisten und minimalistischer Lebensstil.
  4. Beim Kochen will ich nicht gestört werden, daher hängt an meiner Küchentür das Schild „Betreten und Befahren verboten. Eltern haften für ihre Kinder“.
  5. Mein ältestes Küchengerät ist ein Eierkocher aus dem Jahr 1988, der auch immer noch mindestens einmal die Woche im Einsatz ist. Er ist ein Überbleibsel aus meiner 1. Ehe.
  6. Als vor 2 Jahren mein Kühl-/Gefrierschrank kaputtgegangen ist, hatte ich zwei Monate (Juli und August!) eine Kühlbox im Einsatz. Durch die Überredungskunst meiner Tochter und Androhung der Einlieferung nach Steinhof, bin ich eingeknickt und habe einen neuen Kühlschrank gekauft.
  7. Ich habe leider keinen grünen Daumen, die meisten Pflanzen überleben bei mir nicht lange. Ich versuche es aber immer wieder mal mit Grünpflanzen.
Kaktus
Meine Neuerwerbung: Der Kaktus Brokkoli
  1. Ich besitze eine Sammlung von Tarot Decks und eines meiner Lieblingsdecks ist das „Housewives Tarot“ mit Szenen aus den 50er Jahren.
  2. Ich habe kein Auto und lege alle Wege zu fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurück.
  3. Mein Einkaufstrolley ist allerdings ein Mercedes (ohne Stern).
  4. Das Rad meiner Jugend war ein rotes Steyr Puch Modell und auch jetzt habe ich ein rotes Fahrrad.
  5. Das einzige Familienhaustier in meiner Kindheit war ein dottergelber Kanarienvogel, den ich nicht leiden konnte.
  6. Meine allerliebste Kinderbuch-Figur ist noch immer der Zauberer Petrosilius Zwackelmann aus dem Buch „Der Räuber Hotzenplotz“. Genauso wie er liebe ich Bratkartoffeln und ich möchte unbedingt einmal in die Stadt Buxtehude reisen.
  7. Ich bin überzeugte Wienerin und Städterin und wohne im 22. Bezirk, von hochnäsigen Innenstadt-Wienern auch Transdanubien genannt. Als ich nach Kaisermühlen gezogen bin, haben mich mehrere Leute vor dieser üblen Gegend gewarnt. Sie waren wohl beeinflusst von Elizabeth T. Spiras Alltagsgeschichten und Ernst Hinterbergers Kaisermühlen Blues.
  8. Mein Wohnhaus liegt zwischen Alter und Neuer Donau und in unmittelbarer Nähe vom Gänselhäufel Bad und diversen Strandbädern. Dennoch gehe ich äußerst selten Schwimmen.
  9. In Kaisermühlen gibt es noch einen der wenigen Branntweiner und in symbiotischer Nähe dazu ein Geschäft für Pferdeleberkäs.
  10. Obwohl meine Muttersprache Deutsch ist, spreche ich die meiste Zeit Englisch.
  11. Ich liebe Wortspiele und den Wiener Schmäh.
  12. Ich spreche fließend Oberösterreichisch, Wienerisch, Englisch, Deutsch und Denglisch.
  13. Meine Leidenschaft für Crime hat sich schon in frühester Kindheit gezeigt und mit dem Lesen sämtlicher Agatha Christie Romane begonnen.
  14. Zu meinen Lieblings-Kriminal-Schriftstellerinnen gehören neben Agatha Christie auch Dorothy L. Sayers, P.D. James and Ruth Rendell – später sind dann die nordischen Autoren hinzugekommen, allen voran der Isländer Arnaldur.
  15. Im Buch „Shroud for a Nightingale“ von P.D. James wird ein minimalistisches Zimmer beschrieben – was mich vor vielen Jahren schon so beeindruckt hat, dass ich auch so ein minimalistisches Zimmer haben wollte. Das war der Grundstein für meinen Minimalismus. Besser gesagt: Optimalismus!
  16. Ich habe fast alle Bücher verschenkt und lese vorzugsweise am E-Book-Reader. Den Traum, einmal die Gattin eines englischen Landadeligen mit eigener Bibliothek zu sein, habe ich aufgegeben und als Fantasy Self identifiziert. Mein E-Book-Reader ist meine Bibliothek.
  17. Ich bin überzeugte und begeisterte Kundin der Wiener Büchereien und der Onleihe.
  18. Ich plane, eine Krimiserie zu schreiben. Wenn mich jemand ärgert, dann qualifiziert er/sie sich als Mordopfer in meinem Plot.
  19. Ich bin davon überzeugt, dass viele Ehen gerettet werden könnten, wenn jeder Partner eine eigene Wohnung hätte.
  20. Als Kind habe ich (alleine zu Hause) „The Fly“ (das ist ein amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 1958) gesehen und ich habe mich dann noch jahrelang vor Fliegen gefürchtet.
  21. Das Trauma „The Fly“ habe ich erst dann überwunden, als mein Mann und ich „The Fly“ mit Jeff Goldbloom in der Hauptrolle gesehen haben. Seth Brundle aka Brundlefly hat viele Jahre vor Steve Jobs und Mark Zuckerberg gezeigt, wie man die Garderobe minimalisiert.
  22. Ich liebe das Medium Podcast und höre viele True-Crime-Podcasts, aber auch Podcasts wie z.B. Hoaxilla oder The Minimalists, vorzugsweise beim Kochen oder Putzen (denn sonst schlafe ich dabei ein).
  23. Mein Lieblingsgericht in der Kindheit waren „Gefüllte Paprika“ mit Salzkartoffeln und ich liebe sie noch immer. In meiner Familie sind es nun die ECHTEN „Gebackenen Schinkenfleckerl“. Über Jahre hinweg gab es dieses Gericht immer zu Weihnachten, zu Geburtstagen und bei Besuchen.
  24. Unser WC wird videoüberwacht. Zumindest hat meine Tochter an der WC-Tür das Schild „Achtung Video-Überwachung“ angebracht. Es soll Männer abhalten, im Stehen zu pinkeln.
  25. Aus Protest (weil die Schlange vor den Damen-WCs immer viel länger ist) benutze ich auch oft das Herren-WC. Das hat mir schon so manchen giftigen Blick von Pissoiristen eingebracht. Es hat mich allerdings noch nie jemand angesprochen.
  26. Ich liebe Wortkreationen – siehe Punkt 31.
  27. Meinen Schlaf bewacht ein gelber Pitbull mit Leopardenmuster namens Bully – er war ein Weihnachtsgeschenk meiner Tochter und ist unterm Christbaum gesessen.
  28. Zu meinen Lieblingsserien gehören (wie könnte es anders sein): House of Cards (außer der letzten Staffel), Breaking Bad, Better call Saul und Dexter (exclusive der letzten beiden Staffeln) – aber auch The Crown (ist ja auch irgendwie dem Genre Crime zugeordnet).
  29. Kevin Spacey und sein Rauswurf bei House of Cards ist auch Jahre danach noch immer ein Diskussionspunkt zwischen mir und meinem Mann, let me be frank.
  30. Mein liebstes Prinz-Philip-Zitat am Ende der dritten Staffel von „The Crown“ ist: „What now? She’s run out of Tonic? Been knocked up by one of the footmen?“ She, das ist Prinzessin Margaret, die spätabends das königliche Paar mit einem Anruf stört.
  31. Ich hasse es, wenn in Krimiserien die ermittelnden Kommissare Kinder im Teenageralter oder Ehepartner haben, die sich ständig beschweren und jammern, dass der Vater oder die Mutter keine Zeit hat für langweilige Geburtstagspartys und Familienabende, etc.
    Hey! Da draußen läuft ein gefährlicher und psychopathischer Serienmörder frei herum! Diesen zu fangen, ist die Aufgabe. Nörgelnde Familienmitglieder sind für mich der Trigger, den Fernseher auszuschalten oder das Buch wegzulegen.
  32. Meine Lieblingswandergebiete in Wien sind die Lobau (Nationalpark Donauauen) und der Wienerwald. Diese Wege führen alle in den Heurigenort Neustift am Walde.
  33. Ich liebe es, zum Heurigen (Buschenschank, Weinlokal) zu gehen – vor allem, wenn es dort ein umfangreiches Buffet gibt.
  34. Ich habe eine (geheime) Blacklist für Wiener Restaurants und Cafes. Mein Mann befürchtet manchmal, dass wir nicht mehr essen gehen können, weil alles black-gelistet ist. Nur ein einziges Lokal hat es bisher jemals geschafft, wieder von der Blacklist genommen zu werden.
  35. Der Urlaubsort, wo ich am häufigsten war, ist Costa Rica, gefolgt von Tirol.
  36. Meinen Kaffee trinke ich aus einer Emaille-Tasse mit Aufdruck „Lächle, du kannst sie nicht alle töten“ oder „Ich beobachte euch alle und mache mir Notizen“.
  37. Selfies zu machen, finde ich immer etwas problematisch. Ich bin allerdings schon besser darin geworden.
  38. Ich liebe es, schräge Fotos zu machen. Das hat mir auf Facebook den Titel „Bebrillte Dame aus dem Hinterhalt“ eingebracht.
Foto aus dem Hinterhalt. Wien Volkstheater
  1. Meine Lieblings-ORF-Serie ist „Liebesg’schichten und Heiratssachen“, die ich mir immer mit meiner Vorarlberger Freundin anschaue – und wo wir die Kandidaten via Signal kommentieren.
  2. Meinen Mann habe ich kennengelernt, weil ich meine Skills in englischer Konversation verbessern wollte. Nach fast zwanzig Jahren sind meine Englisch-Kenntnisse nun fast perfekt, während seine Deutsch-Kenntnisse sich nicht wesentlich verbessert haben.
  3. Mein Mann behauptet, er kocht „with love“ und das sei der Grund, warum bei mir Hühnchen oft zäh ist und bei ihm nicht.
  4. „Die Wand“ von Marlen Haushofer gehört zu den Romanen, die ich mehrfach gelesen habe und von dem ich auch noch das Papierbuch besitze. Wenn ich es in die Hand nehme, fange ich sofort wieder zum Lesen an.
  5. Mein ältestes Kleidungsstück ist eine blaue Adidas Regenjacke, die ich anlässlich des Papstbesuchs in Wien 1983 getragen habe.
  6. Ich interessiere mich für Religionen und Religionsgeschichte, gehöre jedoch keiner Konfession an.
  7. Den Fronleichnamstag verbringe ich gerne in der City, um mir die Fronleichnamsprozession anzuschauen und zu fotografieren. Ich fühle mich dann ins mittelalterliche Wien zurückversetzt, mit den Ritterorden und katholischen Burschenschaften – deren Teilnehmer ihre prächtigen Uniformen, Roben und Insignien tragen. Als Alternative dazu gehe ich auch gerne in die Schatzkammer, um mir z.B. ungewöhnliche Reliquien anzuschauen.
  8. Ich liebe es (schon immer), Fragen zu stellen und schrecke auch vor ungewöhnlichen Fragen nicht zurück. Die Lehrer haben meiner Mutter beim Eltern Sprechtag immer gesagt, dass ich zu viel frage und besonders viele WARUM-Fragen stelle.
  9. Die Frage „Warum hat Eva beim Essen des Apfels einen Fehler begangen? Schließlich wollte sie doch nur mehr Erkenntnis gewinnen?“ hat selbst die gut geschulten Zeugen Jehovas sprachlos gemacht.
  10. Analytisches Denken gehört zu meinen Stärken.
  11. Meinen Besucherinnen zeige ich gerne ein Wien abseits der Klischees.
  12. Die Theaterstücke, an die ich mich am besten erinnere, waren alle grottenschlecht.
  13. Meine erste LP war Neil Diamonds „12 Greatest Hits“, die 1974 herausgekommen ist. In der Jugendgruppe haben wir zu Song Sung Blue getanzt. Am LP-Cover sieht man einen jungen hintergründig lächelnden Neil mit dunkler Mähne und offenem weißen Hemd, aus dem die Brusthaare hervorquellen.
  14. Später habe ich meine Familie mit Ina Deter und „Ich sprüh’s auf jede Häuserwand, ich such den schönsten Mann im Land“ genervt.
  15. Meine erste Auslandsreise (vom Nachbarland Deutschland einmal abgesehen) und auch mein allererster Flug führte mich nach England. Eine Schulkollegin und ich haben zwei Ferienwochen bei einer Familie in Kent verbracht. In meiner Erinnerung war das Flugzeug so alt, dass man durch den Boden auf die vorbeiziehende Landschaft hinuntersehen konnte.
  16. Einer meiner worst-of Flüge war ein Flug mit Aeroflot nach Moskau (zu Zeiten der Sowjetunion). In meiner Erinnerung waren alle betrunken.
  17. Ich war nicht nur 1x, sondern sogar 2x im Lenin-Mausoleum.
  18. In Leipzig (zu DDR-Zeiten) war ich in Auerbachs Keller (auf den Spuren von Dr. Faust). Das Service war miserabel, aber damals hatte ich noch keine Blacklist.
  19. „Mama, schau ein Pudel!“ ist ein geflügeltes Wort in unserer Familie. In Irland hatte meine Tochter keinen Blick für die fantastische Landschaft, sondern nur für ein paar schwarze Pudel in einem Auto. Seitdem halte ich in jedem Urlaubsort Ausschau nach Pudeln und schicke meiner Tochter das Foto mit der Nachricht: „Antonia, schau – ein Pudel!“
  20. In Albanien kam mir (nach vielen Urlaubsreisen) die Erkenntnis: Ich will kein Fort und auch keine Burg mehr besichtigen.
  21. Ich recherchiere gerne in alten Publikationen – ich verwende hierzu das ANNO Portal der Österreichischen Nationalbibliothek. Z.B. habe ich mich darüber informiert, was die Rezensenten über Arthur Schnitzlers „Leutnant Gustl“ im Erscheinungsjahr zu sagen hatten, denn mit diesem Werk werden die österreichischen Schülerinnen beglückt (oder sollte ich sagen, gequält). Nun, die Kritik war nicht gerade atemberaubend. Ja, aufgrund dieses Buchs wurde Schnitzler sogar aus der k.u.k. Armee hinausgeworfen, wo er als Regimentsarzt gedient hatte.
  22. Seit Beginn der Pandemie praktiziere ich an 6 Tagen der Woche Intervallfasten 16:8.
  23. Am Sonntag gibt es bei uns immer unser traditionelles Sonntagsfrühstück mit Scrambled Eggs mit Toast, Croissant, Butter und Orangenmarmelade – und natürlich Kaffee – und dieses wird immer von meinem Mann zubereitet. Er behauptet, ich könne Scrambled Eggs nicht so gut machen wie er.
  24. Zu meinen Lieblingsmarmeladen gehören neben der Orangenmarmelade, die Feigen- und die Himbeermarmelade.
  25. Meine Lieblingstorte ist die Linzer Torte.
  26. Mein Lieblingskuchen ist der Ribiselkuchen; nach dem alten Rezept meiner Mama.
  27. Alle Kuchen und Torten, die ich backe, sind um mindestens 30% zuckerreduziert.
  28. Ich backe oft minimalistisch und spare mir mit den Cup-Formen das Wägen.
  29. Mein liebstes amerikanisches Kochbuch ist das „Silver Palate Cookbook“ – das beinhaltet sogar das Rezept für die Linzer Torte.
  30. Ich besitze ein „Bordello Cookbook“.
  31. In meinen ersten Fitness-Center Jahren hatte ich immer einen Walkman dabei (das war damals der letzte Schrei).
  32. Das 10-Finger-System habe ich noch mit einer elektrischen Kugelkopf-Maschine gelernt.
  33. Das allererste Geschenk von meinem Mann war das Buch „Miami Blues“ von Charles Willeford. Die Hauptfigur ist Frederick J. Frenger Jr., genannt Junior. Er ist mein bislang unerreichtes Vorbild in puncto „Minimalistisches Reisen„. Entlassen aus dem Gefängnis San Quentin fliegt er 1st Class nach Miami, ohne Gepäck, dafür aber mit mehreren gestohlenen Kreditkarten, u.a. mit dem Namen Herman T. Gottlieb.
  34. Ich liebe einen guten Schmäh. Daher gehören ironische Blogartikel und Aprilscherz-Artikel zu meinen liebsten Formaten. Jeder meiner Artikel hat dieses Quäntchen Humor. Auch die Expertenartikel.
  35. Ich bin ein absoluter Fan des Blogformats „12 von 12“ und habe dazu auch ein Plädoyer geschrieben. Hier baue ich mein Augenblicks-Tagebuch auf.
  36. Auf meinem Blog gibt es das Format „Greyativity„, wo meine Grau-Serie-Artikel beheimatet sind. Das sind ironische Artikel zu den grauen Seiten der Städte Wien und Miami. Wenn du denkst, deine Stadt wäre gut geeignet für einen dieser Artikel, dann schreib mir eine Mail.
  37. Zusätzlich zu den Permalinks habe ich auch eine Perma-Geburtstagskarte. „Im Alter macht man keine halben Sachen mehr“ ist seitdem mein Motto.
  38. Die politische Partei, die mich zurzeit am meisten überzeugt, ist die Bierpartei.
  39. Bier gehört neben Wein (Pflicht für Wienerinnen) und Kaffee auch zu meinen Lieblingsgetränken, in Form von „Saurem Radler“ (= Bier mit Mineralwasser) oder alkoholfreiem Bier.
  40. Ich liebe es, familieninterne Blindtests (z.B. mit diversen Biersorten) durchzuführen und mit dieser wissenschaftlichen Vorgangsweise mit faktenlosen Vorurteilen aufzuräumen.
  41. Meine erwachsene Tochter und ich spielen immer noch total gerne das Kartenspiel Uno.
  42. Ich bin ein riesiger Fan von Sudokus und ich löse jeden Tag mindestens zwei dieser Zahlenrätsel.
  43. Meditationsmusik bewirkt bei mir extreme Nervosität. Bei True-Crime hingegen kann ich entspannt einschlafen.
  44. Alle Wasserfälle sind für mich Reichenbach Falls, sei es nun der Stuibenfall in Tirol oder Iguazu in Argentinien und Brasilien. Jedes Mal, wenn ich zu einem Wasserfall komme, habe ich dort ein Rendezvous mit Sherlock Holmes und Professor James Moriarty.
  45. Ausmisten gehört zu meinen bevorzugten Tätigkeiten und ich wünsche mir, dass ich möglichst viele Menschen zu einem leichteren und minimalistischeren Lebensstil inspirieren kann. Fang gleich heute noch damit an.

