Minimalistisch Packen

Minimalistisch Packen

Ich hasse packen. Das Packen hat mir schon oft die Vorfreude auf eine Reise vergällt. Reisen ja, wenn da nur nicht das ätzende Packen wäre. Außerdem hasse ich schwere Gepäckstücke. Wie kann man also minimalistisch packen?

In Büchern und Filmen ist das immer so einfach mit dem Verreisen, aber wie machen die Heldinnen und Helden das? Ich habe also nach Antworten in der Literatur gesucht.

Als Teenager und Agatha Christie Fan habe ich die vornehmen Ladies beneidet, die ein Stubenmädchen für diese Tätigkeit hatten. In „Murder is Easy“ verlässt die smarte Miss Conway den dicklichen und etwas beschränkten, dafür aber umso aufgeblaseneren Lord Whitfield, um mit dem viel attraktiveren Luke, der gerade aus den Kolonien zurückgekehrt ist, glücklich zu werden. Wer packt ihr Zeug zusammen? Das Stubenmädchen! Miss Conway „überwacht“ lediglich die Aktion und ich stelle mir vor, wie die Bedienstete die Kleider von Miss Conway sorgsam in Seidenpapier einhüllt. Auch mit Kofferschleppen muss sich die junge Dame nicht beschäftigen, der neue Verlobte holt die Koffer selbstverständlich nach dem Lunch mit dem Automobil ab.

Nehmen wir James Bond. In „Spectre“ ist er ständig auf Achse – Mexiko, London, Rom, Ötztal, Marokko, um nur einige Orte zu nennen. Gepäck? Höchstens ein Täschchen, wenn überhaupt. Dennoch ist der Mann stets tadellos gekleidet, selbst wenn er von einem Panzer überfahren wird. Auch Schmutz scheint von ihm in jeder Lebenslage abzuprallen. Rätselhaft, aber absolut beneidenswert. Mit Packen hält sich der Geheimagent jedenfalls nicht auf.

Jack Reacher hat seine Karriere bei der US Army schon hinter sich und Lee Child lässt ihn die ländlichen Gebiete der USA bereisen. Entweder mit dem Bus, zu fuß oder per Autostopp. Gepäck hat der ehemalige Militärpolizist keines – gar keines. Die einzige Ausnahme ist eine zusammenklappbare Zahnbürste. Reacher hält sich auch nicht mit Wäsche waschen auf, denn seine Kleidung schmeisst er nach Gebrauch weg und kauft einfach wieder neue Sachen. Ein Haus braucht der Ex-Polizist natürlich nicht, er hat ja nichts, was er aufbewahren müsste. Minimalisten mit 100 Dingen? Da kann Reacher wohl nur darüber lachen; außer den Kleidern am Leib hat er genau ein Ding: Die funktionelle Zahnbürste.

Du willst so leben wie Jack Reacher? Klicke auf das Bild. Dr. Penny Pincher erklärt, wie es geht und was es kostet.

Minimalistisch Reisen
„My name is Jack Reacher. No middle name, no address.“ — KILLING FLOOR (JACK REACHER #1)

 

Frederick J. Frenger Jr. ist am Weg nach Miami, dort wo sein genialer Erschaffer Charles Willeford schon ist. Junior, wie ihn seine wenigen Freunde nennen, reist mit dem Flugzeug, first class, ein wenig Luxus muss schon sein. Gepäck hat er keines, wurde er doch gerade aus der berüchtigten Haftanstalt San Quentin entlassen. Er hat allerdings ein paar gestohlene Kreditkarten dabei, deren Unterschrift er eifrig übt, während er genußvoll an seinem Champagner nippt.

Eines der wenigen Bücher, die ich behalten werde, denn ich lese immer wieder gerne einzelne Passagen von Miami Blues.

Wiewohl die Beispiele aus Literatur und Film aufregend sind, auf mich treffen sie nicht zu.

  • Ich habe (leider?) keinen Lord kennengelernt und kein Stubenmädchen angestellt, auch keinen Butler.
  • Ich arbeite nicht für den MI5 und auch Q, der mich mit Geheimwaffen (wie die automatische Kofferpackmaschine) ausstatten könnte, steht mir leider nicht zur Verfügung.
  • Ich liebe meine elektrische Zahnbürste und habe eine Aversion neue Kleidung zu tragen, ohne sie vorher gründlich zu waschen.
  • First Class fliegen und jemand anderer zahlt? Ich gestehe, das ist sehr verführerisch, aber ich weiß ja, dass es mit Junior kein gutes Ende genommen hat.

Was also tun, wenn man vereist und das Gepäck so leicht wie möglich sein soll?

Zuallererst ist es wichtig, sich davon zu verabschieden, dass man immer und überall und für jeden erdenklichen Fall alles mithaben muss. Nein! Muss man nicht!

Wenn du nicht gerade eine Expedition in die Antarktis oder die Wüste Gobi planst, dann kannst du in 99% der Fälle davon ausgehen, dass du auch am Urlaubsort benötigte Dinge besorgen kannst.

Hier kommen einige praktische und erprobte Tipps

Ich habe die Tipps so einfach und allgemein wie möglich gehalten. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Art von Reise man unternimmt, welche Unterkunft man hat und ob man alleine reist oder mit Partner oder Kindern.

Packliste schreiben

So ist es weniger wahrscheinlich, dass du wichtige Dinge vergisst.

Alle Dinge aufs Bett oder Sofa legen

Hier siehst du alles auf einen Blick und kannst sofort wieder Dinge zurück in den Schrank befördern.

Alle „just-in-case“ Dinge sofort wieder entfernen

Just in case zieht man die Unterhose eben ein zweites Mal an oder kauft sich ein T-Shirt.

Wichtig sind die funktionellen Sachen. Da kommt es darauf an, welche Aktivitäten geplant sind. Oft kann man im Notfall auch diese Gegenstände vor Ort besorgen.

Gut kombinierbare Teile einpacken

Im Idealfall passt alles zu allem.

Knitterfreie Kleidung bevorzugen

Mein Rat: Kleidung, die gebügelt werden muss, erst gar nicht kaufen bzw. eine rasche Trennung in die Wege leiten! Ich bügle seit 20 Jahren nicht mehr.

Auf bequeme Schuhe achten

Wenn es eng wird im Koffer, gewinnen immer die bequemen Schuhe, denn sie sind universell einsetzbar.

Dinge einpacken, die du im Laufe der Reise entsorgen kannst

Du kannst (sofern du solche Dinge noch hast), alte T-Shirts, Unterwäsche, Socken, etc. noch 1x tragen und dann direkt vor Ort wegwerfen. Zusätzlicher Vorteil: Du hast wieder mehr Platz im Koffer und musst zuhause weniger waschen.

Was gibt es im Hotel oder der Unterkunft?

Alles was es dort gibt, musst du nicht unbedingt mitnehmen

    • Fön
    • Shampoo
    • Duschgel
    • Bodylotion
    • Pool-Handtücher
    • Bademantel
    • Badeschlappen
    • Regenschirm

Wenn es Wäscheservice gibt, dann kannst du dort auch deine Wäsche waschen lassen. Das ist immer noch billiger als z.B. für ein (zusätzliches) eingechecktes Gepäckstück zu zahlen.

