3 Tipps um unwillige Partner vom Ausmisten zu überzeugen

Beim Entrümpeln der Wohnung stellen unwillige Partner (die männliche Form habe ich bewusst gewählt) oft ein großes Problem dar. Nicht nur sind sie von Natur aus unordentlicher und sehen die Unordnung nicht, sie sind auch schwer zu bewegen, ihre Sachen wegzuräumen oder zu entsorgen. Sie brauchen angeblich ALLES und NICHTS ist überflüssig.

Und wäre das nicht schlimm genug, oft torpedieren sie auch noch die Bemühungen ihrer Partnerinnen nach Ordnung, indem sie z.B. schmutzige Wäsche herumliegen lassen, Geschirr mit Essenresten nicht sofort in den Geschirrspüler stellen oder mit dreckigen Schuhen über den frisch gewischten Boden latschen. Mit meinen 3 Tipps gibt es jetzt Abhilfe!

Wichtig: Arbeite dich von Tipp 1 bis Tipp 3 vor und wenn gar nichts hilft, habe ich selbstverständlich auch noch einen Bonus-Tipp für dich!

Tipp 1: Drohung

Welche Drohung bei deinem Mann am besten wirkt, weißt sicher DU am besten. Ich gebe dir hier gerne ein paar Beispiele.

Wenn du deinen Schrank nicht ausmistest und die verbleibenden Kleidungsstücke wie Marie Kondo faltest, dann gibt es bis zur Erledigung dieser Tätigkeiten kein Abendessen mehr. 

Wenn du dein Werkzeug nicht um mindestens 50% reduzierst, dann bist du aus dem Schlafzimmer verbannt und musst auf dem Sofa übernachten.

Neueste Forschungen haben ergeben, dass Männer von ihren Verhaltensmustern her renitenten Teenagern gleichen; manche sind auch im trotzigen Kleinkind-Alter stecken geblieben. D.h. wenn du eine Änderung erreichen willst, musst du auch wirklich konsequent vorgehen. Leere Drohungen bringen daher absolut nichts, sondern machen die Sache nur noch schlimmer.

Tipp 2: Selbst ist die Frau

Sollten deine Drohungen trotz konsequenter Umsetzung nicht gewirkt haben, dann ist es an der Zeit, selbst Hand anzulegen. Wirf die Sachen, die IHM gehören und die dich schon so lange nerven, einfach weg

Für Kleinzeug brauchst du dazu nur einige große schwarze Säcke, die du in jedem Baumarkt bekommst. Sind größere Gegenstände dabei, empfehle ich dir, einen Container zu bestellen. Je nachdem, wie viel Geld du ausgeben möchtest, kannst du für diese Arbeit entweder ein paar Studenten oder ein professionelles Entrümpelungs-Team engagieren.

Wichtig: Gib ausschließlich SEIN Geld aus! Schließlich hat ja ER das Problem verursacht.

PS in eigener Sache: Meine Verschwindibus-Crew steht dir dazu natürlich sehr gerne zur Verfügung. Da wir extrem gut gebucht sind, empfehle ich dir, möglichst rasch einen Termin zu reservieren. Die gute Nachricht ist: Gegen Jahresende werden die Ressourcen erhöht, wenn durch die jährlich stattfindende Weihnachtsamnestie wieder mehr JVA-Insassen auf den umkämpften Arbeitsmarkt gespült werden.

Tipp 3: Auf zu neuen Ufern

Sollte auch Tipp 2 keinen nachhaltigen Erfolg gebracht haben, d.h. dein Mann ist immer noch da, hat die von dir entsorgten Sachen wieder ersetzt und ist schlampig wie eh und je, dann ist es Zeit, dich nach einer guten Scheidungsanwältin umzusehen. Platziere einige Visitenkarten gut sichtbar im Haus und wenn du eine Google-Suche machst, dann lasse die Anwalts-Seiten offen. Lösche keinesfalls den Verlauf. Zusätzlich solltest du dich auch auf allen gängigen Partner-Plattformen anmelden.

Ändere in deinem Facebook-Profil den Status auf „es ist kompliziert“ oder wenn du schon fortgeschritten bist auf: „Verwitwet“. Führe auch (wenn dein Mann es hören kann) ein Telefonat mit einem Tatortreiniger und erkundige dich nach den Preisen. Spätestens das sollte deinen Mann dann zur Räson bringen. 

Bonus-Tipp: TCHC-Virus – echt jetzt!

Für die extrem schwierigen Fälle, aber auch wenn du dir die Tipps 1 bis 3 aus Zeitgründen ersparen willst, habe ich selbstverständlich auch eine Lösung. Du infizierst deinen Mann mit dem neuartigen und äußerst gefährlichen TCHC-Virus, der außerordentlich ansteckend ist. 

Dazu meldest du dich am besten sofort zu meinem Kurs „The Clean House Club“ an, der in Kürze vom Beta- in den Alpha-Status wechseln wird. Sobald alle Details für den Echtbetrieb stehen, wirst du als erste informiert. Alle, die auf der Liste stehen, bekommen jedenfalls einen Bonus!

In der Versuchsphase haben wir gesehen, dass der Ausmisten- und Ordnung-schaffen-Virus effizient, rasch und schmerzlos weitergegeben wird. Dein Mann wird ganz natürlich infiziert und baut – so wie du – die Entrümpelungs-Muskulatur Schritt für Schritt und absolut gefahrlos auf.

Also! Worauf wartest du noch? Hier geht’s zur Anmeldeliste für den Kurs. Du kannst nur gewinnen!

Übrigens: Ausmisten macht gute Laune! Ich hoffe, du hast über meinen Aprilscherz geschmunzelt! Der Kurs ist ECHT und kein SCHERZ und auch die Ansteckung konnte ich im Beta-Stadium schon nachweisen!

Im Vorbeigehen ausmisten

Im Vorbeigehen ausmisten

Das Problem von vollgestopften Wohnungen entsteht nicht von einem Tag zum anderen, sondern ist zumeist ein schleichender Prozess. Wenn du zu viele Sachen hast, die du weder brauchst noch magst, dann hilft nur eines:

Schritt 1: Radikal ausmisten
Schritt 2: Weniger Dinge in deinen Haushalt hereinlassen (eigene Käufe & Geschenke)

Denn eines ist gewiss:

Gerümpel (und damit meine ich alles, was du weder brauchst noch magst – selbst wenn es noch so gut erhalten ist) kannst du weder nachhaltig aufräumen noch organisieren

Entweder sind dir diese Sachen physisch im Weg oder eine mentale Last – oft ist es beides!

Was kannst du zusätzlich tun, um nicht nur Ordnung zu schaffen, sondern diese Ordnung auch zu erhalten?

Mach es dir zur Gewohnheit, jeden Tag einen Timer auf 15 Minuten zu stellen und einen Rundgang zu machen. Etabliere eine neue Gewohnheit – und mach Ordnung „on the way“. Setze deinen Fokus auf Folgendes:

✅ Dinge, die woanders hingehören -> bring sie in ihr „Zuhause“ zurück (oder zumindest ins richtige Zimmer)
✅ Dinge, die entsorgt gehören -> gib sie in die jeweiligen Müllsäcke bzw. Container und bring sie möglichst sofort außer Haus

Was du zusätzlich tun kannst: Sei aufmerksam bei deinen täglichen Tätigkeiten (vieles geht nebenbei)!

