Die Geburtstagsparty

Gott: Gleich, Maria! Musst du mich immer unterbrechen, wenn ich mir EINMAL in Ruhe ein Spiel anschauen will? Was bist du auch jedes Mal so gestresst?

Maria: Ich bin gestresst, weil ihr beiden Faulsäcke es euch bequem macht, während ich hier alleine schuften muss! Für DEINEN Geburtstag, Jesus! DEINE Feier!

Jesus: Jedes Jahr das gleiche Drama! Wann begreifst du es endlich, Mama: Ich will keine langweilige Familienfeier! Ich will sowieso lieber zu Luzifers Party gehen.

Gott, donnernd: Kommt nicht in Frage! Die Engels sind kein Umgang für dich! … Abseits! Scheiß Schiri, was soll denn das jetzt!?!?

Maria zu Jesus: Hilf mir wenigstens meine 47.972.841 Anfragen und Fürbitten abzuarbeiten, die aus einem unerfindlichen Grund immer in MEINEM Postfach landen, obwohl sie dich und deinen Vater betreffen. Meine Cloud ist voll und ständig bekomme ich Nachrichten, mehr Speicherplatz zu kaufen.

Jesus: DELETE ALL – wie oft habe ich dir das schon gesagt, Mama. Lösch einfach alles; ist doch sowieso nur Spam!

Gott: Haben wir noch ein Bier im Kühlschrank? Und ein kleiner Snack wäre auch nicht schlecht.

Maria: Mir reicht’s jetzt langsam!
Wie war das damals, als ich hochschwanger von Nazareth nach Betlehem trampen musste – zu Fuß?
Wegen einer bescheuerten Prophezeiung!
Von wegen Geburt in Bethlehem!
150 Kilometer!
Da hat mir auch niemand einen Snack auf einem Silbertablett serviert!
Und dann noch ein stinkender Stall als Unterkunft!

Gott: Ich habe dich doch reichlich entlohnt! Oder ist etwa Königin des Himmels, der Heiligen, der Märtyrer, der Apostel, des Friedens und der Engel nichts?

Jesus rollt die Augen und einen Joint.

Maria: Hättest du mir wenigstens Gabriella zur Seite gestellt, aber es musste ja dieser alte Kaker Josef sein. Zu nichts zu gebrauchen. Hat das ganze Gold in Ägypten verzockt. Und ich musste mein irdisches Leben mit ihm in diesem Kaff verbringen. Ich war de facto ALLEINERZIEHEND, denn der feine Herr Allmächtig war überall zugange, nur nicht in Nazareth.

Gott: Ich habe dir – und nur dir – ein göttliches Kind geschenkt. Was ist jetzt mit dem Snack?

Jesus: Ich werde auch langsam hungrig, Mama.

Maria: Göttlich, dass ich nicht lache. Er war aufsässig, frech und faul seit er das erste Wort gesprochen hat. Hat sich herumgetrieben und haarsträubende Geschichten erzählt. Ich war das Gespött der ganzen Nachbarschaft. Das Kind hätte eine Vaterfigur gebraucht. Aber DU warst ja abwesend!

Gott: Du hattest doch Josef!

Maria: Hörst du mir überhaupt zu? Josef war zu nichts zu gebrauchen. Ich habe dir doch mindestens 100.000-mal gesagt, dass ich Gabriella wollte. Gabriella und nicht Josef! Was ist daran so schwer zu verstehen?

Gott: Ich will nichts mehr hören von diesem nutzlosen Engel-Clan.

Maria: Ach ja, wer hat denn Luzifer – ENGEL – in die Wüste zum Rave geschickt, bei dem auch Jesus war? Seitdem wurde alles nur noch viel schlimmer. Und der allmächtige Allerbarmer – DU – was hast DU gemacht? Mal wieder nichts.

Jesus: Ich weiß gar nicht, warum ihr immer so auf Luzifer herumhackt. Er veranstaltet die heißesten und angesagtesten Partys. Und hier bei uns kommen schon seit 2025 Jahren immer dieselben langweiligen Gäste. Öder geht’s wohl nicht! Dabei ist es MEIN Geburtstag!
Oma und Opa machen einen auf Althippie, das wird von Jahr zu Jahr peinlicher.
Und Josef: wenn ich noch einmal hören muss, welche Dachstühle er in Nazareth gebaut hat, ich glaub’, dann werf’ ich mich ins ewige Feuer.
Und am allerschlimmsten: Onkel Ruach, der ist jedes Mal so betrunken, dass er nur noch unzusammenhängende Wortfetzen säuselt! Kann er nicht wenigstens EINMAL zu meinem Geburtstag im Rehab Center bleiben?