Was nimmt der Reisepartner mit?

Wenn du zu zweit oder als Familie verreist, dann spricht man sich am besten ab. Bei manchen Dingen ist ein Stück ausreichend, z.B. Ladegerät für Elektrozahnbürste oder Zahnpasta.

Kosmetik

Hast du kleine Packungen oder Probepackungen? Dann nimm diese mit, sie verbrauchen weniger Platz und sind leichter.

Medikamente

Nimm nur die Medikamente mit, die du regelmäßig nimmst. Alles andere kannst du bei Bedarf vor Ort besorgen – es sei denn, du reist in ein Gebiet, wo du nur schwer Zugang zu Ärzten und Apotheken hast.

Rollen

Der Platz wird wesentlich effizienter ausgenutzt, wenn du die Kleidungsstücke zusammen rollst und zusammen gehörige Dinge auch gemeinsam verpackst. So findest du auch alles viel einfacher, wenn du aus dem Koffer leben musst, z.B. bei einer Rundreise.

Platz ausnutzen

In die Schuhe passen z.B. auch gerollte Socken hinein.

Kofferservice

Wenn man mit der Bahn verreist, kann man ein Haus-zu-Haus Service buchen. Aus eigener Erfahrung kann ich das aus vollstem Herzen empfehlen. Es ist so viel entspannter, wenn man den Koffer schon voraus schickt und nur mit leichtem Handgepäck reist.

Der Reisetag sollte nicht mit schweren Gepäckstücken beginnen.

Dinge zurücklassen

Wenn die Unterkunft eine Ferienwohnung war (als meine Tochter noch klein war, sind wir hauptsächlich so gereist), dann habe ich Sachen (Lebensmittel, Hygieneartikel, etc.) vor Ort gekauft und diese dann auch wieder zurückgelassen. Die nächsten Gäste oder das Reinigungspersonal haben sich hoffentlich darüber gefreut. Mein Mann sagt manchmal im Scherz, dass er nicht verstehen kann, wozu all das Hanteltraining gut sei, wenn ich doch nichts trage, was schwerer als eine Feder ist.

Souvenirs?

Vorsicht, Falle! Was am Urlaubsort noch toll ausschaut, ist zuhause vielleicht doch nicht so toll. Die schöne Tracht macht sich gut in den Alpen – aber auch zuhause? Wann und wo wirst du sie anziehen? Die handbemalte Vase lacht dich verführerisch an – aber brauchst du noch ein zusätzliches Stück Dekoration und passt sie überhaupt zum Stil deiner Wohnung? Geschenke für andere mitnehmen? Wenn es sich nicht um einen explizit geäußerten Wunsch handelt, dann ist mein Rat, davon abzusehen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Dinge oft jahrelang aufbewahrt werden, bevor sie dann mit schlechtem Gewissen entsorgt werden.

Eines der wenigen Souvenirs, die ich behalten habe, ist dieser Golem, den ich vor vielen Jahren in Prag gekauft habe. Das Buch hat es nur dem Golem zu verdanken, dass es noch bei mir sein darf.

Packliste für die nächste Reise schreiben

Oft denkt man sich am Urlaubsort: Hätte ich nur das eingepackt oder daran gedacht. Diese Dinge schreibst du am besten sofort auf, damit du sie dann bei der nächsten Reise parat hast. Wenn du (mehrfach) Sachen eingepackt hast, diese aber dann nie verwendest, dann schreib sie ebenfalls auf. Denn darauf kannst du dann beim nächsten Mal verzichten.

Minimalistische Weihnachten 7 Tipps

Minimalistische Weihnachten 7 Tipps

In knapp 4 Monaten ist Weihnachten. Da ist es gut, sich schon jetzt Gedanken über ein Fest ohne spätere Reue zu machen. Vielleicht bist du reif für minimalistische Weihnachten.

Weihnachtsdekoration entrümpeln

Entrümple jetzt deine Weihnachtsdekorationen. Die großen Möbelhäuser werden in Kürze ihr riesiges Weihnachtssortiment im Angebot haben. Perfekt, wenn du ihnen mit deiner Verschenke-Box zuvorkommst. Das zusätzliche Plus für dich: Du musst zu Weihnachten nicht mehr in der Dekobox wühlen, denn du weißt genau, was du hast und was nicht.

Wünsche überlegen

Gehe jetzt schon in dich und überlege dir, ob bzw. welche Geschenke du dir wünscht. Familienmitglieder und Freundinnen werden dich früher oder später danach fragen. Dann ist es gut, Antworten parat zu haben.

Besonders wichtig ist das, wenn du Kinder hast und nicht möchtest, dass sie zu Weihnachten mit Geschenken überhäuft werden. Gerade Kleinkinder sind dann oft restlos überfordert von der Fülle an neuen Dingen. Und auch du möchtest wahrscheinlich nicht, dass ihr Kinderzimmer wie ein mittelgroßes Spielzeuggeschäft ausschaut.

Wenn du Geschenke besorgen möchtest, dann frag zur Sicherheit genau nach, was sich die zu Beschenkenden wünschen und ob sie überhaupt etwas wollen. Nichts ist schlimmer, als jemandem, der schon „alles hat“ eine „Kleinigkeit“ zu schenken.

Wünsche artikulieren

Rede mit deiner Familie und deinen Freundinnen erkläre ihnen, ob bzw. welche Geschenke erwünscht sind und welche nicht. Großeltern, Onkel, Tanten und sonstige Angehörige kaufen sonst „irgendwas“ und das ist oft das Letzte, das du willst.

Erkläre, warum du physische Geschenke beschränken willst und gib (wenn gewünscht) Alternativen.

Beispiele:

  • Ich wünsche mir das Buch X vom Autor Y (anstelle von: Ich wünsche mir ein Buch)
  • Ich wünsche mir einen Gutschein für das Restaurant Z (anstelle: Ich wünsche mir einen Gutschein)
  • Ich spare auf … und freue mich über Geld
  • Die Kinder möchten eine Jahreskarte für den Zoo oder das Museum X
  • Die Kinder freuen sich über eine gemeinsame Schatzsuche mit euch

Bei älteren Verwandten ist es zudem empfehlenswert, Hilfe beim Geschenke besorgen anzubieten, gerade jetzt in der Pandemie und wenn sie nicht so gut mit Onlinebestellungen umgehen können. Meine Mutter hat z.B. diese Hilfe immer sehr gern und erleichtert angenommen.

Wichtig: Je konkreter die Wünsche, desto besser!

Ich liebe z.B. Geschenke, die aufgebraucht werden können. Eine Flasche Gelber Muskateller, die exzellenten Bio-Gewürze und Tees der Waldviertler Firma Sonnentor, Staud’s Bio-Orangenmarmelade oder Reis aus Österreich, den Österreis – oder auch den Abreisskalender made by Sympatexter. Der Abreisskalender ist übrigens ein perfektes Beispiel, wie aus Spaß (Aprilscherz) ein echtes Projekt werden kann. Ab November 2021 kann er bei Sympatexter bestellt werden.