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Auch beim Ausmisten ist mir Schwung, Leichtigkeit und eine gute Prise Humor wichtig!

Monatsrückblick Mai 2022

Aufräumcoach Uli Pauer

Der Monat Mai stand ganz im Zeichen des Bloggens. Insgesamt habe ich zwar „nur“ zwei Artikel veröffentlicht, aber mit diesen beiden Artikeln bin ich sehr zufrieden. Der 12von12-Artikel vom 12. Mai 2022 markiert das 1-jährige Jubiläum der 12von12-Serie und nach 12 mal 12von12 habe ich dieses Format für mich perfektioniert. Für den Artikel „Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Minimalistin“ habe ich ganz tief in meiner Vergangenheit gegraben, was sowohl emotional belastend als auch befreiend war.

Die Challenge Boom Boom Blog

Challenge, die Zweite: Nachdem ich schon voriges Jahr an der „Boom Boom Blog“ Challenge von Judit Peters aka Sympatexter teilgenommen hatte, war es auch dieses Jahr selbstverständlich für mich, den Challenge-Artikel zu schreiben. Als ich jedoch das Thema hörte: „Wie ich wurde, was ich bin“, war ich erst einmal gar nicht begeistert. Schon wieder ein persönlicher Artikel, dachte ich mir.

Herausgekommen ist aber einer meiner besten und wichtigsten Artikel, seit ich blogge. Dieser Artikel hat mir auch viel Klarheit gegeben. Und es ist der Artikel, auf den ich bisher die meiste Resonanz und die meisten Kommentare bekommen habe.

Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Minimalistin

Das Landleben und das Aufwachsen in einem kleinen konservativen Ort mit starren Strukturen hat meine Einstellung zu „Dingen“ nachhaltig geprägt. Hier habe ich gelernt: Trenne dich von allem, was nur Ballast ist und dich an einem Ort festhält!

Ausflug an die Riviera

Nachdem wir (d. h. mein Mann und ich) die letzten zwei Jahre wenig gereist sind, sind wir im Mai zu einem Kurzurlaub an die französische Riviera aufgebrochen. Der Anlass war, dass unser Enkel Julian einen Festivalpass für die Filmfestspiele in Cannes gewonnen hatte und wir uns mit ihm treffen wollten. Und nach der anstrengenden Challenge-Woche waren die paar Tage in Nizza eine willkommene Abwechslung.

Damit ich ihn jederzeit (auch in einer großen Menschenmenge) wieder finden kann, hat mein Mann praktischerweise dieses Hemd in Magenta getragen. Im Hintergrund sitzt ein zerstückelter Teenager, was meistens passiert, wenn nicht ich selbst das Foto mache.

Mein persönliches Highlight war der Ausflug nach Saint-Paul-de-Vence. Das ist ein romantischer Ort im Department Alpes-Maritime, der im Laufe der Zeit viele bekannte Künstler beherbergte, die sich hier von der besonderen Stimmung inspirieren ließen. So zum Beispiel Matisse, Modigliani und Marc Chagall, der auch hier im örtlichen Friedhof begraben liegt. Wir schlenderten durch malerische Gassen, bestaunten Häuser und Galerien mit bunt lackierten Fensterläden und die vielen bepflanzten Blumenkübel.

Saint-Paul-de-Vence liegt auf einer malerischen Anhöhe.

Idylle ist zerbrechlich und es kommt auf den Blickwinkel an. Das will ich auch immer in meinen Blog-Artikeln und Blog-Bildern vermitteln. Daher liebe ich das Blog-Format 12von12 so. Und natürlich meine Grau-Serie-Artikel, wie „17 Shades of Grey: Das graue Wien„.

Affiliate für Judith Peters

Ich habe auch schon im vergangenen Jahr Judiths Kurse empfohlen, aber für die Challenge und auch für die neue Ausgabe von „The Blog Bang“ habe ich mich entschlossen, eine viel aktivere Affiliate Partnerin zu sein, als zuvor. Mein Ziel (neben der Empfehlung natürlich) war es, mit einfachen Mitteln und alltäglichen Bildern kreative Social Media Postings zu gestalten, die einen gewissen WOW-Effekt haben und eine Kombination aus meinem eigenen mit dem Wiener Schmäh darstellen. Genauso wie bei meinen Blog-Artikeln möchte ich auch mit den Social Media Posts meine Leserinnen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bringen.

Wie praktisch, einen feschen jungen Mann für eine Fotosession zur Verfügung zu haben. Mein Beitrag begann so: „Voriges Jahr: Ich habe „The Blog Bang“ gebucht.
Dieses Jahr: Ich bin als gefeierte Autorin in Cannes. Mit dem Privatflugzeug angereist, Limo wartet schon am Flughafen, Villa mit Riviera-Blick, gekleidet in Versace, …“

Viel zu viele Online-Kurse werben so ähnlich. Buche XY und in Nullkommanichts machst du 6-stellige Launches. Dann wird noch das Luxusleben aufgezählt, das angeblich schon wartet, wenn man nur zuerst für den magischen XY-Kurs tief in die Tasche greift. Und das alles geht ganz leicht! Für mich ist „leicht“ zu einem Unwort verkommen. Durch gutes Coaching oder Mentoring können Dinge leichter gehen, aber Zauberstab-Wedeln-leicht? Daran habe ich meine Zweifel.

Weil Judith eben nicht auf dieser „ich-verspreche-mal-das-Blaue-vom Himmel“-Schiene fährt und ich aus eigener Erfahrung weiß, welch ausgeklügeltes Konzept hinter ihren Kursen steht, war es für mich eine große Freude, Affiliate für sie zu sein.

Im Vorfeld der Challenge habe ich Judith auch interviewt. Obwohl ich zuerst ein wenig nervös war, hatte ich riesigen Spaß dabei. Ich habe mich sehr gut auf das Interview vorbereitet und Judith Fragen gestellt, die ihr so noch nicht gestellt worden waren. Wir teilen ja die Leidenschaft für Minimalismus: Judith mit ihren 1-Wort-Artikeln, besser bekannt als „Wort des Tages“ und ich mit meinem minimalistischen Lebensstil. Was lag also näher, sie zu Begriffen wie Müllionen, Rabatttanten und Emanzonen sowie ihren Sommerkurs „Müllrobics“ zu befragen, wo sie auch auf den Wegputzismus eingeht. Leider hatte ich einen „Bad Hair Day“. Dennoch gibt es das Interview hier zum Anschauen:

Was sonst im Mai noch los war

Ich habe endlich mein Büro neu gestaltet.

Das Bild im Bild ist schon einige Jahre alt – damals hatte ich noch eine Kurzhaarfrisur.

Ich habe einen wunderbaren 12von12-Artikel geschrieben und damit am 12.5.2022 das 1-jährige Jubiläum von 12von12 gefeiert, d.h. 12 mal 12von12 = 144 Einblicke in den jeweils 12. des Monats.

Ich habe bei Susanne Heines #farbkreisreise mitgemacht und hatte den Eindruck, dass Wien schon mehr Violett als Rot ist. Im Juni ist übrigens die Farbe Blau dran.

Ich habe den Autor Gert Heidenreich entdeckt. Das Hörbuch „Im Dunkel der Zeit“ ist ein wahrer sprachlicher Leckerbissen. Ich mag so schräge Charaktere, wie den grauhaarigen Kriminalkommissar Alexander Swoboda, der im fiktiven Zungen an der Nelda Mordfälle löst. Nicht jeder dort ist ihm seine neue Liebe vergönnt, wie man aus dem folgenden Text schließen kann:

„So sah ich euch stehen, ein nettes angejahrtes Paar. Man möchte neidisch werden, auf so viel trauliche Alterserotik. Aber man wird es nicht. Man möchte nicht in den Hängenden Gärten der Semiramis spazieren gehen, sondern zwischen Auroras frisch aufgegangenen Hügeln. Und deinen gewiss ausrundenden Speckgürtel Alex, der auch mit gewagtem Euphemismus nicht mehr als poignée d’amour zu bezeichnen wäre. Wer will denn sowas um die Hüften tragen?

Sieht sie deine Altmännerbrüstchen schlackern, deine Hamsterwangen fallen, wenn du dich auf sie beugst?“

Alterserotik mit Altmännerbrüstchen und Hamsterwangen klassifizieren jedenfalls für eine glatte 5-Sterne-Bewertung!

Worauf ich mich im Juni freue

Am 10.6.2022 findet in Wien wieder die „Lange Nacht der Kirchen“ statt. Ein jährlicher Fixpunkt ist für uns der Heiligenkreuzerhof. Dort gab es in den vergangenen Jahren köstliche Wildbratwürstel, aufgetischt von den Heiligenkreuzer Zisterziensermönchen und das fantastische Bier des Stiftes Aigen-Schlägl. Ich hoffe sehr, dass dies auch heuer wieder der Fall sein wird. Natürlich kann man auch die normalerweise nicht zugängliche Bernardikapelle besuchen. Diesen Programmpunkt haben wir jedoch schon vor Jahren abgehakt, daher können wir uns voll und ganz auf die Kulinarik konzentrieren.

Sowohl humorvoll als auch hochprozentig geht es in der Gustav-Adolf-Kirche weiter. Hier gibt es ein Kabarett-Programm mit Liedern im Stil von Georg Kreislers schwarzem Humor, Sketches mit Loriots ironischen Alltagssituationen und zum drüber Streuen die wortspielreichen Reime von Heinz Erhard. Das alles kann man mit besonderen Cocktails, wie z. B. „Jesus on the Beach“ oder „Pina Hebraica“ genießen.

Es gibt auch ernsthaftere Angebote. Aber wer mich kennt, weiß sicher, wohin es mich zieht.

 

Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Minimalistin

Mein Weg zur Minimalistin Porträt Uli Pauer

Es ist ein kalter Apriltag, an dem ich das Licht der Welt erblicke. Ich hätte ein Junge werden sollen, wenn es nach meinem Vater gegangen wäre. Ein Wunsch, der ihm weder an meinem Geburtstag noch später erfüllt wird, denn ein Sohn wird sich nie einstellen. Der Wunsch meiner Mutter hingegen wird Realität.  Mein Leben am Land mit den 3K (Kirche, Küche, Kinder) scheint vorgezeichnet, aber es wird nicht so kommen. Ich bin die Erste in der Familie, die studiert, die Erste, die nach Wien zieht, die Erste, die eine eigene Wohnung hat und auch die Erste, die sich scheiden lässt. So etwas hat es in meiner Familie bisher nicht gegeben, weder für die Frauen noch die Männer.