  • Überleg dir, ob du gewisse Sachen abstellen kannst, z.B. Werbematerial (anstelle sie immer zum Altpapier bringen zu müssen)
  • Schau, ob du z.B. Lebensmittel ohne (Plastik)verpackung kaufen kannst; dadurch ersparst du dir Verpackung; oder lass Überverpackungen direkt im Geschäft zurück
  • Mache regelmäßige Kühlschrank-Checks
  • Du willst etwas anziehen, aber es kratzt oder du fühlst dich unwohl und willst es in den Schrank zurücklegen -> das ist der perfekte Zeitpunkt, dieses Stück in die „Zu-Verschenken-Box“ oder zur Altkleidersammlung zu geben
  • Schuhe, die dir schmerzende Füße bereiten -> kommen nicht mehr in die Schuhablage, sondern werden sofort hinauskomplimentiert
  • Du hast ein Buch fertiggelesen? Schenk es direkt weiter oder bring es zu einem öffentlichen Bücherschrank. Besuche mal die Bücherei (wenn es eine in deiner Nähe gibt). Oft ist das eine großartige Möglichkeit, zu lesen, ohne dass man die Bücher besitzen muss.
  • Tote Pflanzen? -> weg damit!
  • Überkommene Dekorationen -> trenne dich sofort davon!
  • Du kochst gerade und merkst, das Gewürz stammt noch aus dem vorigen Jahrhundert -> auch das darf weg!
Zu viel? Zu unbequem? Weg damit!

Bonustipp 1: Streich das Wort „Irgendwann“ aus deinem Wortschatz! JETZT ist ein guter Zeitpunkt!
Bonustipp 2: Besser unperfekt aufräumen als perfekt abwarten!

 

 

 

Anleitung: Kleiderschrank ausmisten

Kleiderschrank ausmisten

Wenn du nur eine einzige Hose oder ein einziges Kleid behalten dürftest, welches Stück wäre das?

Ich höre sehr gerne True Crime Podcasts und bei einem dieser Podcasts kam ein amerikanischer Staatsanwalt zu Wort. Sein Problem war die riesige Fülle an Ermittlungsmaterial: 

Als ich mich hinsetzte, um den Fall vorzubereiten, fühlte ich mich komplett überfordert. Ich war in meinem Arbeitszimmer und hatte die Akten vor mir ausgebreitet. Ich hatte so viele Beweismittel und Zeugeneinvernahmen. Die Ermittler hatten mehrere Hundert Leute befragt. Und ich dachte mir: Wie soll ich bloß damit umgehen? Die Methode, die ich über die Jahre entwickelt habe, ist ein Spiel: Ich kann nur einen einzigen Zeugen auswählen – wer ist das? So beginne ich meine Strategie zu entwickeln. Sobald ich weiß, wen ich wähle, hilft es mir meinen Fokus zu setzen und meinen Fall davon ausgehend aufzubauen.

Geht es dir beim Ausmisten auch so ähnlich? Fühlst du dich auch manchmal überfordert? Du hast den Kleiderschrank oder ein Regal ausgeräumt oder du stehst davor. Du willst dich von vielen Sachen trennen, doch von welchen? Es ist ein riesiger Berg und du fühlt dich von der schieren Menge erschlagen.

Jedes Ding in die Hand nehmen? Du hast das Gefühl, das würde Tage oder Wochen dauern? Dann versuche es mit Limitierung

Anstelle dich damit herumzuplagen, welche Stücke du ausmustern sollst, überlege dir, welche Stücke du auf jeden Fall behalten willst. Frag dich: „Welche Stücke passen JETZT zu mir – und nicht zu meinem Fantasy Self (aus der Vergangenheit oder der Zukunft)?

Hier ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du bei einer großen Anzahl an Dingen dennoch flott ausmisten kannst. Ich erkläre die einzelnen Schritte anhand der Aufgabe „Kleidung ausmisten“. Diese Strategie kannst du aber auch auf alle anderen Dinge anwenden.

Dein Kleiderschrank ist voll – nur für DICH ist nichts dabei? So schaffst du Abhilfe!

Schritt 0: Wohin damit?

Viele Ausmist-Versuche scheitern genau an dieser Frage. Belasse es nicht dabei, diese Frage theoretisch und nur im Konjunktiv zu beantworten, sondern suche realistische Möglichkeiten, die gut und zeitschonend umsetzbar sind und fange auch sofort an, sie umzusetzen.

Wohin mit ausgemusterten Sachen?

Schritt 1: Definiere deine Subkategorien

Subkategorien können z.B. sein: Hosen, Blusen, T-Shirts, Röcke, Kleider, Jacken, etc.

Schritt 2: Bestimme pro Subkategorie eine Zahl

Die Zahl definiert die Anzahl der Kleidungsstücke, die du behalten willst. Keine Sorge, sie ist nicht in Stein gemeisselt. Sie soll dir nur als ungefähre Orientierung und als Obergrenze dienen.

Wie kommst du nun zu dieser Zahl, wirst du vielleicht fragen. Folgende Erwägungen können einfließen:

Deine Vorlieben

Ich trage z.B. am liebsten Hosen, d.h. in dieser Subkategorie ist meine Anzahl höher, als bei den Kleidern, wo ich gerade einmal zwei – eines für den Sommer und eines für den Winter – besitze.

Deine Wäsche

  • Wie oft wäscht du?
  • Trennst du die Wäsche akkurat oder wird alles gemeinsam gewaschen?

Mir ist es wichtig, dass ich die Waschmaschine sinnvoll einsetzen kann. So habe ich mich z.B. von allen weißen Kleidungsstücken getrennt, denn damit erspare ich mir die weiße Wäsche und einen Waschgang, wo die Waschmaschine nur zu maximal 1/4 voll war. Ich habe auch sämtliche Kleidungsstücke weggegeben, die eine Sonderbehandlung, wie Handwäsche benötigen.

Gebügelt wird bei mir ebenfalls nicht. Diese Tätigkeit habe ich schon vor vielen Jahren minimalisiert.

Deine Gewohnheiten und dein Tagesablauf

  • Brauchst du Arbeitskleidung?
  • Reist du viel und wie viel Kleidung benötigst du dafür?
  • Brauchst du Sportbekleidung?

Schritt 3: Finde deine Lieblingsstücke (im Kopf)

Nun kommt die Strategie des Staatsanwalts ins Spiel. So wie er seine Hauptzeugen, auf die er auf keinen Fall verzichten will, definiert hat, so überlegst du dir, welches deine Lieblingsstücke sind bzw. welche du ständig brauchst. Wenn du nur eine einzige Hose behalten dürftest, welche wäre das? Wenn du noch eine zweite haben darfst, welche wählst du aus? So bestimmst du deine Favoriten pro Kategorie. Ausgehend von den Top-Favoriten setzt du deinen Fokus für deine zukünftige Garderobe. So entsteht nach und nach deine Capsule Wardrobe.

Du solltest darauf achten, nicht (extrem) über die vorher definierte Zahl zu gelangen. 

Schritt 4: Räume deine Lieblingsstücke beiseite

Deine Lieblingsstücke willst du behalten, daher brauchst du dich vorerst nicht weiter darum kümmern. Du räumst sie aus dem Schrank und legst sie beiseite. Wichtig ist, dass diese Sachen auch wirklich in die Kategorie „Lieblingsstücke“ fallen und du sie in Gebrauch hast. Ein Kleidungsstück ist „schön“ oder war „teuer“ oder ist eine „Erinnerung“, aber du hast es jahrelang nicht mehr getragen? Dann gehört es nicht in die Kategorie „Lieblingsstücke“.

Schritt 5: Räume den Schrank aus

Je nachdem, wie groß dein Schrank ist und wie viele Kleidungsstücke du hast, räumst du entweder den ganzen Schrank aus oder einen Teil davon. Sortiere deine Sachen nach den vorher definierten Kategorien.