Manche mögen’s scharf! Bei meiner Privataudienz mit dem Papst ging es um kraftvolle Energie- und Pauer-Aktivierung und das Durchschreiten des Sonnentors. Leider war ich nicht passend gekleidet, denn mein wallendes Kleid befand sich gerade in der Wäsche. 😉

Dennoch ist auch bei diesen Geschenken Vorsicht geboten. Meine Freundinnen wussten über meine Vorliebe für Seidenschals. Und so habe ich viele Jahre in Folge einen Seidenschal geschenkt bekommen, bis ich STOP gesagt habe. Es ist gut, ab und zu nachzufragen, ob die Vorliebe für ein bestimmtes Produkt überhaupt noch besteht.

Geschenke verpacken

Ich verwende grundsätzlich kein Geschenkpapier, weil das für mich gefühlsmäßig so ist, als würde ich ein paar Euro nehmen und diese in den Müll werfen. Gerade zu Weihnachten landen Tonnen von Geschenkpapier in den Containern. Wenn du etwas verpacken möchtest, dann benutze dafür Zeitungspapier, alte T-Shirts mit lustigen Aufdrucken, Geschirrtücher oder Kalenderblätter. Aus großen Kunstkalendern kannst du auch Tüten selbst basteln. Ich verwende Materialien, die sowieso schon vorrätig sind oder die ich sonst entsorgt hätte. Ich habe vor Weihnachten immer auch schon einen Blick auf passende Schlagzeilen oder Cartoons. Alternativ kannst du im Internet ganz einfach eine kleine Suche starten und so die lustigsten Headlines finden.

Man kann auch in der Familie eine Challenge veranstalten, wer das lustigste Geschenkpapier gestaltet hat.

Wer mich gut kennt, der weiß, dass eine Verpackung wie auf dem Bild unten mich zum Lachen bringt (ist selbstverständlich nicht despektierlich gegenüber dem Opfer gemeint, sondern weil die Schlagzeile auf mehreren Levels genial ist).

Verpackungsmaterial oder Geschenk? Beides ist möglich! Lustige Headline suchen, ausdrucken, in einen Rahmen stecken oder als Geschenkpapier verwenden – und schon hast du ein originelles Geschenk.

Karten schreiben

Es ist emotional nicht einfach, physische Karten, noch dazu solche, die liebevoll gestaltet sind, zu entsorgen.

Meine Antwort auf dieses Dilemma ist die Permakarte. Ich habe aus allen Glückwunschkarten, die ich entsorgen wollte, eine einzige Karte – meinen top Favoriten – aufbewahrt. Diese Karte hat von mir den Status Permakarte erhalten. Gleichzeitig habe ich meinem Umfeld gesagt, dass ich in Zukunft keine Karten mehr bekommen möchte. Erhalte ich dennoch welche, dann bewahre ich sie nicht mehr auf, sondern entsorge sie sofort und ohne schlechtes Gewissen.

Die Permakarte hat einen Ehrenplatz in meinem Wohnzimmer und bringt mich jedes Mal zum Lächeln, wenn mein Blick darauf fällt. Sie ist gleichzeitig ein Mini Visionboard und erinnert und ermutigt mich, keine halben Sachen zu machen. Außerdem zeigt sie, dass man auch ältere – ähm – Frauen im besten Alter niemals unterschätzen soll.

Vielleicht ist die Permakarte auch eine Möglichkeit für dich.

Meine Permakarte und meine Permablumen. Diese geniale Karte hat mir mein Mann geschenkt. Für die Permablumen hat meine Tochter einen Vorratsbehälter aus Glas mit ein paar Steinen aus dem Hof gefüllt und aus Holz-BBQ-Stäbchen und Seidenpapier diese Blumen gebastelt. Seit mehreren Jahren erfreuen mich diese Blumen und die Karte! Wenn die Sonne darauf scheint, dann strahlen die Blüten geradezu. Lockenwickler und Bademantel sind wichtige Utensilien in meinem Leben! Die Waffe ist ein Symbol für meine True Crime Leidenschaft. Meine Familie weiß genau, wie ich ticke und hat mit diesen Geschenken 💯% ins Schwarze getroffen! ⁠⁠

Wenn ich eine Karte schreibe, dann verwende ich Materialien, die ich schon zuhause habe, ein altes Foto oder einen Karton. Ich kaufe keine Karten mehr.

Kleinigkeiten

Menschen, die sich NICHTS wünschen, werden oft mit „Kleinigkeiten“ bedacht. Unter dem Motto: „Eine Kleinigkeit musst du schon mitbringen.“ Nein, musst du nicht und sollst du auch nicht!

Kleinigkeiten sind oft Stehrümchen, d.h. sie stehen dann irgendwo herum, passen nicht zur Einrichtung und haben auch sonst keine Funktion, außer dass sie im Weg sind. Besonders fies an dem Kleinzeug ist, dass sie sich schwer entrümpeln lassen bzw. dass sie erst einmal jahrelang nerven, bevor man sie dann endgültig entfernt. Meist dann noch mit schlechtem Gewissen, denn es war ja ein Geschenk der lieben Patentante, das sie vielleicht sogar selbst angefertigt hat.

Deko-Artikel als Geschenk sind zumeist problematisch und die Wahrscheinlichkeit, dass du den Geschmack der zu Beschenkenden triffst, ist verschwindend gering.

Jahrelang lagerten Platzdeckchen in diversen Größen und Formen in meinem Schrank. Meine Tante liebte das Häkeln und sie versorgte die ganze Verwandtschaft mit ihren Werken. Sie waren objektiv gesehen wunderschön und kunstvoll gehäkelt, aber so gar nicht mein Geschmack und sie passten auch nicht in meine Wohnung. Erst nach vielen Jahren habe ich sie über die „zu-verschenken-Box“ in ein hoffentlich besseres Zuhause, wo man Häkeldeckchen schätzt, entlassen.

Wenn du jemand eine Freude machen willst, dann schenke lieber Sachen zum Verbrauchen oder schlage eine gemeinsame Aktivität vor. Es muss ja nicht gerade ein Urlaub mit den Schwiegereltern sein.

In einer Umfrage des Online-Dating-Portals Elite Partners kommen Deko Artikel als Geschenk übrigens gleich hinter dem Urlaub mit den Schwiegereltern auf Platz 5 der „10 schlimmsten Weihnachtsgeschenke„.

Traditionen überdenken

Zeitintensive Traditionen können zu Stress führen und überdies ins Geld gehen. Überlege dir daher schon jetzt, ob es nicht an der Zeit ist, neue – weniger aufwändige – Traditionen einzuführen. Diskutiere den Ablauf der Feiertage mit deiner Familie und verteile die Aufgaben.

Mache es dir lieber gemütlich bei einer guten Tasse Tee oder Kaffee.

Weihnachten kann man auch gemütlich bei Kerzenschein und einer guten Tasse Tee oder einem Glas Wein feiern oder bei einem Spieleabend mit den Kindern.