Wer oder was bin ich? Es ist eine komplexe Frage, denn ich habe viele Rollen und es gibt viele unterschiedliche Einflüsse, die bedeutsam sind. Ein wichtiger Aspekt in meinem Leben ist der Minimalismus und mein Weg zum Minimalismus beginnt schon sehr früh.

Wegziehen

Im Alter von vier oder fünf Jahren entschließe ich mich, meinen Heimatort zu verlassen. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie ich im Garten meiner Nachbarinnen stehe und Blumen in ihre Teile zerlege. „Hier werde ich nicht bleiben“, sage ich zu mir selbst. Auch 50 Jahre später habe ich diese Blumen noch genau vor Augen. Sie heißen Tränendes Herz.

Tränendes Herz – (Brigitte Lause on Unsplash)

Viele Jahre später sehe ich den Film „Der Knochenmann.“ Am Ende gibt es eine Szene, wo der Detektiv Brenner (gespielt von Josef Hader) nach einem anstrengenden Einsatz nach Wien zurückfährt. Auf der Südosttangente bittet er seinen Freund am Pannenstreifen zu halten. Er steigt aus und in der Hand hält er eine Plastiktüte, wo sein abgetrennter Finger auf schmelzenden Eiswürfeln wartet, wieder angenäht zu werden. Genussvoll atmet er die Luft der vorbei donnernden Lastwagen und Autos ein und sagt: „Endlich zu Hause!“ Genauso fühle ich mich, als ich in Wien ankomme. Und genauso fühle ich mich immer wieder, wenn ich nach Wien zurückkehre. Diese Stadt ist meine Heimat.

Ich liebe diesen Blick auf Wien! Meine grüne Heimatstadt an der blauen Donau!

Lernen

Im Vorschulalter ist es schwierig, allein ein neues Leben an einem anderen Ort zu beginnen. Das wird noch einige Jahre dauern. Die Zeit dazwischen vertreibe ich mir mit Lernen und Lesen. Denn eines ist mir klar und das lange bevor ich überhaupt weiß, was Feminismus ist: Für ein unabhängiges und eigenständiges Leben brauche ich eine gute Ausbildung. Um mich herum höre ich Aussagen wie: „Mädchen brauchen gar keine weiterführende Schule besuchen – sie heiraten sowieso und bekommen Kinder!“ Und wenn Ausbildung, dann am besten eine Haushaltsschule.

Er hod a klanes Häusl in der greanen Au
Er hod a guten Posten und a dicke siaße Frau

singt Arik Brauer.

Für mich ist klar: Ich werde diese Frau nicht sein, so sehr sich das meine Eltern auch wünschen. So ein Leben will ich nicht!

Lass dich nicht unterkriegen!

Später singe ich mit Ina Deter:

Ich sprüh’s auf jede Häuserwand
Ich such‘ den schönsten Mann im Land …

Dass ich den in meiner Umgebung schwer finden werde, ist mir auch klar. Meine Ideen sind hier nicht besonders populär.

Ich will raus aus der Enge einer konservativen kleinbürgerlichen und -bäuerlichen Umgebung. Am besten geht das mit leichtem Gepäck, einer guten Ausbildung und Geld am Konto. Das kleine Samenkorn Minimalismus ist gelegt und wächst zusammen mit meinem Wunsch wegzugehen, lange bevor ich diesen Begriff überhaupt zum ersten Mal höre. Ich konzentriere mich fortan auf Bildung und Kapital.

Nicht mein Ziel – begraben zwischen Dingen und Verpflichtungen! Meine Zukunft ist in der grünen Stadt.

1969 komme ich in die örtliche Volksschule. Ich bin sehr wissbegierig. Ich stelle meinen Lehrern ständig viele „warum“-Fragen und beschäftige mich mit jedem Begriff, der für mich neu ist. Der Religionslehrer erzählt uns mit bewegter Stimme von „Gnade“. Ich will wissen, was das genau ist. Wir sollen Adam, Eva und die Schlange zeichnen. Ich will wissen, warum es schlecht sei, Gut und Böse erkennen zu wollen. Er erzählt uns die Geschichte von David und Bathseba. Ich will wissen, was aus Davids erster Frau geworden ist. Er spricht von der Erlösung am Kreuz. Ich will wissen, wie genau wir nun erlöst sind. Meine Mutter wird in die Schule zitiert. Das Kind fragt zu viel. Davon lasse ich mich jedoch nicht aufhalten. Auch wenn analytisches Denken hier mit Misstrauen betrachtet wird, genau das ist und bleibt meine Stärke.

Skeptische Engel

Lesen, lesen und nochmals lesen

In meiner Familie wird nicht gelesen. Aus sehr unterschiedlichen Gründen. Im Haushalt gibt genau ein Buch: Das Neue Testament, in dem auf der Seite 1 die Namen meiner Eltern und ihr Hochzeitsdatum angeführt ist. Sie haben es anlässlich ihrer Heirat geschenkt bekommen.

Das Neue Testament, das meine Eltern geschenkt bekommen haben. Ich fange früh an, mich mit Religion zu beschäftigen.

Ich lese grundsätzlich alles, was die örtliche Bücherei zu bieten hat. Jugend- und Liebesromane langweilen mich rasch und daher wende ich mich schon in sehr jungen Jahren der Kriminalliteratur zu.

Bei diesem Genre kann ich nach Herzenslust den Fragen nach dem „Wer“, „Wie“ und vor allem dem „Warum“ nachgehen und meine analytischen Fähigkeiten schärfen.

Kriminalliteratur

Ich beginne mit Agatha Christie. Auf den ersten Blick erscheint ihre Protagonistin Jane Marple wie eine harmlose alte Jungfer und gar nicht wie eine Emanze. Auf den zweiten Blick sie ist aber weitaus scharfsinniger und tiefgründiger als erwartet. Und genau das ist ihre Stärke, zusammen mit ihrer Superwaffe, dem Strickzeug. 

Rettung in der Kindheit: Bücher! (Foto: Jeremy Horvatin on Unsplash)

Inspektor: Ich glaube, nur ein Weibergehirn und bloß auch nur Ihres konnte auf sowas kommen!
Miss Marple: Es mag Sie irritieren, Herr Inspektor, dass weibliche Gehirne manchmal
dem männlichen überlegen sind, doch Sie müssen sich nun leider damit abfinden!

Agatha Christie: Vier Frauen und ein Mord

Ebenso wie Jane Marple ist auch die Privatdetektivin Kinsey Millhone ohne Anhang und daher flexibel. Besitztümer würden sie nur stören und wie Ballast an ihr kleben. 

Mein Apartment ist klein.
Ich habe keine Haustiere.
Ich habe keine Zimmerpflanzen.
Ich bin viel unterwegs, und da lasse ich nicht gern etwas zurück.

Sue Grafton: A wie Alibi

Ein großes Haus, voll mit Sachen, ist von Kindheit an nicht mein Wunsch und wird es wohl auch in Zukunft nie auf mein Visionboard schaffen. Schon in jungen Jahren ist mir klar: Je mehr Besitz, desto mehr Zeit geht in die Verwaltung dieses Besitzes auf. Ich möchte nur Dinge, die mir sowohl Freude bereiten als auch nützlich sind und wenig von meiner Zeit beanspruchen. Die einer kritischen Kosten-Nutzen-Analyse standhalten. Da kann die Werbung noch so viele Milliarden ausgeben, eines glaube ich nicht: Dass man Emotionen käuflich erwerben kann. 

Auf die Frage, warum er (außer einer faltbaren Zahnbürste und den Kleidern am Leib) keine Besitztümer hat, antwortet Jack Reacher:

Slippery slope.
I carry a spare shirt, pretty soon I’m carrying spare pants.
Then I’d need a suitcase.
Next thing I know, I’ve got a house and a car and a savings plan and I’m filling out all kinds of forms.

Lee Child: Bad Luck And Trouble

Im Gegensatz zu Jack Reacher werfe ich meine Kleidung nach Gebrauch nicht weg. Ich besitze eine Waschmaschine. Aber den Grundsatz dahinter verstehe ich gut: Je mehr man hat, desto mehr Ballast schleppt man mit sich herum, desto weniger flexibel wird man.

Habgier und Streit: Verbrechen in der Nachbarschaft

Ich bin fünf Jahre alt und meine Mutter hat die Kronen Zeitung gekauft. Das ist etwas Besonderes. Normalerweise gibt es bei uns keine Zeitung. Aber Mord und Selbstmord haben es auch in unseren kleinen Ort geschafft und damit in die auflagenstärkste Zeitung Österreichs, die meine Mutter nun in ihren Händen hält. Das Opfer und ihr Mörder sind meiner Mutter gut bekannt, waren sie doch erst ein paar Tage zuvor bei uns im Haus.

Familienstreitigkeiten. Jung und Alt. Wenn ich an meine Kindheit und Jugend zurückdenke, dann ist Familienzwist zwischen den Generationen ein allgegenwärtiges Thema. Es geht dabei immer um Macht und Besitz, um einen Kampf zwischen Jung und Alt. „Die Alten“ übergeben „den Jungen“ Haus und Hof. Aber das Zusammenleben funktioniert in den wenigsten Fällen. Es wird von beiden Seiten viel erwartet. Hilfe, Dankbarkeit, Pflege, Geld, Bewahrung der Traditionen, Unterordnung.  

Die heile Familie ist oft nicht so heil.

Im Dorf meiner Kindheit ist Besitz alles. Um zu besitzen, bleibt man. Eher wird sogar das eigene Leben ruiniert, als diesen Besitz zurückzulassen. Es ist undenkbar, zu gehen. „Wohin soll ich denn gehen?„, fragen sich außerdem viele Frauen in meiner Kindheit und bleiben Jahr um Jahr, bis es zu spät ist. Viele dieser Frauen haben kein Geld und keine Ausbildung, dafür einen gewalttätigen Ehemann, eine Schar Kinder, pflegebedürftige Schwiegereltern und die schwere Arbeit am Bauernhof. Sie arbeiten von Früh bis Spät, um am Ende mit leeren Händen dazustehen oder mit einem Almosen abgespeist zu werden.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann ist das eine enge und starre Welt, obwohl auf den ersten Blick alles so idyllisch ausschaut.  

Idylle am Land: Manchmal nur eine Illusion

Minimalistin aus Überzeugung

Die Last des Besitzes, den ich in meiner Kindheit so stark gespürt habe, ist ein wesentlicher Motivator, Dinge, aber auch Verpflichtungen, die mich beschweren, erst gar nicht in mein Leben zu lassen oder mich leichten Herzens davon zu trennen. Minimalismus ist für mich dabei etwas sehr Individuelles. Es geht mir nicht darum, nur eine gewisse Anzahl von Dingen besitzen zu dürfen oder das Leben mit möglichst wenig Sachen zu fristen. Für mich ist es wichtig, dass die Gegenstände, die ich habe, mir dienen und nicht umgekehrt; dass sie mir eine gute Zeit geben und mir nicht die Lebenszeit, unser wertvollstes Gut, wegfressen. 

Das Zitat aus dem Film „Fight Club“ 

Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.

habe ich für mich folgendermaßen abgewandelt:

Ich habe nur Dinge, die ich brauche und die mir das Leben leichter und schöner machen.

Klicke auf das Bild und du bekommst das Workbook via Mail.

Monatsrückblick April 2022

Monatsrückblick April 2022

Im April habe ich viel Zeit im Freien verbracht. Nach einem stressigen März ging der April etwas ruhiger vonstatten. 

Frühling in Wien

Nach einem eher kühlen März haben mein Mann und ich den April genutzt, um viel im Freien unterwegs zu sein und den Frühling zu genießen. Wien ist eine grüne Stadt mit vielen wunderschönen Wanderwegen und ausgedehnten Parks. Neben dem Wienerwald gehört der Nationalpark Donauauen zu unseren Lieblings-Ausflugsgebieten. Auch mein Fahrrad habe ich aus dem Winterquartier Heiligenstadt in die Donaustadt zurückgeholt.

Bei warmem Wetter in der Lobau

Die Bäume zeigen sich in ihrer vollen Blütenpracht – Lobau/Panozzalackenrunde

Osterspaziergang im Prater – das Wallfahrtskirchlein Maria Grün

Rhapsody in Magenta – Prateralleen

Am Weg vom Nationalparkhaus Lobau nach Großenzersdorf

Mein Geburtstag

Mein Geburtstag ist für mich immer ein besonderer Tag. Daher hat es mich auch besonders gefreut, dass die Kernfamilie am Frühstückstisch versammelt war. Es gab natürlich mein Lieblings-Frühstück: Kaffee, Scrambled Eggs, Toast mit Butter und Orangenmarmelade.

Am Nachmittag waren wir bei unserem Lieblings-Heurigen (=Weinlokal) in Neustift/Walde im 19. Wiener Gemeindebezirk.

Passend zu meinen „Lieblings-Farben“ Grau und Giftgrün habe ich von meinem Mann eine Geburtstagskarte bekommen, die das Zeug hat, zur neuen Perma-Karte zu werden.

Meine Blogartikel im April

3 Tipps, um unwillige Partner zum Ausmisten zu überzeugen – Nicht nur am 1. April

12von12 – Mein 12. April in 12 Bildern

Vorschau auf Mai

Die geniale Blog-Challenge BoomBoomBlog wird wieder geöffnet. Ich werde diesmal nicht nur selbst an der Challenge teilnehmen, sondern als Teil des #teamsympatexter diese Challenge auch begleiten.

Vom 23. bis 29.5.2022 schreibst du einen großartigen Blogartikel in 7 Tagen und lernst nebenbei und ganz entspannt die Grundlagen für deinen erfolgreichen Business-Blog. 

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Melde dich am besten sofort an! Du kannst nur gewinnen!
Wenn du noch Fragen hast, dann schick mir eine Mail. Ich bin auch 2021 über diese Challenge ins Bloggen eingestiegen und das war die beste Entscheidung! Seither blogge ich und habe meinen eigenen Blog und viele Blogartikel sind bisher entstanden.

Du bist neugierig geworden und möchtest in meinem Blog stöbern? Hier entlang, bitte:

 

 

Monatsrückblick März 2022

Rückkehr aus Costa Rica

Ich bin immer etwas wehmütig, wenn wir Costa Rica wieder verlassen und ins frühlingskalte Wien zurückkehren. Unsere erste Etappe führt uns von Samara nach Liberia. Diesmal übernachten wir in einer kleinen Hotelanlage und wir haben unser eigenes „tiny“ Haus. Innen ist es gut ausgestattet; von außen schaut es aus wie Ted Kaczynskis Hütte. Perfekt für einen True Crime Fan wie mich!