Schritt 6: Die Entscheidung

Die Radikalkur

Alles, was es nicht in den Status „Lieblingsstücke“ fällt, kann entsorgt (verschenkt, verkauft oder weggeworfen) werden.

Ausmisten light

Du gehst die Kleidungsstücke (die nicht den Status „Favoriten“ bekommen haben) nochmals durch und trennst dich sehr großzügig von den meisten der verbliebenen Dinge. Du weißt ja, deine Lieblingsstücke sind hier nicht dabei! Wovon du dich jedenfalls trennen solltest sind folgende Sachen:

  • Zu klein oder zu groß
  • Zwickt oder kratzt
  • Kaputt (es sei denn, du hast WIRKLICH vor, es zu reparieren)
  • Einzelstücke (z.B. Bluse, die zu keiner Hose oder Rock passt)
  • In den letzten Jahren nie im Gebrauch (sei ehrlich zu dir selbst!)
  • Gehören zu einem Fantasy Self (aus der Vergangenheit oder der Zukunft)

Schritt 7: Reinige den Schrank gründlich

Du wirst sehen, das macht einen großen Unterschied. Es ist viel schwieriger, ungeliebtes Zeug in einen gereinigten Schrank einzuräumen. Solltest du bei Schritt 6 zu großzügig gewesen sein, wird dir der saubere Schrank ein Signal geben.

Schritt 8: Sortiere deine verbliebenen Kleidungsstücke ein

Nun, da du dich von vielen Kleidungsstücken getrennt hast, ist genug Platz für deine Lieblingsstücke. Bedenke stets, auch deine Dinge möchten es gemütlich haben und nicht so eingequetscht sein, wie die Fahrgäste in der Tokioter U-Bahn zur Rushhour, die noch einen Oshiya (Schieber, Drücker) benötigen.

Tipp 1: Die Kleidungsstücke, die auf keinen Kleiderbügel kommen, kannst du rollen. So hast du einen viel besseren Überblick und kannst wesentlich besser die Ordnung bewahren. Versuch es einfach einmal. 

Tipp 2: Hänge die Kleiderbügel verkehrt herum in den Schrank. Sobald du ein Kleidungsstück anziehst, drehst du den Bügel in die richtige Richtung. So siehst du (z.B. nach einem Jahr) auf einen Blick, welche Sachen du angezogen hast und welche nicht. Das ist besonders wichtig, wenn es „Vielleicht-Stücke“ in den Schrank geschafft haben. Diese Methode wird dir die Entscheidung beim nächsten Kleiderschrank-Check sehr erleichtern.

Schritt 9: Entferne die ausgemusterten Kleidungsstücke

Entferne die ausgemusterten Kleidungsstücke so rasch wie möglich. Es sollen keine Zwischenlager entstehen.

Tipp 1: Wenn dir Schnelligkeit wichtig ist, dann halte dich nicht mit Verkaufen auf bzw. wenn du verkaufen willst, dann in Bausch und Bogen.

Tipp 2: DU entscheidest über DEINE Sachen. Lass dich nicht von Aussagen wie: „WAS!!!! Dieses tolle Teil willst du weggeben?“ in die Irre leiten. Am besten, du bringst die ausgemusterten Kleidungsstücke aus dem Haus BEVOR Familienmitglieder ihre Ansichten zu DEINER Kleidung kundtun können!

Tipp 3: Was im Sack drinnen ist, bleibt drinnen.

Schritt 10 (optional): Analyse

Zu welcher Kategorie gehören die ausgemusterten Sachen?

  • Passen nicht mehr (zu groß/zu klein)
  • Sind durch das viele Tragen bzw. Waschen unansehnlich oder kaputt geworden
  • Haben dir einmal gefallen, aber jetzt nicht mehr
  • Fehlkäufe
  • Spontankäufe
  • Geschenke

Wenn du viele Kleidungsstücke den letzten 3 Kategorien hast, vielleicht sogar Kleidungsstücke, die du nie getragen hast, dann lies hier weiter:

Vorsicht! Konsumfalle! 6 Tipps wie du ihr entkommst!

Meine 3 besten Tipps für schnelles Ausmisten!

Ausmisten fällt manchmal sehr schwer und zieht sich wie ein Strudelteig (auf gut Wienerisch gesagt). Hier gebe ich dir meine 3 besten Tipps, wie du flott und effizient den Entrümpelungs-Prozess startest und den inneren Schweinehund besiegst. Mit diesen 3 Tipps hast du sehr gute Karten, um sofort erste Erfolge zu erzielen.

Tipp 1: Pomodorosiere!

Das Hauptproblem: Du fängst erst gar nicht mit dem Entrümpeln an. Die Aufgabe ist riesig und dir fehlt die Motivation zu starten.

Die Lösung: Arbeite in kleinen Zeiteinheiten. 25 Minuten gehen immer! Du wirst erstaunt sein, was du in der kurzen Zeit alles schaffen kannst. Mit dieser Methode wirst du deinen inneren Schweinehund effektiv überlisten.

Die Technik besteht aus folgenden Schritten:

  1. Die Aufgabe formulieren
  2. Den Timer auf 25 Minuten stellen
  3. Die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt
  4. Kurze Pause machen (5 Minuten)
  5. Nach jeweils vier pomodori eine längere Pause machen (15–20 Minuten)

➡️ Es reicht auch ein pomodoro! 😉 Arbeite je nach individuellem Energie-Level. Besser weniger, dafür aber beständig, als zu viel auf einmal.

Das Essentielle an der Methode ist die Starthilfe, die sie bietet. Eine große Aufgabe wird in kleinere Teileinheiten zerstückelt und ist mental so einfacher zu bewältigen.

Die Pomodoro Methode wurde von Francesco Cirillo in den 1980er Jahren als Zeitmanagement-Methode entwickelt. Pomodoro ist das italienische Wort für Tomate und Cirillo verwendete für seine Versuche eine Küchenuhr in Tomatenform.

Du kannst die Pomodoro Methode für sämtliche Tätigkeiten verwenden, bei denen du Anlaufschwierigkeiten hast.

Tipp 2: Entleere!

Das Hauptproblem: Du stehst vor dem Schrank, der Kommode, der Schublade oder dem Regal. Du machst die Tür auf und auch gleich wieder zu. Im besten Fall nimmst du ein paar wenige Dinge heraus und das war es auch schon wieder mit dem Entrümpeln.

Du denkst: Die Dinge haben doch Platz im Schrank. Sie sind nun mal „geordnet“ wie sie sind und du möchtest diese „Ordnung“ nicht zerstören.

Die Lösung: Räume den Bereich, den du entrümpeln willst komplett aus. Das ist mental schwierig, denn der innere Schweinehund sträubt sich dagegen. Aber für eine gründliche Entrümpelung ist dieser Punkt absolut entscheidend.

Wenn es dir schwer fällt, dann nutze den Timer und starte mit einem überschaubaren Teilbereich, z.B. einer einzelnen Schublade.

Dinge, die du einmal ausgeräumt hast, kannst du mental viel leichter loslassen.

Die Hemmschwelle, nicht mehr benötigte Dinge wieder in den leeren und gereinigten Schank einzuräumen, ist hoch. D.h. bevor du die Sachen wieder hinein räumst, wirst du dich in einem weiteren Schritt von noch mehr Dingen trennen.

Gehe daher immer in folgenden Schritten vor:

  1. Ausräumen
  2. Ausmustern
  3. Reinigen
  4. Einräumen
  5. Aus dem Haus bringen

Tipp 3: Entsorge!