  • Du brauchst keine aufwändige Weihnachtsdekorationen
  • Du brauchst keinen Baum – zumindest keinen riesigen
Mein Christbaum – aus Holzstäbchen und Glitzerzeug – steht schon! Zugegebenermaßen hatte ich Hilfe von meiner kreativen Tochter.
  • Du brauchst kein mehrgängiges Super-Menu für das du stundenlang in der Küche stehen musst
  • Du brauchst keine Geschenke
  • Du musst auf keine Weihnachtsfeiern gehen
  • Du musst dich nicht auf Weihnachtsmärkten drängen
  • Du musst weder überzuckerten Glühwein noch Punsch trinken
  • Du musst keinen Verwandtenmarathon absolvieren
  • Du musst auch nicht die Mitternachstsmette besuchen

Selbstverständlich kannst du alle diese Sachen machen, wenn sie dir Freude bereiten, aber du musst nicht. Und was du schon gar nicht musst, ist dich schuldig zu fühlen.

Oft ist es nämlich so, dass Familienmitglieder ebenso erleichtert sind, wenn Weihnachten in einer minimalistischeren Variante begangen wird und gar nicht enttäuscht sind (so wie wir vielleicht annehmen).

Überlege einmal, woran du dich gerne erinnerst, wenn du an Weihnachten deiner Kindheit denkst? Sind es die materiellen Dinge oder doch eher die schöne harmonische Stimmung und die gemeinsam verbrachte Zeit?

Die Hippos sind gespannt, wer das Spiel wohl gewinnen wird!

Vorsicht! Konsumfalle! 6 Tipps wie du ihr entkommst!

Konsumfalle 100% off Bild mit Eule

Wenn wir über Entrümpeln und Minimalisieren reden, dann denken wir oft an das Entsorgen nicht mehr benötigter Gegenstände, und weniger an die Konsumfalle, die uns gefangen hält. Die dazu beiträgt, dass neue Dinge  hinzukommen, wenn wir doch ohnehin schon mehr als genug haben. 

Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast. Marc Aurel

Wir tun uns oft sehr schwer loszulassen, auch wenn viele Dinge bei uns nur ein kümmerliches Dasein fristen. Das Kleidungsstück passt nicht mehr, aber vielleicht gelingt in diesem Jahr die Gewichtsabnahme, so zumindest die Hoffnung. Die Schuhe stehen schon seit Jahren ungebraucht herum, aber sie waren einmal so teuer, zu schade um sie wegzuwerfen. Die Bleikristall Vase – Geschenk von Tante Inge – ist im Abstellraum gut versteckt und setzt Staub an. Aber sie war ein Geschenk, so etwas entsorgt man doch nicht. Die Liste lässt sich fast unbeschränkt fortsetzen. Und so vergeht Jahr um Jahr, und Wohnung, Keller und Dachboden werden immer verstopfter.

Aber nicht nur die Dinge, die wir bereits besitzen, sind ein Problem, auch die Dinge, die neu dazukommen, die sich irgendwie hinterrücks in unseren Haushalt „einschleichen“.

Hier sind die 7 besten Tipps, um dem Zufluss der Dinge SOFORT Einhalt zu gebieten.

1. Überlege dir den Nutzen

Was passiert, wenn du ein Ding nicht kaufst?
Hast du eventuell schon etwas im Haushalt, das du verwenden kannst?
Kannst du es dir ausborgen oder gebraucht kaufen?

2. Sei vorsichtig bei Angeboten und Konsumfallen-Schnäppchen

Die ganze Werbemaschinerie will nichts anderes, als dich dazu zu bringen, zu kaufen und mehr zu kaufen. Dafür werden Hunderte von Millionen investiert. Und es wird ganz tief in die psychologische Trickkiste gegriffen. Besonders spontane Käufe haben meistens das Potential dich zu enttäuschen. Und bedenke immer:

Am meisten sparst du, wenn du etwas gar nicht kaufst; nämlich 100%.

Künstlicher Druck wird aufgebaut: Einmaliges Angebot, nur noch bis zum x-Tag.
Alle Angebote kommen immer wieder. Ganz sicher!

Diese Werbestrategien sollen dich nur in die Konsumfalle locken.

3. Schreib eine Liste mit geplanten Anschaffungen

Lass immer ein paar Tage vergehen, bevor du die Anschaffung machst – je größer die Anschaffung ist, desto mehr Tage solltest du vergehen lassen. Oft erledigt sich der Wunsch dann von selbst. 

4. Visualisiere das zukünftige „Zuhause“ der Neuanschaffung 

Viele Dinge, die uns im Weg sind, haben kein richtiges Zuhause oder es ist schlichtweg der Platz (z.B. im schon überbordenden Kleiderschrank) nicht vorhanden.

Kaufe nur Dinge, für die du einen Platz visualisieren kannst und dieser Platz auch vorhanden ist.

5. Für neue Dinge kann ein altes Ding gehen

Du kaufst z.B. eine neue Pfanne – die alte Pfanne kann gehen!
Du brauchst nicht für alles ein backup. Mach dir keine Sorgen! Im Fall des Falles gibt es fast immer einen Plan B.

6. Wie viel Lebenszeit kostet diese Anschaffung

Ein Ding kostet nicht nur Geld, sondern vor allem deine Lebenszeit – sowohl für die Anschaffung als auch die Wartung – und nicht zu vergessen, die Entsorgung! Frag dich daher immer, ob es dir das wert ist. Für jedes Ding, das produziert wird, gehen viele Ressourcen darauf, auch für billiges Zeug.

Sei auch achtsam bei den sogenannten „Kleinigkeiten“ – denn auch „Kleinvieh macht Mist“ und kann sich zu einem großen Berg summieren.

7. Vermeide unerwünschte Geschenke

Sprich mit deinen Freundinnen und Familienmitgliedern, was an Geschenken erwünscht ist und was nicht.

Viele meinen, zumindest eine „Kleinigkeit“ muss sein, aber genau diese Kleinigkeiten stehen dann oft ungenutzt und ungeliebt herum.

Wünsche dir z.B. gemeinsame Unternehmungen. Oder etwas, das du verbrauchen kannst, wie z.B. ein gutes Getränk oder ein besonderes Lebensmittel.
Wichtig ist, darüber zu reden – und den anderen auch deine Gründe zu erklären.

Solltest du dennoch unerwünschte Geschenke bekommen, bedanke dich höflich und lass sie gleich wieder los. Lagere sie nicht endlos irgendwo in deiner Wohnung. Bei einem Geschenk ist die Geste wesentlich und du musst dich nicht schuldig fühlen, wenn du ein Geschenk hergibst oder entsorgst.

Sei auch du eine gute (Nicht)-Schenkerin, d.h. wenn jemand „nichts“ will, dann akzeptiere das bzw. schlage eine gemeinsame Unternehmung vor.

 

Mit Leichtigkeit entrümpeln – geht das? 5 Tipps

2 Hände in blauen Plastikhandschuhen mit Leichtigkeit entrümpeln

Es scheint, dass es NICHTS gibt, das man nicht mit Leichtigkeit lernen oder durchführen könnte. Und meistens auch noch in kurzer Zeit – so die Versprechungen.

  • Mehr Lebensfreude und Leichtigkeit
  • Neue Leichtigkeit
  • Hamsterrad gegen Leichtigkeit tauschen
  • Mit Leichtigkeit Essverhalten verändern
  • Lernen mit Leichtigkeit
  • Mit Leichtigkeit leisten
  • Schwanger mit Leichtigkeit
  • usw. wsf.