The Ted Kaczynski Suite

Am nächsten Morgen geht’s zum Flughafen, wo wir zuerst einen Antigen-Test für 65$ durchführen lassen müssen. Denn trotz 3fach Impfung können wir in die USA nur mit einem negativen Testergebnis einreisen. Ich bin sehr nervös; ich möchte die Flüge wie geplant antreten und hoffe, dass unsere Rückreisepläne nicht durchkreuzt werden. Kurze Zeit später gibt es Entwarnung – sowohl das Testergebnis meines Mannes als auch meines ist negativ.

Am frühen Nachmittag ist es dann so weit. Wir gehen an Bord des Fluges AA1338, der uns zu unserer nächsten Etappe, Miami, bringt. Es gibt (aus meiner Sicht) nur wenig Positives über Miami zu sagen. Einer dieser „positiven“ Punkte ist: Meine leichte Wehmut und Trauer über die Abreise aus Costa Rica verwandelt sich sofort in brodelnd heiße Wut; spätestens dann, als ich geschlagene 91 Minuten bei der Immigration warte. Um dann am Schalter sofort gefragt zu werden, wann ich denn gedenke, wieder auszureisen und ob ich auch ein Flugticket zurück nach Europa hätte. 

Bevor ich den Rückflug nach Europa antrete, decke ich mich noch mit 6 Packungen „Thomas English Muffins“ ein. Der zweite positive Punkt an Miami.

Im Januar schrieb ich: „Was ich absolut nicht leiden kann ist Inkompetenz in Kombination mit Größenwahn.“ Inkompetenz kann ich verzeihen; sie stammt oft aus mangelnder Praxis oder Erfahrung. Aber in Kombination mit Größenwahn „Wir- sind-die-Besten“ und völlig sinnlosem Aktionismus ist das für mich unerträglich. So unerträglich, dass ich nächstes Jahr wieder direkt von Wien über Zürich nach San José fliegen werde, um die USA als Transit zu vermeiden. Mein Mann und ich werden also getrennte Wege fliegen. 

Ankunft in Wien

Anfang März präsentiert sich Wien von der kalten Seite; zwar sonnig, aber Minusgrade bin ich nicht gewohnt. Auch 12von12 erwischt mich kalt und das allererste Mal in meiner 12von12-Karriere vergesse ich fast auf diesen Tag. Ich schiebe es auf die 7 Stunden Zeitverschiebung und versuche so gut wie möglich, mich wieder auf Wiener Verhältnisse einzustellen. Denn ich habe eine Mission, auf die ich mich sehr freue und die ich schon in Costa Rica vorbereitet habe: Mein allererster Online-Kurs „The Clean House Club“ beginnt am 14. März. 2022! 

The Clean House Club

Schon bevor ich den Beta-Kurs gestartet habe, wusste ich: Das wird ein riesiger Erfolg. Denn zum ersten Mal bin ich den Schritt gegangen von: Ich „überlege“ ein Angebot zu machen zu: Ich „mache“ ein Angebot. Und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, die „Technik“ so gut im Griff zu haben, um einen Onlinekurs durchzuführen.

Am Esstisch in Costa Rica habe ich den Kurs konzipiert. Hier hatte ich absolute Ruhe und Fokus.

In der Kursbeschreibung habe ich folgendes festgehalten:
Ausmisten ist so viel mehr als sich nur von Dingen zu trennen. Wenn du diesen Prozess startest, dann beginnst du, dich zu entscheiden und selbstwirksam zu werden. Und mit jedem überflüssigem, dir im Wege stehenden oder ungeliebten Ding, das dein Haus verlässt, wird nicht nur dein Wohnraum übersichtlicher, sondern du gewinnst mehr Klarheit und Energie. Mehr Luft zum Atmen! Und zusätzlich trainierst du deine Ausmist-Muskulatur und es wird dir immer leichter fallen, Dinge loszulassen.

Im Verlauf des Kurses hat sich genau das bestätigt. Systematisches und kontinuierliches Ausmisten und die Etablierung von neuen Verhaltensweisen machen den entscheidenden Unterschied. Und das in kurzer Zeit. Die Gruppe ist eine große zusätzliche Motivation. 

Mein Fazit von fast 4 Wochen Kurs: Ich bin am richtigen Weg!

Meine Blogartikel im März

Der Tag Irgendwann – ein Kellerkrimi
Es geht es um das Schicksal einer giftgrünen Kaffeemaschine, die ohne eigenes Verschulden in einem dunklen Kellerverlies gelandet ist.

12von12: Mein 12. März 2022
Unter anderen kann man hier nachlesen, wie mir Judith Peters mit ihrem Newsletter mein Jetlag-behaftetes Grappa-Frühstück vermiest hat.

Meine 3 besten Tipps für schnelles Ausmisten
Ausmisten kann auch flott gehen, wenn man z.B. pomodorosiert. Wie das funktioniert, steht im Artikel.

Anleitung: Kleiderschrank ausmisten
In diesem Artikel versteckt sich ein amerikanischer Staatsanwalt. Ob er wohl im Schrank ist?

Im Vorbeigehen ausmisten
Hier erkläre ich, wie „Ordnung on the way“ entstehen kann.

3 Tipps, um unwillige Partner vom Ausmisten zu überzeugen
Unwillige Partner sind ein riesiges Problem. Wie man dieses effizient beseitigt, erkläre ich im 1.April-Artikel.

Wenn du meine Tipps befolgst, wirst du schon bald ein motiviertes Lächeln auf dieses Gesicht zaubern.

Vorschau auf April

Ab 1. April unterstütze ich das Team Sympatexter als Feedbackerin. Es wurde auch Zeit, der Außenstelle Wien die Bedeutung zu geben, die ihr aufgrund ihrer Größe zusteht. Wer mich kennt, weiß: Jetzt ist Schluss mit Lustig! Der Blogbot und ich (und natürlich das ganze Team) werden dafür sorgen, dass die Blogmillion nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ Formen annimmt. 😉

Kursgeschehen: Nach Beta im März kommt Alpha im April. 

Postscriptum: Glaubenssätze, eine Podcast-Empfehlung und eine Filmbesprechung

Wer vielleicht den Glaubenssatz hat: „Am Land ist alles viel besser, idyllischer und persönlicher als in der Stadt“, dem lege ich den Podcast „Dunkle Spuren“ ans Herz. Im Fall „Ausgelöscht geht es in den beiden Episoden „Wer ist das Mitzerl?“ und „Falsche Fährte“ um den Mord an der 70jährigen Maria Piribauer. Nun gibt es Mord- und Totschlag selbstverständlich nicht nur in der „großen bösen“ Stadt, sondern auch am Land. Was diese Geschichte allerdings so interessant und für mich so schockierend macht, ist die Reaktion der Bevölkerung auf dieses Verbrechen. Ich habe es für mich so zusammengefasst: Maria Piribauer war schon lange vor ihrer Ermordung tot. Diese beiden Podcastfolgen empfehle ich auch allen, die sich nicht für True Crime interessieren. Sie zeichnen das Sittengemälde eines kleinen Dorfs, das kälter nicht sein könnte. Dunkle Spuren wird übrigens von der österreichischen Tageszeitung „Der Kurier“ produziert und ich finde, er ist einer der besten True Crime Podcasts am deutschsprachigen Markt.

Viele Jahre haben mein Mann und ich Ulrich Seidl gemieden. Ulrich Seidl, das ist ein österreichischer Filmemacher und Regisseur, der tief in die (österreichischen) Seelen blickt und dort selten auf schöne Bilder trifft. Und er scheut sich überhaupt nicht, verstörende Schlaglichter auf diese Bilder zu werfen. Wie z.B. bei der Wiener Festwochen Produktion „Böse Buben / Fiese Männer„, die eine Art multitraumatische Belastungsstörung bei uns hervorrief. Zugegebenermaßen übertreibe ich jetzt ein wenig. Aber er log, was die Aufführungsdauer betraf (es dauerte doppelt so lang, wie im Programm angegeben!), wir waren im Zuschauerraum gefangen, mein Mann musste dringend aufs Klo und es gab keine Pause! So etwas verzeiht man nicht leicht.

Ausgerechnet dieser Seidl gab jetzt anlässlich seines neuen Films „Rimini“ im StandART ein Interview. Und irgendetwas hat mich bewogen, das Interview-Video anzuschauen. „Rimini“ handelt vom gealterten Schlagerstar Richie Bravo, der im winterlichen und schneegepeitschten Badeort vor ebenso gealterten Bustouristinnen (Schock: Das sind Frauen in meinem Alter!) auftritt. Und genau bei seiner mit hintergründigem Lächeln gegebenen Antwort auf die Frage: „Was macht den Reiz eines verlassenen Urlaubsorts aus?“ verstand ich plötzlich, warum ich immer „Probleme“ bei Meditationen habe.

Badeort im Winter

Er beantwortete die Frage mit einer Gegenfrage: 

„Was macht den Reiz eines bevölkerten Urlaubsortes im Sommer aus, wenn zehntausende Touristen sich an den Stränden versammeln und die Sonne scheint und der Himmel ist blau?
Das ist die Frage, was wir alle als Sehnsuchtsort begreifen, wenn man an den Süden denkt und wenn man an den Urlaub denkt? Aber ich finde, dass die andere Seite, der Winter und manche würden vielleicht sagen, die Tristesse des Winters eine ganz besondere Schönheit hat. Die Adria im Nebel wenn die Strände leer sind, wenn die Badehütten und die Restaurants und die Hotels geschlossen sind, dann hat das so etwas Sentimentales, eine Stimmung, wo man mehr über das Leben nachdenkt, als wenn man in der Sonne liegt.“ 

Magischer Ort Homedepot. Für Männer. Österreichische Touristinnen im Homedepot in Miami? Ihre Anzahl liegt bei verschwindend geringen 0,0000066667%.

Genauso wie Seidl keine „schönen“ Filme dreht, habe auch ich eine Abneigung gegen „wunderschöne“ Orte bei Meditationen (nicht im Alltag!). Ich mag mir keine perfekten Strände und auch keine Blumenwiesen vorstellen und auch kein liebliches Vogelgezwitscher; diese typischen „Sehnsuchtsorte“ zu denken, löst bei mir großen Widerstand aus. Und auch weise Menschen, die mir in der Meditation etwas sagen sollen. Ich will sie nicht hören. 

Wie Seidl mag ich das Schräge, das Ungewöhnliche, die Grautöne, die Orte, wo man normalerweise nicht hinschaut und Stimmen, die man normalerweise nicht hört. Mag ich jetzt Seidl? Hat dieses Interview meinen Glaubenssatz „Nie wieder Seidl“ zerschmettert?

Und den Glaubenssatz, dass Meditationen nichts für mich sind, gleich mit dazu? Werde ich bei Meditationsreisen nun an Orte wie Rimini im Winter denken und höre ich zu, was abgehalfterte Alkoholiker mir zu sagen haben?

Ich werde im nächsten Monatsrückblick davon berichten. Am 8. April kommt „Rimini“ in die Kinos und ich habe vor, nach jahrelanger Absenz wieder einmal ein Wiener Lichtspieltheater zu besuchen.

 

 

Monatsrückblick Februar 2022

Monatsrückblick Februar 2022 Foto der Autorin mit ihrem Ehemann

Februar 2022 ist der Monat, den ich zum ersten Mal zur Gänze in einem anderen Land – in Costa Rica – verbringe. Insgesamt sind mein Mann und ich fast 7 Wochen „auf Urlaub“. So viel Ferienzeit auf einmal hatte ich zuletzt als Schülerin.

Costa Rica ist keine neue Urlaubsdestination für uns. Wir fahren seit 20 Jahren nach Playa Samara, wo wir ein kleines Ferienhaus besitzen. In all den vergangenen Jahren war mein Urlaub immer auf 3 bis 4 Wochen beschränkt. D.h. ich reiste später an und früher ab als mein Mann, der schon im Ruhestand ist. Das war immer ein Wermutstropfen für mich. Nicht so dieses Jahr, wo wir beide „all-in“ sind.

Es ist jedes Jahr immer wieder eine unbeschreibliche Freude, wenn das Flugzeug zur Landung in Liberia/Costa Rica ansetzt. Jetzt weiß ich, dass ich bald die unbeschreiblich schöne Farbenpracht sehen werde und den Winter in Wien hinter mir gelassen habe.

Der verstorbene Schauspieler Ben Cross, ein Freund meines Mannes, fragte ihn vor vielen Jahren mit dröhnend theatralischer Stimme: What are you doing, JIM? More NOTHING???

Groundhog Month

„More nothing“ ist eine gute Beschreibung für unseren jährlichen Costa Rica Urlaub. „Groundhog Month“ trifft es auch perfekt. Das Haus in dem kleinen Küstenort ist unser Retreat. Hierher kommen wir, um der Winter-Kälte und dem Winter-Grau in Wien zu entfliehen. Unser Fokus liegt auf „leben“ und weniger auf „erleben“.

Nagetier – oder wie mein Mann sagen würde: Nageltier – manche Wörter gibt es in der deutschen Sprache zwar nicht, aber sie klingen gut.

In ferne Länder reisen

Reisen?! Ein Ziel, das auf vielen Vision-Boards und Bucket-Listen zu finden ist. Etwas, das auch ich in den letzten 35 Jahren intensiv gemacht habe. Von A bis Z – von Albanien bis Zypern. Vor einigen Jahren ist mir aufgefallen, dass ich einen gewissen Sättigungsgrad erreicht habe.

An einem heißen Frühlingstag waren wir in Albanien am Weg zu einer Burg, die hoch über dem Ort thronte. Links und rechts der Straße, die uns hinauf zum Fort führte, hatten die Souvenirhändler ihre Stände aufgebaut. Sie priesen ihre Ramschwaren an; die üblichen T-Shirts, Tassen und „Handwerkskunst“ made in China. Oben angekommen, machte ich pflichtschuldig ein paar Allerweltfotos und zwei Minuten, nachdem ich gelesen hatte, wann diese Burg gebaut wurde und welche Schlachten hier ausgefochten wurden, hatte ich alles auch schon wieder vergessen.