Das Hauptproblem: Die ausgemusterten Dingen bilden Zwischenlager in deiner Wohnung und es dauert ewig, bis sie dich wirklich verlassen. Sie bereiten dir weiterhin Sorgen!

Die Lösung: Überlege dir schon vor dem Entrümpeln, was du mit den nicht mehr benötigten Dingen machen wirst und vor allem auch realistisch machen kannst. Es hat keinen Sinn, Dinge verkaufen zu wollen, wenn du dann monatelang mit der Verkaufsabwicklung beschäftigt bist und deine Wohnung einem Lager gleicht.

Meine Empfehlung ist, nur ausgewählte Dinge zu verkaufen, wo sich der Kosten-Nutzen Aufwand auch wirklich lohnt. Den Rest solltest du großzügig verschenken oder fachgerecht entsorgen. Und das nicht irgendwann, sondern innerhalb weniger Tage.

Die Frage nach dem Wohin treibt dir Schweißperlen aufs Gesicht? In diesem Artikel habe ich einige Ideen zusammengefasst, was du mit den ausgemusterten Sachen machen kannst:

Wohin mit ausgemusterten Sachen?

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Der Tag Irgendwann – ein Kellerkrimi

Heute beim Frühstück – Kaffee gehört immer dazu – ist mir plötzlich die alte Kaffeemaschine meines Mannes eingefallen. Es handelt sich um ein hässlich giftgrünes Gerät, das er in einem Anfall ästhetischer Verwirrung (ich kann es nicht anders bezeichnen) in einem Baumarkt gekauft hat. Dieses Ding hat zwar Kaffee produziert, aber der Geschmack hatte (für mich) immer einen toxischen Beigeschmack.

Lebenselixier Kaffee!

Irgendwann hatte mein Mann diese Kaffeemaschine ebenfalls satt. Als Ersatz für das giftgrüne Ding (das übrigens in seiner zweifellos gehässigen Art noch tadellos funktionierte) kaufte er Aroma-Boy. Wie der Name schon sagt, eine Mini-Maschine, dafür aber in klassischem Dunkelbraun, die nun farblich perfekt in seine Küche passte. Zusätzlich wurde auch noch eine elfenbeinfarbige Nespresso-Maschine angeschafft. Dem Kaffeeglück stand nun auch ästhetisch nichts mehr im Wege.

Seither wartet Giftgrün im Keller. Auf den Tag „IRGENDWANN“. Wann könnte dieser Tag IRGENDWANN eintreten?  Ich versuche mir den Kaffee-Super-Gau vorzustellen, d.h. mein Mann ist so verzweifelt, dass er sich mit Stirnlampe bewaffnet auf den Weg in sein dunkles Kellerverlies macht, um Giftgrün hervorzuholen.

Keller in Wien schauen wirklich so aus! Das Haus wurde in den 1960er Jahren erbaut.

Es ist ein schöner Frühlingsmorgen und mein Mann isst gerade sein Müsli. Währenddessen blubbert Aroma-Boy in der Küche vor sich hin. Oder doch nicht? Es ist verräterisch still und ein Blick auf die Maschine zeigt: Aroma-Boy ist tot oder zumindest stellt er sich so. Glücklicherweise gibt es noch die Nespresso-Maschine. Aber auch dieses hintertückische Gerät hat just zum selben Zeitpunkt keine Lust mehr, Kaffee zu produzieren. Strom ist vorhanden, aber diese beiden Geräte bleiben kalt, stumm und ablehnend.

Wo ist mein Kaffee?????

Mein Mann ist verzweifelt. Aber ist er verzweifelt genug, um die giftgrüne Kaffeemaschine wieder in Betrieb zu setzen?

Ist heute IRGENDWANN? Wird er endlich den Gang ins Kellerverlies antreten? Ist heute Revival von Giftgrün?

Leider nein, denn so wie ich meinen Mann kenne wird er nun die Wohnung verlassen, die 15 Schritte zur Bäckerei seines Vertrauens gehen und dort seinen Kaffee trinken. Oder er wird eines der vielen Wiener Cafés betreten und dort sein Frühstück fortsetzen. Oder wenn alle Stricke reißen, wird er einen Earl Grey trinken, eventuell sogar einen langweiligen English Breakfast – aber eines wird er sicher nicht machen: In den Keller gehen. Die Maschine hervorkramen. Sie vom Staub befreien. Einen Leerdurchlauf mit Wasser starten …

Nachdem er Plan B, C, D, E oder F angewendet hat und er sich vergewissert hat, dass Aroma-Boy und Elfenbein nicht mehr zu retten sind, wird er eine neue Kaffeemaschine kaufen oder bestellen. Giftgrün wird weiterhin im Keller bleiben und auf den Tag IRGENDWANN warten. So wie Dornröschen auf den Kuss des Prinzen – nur dass der Prinz nie kommt!

Die Tür zum Keller bleibt geschlossen. Giftgrün wird nicht wachgeküsst.

Wir alle waren schon einmal in der Irgendwann-Falle und uns allen fallen sicher sofort Sachen ein, die vergeblich auf den Tag Irgendwann warten.

Wir DENKEN, dass wir ein Ding wieder verwenden würden. Die Realität schaut aber oft anders aus. Wir meinen, dass wir das Kleid, das schon jahrelang im Schrank hängt, IRGENDWANN brauchen könnten. Theoretisch. In der Praxis hängt es meistens weiter unbeachtet – oder was noch schlimmer ist – mit Schuldgefühlen am Kleiderbügel.

Wir MEINEN, dass wir die Bratpfanne, die wir schon längst ersetzt haben, eventuell doch irgendwann einmal noch brauchen könnten – wenn die neue vielleicht irgendwann einmal kaputt gehen sollte.

Wir HOFFEN, dass wir das Mountainbike oder die Tauch-Ausrüstung doch irgendwann einmal verwenden werden, weil wir sie doch um teures Geld gekauft haben.

Aus Erfahrung wissen wir jedoch, dass der Fall IRGENDWANN in 90% der Fälle nie eintreten wird. Und dass es besser ist, wenn wir uns JETZT von diesen Dingen trennen und es nicht auf IRGENDWANN verschieben.

Übrigens: Ein wenig „schräger“ Humor ist bei mir immer mit dabei. Denn das Lachen oder zumindest Lächeln ist der beste Weg um eingefahrene und hinderliche Glaubenssätze (und darum geht es auch beim Ausmisten) ebenfalls entrümpeln zu können.

Wohin mit ausgemusterten Sachen?

Wohin mit ausgemusterten Sachen

Eine der Hauptursachen, warum das Ausmisten als mühsam empfunden wird, ist die unbeantwortete Frage nach dem „Wohin mit ausgemusterten Sachen“. Als ich scherzhalber einmal gepostet habe: „Was meint ihr zu einem Angebot, wo ich unliebsame Gegenstände einfach in Luft auflöse?“, hatte das eine unglaubliche Resonanz. „Ja, genau das will ich!“ oder „Ich, Ich, Ich“ oder „Ja bitte, komm zu mir!“ waren die Reaktionen. Obwohl ich ständig an meinen magischen Fähigkeiten arbeite und mit einem Gebrauchtwarenhändler wegen eines „Verschwindibusses“ verhandle 😅, möchte ich in diesem Artikel praktikable Alternativen aufzeigen. Also, wohin mit dem Zeugs?

Die unbeantwortete Frage des „Wohin“ führt meistens dazu, dass entweder gar nicht mit dem Ausmisten begonnen wird, es nur halbherzig gemacht wird oder am Ende die Wohnung wie ein Lager ausschaut und überall Kisten und Säcke herumstehen.