Leichtigkeit ist in aller Munde. Leichtigkeit ist das neue Dogma

Kann man also leicht oder mit Leichtigkeit entrümpeln? Die Antwort ist: Ja und Nein.

Ich fange mal mit „Ja“ an.

Die einfachste Variante ist folgende: Müllsack auf – Ding rein – Müllsack zu! Und ab in den Müll oder zum Recycling. Diese Dinge sind NICHT.MEHR.DEIN.PROBLEM!

Nicht viele Menschen ziehen es so durch – Leute im Zeugenschutz Programm fallen mir da spontan ein, die schleunigst ihre Identität und Unterkunft wechseln müssen.

Also „Nein“.

Entrümpeln ist emotionale und physische Schwerarbeit. Denn alles, was man entfernt, hat mit der Vergangenheit zu tun und Vergangenes loszulassen, fällt oft sehr schwer. Und dann schwebt noch die „Wohin?“ Frage drohend im Raum. Ein unbeantwortetes oder unrealistisches „Wohin“ führt unweigerlich dazu, dass Zwischenlager entstehen und die Energie, die beim Entrümpeln entstanden ist, verpufft. Das Entrümpeln wird zäh!

Wenn sich auch noch die Mitbewohner*innen mit Aussagen wie „DAS KANNST DU DOCH NICHT WEGWERFEN!?!?!?!“ einmischen, dann ist meistens Schluss mit Entrümpeln. Es wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Was kannst du dennoch tun, um Entrümpeln so einfach wie möglich für dich zu machen? Ich habe hier 6 Tipps für dich zusammengefasst.

 

1. Einen Spaziergang oder eine Wanderung machen

Das Frau macht eine Wanderung und ist auf einem Bergrücken unterwegs.Loslassen fällt viel leichter, wenn du vorher hinaus in die Natur gehst. Du verlässt die 4 Wände deiner Wohnung und damit auch deine Besitztümer. Du bist draußen und spürst Sonne und Wind und konzentrierst dich nur auf das schöne Erlebnis des Gehens. Die Dinge werden viel unwichtiger. Ob du nun eine größere Wanderung machst oder einen kleinen Spaziergang: Wichtig ist, hinaus zu gehen!

 

2. Ein Ziel setzen

Je Terminkalender mit einer Tasse Kaffeekonkreter und realistischer das Ziel ist, desto besser. Alles auf einmal geht in den wenigsten Fällen. Es ermüdet und frustriert – und am Ende gibst du vielleicht auf, ohne überhaupt richtig angefangen zu haben. Es ist besser, einen überschaubaren Bereich, wie z.B. die Socken oder die Unterwäsche zu entrümpeln. Beginne immer mit den einfachen Dingen, wo keine oder wenige Emotionen daran hängen.

 

3. Zeit einplanen

Nebenbei Armbanduhrund irgendwann funktioniert bei keinem Projekt. Am besten ist es, einen konkreten Termin zu planen, wo du ungestört arbeiten kannst. Blockiere diesen Termin in deinem Kalender. Ganz so, als ob du dich mit deiner besten Freundin zum Kaffee treffen würdest, oder du einen Termin bei deiner Therapeutin ausmachen würdest. Behandle dein Date mit deinen Dingen auch genauso!

 

4. Vorbereitung

Überlege Hund in einer Boxim Vorhinein, was du mit den aussortierten Dingen machen wirst! Sei realistisch und beantworte dir die Frage, ob du die Zeit aufwenden willst und kannst, die du z.B. fürs Verkaufen benötigen würdest.

Stelle Tüten und Boxen bereit. Und vergiss nicht auf dich selbst – bereite Getränke und einen gesunden Snack vor.

 

Bevor Frau tanzt mit Kopfhörerndu anfängst, stelle dir deine Lieblingsmusik an – am besten etwas Fetziges – einen Diskosong aus deiner Jugend vielleicht. Und nun tanze dazu. Die Bewegung zu einem beschwingten Lied zaubert ein Lächeln auf deine Lippen, macht dich locker und erleichtert dir das Loslassen.

 

5. Fokus auf das Ziel

Schalte Kameraobjektiv fokussiert auf Landschaftsdetailalle Störquellen aus. Telefone auf lautlos. PC zugeklappt. Jetzt geht es darum, zu entrümpeln und dich auf den Prozess zu konzentrieren. Wichtig ist auch, dass du nicht vom Hundertsten ins Tausendste kommst. Wenn dein Ziel ist, den Kleiderschrank auszumustern, dann beschäftige dich auch nur genau damit. Bist du damit fertig, dann erst kommt das nächste Projekt dran.

 

6. Feiere dich selbst

Für Feuerwerkjeden geschafften Teilbereich solltest du dich auch belohnen und stolz auf dich sein! Wir sind oft sehr hart und kritisch mit uns selbst. Daher ist es wichtig, sich für jeden Erfolg auch zu loben.

Was ist horror vacui

Ein leeres Regal - kein Grund für Horror Vacui

Horror vacui kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Angst vor der Leere.

Ich glaube, es war Marla Cilley in ihrem Buch „Die Magische Küchenspüle“, wo sie sagt: „GERÜMPEL KANN MAN NICHT AUFRÄUMEN!“ Ich finde, das ist einer der besten Sätze, die ich bisher zum Thema „Ordnung schaffen“ gelesen habe.

Bevor man sich an die Verschönerung macht, muss erst einmal Platz – und eine gewisse Leere – geschaffen werden!

Entrümpeln ist schwierig, emotionale und physische Schwerarbeit – und wird umso schwieriger, je zögerlicher man vorangeht. Viele Menschen wollen das Entrümpeln daher überspringen und sofort mit der neuen Ordnung beginnen. Es wird sortiert, gefaltet, gestapelt und nach Farben sortiert. Es werden neue Boxen und Ordnungssysteme angeschafft und jeder Stauraum ausgenützt.

Das funktioniert aber nur in den seltensten Fällen und schon gar nicht, wenn die Wohnung schon aus allen Nähten platzt.

Meine leere Wohnung

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich in meine jetzige Wohnung übersiedelt bin. Sie war, bis auf die Küche, das Bad und einen Einbauschrank, leer. Ein grauer Teppichboden undefinierbarer Qualität war in allen Zimmern ausgelegt. Meine Tochter, 5 Jahre alt und ihre gleichaltrige Freundin sind in die Wohnung gestürmt und von Zimmer zu Zimmer gelaufen und haben gar nicht mehr aufgehört, in rasendem Tempo hin- und her zu rennen und auf dem Teppichboden herumzukugeln.

Da ist mir kurz der Gedanke gekommen: Wie schön und entspannend wäre es, ohne Möbel zu leben. Oder zumindest nur mit den allernotwendigsten Möbelstücken in einfacher Qualität. Der Gedanke kam und ging – denn natürlich hatte ich mich schon mit der Einrichtung beschäftigt und Möbel bestellt. Der Teppichboden wurde durch Parkett ersetzt und es kamen Lampen, Vorhänge und Hausrat. Fülle statt Leere.