Woran ich mich allerdings noch erinnern kann, ist das Gespräch mit meinem Mann. Ich sagte ihm, das wäre das letzte Fort, das ich betreten würde. Auch die letzte Burg und das letzte Schloss. Vor meinem geistigen Auge zogen all die imposanten Bauwerke vorbei, die ich in den letzten Dekaden besucht hatte und ich dachte: „Es reicht!

Voraussichtlich werde ich irgendwann wieder mehr Lust haben, neue Destinationen zu erkunden, aber in den letzten Jahren haben sich unsere Urlaube auf Tirol im Sommer und Costa Rica im Winter beschränkt – Sommerfrische und Winterwärme – und viel Natur und Wandern anstelle von Museen, Kirchen, Tempeln und anderen Bauwerken. Nicht dass ich etwas gegen Architektur einzuwenden hätte, schließlich bin ich auch in Wien davon umgeben.

Blick auf Buena Vista Beach.

Meine to-do-Liste für den Urlaub hat mir oft Stress bereitet. Ich fühlte mich z.B. „verpflichtet“, ein Museum aufzusuchen. Man kann doch nicht in Paris gewesen sein, ohne das Musée d’Orsay besucht zu haben oder in Barcelona, ohne das Dali Museum gesehen zu haben oder in Amsterdam, ohne das Anne-Frank-Haus betreten zu haben, usw. usf.

Dabei waren es selten die „Sehenswürdigkeiten“, die mir von den Reisen in Erinnerung geblieben sind, sondern Begegnungen, Gespräche und Gefühle. Das kleine Café in Barcelona, wo meine Tochter und ich jeden Tag gefrühstückt haben; die wundervoll flaumigen Croissants, die man nur in Paris bekommt; die Feigenmarmelade-Verkäuferin in Berat (Albanien), deren Sohn nach New Jersey ausgewandert war; das schäbige Hotel in Ani (Türkei), wo in der Früh ein Schaf zur Rezeption marschierte; der in pinke Jogging-Hosen gekleidete Tourist (für den ich mich fremd-geschämt habe) im Restaurant der noch immer mondänen Hill-Station in Indien; die dürren Kühe in Rajasthan, für die ich Krautköpfe gekauft habe; der einbalsamierte Leichnam eines egozentrischen Millionärs in Hongkong, bei dessen Anblick ein Brillenglas meines Ex-Mannes heraussprang … und vieles mehr.

Nun kann man natürlich einwenden: „Wärest du nicht an die türkisch-armenische Grenze gereist, hättest du auch das Schaf an der Hotelrezeption verpasst“. Auch die fantastischen Croissants in Paris hätte ich niemals gegessen, wäre ich immer nur in Wien geblieben. Das stimmt zweifellos.

Aber es sind fast nie die geplanten Highlights, die nachhaltige Erinnerungen produzieren, sondern meistens die unerwarteten Kleinigkeiten und Begegnungen.

Ein selbstbewusstes Schaf! Photo by Arthur Mazi on Unsplash

Urlaub im Alltag

Im Alltag beachten wir diese Dinge meist gar nicht. Dabei sind wir auch zuhause davon umgeben, wenn wir nur genauer hinschauen und uns die Zeit dafür nehmen. Für mich ist das Blogformat 12von12 DIE monatliche Erinnerung, die magischen Momente eines Tages zu sehen und in Bild und Text festzuhalten. Schlussendlich besteht unser Leben aus den vielen kleinen Momenten und Augenblicken. Oft bedarf es nur eines winzigen Perspektivenwechsels, um sie zu erkennen. Wir können uns entscheiden, jeden Tag diese magischen Momente willkommen zu heißen.

Dazu ist es hilfreich, dass der Alltag nicht mit zu vielen Dingen und Verpflichtungen vollgestopft ist und wir das Hamsterrad von noch mehr Arbeit und noch mehr Konsum zumindest verlangsamen.

Ein beschaulicher kleiner italienischer Laden mitten in Samara. Genial: Die handschriftlich ausgestellte Rechnung.

Unser Feriendomizil

Die Dinge, die wir im Ferienhaus haben, halten sich in überschaubaren Grenzen. Alles ist übersichtlich und an seinem Platz. Vor einigen Jahren habe ich einmal alles auf den Kopf gestellt und sämtliche Einbauschränke, Regale, Schubladen und die großen Plastikboxen ausgeräumt und aussortiert. Viele Sachen haben wir verschenkt. Auch Ferienhäuser können entrümpelungstechnisch zur Falle werden. Bei zuhause ausrangierten Sachen kommt leicht der Gedanke auf: „Das könnte ich ins Ferienhaus mitnehmen“. Aber nur in den seltensten Fällen ist das eine gute Idee, sondern meistens nur eine Ausrede, sich nicht sofort um die Entsorgung kümmern zu müssen. Den Topf, den du schon zuhause nicht verwenden mochtest, willst du auch im Feriendomizil nicht verwenden. Und das T-Shirt, das unter den Achseln zwickt, zwickt auch im Ferienort ganz genauso.

Unser Urlaub in Costa Rica hat ein Ziel: Nichts-Tun und Entspannung in einer wunderschönen Umgebung. Natürlich tun wir nicht „nichts“. Aber unsere Tage hier sind geprägt von einem immer wiederkehrenden Tagesablauf, die neben den Mahlzeiten (gemeinsam kochen oder ausgehen, je nachdem worauf wir Lust haben) folgendes beinhalten: Am Strand spazieren gehen, Dehnungsübungen machen, Schwimmen, Lesen, Podcasts oder Musik hören, lange Gespräche führen, die Coatis beobachten oder einfach in die Luft schauen; am Wochenende mit den Nachbarn Petanque spielen. Dieses Jahr kommt für mich noch Bloggen und an meinem Online-Business arbeiten hinzu. Wie ein typischer Tag an unserem Urlaubsort ausschaut, kannst du im 12von12-Februar2022-Artikel nachlesen.

Blick auf „unseren“ Baum.

Schon nach wenigen Tagen fühle ich mich komplett relaxed und ausgeglichen. Dinge, die mich in Wien furchtbar auf die Palme bringen, sind hier maximal kleine und vorübergehende Irritationen. Auch das Bloggen geht in Samara besser voran als in Wien. Es ist nicht so sehr die Zeit, die ich hier mehr habe, sondern der Fokus, der durch eine gute Tagesstruktur entsteht. Es gibt viel weniger Ablenkungen. Ich kann z.B. nicht ständig Online sein oder Videos anschauen, denn die Internetverbindung ist dürftig und die Gigabyte sind beschränkt. Wir haben kein Radio, keinen Fernseher oder Videorekorder und können auch nicht streamen. Entertainment und (bad) News sind begrenzt. Dafür haben wir viel Zeit und Struktur. Und das ist eine wahre Wohltat. Die Wochen, die ich in Costa Rica verbringe, zeigen mir jedes Mal aufs Neue, wie weniger Dinge und Verpflichtungen zu mehr Lebensqualität führen.

Nur weniges bringt mich hier auf die Palme – obwohl es viele davon gibt!

Was „sonst“ noch los war im Februar

Das Wörtchen „sonst“ klingt viel zu harmlos für den Ausbruch eines Krieges. Aber auch hier mit instabilem Internet und weit weg vom Kriegsschauplatz Ukraine haben wir die alarmierenden Nachrichten verfolgt. Ich habe meiner 91jährigen Mutter Trost zugesprochen. Wenngleich, welchen Trost gibt es in einer Lage wie dieser? Sie hat als junges Mädchen den 2. Weltkrieg erlebt und weiß, wie es angefangen hat.

Was können wir konkret tun? Wir können spenden und den Flüchtlingen helfen, die bei uns Schutz suchen. Wir können darüber reden und schreiben. Und wir können uns auf den Weg zu mehr Einfluss und Erfolg machen (Schritt für Schritt) und einander gegenseitig unterstützen. Denn nur so werden wir die Stärke gewinnen, um die patriarchalen Strukturen und die dumm-gefährlichen Geschichten von Blut und Boden und Macht und Ehre in der Versenkung der Geschichte verschwinden zu lassen.

Vorschau auf März

Mein erster Online-Kurs ist im Entstehen. Die Anmeldung und Details für meinen ersten Kurs, den ich um 0 € und gegen Feedback und Testimonial (wenn er gefällt) anbiete, ist hier zu finden – klicke auf Clean House Club!

The Clean House Club ist geöffnet! 

Der Kurs beginnt am 14.3.2022 und dauert 4 Wochen (= 4 Module), d.h. bis zum 10.4.2022. Wir rücken gemeinsam dem Ballast auf den Pelz und komplimentieren überflüssige und nicht mehr benötigte Dinge aus dem Haus.

Für den Kurs suche ich Frauen (Männer dürfen selbstverständlich auch mitmachen), die sich von unnötigem Ballast trennen möchten, damit sie wieder mehr Raum, Energie und Klarheit gewinnen.

Am Esszimmertisch entsteht gerade der neue Online-Kurs.

Monatsrückblick Januar 2022

Monatsrückblick Januar 2022

Der Januar hat für mich üblicherweise zwei Teile: VOR Costa Rica und IN Costa Rica. Vergangenes Jahr hieß es für mich wegen der Pandemie: IN Wien. Aber 2022 war es wieder so weit, und ich habe mich auf die Reise gemacht. Davor gab es jedoch noch einen Abstecher nach Island. 😏 Und einen Zwischenstopp in Florida. Meine gesammelten Abenteuer habe ich hier zusammengefasst.

Ach ja, und ich habe intensiv nachgedacht, wie ich meine Kund*innen am besten beim Ausmisten unterstützen kann. Willst du mir dabei helfen, ein tolles Programm auf die Beine zu stellen? Dann mach bitte bei meiner kurzen Umfrage mit. Klicke auf das Wort „Umfrage“ und du bist dabei, einen tollen Preis – ein 1:1 Coaching mit mir zu gewinnen.

1. Island – Sigrun

12 Masterclasses und 5 Tage Bootcamp. Der Januar war zweifellos von Sigrun, dem Business Coach aus Island, dominiert. In Vorbereitung auf ihren Launch für Kickstart (das ist ein 10-Wochen-Kurs, wo man lernt, einen eigenen Online-Kurs zu erstellen) hat sie ihr Wissen großzügig mit uns geteilt.

Sigrun is on a mission to accelerate gender equality through female entrepreneurship“ steht auf ihrer Website. Und in dieser Aussage stimme ich 100% mit ihr überein. Noch immer gibt es viel zu wenige Frauen, die ihren Raum beanspruchen. Noch immer machen wir uns zu klein und meinen, Geld sei nicht so wichtig. Das ist ein sehr fieser Glaubenssatz, der viele Frauen in der Altersarmut enden lässt. Denn wir brauchen Geld, Besitz und Einfluss, um erstens unabhängig zu sein und zweitens, um für uns wichtige Projekte umsetzen bzw. unterstützen zu können.

Geld, um des Geldes willen macht für mich (als Minimalistin) wenig Sinn. Ich brauche kein Geld, um mehr Dinge anzuhäufen. Ganz im Gegenteil, ich will so viele Sachen wie möglich loswerden. Aber Geld kann für vieles eingesetzt werden und Gutes bewirken. Daher war eine der wichtigen Erkenntnisse für mich, den Glaubenssätze „Ich brauche nur wenig Geld“ für mich zu hinterfragen.

Die Masterclasses und das Bootcamp haben mir sehr gut gefallen und Sigrun war über die Maßen überzeugend. So sehr, dass ich mich trotz meines geplanten Urlaubs fast entschlossen hätte, Kickstart zu buchen. Arbeiten im Urlaub, 7 Stunden Zeitunterschied – warum nicht?

Wenn jemand so überzeugend ist, dann frage ich mich immer, ob diese Person schon in Richtung „Guru“ abgedriftet ist oder sich am Weg dorthin befindet. Wenn ich die Augen schließe, kann ich mir Sigrun auf einer Bühne vorstellen. Sie verkündet den begeisterten, ihr zujubelnden Zuhörerinnen die frohe Botschaft, dass alle den Aufstieg schaffen können, wenn sie nur genug glauben. Alle sind in Rot gekleidet und schwenken kleine rote Schals. Sigrun ist von ihren erfolgreichsten und ergebensten Jüngerinnen umgeben, die sie in ehrfurchtsvollem Abstand umrunden. Alle in purpurroten Umhängen. Nicht umsonst hat auch die katholische Kirche Rot in ihrem Repertoire. Sigrun hat das Zeug zur charismatischen Predigerin; sie hätte das Talent, eine neue Religion zu gründen. Und vielleicht hat sie das in gewisser Weise ja auch schon. Die bisher rechtlosen Handmaids zerschmettern das patriarchale Gilead. Was für eine Mission!

Monatsrückblick Januar 2022
All in Red

2. USA – Flugverkehr

Costa Rica ist unsere Winter-Urlaubsdestination seit vielen Jahren. 2021 war pandemiebedingt eine Ausnahme und mein Mann und ich blieben im grau-trüben Wien, was unsere Laune nicht gerade in schwindelerregende Höhen katapultierte. 2022 haben wir – dreifach geimpft – beschlossen, uns wieder zu trauen. Wie auch schon in den letzten Jahren ging es zuerst von Wien via Zürich nach Miami. Miami, ein Ort, den ich nie wieder sehen wollte. USA – ein Land, das ich nie wieder betreten wollte. Mein lieber Mann, aus New York stammend, muss regelmäßig meine Wutausbrüche auf US-Flughäfen aushalten und er trägt sie inzwischen mit stoischer Gelassenheit. Sagen wir es einmal so: Ich habe meine „Issues“ mit dem Prozedere bei Immigration und Emigration und mit den TSA-Agenten.

Wir landen nach einem sehr angenehmen Flug in Miami. Für mich ist der angenehme Teil nun vorbei, denn es geht zur Immigration.

Die self-service ESTA-Maschinen sind schon seit einigen Jahren Vergangenheit. Sie wurden nicht mehr ersetzt, als sie nach und nach kaputt gingen. Miami bereitet sich offenbar schon auf den Untergang im Meer vor. Eine Umbenennung dieses Ortes wäre angebracht, schießt mir durch den Kopf. Und „Stixneusiedl am Sumpf“ wäre ein passender Name. Der Penis Florida wird abgeschnitten, sagt mein Mann. Wer nicht weiß, was ich meine, schaut sich am besten eine Landkarte mit Florida darauf an. Wir werden eine andere Möglichkeit finden, um nach Costa Rica zu kommen. Ich frage den Immigration-Officer, warum es diese Maschinen nicht mehr gibt. Er zuckt mit den Schultern und fast schon erwarte ich mir ein harsches „hamma ned“, wie ich es von den liebenswerten Billa-Mitarbeiterinnen gewohnt bin. Aber halt – so weit, d.h. beim Schalter, bin ich noch lange nicht.