Die Frage des „Wohin“ kann nicht allgemeingültig beantwortet werden, denn die lokalen Gegebenheiten und die persönlichen Möglichkeiten sind natürlich individuell verschieden.

Tipp: Bevor du zum Ausmisten anfängst, überleg dir was du mit den Sachen machen wirst bzw. kannst. Sei dabei so konkret wie möglich und bedenke auch das „wie“ und das „wann“ und eventuell eine Alternative dazu. Meistens hilft schon eine einfache Internet-Recherche, um die Möglichkeiten herauszufinden, die es ihn deiner Umgebung gibt und die für dich in Frage kommen.

Wichtig: Setze dir immer ein persönliches Zeitlimit, denn sonst sind die ausgemusterten Dinge zwar ausgemustert, aber sie befinden sich noch immer in deinem Besitz!

„Das werde ich irgendwann verkaufen/verschenken/reparieren“ funktioniert nicht. Du kannst den Prozess nicht abschließen und das wiederum wirkt sich sehr negativ auf die Motivation aus, weiter zu entrümpeln. Wenn Plan A bis zum Tag X nicht funktioniert, dann wird es Zeit für deinen Plan B.

Grundsätzlich kannst du die ausgemusterten Sachen verschenken, verkaufen, anderweitig nutzen oder entsorgen. Was das individuell „Richtige“ ist, hängt einerseits stark von der Art der Dinge ab und andererseits vom Aufwand, den du bereit bist zu investieren.

Verkaufen

Du tauschst Zeit gegen Geld!

Du musst die Dinge fotografieren, eine Anzeige schreiben, posten, mit potenziellen Käufern kommunizieren, Termine für die Besichtigung/Abholung vereinbaren oder die Sachen verpacken und zur Post bringen. Dich mit möglichen Reklamationen herumschlagen. Oder du nimmst an einem Flohmarkt teil. Aber auch das kostet Zeit und meistens auch Geld für die Standgebühr. Der Verkaufserfolg hingegen ist immer ungewiss.

Frag dich: Ist es mir das wert?

Kann ich dieses Geld (oder viel mehr Geld) leichter verdienen, indem ich meine Zeit (das wertvollste überhaupt) anderweitig einsetze?

Ich empfehle Verkaufen nur dann, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

  • Du hast Freude am Verkaufen und
  • Du hast genug Zeit für den Verkaufsprozess oder
  • Der realistische Erlös pro Ding ist > 100€ (das ist meine persönliche Zahl) oder
  • Du hast bereits einen potenziellen Käufer (z.B. im Freundeskreis oder in der Familie), d.h. der Verkauf kann rasch und problemlos abgewickelt werden

Der Wunsch ausgemusterte Dinge verkaufen zu wollen, entsteht oft aufgrund einer kognitiven Dissonanz, der sogenannten „Sunk Cost Fallacy“. Wir haben etwas für teures Geld gekauft, das wir nicht (mehr) wollen. Das daraus resultierende schlechte Gewissen möchten wir kompensieren, indem wir zumindest noch ein wenig Geld herausholen. Um das zu erreichen, müssen wir jedoch noch mehr Zeit und Geld investieren und wir müssen uns weiterhin mit diesen Dingen sowohl mental als auch physisch herumschlagen. Genau das ist der Kernpunkt der Sunk Cost Fallacy: Throwing good money (time) after bad“. Anstelle loszulassen und den Verlust zu akzeptieren, d.h. cutting one’s losses, hängen wir weiter an diesen Dingen. Das macht den „Verlust“ allerdings nicht geringer, nur unser Leben schwerer.

Tipp: Wenn du das nächste Mal in einem Geschäft stehst oder dein Finger gerade über dem „Jetzt Kaufen“-Button schwebt – exakt dann ist der richtige Zeitpunkt, sich über die Sunk Cost Fallacy Gedanken zu machen. Denn genau dann hast du es in der Hand, dein Geld (=Zeit) auszugeben oder auch nicht.

Verschenken

Eine zumeist flotte Methode, Dinge loszuwerden, ist sie zu verschenken. Das funktioniert vor allem bei wenigen und kleinen Sachen sehr gut, weil hier kein Transport organisiert werden muss. Aber auch das Verschenken kann manchmal mühsam sein und bestimmte Sachen will einfach niemand. Überlege daher: Tauschst du Zeit gegen „gutes Gewissen“?

Es gibt unzählige Privatpersonen und Organisationen, die gerne ausgemusterte Dinge annehmen. Im Folgenden beschreibe ich einige Möglichkeiten, die ich selbst schon ausprobiert habe.

Stelle eine „Zu-Verschenken-Box“ auf

Wenn es sich um Kleinzeugs handelt, dann empfehle ich eine Box mit der Aufschrift „Zu Verschenken“ vor dem Haus aufzustellen. Bedingung ist natürlich, dass es platztechnisch möglich ist und genug Leute an der Box vorbeikommen. Ich habe damit nur die allerbesten Erfahrungen gemacht und fast immer war alles innerhalb kurzer Zeit weg. Auch in der FB-Gruppe „Entrümpeln mit System & Power haben mehrere Teilnehmerinnen auf diese Weise sehr viele Dinge verschenkt. Eine Freundin hat mir berichtet, sie hat gezweifelt, ob so eine Box bei ihr in einer ruhigen Seitenstraße funktionieren würde. Aber selbst bei ihr hat diese Methode wunderbar geklappt.

Sobald eine Ladung weg ist, wird die Kiste nachgefüllt. In die Box kannst du alles geben, was darin Platz findet: z.B. Bücher, CDs, DVDs, Spielzeug, Geschirr, Kleidungsstücke, Schuhe, Handtaschen oder Deko. Der entscheidende Vorteil ist, dass du die zu verschenkenden Sachen nur vors Haus bringen musst und kein Transport erforderlich ist. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass die Dinge glückliche Nachbesitzerinnen finden werden.

Meine Nachbarin hat z.B. einen großen Glaskrug aus der Box genommen. Sie hat mir ein Bild über WhatsApp geschickt, das den Krug mit einem riesigen Blumenstrauß zeigt; ein Geschenk ihres Freundes zum Valentinstag. Die Tochter einer anderen Nachbarin hat sich das Buch „Herr der Diebe“ genommen, welches wir doppelt hatten. Sie hat sich bedankt, als ich sie im Stiegenhaus getroffen habe.

Mit beiden hat sich ein Gespräch entwickelt: In etwa so:

„Ich bin gerade am Ausmisten und habe noch x Bücher zum Verschenken. Magst du sie dir anschauen? Vielleicht ist etwas für dich dabei.“

Oder: „Ich habe noch viele Blumenübertöpfe (von meinen toten Pflanzen 😢) – kannst du welche brauchen?“

Rede mit anderen

Eine gute Möglichkeit Dinge loszuwerden ist mit anderen (z.B. Kolleginnen, Freundinnen, Nachbarinnen) über deine Ausmistaktion zu reden bzw. sie zu fragen, ob sie etwas brauchen können. Auch die Box (siehe oben) ist ein guter Anknüpfungspunkt. Dinge, die auf ihrer Einkaufsliste sind, könnten auf deiner „zu-verschenken-Liste“ sein.

Als meine Mutter ins Seniorenheim gezogen ist, habe ich auf diese Art und Weise viele Küchengeräte und -utensilien verschenkt. Ein Kollege bekam ein Dampfbügeleisen; seines war kaputt gegangen und er wollte gerade ein neues bestellen. Einer Kollegin habe ich einen Handstaubsauger für ihr Wochenendhaus geschenkt. Meine Nachbarin hat Plastikcontainer brauchen können. Auch wenn du unmittelbar keine Abnehmer findest, so bekommst du vielleicht gute Tipps, wer gerade was sucht.