Woher kommen diese ganzen Dinge

Sind viele Wohnungen deshalb so voll, weil wir – vielleicht unbewusst – an horror vacui – der Angst vor der Leere – leiden? Jeder Schrank, jede Schublade und jedes Regal wird gefüllt. Es scheint so, als ob leere Flächen magisch Dinge anziehen. Und das gilt nicht nur für physische Sachen, sondern auch für digitale Daten und unsere Termine. Auch unsere Mailboxen, Webspaces und Terminkalender füllen sich beständig, sodass kaum mehr Freiraum vorhanden ist.

Mehr und mehr

Kauf mich! Nimm mich mit! Mit mir bekommst du Freiheit, Anerkennung und du gehörst dazu, suggeriert uns die Werbung Tag für Tag. Und so kaufen wir Glück, Freundschaft, Liebe, Harmonie, Fitness, ja sogar die ewige Jugend und die Fähigkeit zu fliegen bekommen wir noch obendrauf.

Über die Jahre hinweg sammelt sich so mehr und mehr an. Stört ja nicht, hat im Schrank Platz, im Keller, am Dachboden. Bis die Wohnung aus allen Nähten platzt und der Ruf nach mehr Stauraum laut wird. Selfstorage Unternehmen boomen. Die Dinge warten auf den Tag Irgendwann.

Wer sind wir ohne Dinge

Existieren wir auch ohne Dinge? Wer sind wir ohne sie? Haben wir eine Vergangenheit auch ohne Erinnerungsgegenstände? Das sind Fragen, die sich beim Entrümpeln stellen.
Wenn ich alle Urlaubsfotos lösche, existieren diese Urlaube noch oder sind sie mit alt+delete dann auch für immer weg?
Wenn ich alle Bücher entsorge, bin ich dann noch die gebildete Leserin?

Leere zulassen

Hab keine Angst vor der physischen Leere! Schaffe Leere und trenne dich von Dingen und Verhaltensweisen, die nicht mehr hilfreich sind. Die Leere ist die Voraussetzung dafür, etwas Neues zu schaffen.

Entrümpeln ist nicht Selbstzweck, sondern das Vehikel zu einem erfüllten Leben, wo wir die Herrinnen der Dinge sind und nicht umgekehrt.

Experimentiere mit der Leere. Wie fühlt es sich an, wenn du einmal alle Dekorations-Gegenstände wegräumst oder alle Bilder von den Wänden eines Zimmers nimmst? Lasse immer etwas Leere in deinen Räumen zu – ein Stück leeres Regal oder eine leere Schublade.

So kann dein Freiraum wachsen.

 

 

 

 

 

Warum ich Entrümpeln liebe

Uli Pauer am Strand: Warum ich entrümpeln liebe

Wie viele Dinge gibt es doch, derer ich nicht bedarf

Leider befinden sich viele dieser Dinge in unseren Wohnungen! Im Gegensatz zu Sokrates leben wir außerdem in einer Zeit, wo jedes Produkt immer nur einen Mausklick von uns entfernt ist. Wenn sich nun schon Sokrates über das Übermaß der Dinge beklagt hat – wie wir wissen, gab es zu seiner Zeit weder Einkaufszentren noch Onlineshops – was sollen wir dazu sagen?

Ich habe lange hin und her überlegt, was ich beim Entrümpeln am meisten liebe. Und mir die Frage gestellt: Liebe ich die Ergebnisse des Entrümpelns oder liebe ich (auch) die Tätigkeit selbst?

Wie wir leben

Stell dir mal einen überfüllten Schreibtisch vor, mehrere hohe Papierstapel drohen jeden Augenblick in sich zusammenzubrechen. Stifte liegen kreuz und quer verstreut, Unmengen von post-its kleben auf jeder freien Fläche, ungeöffnete Briefe und Postwurfsendungen sind überall verstreut. Computer, Maus, Telefon, Handy inklusive Kabelsalat frequentieren die letzten leeren Flächen. Vielleicht sind am äußersten Rand auch noch Bilder von deiner Familie, Zeichnungen deiner Kinder, Kaffeebecher und leere Verpackungen zu sehen. Ja, manches hat gar nicht mehr Platz am Schreibtisch und ist schon eine Etage tiefer gesunken und am Boden gelandet.

Und nun stell dir z.B. mal das Oval Office vor, den Arbeitsplatz der amerikanischen Präsidenten. Sitzt er dort und wühlt verzweifelt in Bergen von Zetteln? Stolpert er über Kabel, die quer durch sein Büro verlaufen? Und wenn er jemand empfängt, muss er dann erst die Akten von den Besucherstühlen wegräumen? Die Antwort ist nein.

Uli Pauer steht neben der Wachsfigur von Barak Obama. Es ist das Oval Office nachgebildet. Madame Tussaud's in Wien.
Die Aufräumexpertin Uli Pauer im Weißen Haus (ähm – bei Madame Tussaud’s)

Schließe die Augen und gehe in Gedanken in einen vollgestopften Raum. Und dann verlässt du das Chaos und läufst in ein aufgeräumtes Zimmer, wo genug Platz ist und wo alles an seinem Zuhause ist. Merkst du den Unterschied? Ich wette, nur der Gedanke daran, verändert deinen Atem und deinen Puls.

Genau deshalb liebe ich das Entrümpeln. Weil wir einen Zustand herstellen, der eine Wohltat für die Augen ist und der uns aufatmen lässt. Weil wir einen neuen Raum schaffen, der Klarheit und Kraft ausstrahlt. Im Feng Shui würde man sagen, hier fließt das Chi.

Was wir brauchen

Im Grunde genommen wissen wir es schon längst:

  • wir brauchen das meiste Zeug nicht
  • es steht nur unnötig im Weg herum
  • breitet sich auf Oberflächen und in Schränken aus
  • wächst immer weiter, bis auch Keller und Dachboden vollgestopft sind
  • zieht Staub magnetisch an
  • erschwert das Putzen
  • und wenn wir denn mal was brauchen, dann finden wir es nicht

Es liegt also auf der Hand, alles spricht für das Entrümpeln!

Mehrere alte Tasten- und Wählscheibentelefone stehen auf einem Möbelstück mit Laden außerhalb eines Aniquitätengeschäfts in New York City.
Dinge, die in der Vergangenheit wichtig waren

Warum fällt es dennoch so schwer, damit zu beginnen? Die Tätigkeit selbst ist einfach. Alles was du brauchst, sind Müllsäcke oder Umzugskartons und eventuell einen Mann fürs Grobe (der auch eine Frau sein kann). Zugegebenermaßen, manchmal ist vielleicht ein Container nötig.

Warum trennen wir uns also nicht? Ein Ende mit Schrecken ist doch besser als ein Schrecken ohne Ende, oder nicht?

Die Schuldfrage

Die Dinge, die wir besitzen – oder besitzen sie etwa uns? – haben sich in unserem Leben und unseren Wohnungen festgekrallt. Und es scheint so, als ob sie uns genau in dem Moment, wo wir sie loswerden wollen, ein schlechtes Gewissen einreden.