Es sind nämlich nur 3 (!!!)offen und natürlich muss ich eine geschlagene Stunde in der Schlange warten, bis ich durch bin. Gar nicht gut, zumal wir uns noch mitten in der Covid-Pandemie befinden. Für mich unfassbar: Es gibt keine FFP2-Maskenpflicht und sogar das Personal (sie haben ja NUR mehrere tausend Kontakte pro Tag) ist nicht mit FFP2-Masken ausgestattet. „We care about your health and ask you to observe the following Covid rules …”. Das Virus lacht sich ins Fäustchen. Alles nur leeres Gerede. Es gibt weder Abstand noch FFP2-Maskenpflicht und man lässt eine große Gruppe von Menschen lange im Inneren eines Gebäudes warten. Perfekte Bedingungen für die Ausbreitung von Covid. Meine Irritation steigt. Was ich absolut nicht leiden kann ist Inkompetenz in Kombination mit Größenwahn. Und genau das erlebe ich seit vielen Jahren immer wieder auf US-Flughäfen.

Weiter geht‘s zum Flughafenhotel. Nicht unsere erste Wahl, aber nach einer so langen Reise am praktischten. In den vergangenen Jahren hatte ich (wenn ich allein gereist bin) immer folgende Routine:

  1. Ich frage nach einem Zimmer on a high floor away from the elevator.
  2. Ich sperre mich ins Hotelzimmer ein (double-lock the door) und verschiebe einige Möbelstücke.
  3. Ich stelle die Klimaanlage auf für Europäerinnen angenehme Temperatur und den Ventilator auf low.
  4. Ich logge mich ins Hotel-Internet ein, um meine Lieben zuhause zu benachrichtigen, dass ich gut angekommen bin.
  5. Ich drehe den Fernseher auf und es läuft IMMER eine Law&Order Episode. Genauso soll es sein. Ich freue mich, Lenny, einen der Detectives wiederzusehen. In den Werbepausen gibt es IMMER Werbung für Medikamente gegen schlechte Verdauung und Sodbrennen. Das ist der Grund, warum ich Essen auf Flughäfen vermeide.
  6. Ich lasse den Fernseher laufen (schließlich befinde ich mich in den USA) und begebe mich ins Bad. Dort bin ich kurz irritiert von der mangelhaften Qualität der Badetücher. Bei diesen Preisen, denke ich, könnte das Hotel schon mal in neue Handtücher investieren.
  7. Ich nehme eine sehr lange Dusche. Wenigstens geht das heiße Wasser nicht aus. Mein lieber Mann meint, dass nun ein Alarm bei den Wasserwerken ausgelöst wird.
  8. Ich brühe meinen mitgebrachten Tee auf (der Hotel-Tee überzeugt mich nicht) und esse dazu meinen mitgebrachten Müsliriegel. Während ich Law&Order schaue, fallen mir schon die Augen zu.
  9. Ich schleppe mich ins Bad, um die Zähne zu putzen.
  10. Ich falle ins Bett, um dann um 4:00 Früh Ortszeit aufzuwachen. Der jetlag hat mich fest im Griff.
  11. Ich mache mir einen Kaffee. „Seattle’s Best“, aber ich bin überzeugt, da besteht noch Luft nach oben für Seattle in Punkto Kaffee.
  12. Ich schreibe Mails, checke Facebook und ORF.at. Schließlich will ich wissen, ob es zuhause etwas Neues gibt. Ich studiere ausgiebig die Wettervorhersage für Wien und freue mich, wenn ich lese: -20 Grad und anhaltender Eissturm.
  13. Es wird Zeit, zum Gate für den Liberia/CR Flug zu gehen.

Auch dieses Jahr müssen wir natürlich emigrieren. In den USA gibt es so etwas wie Transit nicht. Einer meiner Issues. Auch wenn man einen unmittelbaren Weiterflug hat und nicht übernachtet, muss man sowohl immigrieren als auch emigrieren. Das Gepäck wird nicht zur final destination weiterbefördert. Nach der Immigration muss man das Gepäck wieder einchecken und sich weiter zur Emigration schleppen. Entweder durch die X-ray Maschine oder ewig warten auf einen patdown durch eine sich mühsam herbeiwalzende schlecht gelaunte TSA-Agentin? Diesmal hatte ich beides:

Twice through the X-ray machine and a half-assed patdown. Suspicious “things” on my body. My cover-up as a double agent nearly got blown. Just made it through and my husband had to hear my complaints. He suggested quickly we go to a lounge to distract me from my very dark, homicidal thoughts. He knows: Food usually helps. “Can’t they even make sure their f***ing machines work properly???” I barked? No answer, of course!

Schließlich gehen wir an Board der American Airlines Maschine, die uns nach Liberia bringen wird. Eine Airline, mit der ich nie mehr fliegen wollte. Tja. Mein Mann meint, ich verwende das Wort „nie“ situationselastisch. Er hat wohl in diesem Punkt recht.

Bye bye, she said!

3. Costa Rica – Pura Vida

Nach ca. 2 ½ Stunden Flugzeit ist es so weit. Wir landen in Liberia/Costa Rica. Ich stopfe meinen Pullover in den Rucksack; ein Kleidungsstück, das man hier definitiv nicht oft braucht. Die Immigration geht schleppend vor sich. Es sind zwar mehr Schalter als in Miami geöffnet, aber die JetBlue Maschine aus New York ist vor uns gelandet. Damn! Die Immigration gestaltet sich aufwändiger als in den letzten Jahren, denn nun wird zusätzlich ein Gesundheitszeugnis kontrolliert. Covid ist auch hier allgegenwärtig. Im Gegensatz zu Miami tragen die Officers allerdings FFP2-Masken!

Wir warten auf den Shuttle-Bus, der uns zu Avis bringt. Das Auto, das wir mieten, wird von meinem Mann (jedes Jahr) als „piece of shit“ tituliert. Wir hoffen, dass es nicht auseinanderfällt. Gewisse Dinge ändern sich einfach nie.

Wir sind im Pura Vida gelandet. Wieder einmal haben wir es geschafft und wir freuen uns unbändig, hier zu sein. Bunt statt Grau. Nach fast 3 Monaten Winter in Wien genießen wir die Farbenpracht, die uns umgibt, soweit das Auge blickt.

In Playa Samara haben wir die Auswahl zwischen Pali, Iguana Verde, von uns Iggy genannt, und dem chinesischen Supermarkt. Wir entscheiden uns erst einmal für Iggy. Dieser Laden hat eindeutig die beste Auswahl, ist aber auch am teuersten. Er führt (laut unbewiesener Ansicht meines Mannes) ein doppeltes Registrierkassen-System, eines für Gringos und eines für Ticos, d.h. es gibt einen Preis für Touristen und einen für Einheimische.

Wir haben an Board der Swiss Air Maschine, von wenigen Unterbrechungen abgesehen, 10 Stunden am Stück eine FFP2-Maske getragen. Es war weniger schlimm, als vermutet. Eine FFP2-Maske in einem Laden in Samara? Das ist die Hölle. Im Geschäftsinneren ist es finster und heiß. Wir suchen Butter, Eier, Milch, Orangensaft, Bier, Eiscreme … und fühlen uns, als ob wir blind und taub in einem wären. Nach wenigen Minuten sind wir schweißbedeckt. Jedes Produkt, das wir finden, ist ein Erfolg. Yeah, hier sind die Kapern und hier eine Tomate und schau mal hier: Ich habe sogar Hafermilch gefunden!

Ich denke an meine Mission und an meinen TCS-Vertrag, jede Woche einen Artikel zu schreiben. Mein lieber Mann wird ohne mich einkaufen gehen müssen; ich habe wichtigere Dinge zu erledigen, als mich um Hauhaltskram zu kümmern. 😏

DIE wichtigste Aufgabe, die wir erledigen müssen, ist der Besuch bei ICE, dem Internetprovider. Die Vorgeschichte würde genug Stoff für einen eigenen Blogartikel bieten. Alle Jahre wieder hatten wir prepaid Internet, und wir waren ständig damit beschäftigt, mehr Colones in die Taschen von ICE/Kölbi zu stecken. Wir verhielten uns wie Drogenabhängige auf der Suche nach dem nächsten Schuss. Kein Internet mehr? Koste es was es wolle, wir brauchen mehr Stoff.

Nach 90 (!) Minuten Aufenthalt bei ICE und einem Abstecher zur lokalen Post (die unsere Existenz bestätigte) haben wir es „geschafft“. Wir haben WIFI im Haus, leider aber sehr langsam und wenig zuverlässig. Wie immer staunen wir, wie lahmarschig hier Business betrieben wird. Costa Rica wäre ein Eldorado für Work-Flow-Beschleuniger. Hier ist noch 99,9% work und 0,1% flow. In exakt einem Monat müssen wir wieder zu ICE pilgern, um unsere Rechnung zu bezahlen. Das Angebot meines Mannes, sofort zu bezahlen, wurde abgelehnt. Wir schauen uns an und seufzen: Pura Vida!

Auffahrt zum Haus

4. Vorschau auf Februar

Im Februar habe ich business-wise so einiges vor. U.a. Antworten auf diese Fragen finden:

  • Was wollen/brauchen meine Kundinnen
  • Welche neuen Angebote werde ich 2022 auf den Markt bringen?

 

Meine fabelhafte Bucket List 2022

Hier kommt sie: Meine wunderbare – mit einem zwinkernden Lächeln geschriebene – Bucket List für 2022. Wer mich schon ein wenig kennt, weiß: Ich liebe Ironie und schwarzen Humor. Dennoch: Alles was ich hier aufgeführt habe, meine ich gleichzeitig auch ernst.

Der Grundstein für den Jahresrückblick ist gelegt.

  1. Ich reise relaxed

    Fast scheue ich mich, Reisen in meine Liste aufzunehmen. Reisen ist so ein Allerweltsziel geworden, dem jede Exotik abhanden gekommen ist. Alle reisen. Wer will schon nicht verreisen? Anyone? Von 100 befragten Personen würden wohl 99 sagen, sie wollen in nahe oder ferne Länder reisen. Sonne, Meer und Strand genießen oder in den Bergen wandern oder gleich einen Trip ins Weltall buchen. Stell dich ruhig schon mal in der Warteschlange an.

    Ich möchte so verreisen: Spontan. Ohne, dass ich meine Koffer packen muss. Ohne langwierige Planung. Jetzt. Ich rufe die Airline an und buche ein Ticket nach Paris. Oder nach Barcelona. Oder nach Buenos Aires. Oder ich fahre mit dem Zug nach Berlin.

    Ich nehme ein Taxi in das beste Hotel vor Ort und buche eine Suite. Für Sie haben wir immer ein Zimmer frei, sagt der eigens herbeigeeilte Hoteldirektor mit einem Lächeln.

    Eines meiner Lieblingsbücher ist Miami Blues von Charles Willeford. Es war das allererste Geschenk meines Mannes. Junior ist ein frisch aus San Quentin entlassener Häftling auf dem Weg nach Miami. Die Stewardess serviert ihm Champagner und er reist natürlich First Class. Gepäck hat er keines dabei, dafür aber mehrere gestohlene Kreditkarten. Einen Louis Vuitton Koffer klaut er am Flughafen. Das macht sich besser im Hotel, mit Koffer einzuchecken, befindet er. Im Koffer ist Damenkleidung; kein Problem. Er sucht und findet eine Frau in der passenden Größe.

    Wann immer ich verreise und meine Familie wegen meiner Packphobie wahnsinnig mache, denke ich an Junior und wie schön es doch wäre, wie er zu reisen. Ohne jegliche Planung, einfach so.

    Was ist der Unterschied zwischen Freddy Frenger, genannt Junior und mir, von seiner kriminellen Karriere einmal abgesehen? Ich mache mir zu viele Sorgen und ich bin zu perfektionistisch. 2022 soll das Jahr werden, wo ich diese Eigenschaften ablege oder sie zumindest reduziere.



  2. Ich intensiviere meine Beziehung zu Roland Liebscher-Bracht

    Nach spontanen Reisen ohne Stress – die sich in den letzten 50 Jahren als etwas schwierig, um nicht zu sagen unmöglich, herausgestellt haben – scheint der zweite Punkt einfach.

    Rolands Motto ist auch mein Motto: „Fit, beweglich und schmerzfrei bis ins hohe Alter.“ Genau das will ich auch! „Und mit 101 Jahren mit den Enkelinnen Fußball spielen können.“ Ja, auch das will ich. Auch wenn es mir für den Anfang reicht, wenn ich eine gemütliche 10-km-Wanderung ohne Hinken hinbekomme. Später würde ich gerne – so wie James Bond – auch über Hindernisse springen können. Was ich jedenfalls ganz ohne Training kann und für den Sommer schon fix eingeplant habe: Mit der Gondel auf den Gaislachkogel fahren und im IceQ einen Wodka Martini trinken.

    2021 habe ich ein Vision-Board erstellt und die Hälfte des Vision Boards war der Fitness gewidmet. Es hing einige Monate im Wohnzimmer und in der Zeit passierte etwas Paradoxes. Obwohl ich das Ziel und sogar die Anleitung dazu tagtäglich vor Augen hatte, hörte ich komplett auf, Dehnungsübungen zu machen. Es war, als ob mir mit dem Aufschreiben das Ziel entglitten wäre. Da klebte das Bildnis von Roland Liebscher-Bracht gut sichtbar auf meinem Vision-Board – und ich tat … nichts.

    Mein Ziel für 2022: Ich mache täglich 15 Minuten Dehnungsübungen. So schwierig kann das doch nicht sein. Schließlich gibt es hunderte Videos auf YouTube. Oder ist es doch problematischer als gedacht? Sicherheitshalber (und um das Ziel auch wirklich zu erreichen) habe ich ich die Jahresmitgliedschaft für den Premium Bereich gekauft und die App heruntergeladen. Das ist doch gleich ein anderer Tagesbeginn, wenn mich Roland in der Früh mit den Übungen des Tages begrüßt.