Es klopft an der Tür. Draußen steht Gabriella Engel mit einer schicken Lockenfrisur und top gestylt in einem engen schwarzen Hosenanzug und hochhackigen Schuhen.

Gabriella: Bist du bereit, Mary? Die Limo wartet schon! Vienna here we come!

Maria wirft die Schürze auf den Boden.

Maria: Mir reicht’s endgültig! Ich verlasse dich! Hoffentlich findest du jemanden, der deine … göttlichen … Qualitäten zu schätzen weiß.

Aus dem Fernseher ertönt lauter Jubel und ohrenbetäubendes Geschrei: Toooooor!

Gott und Jesus starren Maria fassungslos an, die mit Gabriella die himmlische Küche verlässt.

Maria!!!
Mama!!!
Du kannst doch nicht …

Ruach torkelt durch die offene Tür.

Ruach: Nunc est bibendum! Wo ist der Spiritus, ähm, Schnaps?

Im Backrohr verbrennen die Vanillekipferl und in der Ferne hört man das Martinshorn der himmlischen Feuerwehr.


Gabriella Engel

Maria Immaculata

Ihr wurde entzogen:


Für alle anderen Frauen: Ihr seid Sünderinnen. Beeinträchtigt. Selbst eine Geburt befleckt euch!

Was ich bis zum 31.3.2024 tun und erleben will

  1. In die Therme Wien fahren und mir mindestens zwei luxuriöse Wellnesstage im Sauna-Bereich gönnen
    Am 9. Februar war es so weit – ich habe einen fantastischen Tag in der Therme Wien im Saunabereich verbracht.
  2. Zum Friseur gehen
  3. Professionelle Fotos von mir machen lassen
  4. Hieronymus Bosch und dem Weltgerichtstriptychon in der Wiener Akademie der bildenden Künste einen Besuch abstatten
  5. Mindestens zwei kulturelle Veranstaltungen besuchen
    Am 14. Februar war ich im Radiokulturhaus und habe mir das Ensemble „Klakradl“ aus Kärnten angeschaut.
  6. Jede Woche einen zuckerreduzierten Kuchen backen 1
    • KW 01: Schweizer Rüblikuchen (Kochbuch: 500 Kuchen)
    • KW 02: Orangenkuchen
    • KW 03: Topfen-Mandelkuchen (Kochbuch: Feine österreichische Mehlspeisen)
    • KW 04: Linzertorte
    • KW 05: Die Backstube ist geschlossen
    • KW 06: Die Backstube ist geschlossen
    • KW 07: Die Backstube ist geschlossen
    • KW 08: Die Backstube ist geschlossen
    • KW 09: Die Backstube ist geschlossen
    • KW 10: Marmorgugelhupf
    • KW 11: Challah
    • KW 12: Linzertorte und Hamantaschen
    • KW 13: Topfen-Mandel-Kuchen (Kochbuch: Feine österreichische Mehlspeisen)
  7. Aus den Beeren, die noch im Tiefkühlschrank sind, Marmelade machen
  8. Ein befreundetes Ehepaar zum Abendessen einladen
    • 11.01. K&J
    • 20.01. S&D
  9. Meine Mama im Seniorenheim besuchen
    • Montag, 15.01.
    • Donnerstag, 15.02.
    • Donnerstag, 14.03.
  10. Mit einer Freundin einen Spaziergang im Wienerwald oder in der Lobau unternehmen
  11. Das Wien-Museum am Karlsplatz besuchen
  12. Das Literaturmuseum in der Johannesgasse besuchen
    • 12.3. Für den 12-von-12-Artikel im März war ich im Literaturmuseum
  13. erledigt! Die Deix-Ausstellung in der Galerie Ostlicht besuchen
    • 4.1. Galerie Ostlicht in der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik in Favoriten
  14. Eine Messe nach dem alten römischen Ritus in Latein besuchen (laut Beschreibung wird sie wegen ihrer tiefen mystischen Spiritualität geliebt; und ich liebe Zeitreisen)
  15. Mit Romy ins Café Gutruf gehen
    • Ins Gutruf sind wir zwar nicht gegangen, aber ich habe Romy zweimal in Wolkersdorf besucht. Beim ersten Besuch habe ich Jesus getroffen. Ein Bild, das auch meine Großmutter in ihrem Schlafzimmer hatte, stand beim Eingang zu einem Flohmarkt. Dieses Motiv hat mich zum Text „Der Jesus von Wolkersdorf“ inspiriert.
    • Der zweite Besuch war bei Romys Geburtstagsparty am 24. März.
  16. Jeden Monat einen 12-von-12-Artikel schreiben
  17. Jede Woche einen Newsletter schreiben
    • KW 01: 07.01. Elvis lebt
    • KW 02: 14.01. Mehr als du dir vorstellst
    • KW 03: 21.01. Der tiefgefrorene Professor
    • KW 04: 28.01. Meine Reise zurück ins Kinderzimmer
    • KW 05: 04.02. Der Klamotten-aufheben-Irrtum Nr. 1
    • KW 06: 11.02. 365 Tage Urlaubsfeeling im Jahr
    • KW 07: 18.02. Die Sündenbefreiung
    • KW 08: 25.02. Die drei Buchstaben des Erfolgs
    • KW 09: 03.03. Der Jesus von Wolkersdorf
    • KW 10: 10.03. Positive Auswirkungen des Loslassens
    • KW 11: 17.03. Flammeninferno in Luxusvilla
    • KW 12: 24.03. Die Ausmist-Apokalypse
    • KW 13: 31.03. Die wundersame Wiedererscheinung der Lava-Lampe
  18. Jeden Monat einen Monatsrückblick schreiben
  19. Bei #reflectandlearn mitmachen
    • KW 01: erledigt
    • KW 02: erledigt
    • KW 03: erledigt
    • KW 04: erledigt
  20. Meine uralte Brille durch eine neue ersetzen
    • Ich war bei der Augenärztin – neue Brille habe ich noch keine
  21. Zwei Landeshauptstädte besuchen
  22. Zur nachträglichen Pensionsfeier in die Gastwirtschaft Renner gehen und einen Tafelspitz essen
    Bei der Pensionsfeier bin ich zwei Irrtümern aufgesessen.
    Irrtum 1: Ich dachte, es handle sich um eine Veranstaltung exklusiv für diejenigen, die im Jahr 2023 in Pension gegangen sind – das wären fünf Personen gewesen. Stattdessen war eine Feier für alle Jubilare, d.h. für alle, die 10, 25 oder 35 Jahre in der Firma arbeiten und für die Pensionierten angesagt. D.h. wir waren eine Gruppe von über 50 Personen.
    Irrtum 2: Ich dachte, wir könnten à la carte bestellen (Tafelspitz!), stattdessen gab es ein Buffet.
    Die Feier war dennoch sehr schön und stimmungsvoll und ich habe mich gefreut, wieder ehemalige Kolleginnen und Kollegen zu treffen.
  23. NEU: Den Plachutta-Gutschein, den ich als Geschenk bei der Pensionsfeier bekommen habe, „veressen“. Der nächste Tafelspitz-Versuch! 🙂
  24. Einen neuen Wanderweg finden
  25. Täglich durchschnittlich 7.000 Schritte gehen
    • Januar: 7.562
    • Februar: 7.686
    • März: 6.772
    • Quartalsdurchschnitt: 7.340
  26. Die Friederike Mayröcker CD nochmals anhören
  27. Drei neue Wohngespräche veröffentlichen
  28. Bei der Blogdekade im Februar 10 bestehende Expertinnen-Artikel optimieren