Umgekehrt ist es auch eine gute Idee, dein Umfeld nach gebrauchten Gegenständen zu fragen, bevor du etwas Neues kaufst.

Betrachte das Ausmisten als Projekt. Erzähle allen davon!

Gehe auf eine Party oder lade Freundinnen ein

Das ist zugegebenermaßen in Zeiten der Pandemie schwieriger geworden, aber ich hoffe, dass sich die Zeiten bald schon wieder ändern werden. Kleine Dinge, wie Modeschmuck und Accessoires kannst du mitnehmen und die Anwesenden können sich etwas aussuchen. Ich habe z.B. einen Brotkorb mit Schmuck auf den Tisch gestellt und wer wollte, konnte sich etwas aussuchen. Innerhalb weniger Minuten hatten alle Halsketten, Armbänder und Ringe neue glückliche Besitzerinnen gefunden.

Mit ausgemusterten Kleidungsstücken (vor allem Kinderbekleidung) und Büchern habe ich es auch so gemacht. Meine Gäste durften sich etwas aussuchen. Wenn sie wollten. Das ist wichtig! Übe keinen mentalen Druck aus, in der Form: „Das habe ich extra für dich aufgehoben; das wird dir gut passen; das wirst du lieben …“ Das letzte, was wir wollen ist: Unsere ausgemusterten Dinge anderen aufzudrängen! Und du solltest auch bedenken, dass manche Menschen extrem schwer „nein“ sagen können.

Mein Mann erinnert sich nach Jahrzehnten noch an eine lustige Weihnachtsparty, wo jeder das scheußlichste Weihnachtsgeschenk mitbringen sollte. Auch diese Dinge haben begeisterte Abnehmer gefunden. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Verschenke in Bausch und Bogen

Wenn du Kleinanzeigen schaltest: Stelle Pakete zusammen, wenn du viele gleichartige Dinge zum Verschenken (oder auch Verkaufen) hast. Das geht wesentlich schneller, als einzelne Gegenstände zu fotografieren, zu posten und gegebenenfalls zu verschicken.

Nutze öffentliche „Verschenk“ bzw. „Tausch“-Einrichtungen

In den meisten Städten gibt es öffentliche Bücherschränke, in die du Bücher hineingeben und dafür andere mitnehmen kannst. Genießbare Lebensmittel können in Wien in sogenannten FAIRteilern abgegeben werden. Auch einen „Kostnix-Laden“ gibt es in Wien, wo Dinge gebracht und auch mitgenommen werden können.

Spende für Sozialeinrichtungen

Karitative und soziale Einrichtungen nehmen ausgemusterte Sachen an, z.B. Sozialkaufhäuser, Obdachlosenunterkünfte oder Mutter-Kind-Häuser. Bevor du die Dinge zu den jeweiligen Einrichtungen bringst, ist es empfehlenswert, nachzufragen bzw. auf der jeweiligen Website nachzulesen, was genau gebraucht wird. Diese Einrichtungen haben ohnehin oft mit Personalmangel zu kämpfen, daher sollte man auf jeden Fall vermeiden, ihnen noch die zusätzliche Arbeit des Aussortierens und Entsorgens aufzuhalsen.

Auch beim Verschenken gilt: Die Sachen sollen gereinigt und in gutem und einsatzbereitem Zustand sein. Kleidungsstücke, bei denen „nur eine kleine Naht ausgebessert werden müsste“ oder Geräte die „nur einen kleinen Defekt haben, aber für einen Bastler sicher kein Problem wären“ zählen nicht dazu. Es sei denn, solche Sachen werden explizit z.B. für eine Reparaturwerkstatt oder kreative Projekte gesucht.

Verschenke an kreative Projekte oder Künstlerinnen

Was für die einen schon Müll ist, kann für andere noch wertvoller Rohstoff sein. Aus kaputten Kleidungsstücken können z.B. noch kleine Kissen genäht oder Kuscheltiere gebastelt werden. Oder aus alten ausgeschlachteten PC-Tastaturen Schmuckstücke angefertigt werden. Sei auch du kreativ und erforsche, wen du mit deinen alten Sachen noch glücklich machen könntest.

Erkundige dich bei deinem lokalen Entsorgungsunternehmen

In Wien gibt es die Möglichkeit, gut erhaltene Sachen (Kleidung, Schuhe, Schmuck, Uhren, Spielsachen, Bücher, LPs, CDs, Geschirr, Musikinstrumente, Einrichtungsgegenstände, Elektrogeräte, usw.) zur sogenannten „MA48er-Tandlerbox“ zu bringen. Das ist ein spezieller Container, den es bei allen Wiener Mistplätzen gibt. Diese Gegenstände werden dann im „MA48er-Tandler“, einem urigen 2nd-hand-Laden zum Verkauf angeboten. Der Erlös fließt an karitative Einrichtungen, wie z.B. ans Obdachlosenheim „Gruft“ oder ans Tierquartier. Es gibt auch immer wieder Veranstaltungen, wie z.B. Lesungen oder Konzerte beim Tandler und ich habe auch schon das eine oder andere besondere Stück erworben.

Entsorgen (lassen)

Problematischer kann es mit großen und sperrigen Sachen, wie z.B. Möbelstücken, werden. Selbst gut erhaltene Gegenstände finden manchmal schwer Abnehmer, wenn sie abgeholt werden müssen.

Ich erinnere mich noch lebhaft daran, als mein Mann sein gut erhaltenes Sofa verschenken wollte. In der Kleinanzeige hat er extra darauf hingewiesen, dass er im 7. Stock wohnt, das Sofa nicht in den Lift passt und daher zumindest zwei starke Personen nötig sind, um das gute Stück zu transportieren. Gekommen ist ein kleiner dürrer Mann, der zudem erzählte, dass er vor kurzem eine Herzoperation hatte. Er musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Mein Mann war es daraufhin leid, weiter auf Interessenten zu warten, die das Sofa nicht nur wollten, sondern auch fähig waren, den kurzen Text der Kleinanzeige sinnerfassend zu lesen. Er hat das kommunale Abfallentsorgungsunternehmen beauftragt, das Sofa (kostenpflichtig) abzuholen.

Ich erinnere mich auch noch an die Zeit, wo ich ausgemusterte Sachen über die FB-Gruppe „Wien verschenkt“ angeboten habe. Ich habe das aufgegeben, weil zu viele schwarze Schafe dabei waren, die nur laut „ich will“ geschrien haben, dann die Sachen aber nie abgeholt bzw. mich gefragt haben, ob ich ihnen die Verschenk-Sachen zustellen könnte.

Auch bei anderen Verkauf- oder Verschenk-Portalen gibt es immer wieder unverschämte Interessenten, die den Preis ewig herunterhandeln, nur um dann nicht aufzutauchen.

Ich (im Posting): „Abzuholen im xx. Bezirk, Nähe YY, U-Bahnstation ZZ“
Interessent: „Ich will“
Ich (via Messenger): „Kannst du am tt um hh kommen, um das Ding abzuholen?“ (ich nenne mehrere Tage und Uhrzeiten)
Interessent: „Wo wohnst du?“
Ich: „Im xx. Bezirk (siehe Posting)“
Interessent: „Oh, das ist weit weg von mir.“
Ich bin schon leicht irritiert, denn aufgrund meines Postings ist klar ersichtlich, in welcher Gegend Wiens die Sachen abzuholen sind.
Interessent: „Könnten wir uns bei der U-Bahnstation A treffen?“
Oder
Interessent: „Ich hole das Ding am tt um hh ab“, nur um dann zu spät oder gar nicht aufzutauchen.