  3. Ich recherchiere einen True Crime Fall aus meiner Kindheit, schreibe ein Script und mache ein Audio dazu

    True Crime gibt es nicht nur in gefährlichen Großstädten, sondern auch in harmlos erscheinenden kleinen Dörfern. Ich bin in einem solchen aufgewachsen. Als ich 5 Jahre alt war, passierte dort ein Mord. Ein Femizid. Dieses Wort gab es damals nicht. Ich kann mich noch ganz genau an das Entsetzen, die Angst und das Unverständnis erinnern. Obwohl ich so jung war, blieb mir eines unauslöschlich im Gedächtnis: Das Opfer und der Täter (er beging Suizid) wurden im selben Grab beigesetzt. Das empört mich bis zum heutigen Tag. Nicht nur wurde eine junge Frau und Mutter von 3 Kindern ermordet, zum Schluß hat es nicht einmal für eine eigenes Grab gereicht.

  4. Ich plotte meine Krimi-Serie

    2023 gehe ich in den „Un-Ruhestand“ und dann möchte ich einen Krimi schreiben. Das ist mein Wunsch von Kindesbeinen an und ich möchte dieses Vorhaben unbedingt umsetzen. 2022 wird geplottet. Ganz viele Ideen und Charaktere für die Serie sind schon in meinem Kopf und dieses Jahr bringe ich diese in eine Struktur. Hmm, soll ich mir ein großes Whiteboard anschaffen und mein Wohnzimmer in ein Ermittlerinnenbüro umgestalten? Lieber nicht! Meine Fallakten werde ich gleich digital anlegen.

  5. Ich schaue mir einen Film im Kino an

    Meine Kinobesuche waren vor der Pandemie schon sehr rar. Der letzte Film, den ich in einem Kino gesehen habe, war „100 Dinge“. Dabei ging es um zwei Freunde und eine Wette, wer es länger ohne materielle Besitztümer aushalten würde.
    Mein angepeiltes Film-Ziel für 2022 ist bescheiden: 1 Film – 1 Kino. Das sollte zu machen sein.

  6. Ich besuche eine Theateraufführung oder ein Konzert

    Am besten suche ich mir etwas Skurriles aus. Es macht wenig Sinn, sich ein „gutes“ Stück anzuschauen. Entweder ist etwas grottenschlecht oder himmlisch. Alles dazwischen vergisst man sowieso, wie diese Erinnerungen aus der Vergangenheit beweisen.

    Volksoper: Der Zigeunerbaron – Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn)
    Ottokar war so dick, dass ich befürchtete, er würde von der Leiter fallen und jedenfalls stecken bleiben, als er ächzend durch das Fenster zu seiner Geliebten stieg. Ich musste so lachen und meine Tochter fand das (damals) ur-peinlich. Kinder können so konservativ sein.

    Akzent/Inszenierung der Wiener Festwochen: Othello
    In der Presse war zu lesen: „Schauspieler Philip Seymour Hoffman sagt nicht viel, sticht dennoch mit seinem gelbkarierten Hemd, der grauen Hose und den weißen (!) Socken hervor, nippt immer wieder an einer Wasserflasche. Was er sagt, ist eher trivial.“ Hmm, er war ein sehr seltsamer Jago. Was wohl Shakespeare dazu gesagt hätte? Wir waren jedenfalls nicht amused.

    Akzent/Inszenierung der Wiener Festwochen: Böse Buben/Fiese Männer
    Ein sehr langer Akt (viel länger, als im Programm angeführt), keine Pause. Ich war nahe daran, einfach aufzustehen und das Theater zu verlassen. Ja, ich hätte sogar faule Eier auf die Bühne geworfen (hätte ich welche dabei gehabt). Sich endlos dahinziehende Monologe in Fäkalsprache und mein Mann musste dringend auf die Toilette. Selten nur waren wir in so einem unmöglichen Stück gefangen. Wir hätten durch David Foster Wallace gewarnt sein sollen, aber Ulrich Seidls „Hundstage“ hat uns verleitet. Ein fataler Fehler.

    Ergebnis: Eine kombinierte posttraumatische Akzent/Festwochen-Belastungsstörung. Wir konnten das Theater seither nie wieder betreten. Jedes Mal, wenn wir am Akzent vorbeigehen, schaudert es uns. Das Programm der Wiener Festwochen, das unerklärlicherweise jedes Jahr in unserem Postkasten landet, wird mit spitzen Fingern sofort in den Papiermüll entsorgt.

    Ateliertheater: Des Meeres und der Liebe Wellen von Franz Grillparzer
    Am Tag der Priesterweihe der jungen Hero im Tempel der Aphrodite findet ein Fest statt, bei dem sich Hero und Leander ineinander verlieben. Soweit so gut. Nur: Die Hero in unserer Inszenierung war nicht jung; in Wien würden wir sagen: Sie war „überwutzelt“, was so viel bedeutet wie: „Eine etwas ältere dickliche Frau, die verlebt wirkt und an Erotik und Attraktivität verloren hat.“ Auch Leander war kein braungelockter Jüngling, wie von Grillparzer vorgesehen, sondern ein unauffälliger Typ mit beginnender Stirnglatze.

    Ein Seufzen der Erleichterung ging durch die Reihen als im 5. Akt Leander schließlich von zwei Bühnenarbeitern auf einer Bahre auf die Bühne getragen wurde. Er war tot, ertrunken; meine Freundin und ich lachten unkontrolliert. Das Trauerspiel war zu Ende.

  7. Ich koche einen Tafelspitz

    Seit mehreren Jahren nehme ich es mir vor: Einen Tafelspitz mit Semmelkren zu kochen, ein Gericht aus Kindheitstagen. Guten Tafelspitz kann man in Wien in vielen Restaurants bekommen, aber die Beilage „Semmelkren“ gibt es nur in einem Lokal. Dabei ist Semmelkren ein leichtes Rezept, das selbst Kochanfängerinnen bewältigen können. 2022 wird das Gericht bei mir zuhause serviert.

  8. Ich bestelle eine Linzer Torte in Linz

    Ich habe eine Umfrage gemacht und weiß nun, wo in Linz es die beste Linzer Torte zu kaufen gibt. 2022 will ich eine Torte bestellen.

  9. Ich reise (railaxed, weil mit dem Zug) im Winter ins Ötztal

    Schon seit vielen Jahren fahre ich im Sommer ins Ötztal. 2022 möchte ich Tirol auch einmal im Winter erleben.

  10. Ich organisiere ein Foto-Shooting für mich

    Fast traue ich mich nicht, den Punkt niederzuschreiben, weil ich nicht mit einer Kugel im Kopf enden will. Shootings, das weiß ich von Karen S. Boyd, sind so eine Sache für sich und bergen einige sprachliche Gefahren in sich. Aber ich will endlich tolle Fotos für meine Website und meine Artikel haben. Also werde ich mich furchtlos daran machen, eine Fotografin für dieses Vorhaben zu finden.

  11. Ich installiere ein neues Theme für meine Website

    SoSimple war zwar gut für den Anfang, aber 2022 möchte ich ein etwas ausgefeilteres und eleganteres Design haben.

  12. Ich überarbeite meine Experten-Artikel, die ich 2021 geschrieben habe

    Ja, ich werde mich auch mit den (für mich) ätzenden Dingen, wie SEO, Analytics, etc. beschäftigen (müssen).

  13. Ich mache live Videos

    Etwas, das ich bisher vermieden habe, wie der Teufel das Weihwasser, sind Videos. Ich liebe das Schreiben – aber mich in Videos zeigen? Nun ja, das war bisher nicht so meine Sache. Für 2022 nehme ich mir vor, mindestens 1 Video pro Monat zu machen und auch Lives in der Facebookgruppe.

  14. Ich erstelle einen Online-Kurs und/oder ein anderes unwiderstehliches Angebot zum Thema Ausmisten/Entrümpeln

    Entweder lasse ich Dinge verschwinden. Ein Angebot, das meines Wissens nach noch niemand in der Branche hat. Oder ich arbeite mit meinen Klientinnen sowohl praktisch als auch im Bereich Mindset, sodass sie selbst in der Lage sind, sich von überflüssigen und belastenden Sachen zu trennen.

  15. Ich schreibe ein Paarcoaching Programm: Glücklich in 24 Stunden oder die 24-Stunden-Glücksformel

    Nicht nur bei den physischen Dingen, auch in der Partnerschaft gilt meiner Meinung nach: „Less is More„. Das kommt in den mir bekannten Programmen so gut wie gar nicht vor.


 

 

 

 

Jahresrückblick 2021: Mehr Raum – Mehr Zeit – Weniger Zeugs

Jahresrückblick 2021

2021 ist das Jahr, in dem ich mit dem Bloggen zu den Themen Minimalismus und Entrümpeln angefangen habe. Ich habe nicht nur angefangen, zu schreiben: 2021 habe ich mir auch meine eigene Domain gesichert und meine Website ulipauer.com erstellt. (Noch) nicht perfekt, aber handmade by me. 😉 Was liegt also näher, als den Jahresrückblick 2021 anhand der entstandenen Artikel zu machen. 

1. Zwei Challenges und ein Anfängerinnen-Kurs

Ich habe immer schon sehr gerne geschrieben, aber mein „offizieller“ Werdegang als Bloggerin hat im Frühjahr 2021 begonnen. Im April wurde ich „zufällig“ auf die Challenge „BoomBoomBlog“ aufmerksam. Alleine der kreative Name hat mir schon so gut gefallen und dann kam Judith Peters mit ihrer unglaublichen Energie und Expertise. Inklusive Handständ.

Das Ergebnis der Challenge und mein erster richtiger Blog-Artikel war „Warum ich Entrümpeln liebe“ .

Da ich von der Challenge und Judith Peters so begeistert war, ging es direkt weiter mit „TheBlogBang“, einem 8-wöchigen Kurs für Blog-Anfängerinnen. Die 8 Wochen verfolgen wie im Nu und die nächste Challenge „RapidBlogFlow“ stand an.

Gemeinsam bloggt es sich viel besser!

In dieser Challenge ging es lustig weiter, denn wir haben uns mit unseren Fun-Facts“ beschäftigt.

Der am meisten kommentierte Fun-Fact war übrigens #67: Der un-grüne Daumen. Offenbar haben sich viele Leserinnen darin wiedererkannt.

Juni 2021: Die Pflanze ist gerade bei mir eingezogen. Exhibit #1

Dezember 2021: Die Pflanze lebt noch und ist sogar gewachsen. Exhibit #2. Die Tasse ist zu meiner Lieblings-Tasse geworden!

2. The Content Society

Der nächste große Schritt war „The Content Society“ – ein Kurs für dynamische Bloggerinnen. Gemeinsam mit Judith und der Blog-Gäng die weibliche Blogosphäre aufmischen? Für mich war es total klar: Da bin ich dabei. Seither blogge ich gemeinsam mit meinen großartigen Blogger-Kolleginnen.

2021 habe ich insgesamt 45 Artikel geschrieben. Expertenartikel, aber auch private Rückblicke und Tageseinblicke, wie 12-von-12.

3. Die Blogger-Tradtion 12-von-12

12 von 12 ist kein einzelner Artikel, sondern ein Blog-Format und eine Blogger-Tradition, die ich sehr schätze. Am 12. jeden Monats dokumentieren wir diesen Tag mit 12 Bildern. Mein allererster 12-von-12-Artikel entstand am Samstag, dem 12. Juni 2021. Eines der 12 Bilder zeigt meinen vollen Wäschekorb, gerade bevor ich die Schmutzwäsche in die Waschmaschine räume.

The Hanged Man im Wäschekorb.

Aus einem Gedankenblitz heraus ist mir die Tarot-Karte XII-The Hanged Man vom Housewives Tarot eingefallen. Diese Karte zeigt eine Frau im 50er Jahre Stil, die ihre Wäsche aufhängt. Von der Leine baumelt nicht nur eine überdimensionierte Unterhose, sondern auch ein Miniaturmann. Wie passend, dachte ich. Genau dasselbe hatte ich auch vor, die Wäsche zu waschen und dann aufzuhängen. Ganz herkömmlich zwar, ohne kleinem Mann und großer Unterwäsche – aber die Idee für die XII war geboren. Seither ist die Tarot-Karte XII ein Fixpunkt in meinen 12-von-12-Artikeln.

Glücklicherweise habe ich eine wunderbare Sammlung von Tarot-Decks, sodass ich bisher noch nie eine Karte zwei Mal verwenden musste. Wenn ich alle Decks durchhabe, dann werde ich mathematisch weitermachen. 😉 11+1, 10+2, 9+3, usw. usf. 

Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division … alles ist möglich!

Meine Vision ist eine umfangreiche 12-von-12 Sammlung, die über viele Jahre geht und die ein Schlaglicht auf jeden 12. des Monats wirft. Mein 12-von-12 Tagebuch.

4. Meine ironischen Blogartikel

Die beiden Blogartikel, die mir schon beim Schreiben extrem viel Spaß gemacht haben und für die auch die Resonanz unglaublich positiv war, sind ironische Artikel. I ❤️ Ironie. Und ich liebe es, ironische Artikel zu schreiben, die nicht den Klamauk im Vordergrund haben, sondern vielschichtig und hintergründig sind.

7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst

war mein erster ironischer Artikel, der aber gleichzeitig so viel mehr als nur reine Ironie beinhaltet. Viele Leserinnen haben sich beim Lesen wiedererkannt und mussten lachen: Ja, genauso ist es auch bei mir – war DIE Reaktion auf den Artikel. Und genauso war es auch von mir beabsichtigt.

Wir alle wissen: Entrümpeln an sich – d.h. als Tätigkeit – ist nicht übermäßig kompliziert.

Wären da nicht die mentalen und emotionalen Blockaden und störenden Glaubenssätze, welche die wahren Gründe sind, warum sich Entrümpeln so zäh gestalten kann. Genau damit beschäftigt sich dieser ironisch-ernste Artikel. 

Entrümpeln beginnt im Kopf – und in diesem Artikel beschreibe ich auf amüsante Weise, was sich beim Entrümpeln so alles im Kopf abspielt. Und wie man diese rasenden Gedanken produktiv umwandeln kann.

7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst

17 Shades of Grey: Das graue Wien

Mein zweiter ironischer Artikel ist die Dokumentation eines Spaziergang durchs November-graue Wien. Hier nehme ich die Leserinnen mit und gebe besondere Einblicke in einen trüben Herbsttag. Der Artikel ist vielschichtig und viel mehr als nur eine lustige Beschreibung von Wien.