  • Ich war so teuer
  • Du wolltest dich doch mit mir beschäftigen
  • Ich war ein Geschenk deiner lieben Patentante
  • Du könntest mich noch einmal brauchen (das hat schon fast etwas von einer Drohung an sich)
  • Ich bin doch noch gut
  • Du kannst mich doch nicht einfach wegwerfen
  • Und wenn du mich wegwirfst, dann nehme ich alle Erinnerungen mit
  • Du musst mir zumindest ein anderes Zuhause suchen
  • Mich mag keiner mehr und daher habe ich ein lebenslanges Bleiberecht
  • und so weiter und so fort …
In der Wiener Schatzkammer - das Prunkstück des Museums ist die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
Die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation – ein Schatz

Daher versuchst du vielleicht schon lange, neue Besitzer*innen für deine Dinge zu finden. Das ist manchmal ganz schön schwer. Du willst dich zwar trennen, aber ab in den Müll geht gar nicht. Wegen der Umwelt und weil andere könnten das Ding doch noch brauchen. Das stimmt – allerdings solltest du dir diese Gedanken machen, wenn du im Geschäft stehst oder wenn du im Begriff bist, den „jetzt zahlungspflichtig bestellen“ Button zu drücken. Denn nur dann kannst du beeinflussen, was produziert wird.

Und seien wir uns mal ehrlich, auch wenn du Dinge verschenkst, spendest oder verkaufst – du hast zu keinem Zeitpunkt die Garantie, dass dieses Ding nicht dennoch postwendend im Müll landet. Du hast nur die Verantwortung dafür abgegeben.

Wie kommen wir nur weg von hier …. Haben Sie eine Idee, Mr. Spock?
Tja, Ideen habe ich schon. Aber mit der Durchführung hapert es im Moment.

Am liebsten würden wir manchmal sagen: Beam me up, Scotty, there’s no intelligent life down here! Einfach nur weg von diesem ganzen Zeugs!

Die Kunst des Entrümpelns

Das Problem mit dem Entrümpeln ist nicht das Entrümpeln selbst. In der einfachsten Variante geht es so: Müllsack auf, Ding rein, Müllsack zu. Alles weitere ist dann ein Problem der Müllabfuhr und nicht mehr unseres. Case closed! 

Dennoch bleiben viele Wohnungen überfüllt und verstopft – und das über Jahrzehnte hinweg und oft sogar über das eigene Leben hinaus. Einmal gekauft und nie wieder losgeworden.

Ein junger Mann mit rot-weiß gestreiftem Bademantel liegt auf einem Sofa. 60er Jahre Stil.
Der Mann darf bleiben – alles andere muss gehen

Wie kannst du aber nun effektiv entrümpeln und dabei auch noch Spaß haben, ja in einen Zustand kommen, wo du gar nicht mehr aufhören willst, zu entrümpeln?

Die Entscheidung

Urlaub am Meer oder in den Bergen? Im Hotel A oder Hotel B? Die warme Jacke einpacken oder nicht? Den Job kündigen oder bleiben? Produkt Y oder Z kaufen? Den Zug oder das eigene Auto nehmen? Ding X wegwerfen oder behalten? Alles hat seine Vor- und Nachteile. Alles hat seinen Preis. Und irgendetwas könnte immer irgendwann eintreten und die gut durchdachte Entscheidung zu einer fatalen Fehlentscheidung machen.

Wenn du dich für A entscheidest kannst du nicht gleichzeitig B haben. Im Englischen gibt es dafür die treffende Redewendung: You can’t have your cake and eat it too! Du kannst ein Ding nicht gleichzeitig besitzen und wegwerfen!

Ein Stück Schokotorte.
You can’t have your cake and eat it too!

Das Ende aller Dinge

Entrümpeln ist emotionale Schwerarbeit. Denn du gestehst dir ein, dass

  • du dieses Puzzle nicht zu Ende bringen wirst – ein anderes vielleicht, aber dieses nie mehr
  • dir diese Hose aller Voraussicht nach nicht mehr passen wird – und du sie nie mehr tragen wirst
  • dir das Mountainbiken doch nicht so zusagt, wie du gedacht hast und du mit diesem Rad nie fahren wirst
  • du diese Bücher nie mehr lesen wirst
  • du mit diesen ausgeschnittenen Rezepten niemals einen Rezepte-Ordner gestalten wirst
  • der teure Kaschmirmantel ein Fehlkauf war und du ihn niemals tragen wirst

Irgendwann? Nein, an diesem Punkt sprichst du es aus, es ist NIE! Zumindest nicht mit diesen Dingen.

Aussortierte Bücher
Aussortierte Bücher

We’re flying oder warum ich Entrümpeln liebe

Was liebe ich nun am Entrümpeln? Ich liebe genau den Punkt, an dem das Loslassen stattfindet. An dem die Zweifel und Ängste verschwinden. Wo Glaubenssätze purzeln und du dich mit voller Energie und Freude der Umsetzung widmest. Just do it! In großem Stil! Ohne bei jedem einzelnen Buch oder T-Shirt gleich wieder zu verzweifeln. Wenn du weißt: It’s smooth sailing from here on in! Du bist am richtigen Weg!

Ein Flugzeug der Austrian Airlines steht am Rollfeld des Flughafens von Funchal in Madeira.
Das Flugzeug steht bereit

Um es mit einem Bild auszudrücken: Du sitzt im Flieger. Das Flugzeug fährt zuerst noch langsam auf der Rollbahn. Vom Tower kommt das Signal für den Start. Cabin Crew prepare for departure. Du weißt, es geht los, die Reise beginnt und du bist definitiv dabei. Die Kraft der Motoren und die Geschwindigkeit drückt dich in den Sitz. Und dann kommt der Zeitpunkt, wo das Flugzeug den Point of no Return erreicht – du bist in der Luft, du fliegst. It’s smooth sailing from here on in!

Let it flow

Ja, dann bist du im Flow und das ist unglaublich schön. Viel viel schöner, als hin und wieder zögerlich ein Ding nach langem hin und her zu entsorgen oder die Socken farblich zu sortieren. An diesem Punkt hast du die Kraft und die Klarheit, dich von den Dingen, die dir keine Unterstützung mehr sind, zu lösen. Und es geht ganz leicht, denn an diesem Punkt fühlst du dich stark und du schaffst dir dein neues Zuhause. Du lässt die Teile der Vergangenheit los, um Platz für die Zukunft zu machen. Du fühlst dich frei und du bist es auch.

Genau das ist der Grund, warum ich Entrümpeln liebe und warum ich Menschen beim Entrümpeln begleiten will.

Ein Schiff fährt auf der Donau. Ausblick von der Reichsbrücke in Wien in Richtung Nussdorf.
Im Fluss

Belastende Geschenke

Ostertisch Geschenke

Ich kann mich noch an Ostern erinnern, als wir Kinder im Osternest nur gefärbte Eier und ein paar Süßigkeiten vorgefunden haben. Andere Geschenke, wie Spielzeug, Kleidung oder Sportgeräte gab es nicht. Geschenke für Erwachsene waren auch nicht vorgesehen. Daher bestand auch wenig Bedarf, Geschäfte oder Onlinestores (wir hatten den Quelle-Katalog 😉) zu stürmen. Oder sich großartig Gedanken darüber zu machen, was wir dieses Jahr schenken sollen.