Viele haben weder Zeit noch Lust, in endlose Dialoge mit potenziellen Nicht-Käufern oder Nicht-Abholern zu treten.

Wenn das Verkaufen bzw. das Verschenken zu mühsam und zu langsam wird, macht es durchaus Sinn, die Dinge zu entsorgen oder entsorgen zu lassen. Einen Dienstleister zu beauftragen, kostet zwar etwas, aber die Alternative ist, auf den Dingen sprichwörtlich sitzen zu bleiben und das ist noch viel weniger erfreulich. Ich habe es schon erlebt, dass Menschen endlos zögern, eine kostenpflichtige Entsorgung zu bestellen oder externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dabei würde das ihr Leben viel leichter machen und das Problem rasch beseitigen. Aber irgendwie haftet dem Ganzen der Geruch des Misserfolgs an. „Aufräumen sollte ich doch allein können!

Das schlechte Gewissen schlägt zu. Wir haben Geld ausgegeben für Dinge, die wir nicht (mehr) brauchen, die aber noch in gutem Zustand sind. Wenn wir sie nicht mehr verwenden wollen, dann soll sie zumindest noch jemand anderer stellvertretend für uns verwenden. Ich bin nun keinesfalls dafür, alles in den Müll zu werfen und Verschenken ist oft die beste Option.

Ich sehe aber auch, wie sich manche Menschen jahrelang abplagen, die „perfekten“ Abnehmer für ihre Sachen zu finden. Die Entrümpelung zieht sich dann über viele Jahre, ist sehr mühsam, kommt immer wieder ins Stocken und es entsteht das Gefühl, dass kein Ende in Sicht ist. Manchmal denke ich mir, hier bedarf es einer „Absolution“:

So wie der katholische Priester im Beichtstuhl sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben! Bete zehn Vater-Unser. Gehe hin und sündige nicht mehr!“ würde ich gerne sagen: „Es ist in Ordnung, Ballast abzuwerfen. Du darfst dir den Fehlkauf vergeben! Gehe hin und lösche zumindest 10 Newsletter, alles was in deinem Online-Einkaufswagen liegt und mach einen großen Bogen um die Einkaufszentren!“

Du brauchst dringend eine Absolution? Dann zögere nicht und kontaktiere mich und wir besprechen, wie du deinen Ballast loswerden kannst.

Schick mir eine Mail an mail@ulipauer.com

Ich habe auch einen Fragebogen zum Thema Ausmisten – wenn du die Fragen beantwortest, gewinnst du für dich auch eine kleine Standortbestimmung.

Entrümple als ob es um dein Leben ginge

Entrümple als ob es um dein Leben ginge

Genau darum geht es, um dein Leben! Ich habe eine Umfrage zum Thema „Ausmisten & Entrümpeln“ gestartet und hier ist eine Übersicht zu den bisherigen Antworten auf die Frage:

„Warum willst du ausmisten? Was willst du dadurch gewinnen?“

  • Ordnung
  • Übersicht
  • Struktur
  • Leichtigkeit
  • Kreativität
  • Freiheit
  • Platz/Raum/Weite
  • Freiraum
  • Zeit
  • Zufriedenheit
  • Energie
  • Klarheit
  • Harmonie
  • Erleichterung
  • Entspannung
  • Innere Ruhe
  • Flexibilität
  • Offenheit/Platz für Neues
  • Mehr Luft zum Atmen!

Die Antwort auf die „Warum“-Frage zu finden, ist essenziell. Denn sie beinhaltet den „MEHR-Wert“, der durch eine Ausmist-Aktion entsteht. Obwohl wir am Ende weniger haben, gewinnen wir doch mehr von den Werten, die wir anstreben; vor allem mehr Zeit, das wichtigste aller Güter.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass genau diese Werte fehlen, wenn eine Wohnung oder ein Haus mit zu vielen Dingen vollgestopft ist. Die buchstäbliche Luft zum Atmen wird aufgesaugt durch Stress und Unruhe, die durch Unordnung und Unerledigtes entsteht.

Richtig und systematisch auszumisten und in Folge achtsam zu konsumieren, bedeutet daher so viel mehr, als nur die Wohnung aufzuräumen oder die Dinge zu sortieren. „Ich habe doch gerade aufgeräumt, und nun ist schon wieder alles durcheinander“ ist ein Satz, den ich sehr oft höre. Wir alle kennen das. Insgeheim wissen wir auch, dass sortieren und verstauen allein nicht hilft. Das Chaos kehrt immer wieder zurück.

Die menschliche Psyche tut sich jedoch schwer mit dem Loslassen und Weggeben, denn es entsteht unterschwellig die Angst, in einen Mangelzustand zu geraten. Viele von uns sind geprägt von den Eltern- und Großelterngenerationen, die zwei Kriege durchstehen mussten und wo es überlebenswichtig war, alles zusammenzuhalten und nichts wegzugeben. Jedes noch so kleine Ding konnte sich als wertvoll herausstellen und z.B. gegen Nahrung getauscht werden. Etwas wegzuwerfen, glich damals sicher einem Sakrileg. Aber wenn wir uns einmal vor Augen halten, wie viele Dinge wir heutzutage haben und wie viele unsere Eltern oder Großeltern hatten, dann sehen wir sofort, dass der Vergleich hinkt.

Dennoch ist in unseren Köpfen fest verankert, dass Weggeben schlecht ist. „Das könnte ich noch einmal brauchen“ ist ein weiterer Satz, den ich sehr oft höre.

Wir leben in einer extremen Überfluss-Gesellschaft, die uns auf mehreren Ebenen stark zusetzt. Durch Massenproduktion und Massenkonsum leidet unsere Umwelt. Und auch unsere Wohnungen und wir leiden an diesem Zuviel.

Ich erinnere mich noch gut an meine Großmutter. Sie war Jahrgang 1893. Als sie geboren wurde, gab es noch die Habsburger-Monarchie in Österreich. Sie hat 2 Weltkriege überlebt und unter größten Entbehrungen ihre drei Kinder allein großgezogen. Die Dinge, die sie besaß, hatten Platz in einem kleinen Schrank. Ich kann mich nur an drei Fotos erinnern, die sie aufbewahrte: Eins, wo ihre Schwiegereltern und ihr künftiger Mann (als Kleinkind) ernst in die Kamera blickten. Eins, mit ihren drei Kindern im (Vor)-Schulalter. Und eins, wo ihre Schwiegermutter in älteren Jahren abgebildet war. Ein Kinder- oder Hochzeitsfoto von ihr gab es nicht.

Natürlich „dürfen“ wir mehr Fotos und mehr Dinge als meine Großmutter besitzen. Was ich damit sagen will: Wir brauchen keine Angst zu haben, dass unser Leben und unsere Erinnerungen aufhören zu existieren, nur weil wir uns von Dingen trennen. Die Erinnerungen meiner Großmutter waren sehr präsent, auch wenn sie nicht durch Unmengen an Fotos oder Videos dokumentiert waren. Ganz im Gegenteil, die drei Fotos waren bedeutungsvoller als Schuhschachteln und Festplatten voll mit Fotos.

Minimalistische Weihnachten 7 Tipps

Minimalistische Weihnachten 7 Tipps

Weihnachten steht vor der Tür. Da ist es sinnvoll, sich Gedanken über ein Fest ohne den üblichen Weihnachstsstress zu machen. Und zu verhindern, dass du mit Geschenken überhäuft wirst, die du gar nicht schätzt. Vielleicht bist du reif für minimalistische Weihnachten. Im Artikel habe ich meine besten 7 Tipps zusammengefasst.