Es ist nicht immer alles so wie es scheint. Jeder Ort hat viele Gesichter und oft bekommen wir nur die Hochglanz-Seite zu sehen: Sachertorte, Kaiserin Sisi, Lipizzaner, Ringstraße und Johann-Strauß-Denkmal, um nur einige Wien-Klischees zu nennen. Die glorreiche Vergangenheit, die auch damals für die „normalen“ Menschen alles andere als glänzend war.

Es kommt immer auf den Blickwinkel oder die Sichtweise an. Unterschiedliche Menschen können den selben Ort komplett unterschiedlich sehen und vor allem bewerten. Es gibt nicht die eine „Realität“. Schönes und grau-envolles liegt eng beieinander und auch immer im Auge des Betrachters.

Indem ich mich auf der feinen Linie zwischen „Übertreibung“ und „Wirklichkeit“ bewege, habe ich mit diesem Artikel schon viele Leserinnen zum Lachen und damit zum Nachdenken gebracht. Genau das ist es, was gute Comedy ausmacht. Daher bin ich auf diesen Artikel auch sehr stolz.

17 Shades of Grey: Das graue Wien

5. Mein Rant

Bei diesem emotionalen Artikel geht es darum, eine Wutrede über etwas zu schreiben, das falsch läuft.
Worüber regst du dich auf? Erzähle es der Welt! So lautete die Aufgabe.

Was mich 2021 sehr aufgeregt hat, sind die selbsternannten Gurus, die vorgeben, mit ein wenig Hokuspokus wahre Wunder in kürzester Zeit vollbringen zu können. Ich nenne sie Schlangenölverkäufer oder Bullshit Coaches. Dieser Artikel ist ihnen „gewidmet“. Klicke auf das Bild und du kommst zu den „3 geheime Zutaten für den magischen Erfolg„.

Dieser Artikel hat definitiv das Potenzial für mehr und meine Recherche ist im Laufen. 

Er verkauft alles!

6. Die Blogdekade

Im Rahmen der Content Society fand heuer im August die Blogdekade statt. Eine Challenge, in der wir 10 Artikel in 10 Tagen geschrieben haben. Ich LIEBE Challenges und daher war für mich klar, dass ich daran teilnehmen würde, obwohl sie genau in meine Urlaubszeit in Tirol gefallen ist.

Tagsüber ich wandern und am Abend habe ich geschrieben. Zwei Regentage sind mir auch gelegen gekommen, um an den Artikeln zu feilen. Die Internetverbindung war leider alles andere als optimal, daher habe ich mein „Büro“ kurzerhand in der Hotellobby aufgebaut.

Ausblick von meinem „Büro“ in der Hotellobby.

Das Ergebnis waren 10 Artikel zum Thema Entrümpeln und Minimalismus. Mein Urlaub wurde durch das Schreiben überhaupt nicht gestört, sondern sogar bereichert. Zum ersten Mal war das Hotel für mich nicht nur ein Urlaubsdomizil, sondern während des Schreibens ist auch die Vision eines Lebens im Hotel entstanden.

7. Sommerurlaub in Tirol und das Leben im Hotel

Der August Monatsrückblick ist ganz dem Urlaub im Ötztal gewidmet und ist mit vielen wunderbaren Bildern aus den Bergen illustriert.

Eine meiner Lieblingswanderungen: Am Weg zum Amberger Hütte.

Und über das Leben im Hotel habe ich folgendes geschrieben:

„Das Leben in einem guten Hotel hat viele Vorteile. Unter anderem muss man sich nicht um so profane Dinge, wie Lebensmitteleinkauf, Kochen, Putzen, Waschen oder Reparaturen kümmern, sondern kann sich voll und ganz auf die eigenen Aktivitäten konzentrieren. 

Das Leben im Hotel zeigt mir auch immer wieder, wie wichtig es ist, sich bei Dingen und Verpflichtungen zu beschränken. Je weniger Sachen man hat, um die man sich kümmern muss, desto mehr Zeit hat man für sich selbst und die eigenen Projekte.“

8. Die erste Aufräum-Challenge

Gestärkt von den erholsamen Wochen in den Bergen, habe ich im September 2021 meine Facebook-Gruppe „Entrümpeln mit System & Power“ reaktiviert und mit einer Entrümpelungs-Challenge begonnen:

Folgendes Posting habe ich erstellt:

Morgen ist der 1. September 2021 – Zeit für eine Monats-Challenge. Es mag wenig erscheinen, aber mein Vorschlag ist, dass wir jeden Tag „ein Ding“ entsorgen (verschenken, wegwerfen, zum Verkauf posten). So trainieren wir unsere „Wegwerfmuskeln“ – und nach 30 Tagen hat jede von uns 30 unbenutzte, ungeliebte Dinge weniger. Wer macht mit?
Rasch wurde klar, dass das „eine Ding“ pro Tag viel zu tiefgestapelt war. Die Teilnehmerinnen haben sehr viel mehr entrümpelt und so hatten wir uns am Ende des Monats von unglaublichen 8.048 Dingen getrennt!

9. Die Mehr-Raum-Challenge

Im Oktober war bereits die nächste Challenge angesagt. Diesmal haben wir jede Woche einen Bereich genauer betrachtet, weiter entrümpelt und optimiert. Es ging nicht mehr um das Entsorgen alleine, sondern auch um die Optimierung, d.h. Möbel oder Geräte umzustellen und bessere „Zuhause“ für die Dinge zu organisieren.

Während die erste Challenge keine spezielle Struktur aufwies, sind wir in der zweiten Challenge von Raum zu Raum gegangen, um durch das Entfernen von unnötigen und nicht geliebten Dingen mehr Raum zu schaffen.

Die Aufgabe war, jeden Gegenstand zu hinterfragen und diese Frage zu beantworten: Wenn diese Zimmer komplett leer wären, was würdest du wieder genauso hineingeben bzw. was würdest du wieder anschaffen?

Im Oktober haben wir insgesamt 1.954 Dinge entsorgt.

10. Wegen des großen Erfolgs verlängert

Da die Challenges so großen Spaß gemacht haben, haben wir auch im November und Dezember damit weiter gemacht. Diese Challenges standen unter dem Motto: Machen wir es uns gemütlich für Weihnachten. Wir haben uns von weiteren 4.860 Dingen getrennt.

Von September bis Dezember haben wir gemeinsam zu unglaublichen 15.678 Dingen bye bye gesagt!

11. Wien – grau oder doch grün?

Wandern in Wien gehört einfach zum Leben in Wien dazu. Es gibt kaum ein Wochenende, an dem mein Mann und ich nicht zumindest eine kleine Wanderung machen. Der krönende Abschluss ist dann oft ein Heurigen-Besuch. Alle Wege führen nach Rom gilt für uns in abgewandelter Form. Denn für uns führen die meisten Wander-Wege nach Neustift am Walde, unserer liebsten Heurigen-Gegend. Und das unabhängig davon, wo wir starten und wie oft wir uns verlaufen.

Heurige (für alle Nicht-Wienerinnen) sind Weinlokale, die zumeist auch schöne Gärten zum draußen sitzen haben. Der Heurige ist auch ein Wort für einen Wein, der in diesen Lokalen ausgeschenkt wird. 

Wien – Dehnepark

Unsere bevorzugten Wandergebiete sind der Wienerwald, die Lobau (Teil des Nationalparks Donauauen), die Donauinsel und die Alte Donau. Wien ist eine tolle Stadt mit ganz viel Grün – auch wenn der „17-Shades-of-Grey“-Artikel dem zu widersprechen scheint.

12. Worauf ich mich 2022 freue

  • Meine Aufräum-Beratung auf ein neues Level zu bringen und neue Angebote zu kreieren
  • Meine Website zu überarbeiten
  • Viele geniale Blogartikel und Texte zu schreiben
  • Meinen „alten“ Job auf 15 Wochenstunden zu reduzieren
  • Nach Costa Rica zu reisen
  • Ötztal im Winter zu erleben
  • Meine (virtuellen) Freundinnen auch wieder in persona zu treffen

Costa Rica – Buena Vista Beach

Monatsrückblick November 2021

Monatsrückblick November 2021

Wienerwald, Alte Donau und Lobau

I ❤️🧡💛💚💙💜 Wien und ich würde niemals woanders leben wollen. Ob sich die Stadt nun in bunt oder grau präsentiert – Wien ist meine Heimat.

Am Allerheiligentag geht’s – wie an vielen anderen Sonntagen auch – in den Wienerwald.

Durch den Wald geht es bergauf zum Wienerblick. Bei klarem Wetter kann man von hier aus die Stadt bewundern. Das 2450 Hektar große Areal ist mit einer 24,2 km langen Steinmauer umgeben.

Mit dem Bau wurde der Baumeister Philipp Schlucker beauftragt. Dieser hatte sich jedoch bei der Kalkulation der Baukosten schwer verrechnet und musste die Mauer zwischen 1782 und 1787 um ein Honorar weit unter den tatsächlichen Kosten fertigstellen. Von dieser Begebenheit soll sich der Ausspruch „Armer Schlucker“ ableiten.

Der Wienerblick ist für mich untrennbar mit einer seltsamen Begegnung vor vielen Jahren verbunden. Ich kam schon früh am Morgen oben bei der Aussichtsplattform an und habe unabsichtlich das Tête-à-Tête einer jungen Nonne mit einem Priester gestört. Als mich die beiden gesehen haben, sind sie in unterschiedliche Richtungen im Wald verschwunden. Die ganze Begegnung hat nur einige Sekunden gedauert, die Erinnerung daran ist aber selbst nach mehr als 30 Jahren noch immer ganz klar und präsent. Jedes Mal, wenn ich wieder am Wienerblick bin frage ich mich, was aus den beiden wohl geworden ist.

Wolkenformation an der Alten Donau

Ich liebe diesen Blick auf die Alte Donau. Meine Spaziergänge führen mich oft zu den Donauen (ich weiß gar nicht, ob es dieses Wort überhaupt gibt), der Alten Donau, der Neuen Donau, der Donau und zum Donaukanal. Und natürlich auf die Donauinsel.

Die Donauinsel ist mit 21 Kilometern Länge und rund 210 Metern Breite nicht nur ein wunderbares Freizeitgebiet, sondern auch ein gewaltiger Schutzbau. Die Neue Donau fungiert als Entlastungsgerinne für den Donaustrom. Wegen dieser Schutzbauten ist Wien exzellent gegen Hochwasser geschützt.

Die Blätter fallen in der Lobau.

Direkt vor meiner Haustür beginnt der Nationalpark Donauauen. Die Lobau ist ein Teil davon. Ich kann dieses wunderbare Gebiet in wenigen Minuten mit dem Bus erreichen und bin hier auch oft unterwegs. An diesem strahlend schönen Novembertag war es noch einmal richtig warm, auch wenn die Bäume schon fast ihre Blätter verloren hatten.

Mit Ironie in den Spätherbst

Im Oktober habe ich den ironischen Artikel: 7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst geschrieben. Der Artikel ist zwar lustig, aber in gewisser Weise auch ernst und real. Wie gutes Kabarett, das immer ganz nahe an der Wirklichkeit ist und wo man sich selbst wieder erkennen kann. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich auch im November mit der feinen Ironie weitergemacht habe.

Im 12von12 Artikel habe ich erstmalig meinen Korrespondenten aus dem 6. Bezirk zu Wort kommen lassen. Er liebt, genauso wie ich, den schwarzen Humor. 12von12 ist ein Format, das ich sehr mag und ich experimentiere gerne mit verschiedenen Elementen. Mein Ziel mit 12von12 ist es, eine spannende Geschichte mit fließenden Übergängen zu erzählen.

Den Wienern wird ja nachgesagt, dass sie Grantler seien und die Wienerinnen Kepplerinnen. Mein Artikel 17 Shades of Grey: Das graue Wien demonstriert dies in eindrucksvoller Weise. Wie recht ich damit habe, beweist auch die Tatsache, dass Wien zur unfreundlichsten Stadt gewählt wurde und von 57 Städten den fantastischen Rang 57 einnimmt.

Der Artikel gehört zwar zu den ironischen Artikel, er beinhaltet aber auch tiefere Erkenntnisse. Wie z.B. dass es eben immer auf den Blickwinkel ankommt und dass es DIE eine Wahrheit nicht gibt. Wenn zwei Menschen denselben Weg gehen, dann werden sie unterschiedliche Dinge sehen und diese unterschiedlich bewerten. Es kommt immer darauf an, wo der Fokus liegt.

17 Shades of Grey: Das graue Wien

Entrümpelungs-Challenge

Auch im November ist die Entrümpelungs-Challenge weitergegangen. In der Gruppe haben wir 518 Dinge ausgemustert. Klicke auf das Bild, wenn du in die Facebook-Gruppe kommen möchtest. Gemeinsam ist es einfacher und auch lustiger, zu entrümpeln.

Pandemie, Impfung, Lockdown und Omikron

Leider waren wir auch im November 2021 mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt. Ich habe die dritte Impfung bekommen und bin froh, dass wir diese Impfstoffe haben. Nebenwirkungen hatte ich keine, wenn man von ein wenig Müdigkeit einmal absieht.

Die Stadt Wien hat die Impfstraßen übrigens perfekt organisiert. Obwohl das Impfzentrum Austria Center sehr gut besucht war, gab es so gut wie keine Wartezeit.

Du möchtest mehr Infos zu Biologie oder Statistik oder willst dich über Corona informieren? Der sehr gescheite und auch fantastisch aussehende Molekularbiologe und Science Buster Martin Moder weiß nicht nur unglaublich viel, er kann es auch perfekt erklären. Klicke auf das Bild.

Michelangelo hätte seine Freude mit ihm gehabt. Martin Moder beim Einreichen seiner Doktorarbeit.

Vorschau auf Dezember

Im Dezember nehme ich an der  Challenge Jahresrückblog 2021 teil. In 20 Tagen schreiben wir einen epischen Jahresrückblick. Dieser Artikel wird so ähnlich umfangreich wie ein „Christmas Turkey with all the trimmings“.

Du willst das Entstehen meines Artikels hautnah verfolgen? Dann hinterlasse mir ein Abo auf Instagram. Ich freue mich sehr über das eine oder andere Herzchen. ❤️❤️❤️

Veranstaltet wird diese Challenge von der formidablen künftigen Blog-Millionärin Judith Peters. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit uns 1.000.000 Blogartikel zu schreiben. Interessentinnen können sich hier unter diesem Affiliate-Link noch für den Jahresrückblog anmelden.

Im Dezember wird auch mein neues Freebie: 12 Impulse für ein minimalistischeres Leben herauskommen.