In unserer Konsumgesellschaft hat sich das grundlegend geändert. Ostern hat sich mehr und mehr zum „kleinen Weihnachten“ entwickelt. Viele Kinder (und auch Erwachsene) erwarten und bekommen deutlich mehr als nur Süßigkeiten. Und es sind zusätzliche Schenktage, wie z.B. der Valentinstag, hinzugekommen, die auch massiv beworben werden. Ja, es scheint so, dass wir niemand mehr besuchen wollen, ohne zumindest „eine Kleinigkeit“ mitzubringen.

Und die Kehrseite davon?

  • Einkaufsstress
  • Überfüllte (Kinder)zimmer
  • Leere Konten
  • Überhöhte Erwartungen
  • Enttäuschung, wenn das richtige Geschenk nicht dabei war …
  • Weniger Zeit für Familie und Freunde
  • Das Fest ist da – und wir sind müde und gereizt und es ist gar nicht so perfekt, wie es uns die Werbung vorgaukelt

Warum schreibe ich darüber? Weil ich als Aufräumcoach die Erfahrung gemacht habe, dass viele ungeliebte Dinge in Form von Geschenken in unser Leben getreten sind. Und bei Geschenken ist es oft besonders schwierig, diese loszulassen, weil wir unbewusst den Schenker oder die Schenkerin mit dem physischen Ding assoziieren. Ein Geschenk postwendend zu entsorgen erscheint uns als Affront gegenüber dieser Person, die sicherlich Mühe und Geld investiert hat, um uns eine Freude zu bereiten. Wir kommen uns undankbar vor.

Manchmal können sogar Schuldgefühle auftreten:

Ich kann doch nicht die Kristallvase, die mir meine Tante geschenkt hat, verkaufen, verschenken oder wegwerfen! Was, wenn sie bei ihrem nächsten Besuch erwartet, die Vase auf dem Wohnzimmertisch zu sehen?
Oder: Ich stehe nun in der „Schuld“ – und muss meinerseits ein Geschenk besorgen.

Wie kannst du das ändern?

Indem du anfängst, mit deinen Liebsten darüber zu reden, sie sanft in die gewünschte Richtung lenkst und ihnen auch konkrete Vorschläge machst. Du wirst erstaunt sein, wie positiv die meisten Familienmitglieder und Freunde das aufnehmen werden. Denn du ersparst auch ihnen viel Zeit und Energie, die sie aufwenden müssen, um das „richtige“ Geschenk zu besorgen.

In etwa so:

Vielen Dank für die großzügigen Geschenke, die du uns immer machst. Wir möchten künftig Ostern (oder Weihnachten, Geburtstage, etc.) einfacher feiern und würden uns z.B. über gemeinsame Unternehmungen (hier die eigenen Ideen einbringen) freuen.

Oder: Deine Enkeltochter spart gerade für ein … und würde sich sehr über einen finanziellen Beitrag freuen.

Oder: Wir haben für unser Kind ein Sparbuch angelegt, sodass er/sie einen guten finanziellen Start ins Erwachsenenalter haben wird.

Oder: Die ganze Familie legt zusammen für ein größeres und benötigtes Projekt.

Es geht hier auch gar nicht um eine 100% Lösung und Geschenke total abzulehnen oder zu verbieten. Es geht darum, hilfreiche Alternativen zu finden – und diese schon frühzeitig zu kommunizieren. Ein paar Tage vor einem Fest ist der sprichwörtliche Zug schon abgefahren.

In Familien mit kleineren Kindern kann man auch schon rechtzeitig anfangen, Rituale und Unternehmungen zu etablieren. Anstelle: Was wünscht du dir? Was machen wir gemeinsam als Familie? Sodass ein gelungenes Fest nicht an der Anzahl der Geschenke festgemacht wird und ob die „richtigen“ dabei waren, sondern an der gemeinsam verbrachten Zeit und Unternehmungen. Mit weniger Einkaufsstress haben wir für diese schönen Dinge auch wieder mehr Zeit und Energie.

Wenn wir als Erwachsene jetzt an unsere Kindheit zurückdenken, woran erinnern wir uns am besten? An Dinge – oder an Erlebnisse?

Warum Minimalisieren? 5 schlagkräftige Gründe

Warum minimalisieren Less Mess

Warum du auf jeden Fall Minimalisieren solltest

Es gibt viele Gründe, warum Minimalisieren eine gute Idee ist. Die wichtigsten habe ich hier aufgelistet:

  • es macht dich glücklich
  • es befreit dich von unnötigem Ballast
  • es gibt dir mehr Zeit für die Dinge, die du gerne machst
  • es schont deine Geldbörse (denn dein Konsumverhalten ändert sich mit)
  • es schont die Umwelt (du siehst, dass du viele Dinge gar nicht brauchst)

Deine Lebenszeit ist viel wichtiger, als sie mit überflüssigen Dingen zu verschwenden!

Was ist Minimalismus? Liebe zu dir selbst!

Was ist Minimalismus? Harmony

Was ist Minimalismus nicht?

Minimalismus bedeutet nicht, dass du in Zukunft nur mit 100 Dingen auskommen musst.
Du musst auch nicht dein Bett entsorgen und am Boden schlafen.
Und es ist auch völlig in Ordnung, ein 12teiliges Speiseservice zu besitzen, auch wenn du alleine lebst. Selbst Deko ist erlaubt!

Denn was alleine zählt, ist dein individuelles Wohlbefinden in deinen 4 Wänden. Und dieses kann durch zu viele Dinge empfindlich gestört sein, weil sie deine Wohnung im wahrsten Sinne des Wortes verstopfen. Sie dir im Weg sind. Du darüber stolperst. Aber im entscheidenden Augenblick nicht findest was du brauchst.

Was ist Minimalismus?

Minimalismus ist immer eine sehr individuelle Entscheidung für einen für dich passenden Lebensstil mit genau den Dingen, die dir dienen sollen und nicht umgekehrt.

Was Minimalismus immer mit sich bringt: Dein Leben wird leichter. Dinge, die dich belasten, werden losgelassen. Du bekommst mehr Klarheit und Überblick. Sachen, die du behältst, haben einen Nutzen für dich. Nutzen in dem Sinn, dass du sie brauchst und verwendest, wie z.B. einen Kochtopf oder dass sie dir einfach gefallen und Freude bereiten, wie z.B. ein schönes Bild an der Wand.

Und das wichtigste: Minimalismus bedeutet mehr Zeit für dich und die Tätigkeiten, die dir wirklich Spaß machen.

Wandern statt Staubwischen, um nur ein Beispiel zu nennen. Wenn die Flächen frei sind, ist das Putzen rasch erledigt – und in der Zeit, in der du zig Deko Gegenstände abstauben oder den Boden frei räumen musst, um zu wischen, kannst du es dir bereits mit deiner Lieblingstätigkeit gemütlich machen.

Es zahlt sich also immer aus zu minimalisieren oder zu optimieren.

PS.: Wenn du Unterstützung beim Entrümpeln brauchst, dann wende dich gerne an mich.