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Meine Philosophie

Mit meinen Texten (Newsletter, Posts auf Social Media oder die Aufgaben bei der 30-Tage-Challenge) möchte ich das Ausmisten und Ordnung schaffen aus der Grau-Zone des Langweiligen, Mühsamen und Öden herausführen. Denn mit Humor und einem Lächeln auf dem Gesicht entrümpelt es sich einfach besser.

Uli Pauer – Ausmist-Expertin aus Wien

Für ein Leben ohne Ballast

Du möchtest sofort mit dem Ausmisten loslegen? Hol dir schon mal das „121-Dinge“-PDF (um 0€}. In diesem Workbook gibt’s nicht nur 121 Dinge (sortiert nach Räumen und Kategorien), von denen du dich sofort trennen kannst (wer braucht schon abgelaufene Garantien und Kabeln ohne dazugehöriges Gerät?), sondern auch eine Kurzanleitung, wie du am besten damit beginnst. Alles, was du ausgemustert hast, kannst du auf der Liste abhaken – und dir so deine extra Motivation holen!

Fahrt mit der U4 nach Heiligenstadt
  1. Zuckerreduziert bedeutet bei meinen Backwerken, dass ich immer nur maximal 50% der angegebenen Zuckermenge verwende. Ich backe schon seit Jahren so und die Reduktion des Zuckers hat meiner Erfahrung nach überhaupt keine negativen Auswirkungen auf einen Kuchen, eine Torte oder Kekse. ↩︎