1. Weihnachtsdekoration entrümpeln

Entrümple jetzt deine Weihnachtsdekorationen. Es ist die perfekte Zeit, deine Verschenke-Box vor die Tür zu stellen. Das zusätzliche Plus für dich: Du hast nun genau die Dekoration, die du brauchst und willst.

2. Wünsche überlegen

Gehe in dich und überlege dir, ob bzw. welche Geschenke du dir wünscht. Familienmitglieder und Freundinnen werden dich früher oder später danach fragen. Dann ist es gut, Antworten parat zu haben.

Besonders wichtig ist das, wenn du Kinder hast und nicht möchtest, dass sie zu Weihnachten mit Geschenken überhäuft werden. Gerade Kleinkinder sind dann oft restlos überfordert von der Fülle an neuen Dingen. Und auch du möchtest wahrscheinlich nicht, dass ihr Kinderzimmer wie ein mittelgroßes Spielzeuggeschäft ausschaut.

Wenn du Geschenke besorgen möchtest, dann frag zur Sicherheit genau nach, was sich die zu Beschenkenden wünschen und ob sie überhaupt etwas wollen. Nichts ist schlimmer, als jemandem, der schon „alles hat“ eine „Kleinigkeit“ zu schenken.

3. Wünsche artikulieren

Rede mit deiner Familie und deinen Freundinnen. Erkläre ihnen, ob bzw. welche Geschenke erwünscht sind und welche nicht. Großeltern, Onkel, Tanten und sonstige Angehörige kaufen sonst „irgendwas“ und das ist oft das Letzte, das du willst.

Erkläre, warum du physische Geschenke beschränken willst und gib (wenn gewünscht) Alternativen.

Beispiele:

  • Ich wünsche mir das Buch X vom Autor Y (anstelle von: Ich wünsche mir ein Buch)
  • Ich wünsche mir einen Gutschein für das Restaurant Z (anstelle: Ich wünsche mir einen Gutschein)
  • Ich spare auf … und freue mich über Geld
  • Die Kinder möchten eine Jahreskarte für den Zoo oder das Museum X
  • Die Kinder freuen sich über eine gemeinsame Schatzsuche mit euch

Bei älteren Verwandten ist es zudem empfehlenswert, Hilfe beim Geschenke besorgen anzubieten, gerade jetzt in der Pandemie und wenn sie nicht so gut mit Onlinebestellungen umgehen können. Meine Mutter hat z.B. diese Hilfe immer sehr gern und erleichtert angenommen.

Wichtig: Je konkreter die Wünsche, desto besser!

Ich liebe z.B. Geschenke, die aufgebraucht werden können. Eine Flasche Gelber Muskateller, die exzellenten Bio-Gewürze und Tees der Waldviertler Firma Sonnentor, Staud’s Bio-Orangenmarmelade oder Reis aus Österreich, den Österreis – oder auch den Abreisskalender made by Sympatexter. Der Abreisskalender ist übrigens ein perfektes Beispiel, wie aus Spaß (Aprilscherz) ein echtes Projekt werden kann. Ab November 2021 kann er bei Sympatexter bestellt werden.

Manche mögen’s scharf! Bei meiner Privataudienz mit dem Papst ging es um kraftvolle Energie- und Pauer-Aktivierung und das Durchschreiten des Sonnentors. Leider war ich nicht passend gekleidet, denn mein wallendes Kleid befand sich gerade in der Wäsche. 😉

Dennoch ist auch bei diesen Geschenken Vorsicht geboten. Meine Freundinnen wussten über meine Vorliebe für Seidenschals. Und so habe ich viele Jahre in Folge einen Seidenschal geschenkt bekommen, bis ich STOP gesagt habe. Es ist gut, ab und zu nachzufragen, ob die Vorliebe für ein bestimmtes Produkt überhaupt noch besteht.

4. Geschenke verpacken

Ich verwende grundsätzlich kein Geschenkpapier, weil das für mich gefühlsmäßig so ist, als würde ich ein paar Euro nehmen und diese in den Müll werfen. Gerade zu Weihnachten landen Tonnen von Geschenkpapier in den Containern. Wenn du etwas verpacken möchtest, dann benutze dafür Zeitungspapier, alte T-Shirts mit lustigen Aufdrucken, Geschirrtücher oder Kalenderblätter. Aus großen Kunstkalendern kannst du auch Tüten selbst basteln. Ich verwende Materialien, die sowieso schon vorrätig sind oder die ich sonst entsorgt hätte. Ich habe vor Weihnachten immer auch schon einen Blick auf passende Schlagzeilen oder Cartoons. Alternativ kannst du im Internet ganz einfach eine kleine Suche starten und so die lustigsten Headlines finden.

Man kann auch in der Familie eine Challenge veranstalten, wer das lustigste Geschenkpapier gestaltet hat.

Wer mich gut kennt, der weiß, dass eine Verpackung wie auf dem Bild unten mich zum Lachen bringt (ist selbstverständlich nicht despektierlich gegenüber dem Opfer gemeint, sondern weil die Schlagzeile auf mehreren Levels genial ist).

Verpackungsmaterial oder Geschenk? Beides ist möglich! Lustige Headline suchen, ausdrucken, in einen Rahmen stecken oder als Geschenkpapier verwenden – und schon hast du ein originelles Geschenk.

5. Karten schreiben

Es ist emotional nicht einfach, physische Karten, noch dazu solche, die liebevoll gestaltet sind, zu entsorgen.

Meine Antwort auf dieses Dilemma ist die Permakarte. Ich habe aus allen Glückwunschkarten, die ich entsorgen wollte, eine einzige Karte – meinen top Favoriten – aufbewahrt. Diese Karte hat von mir den Status Permakarte erhalten. Gleichzeitig habe ich meinem Umfeld gesagt, dass ich in Zukunft keine Karten mehr bekommen möchte. Erhalte ich dennoch welche, dann bewahre ich sie nicht mehr auf, sondern entsorge sie sofort und ohne schlechtes Gewissen.

Die Permakarte hat einen Ehrenplatz in meinem Wohnzimmer und bringt mich jedes Mal zum Lächeln, wenn mein Blick darauf fällt. Sie ist gleichzeitig ein Mini Visionboard und erinnert und ermutigt mich, keine halben Sachen zu machen. Außerdem zeigt sie, dass man auch ältere – ähm – Frauen im besten Alter niemals unterschätzen soll.

Vielleicht ist die Permakarte auch eine Möglichkeit für dich.

Meine Permakarte und meine Permablumen. Diese geniale Karte hat mir mein Mann geschenkt. Für die Permablumen hat meine Tochter einen Vorratsbehälter aus Glas mit ein paar Steinen aus dem Hof gefüllt und aus Holz-BBQ-Stäbchen und Seidenpapier diese Blumen gebastelt. Seit mehreren Jahren erfreuen mich diese Blumen und die Karte! Wenn die Sonne darauf scheint, dann strahlen die Blüten geradezu. Lockenwickler und Bademantel sind wichtige Utensilien in meinem Leben! Die Waffe ist ein Symbol für meine True Crime Leidenschaft. Meine Familie weiß genau, wie ich ticke und hat mit diesen Geschenken 💯% ins Schwarze getroffen! ⁠⁠

Wenn ich eine Karte schreibe, dann verwende ich Materialien, die ich schon zuhause habe, ein altes Foto oder einen Karton. Ich kaufe keine Karten mehr.

6. Kleinigkeiten

Menschen, die sich NICHTS wünschen, werden oft mit „Kleinigkeiten“ bedacht. Unter dem Motto: „Eine Kleinigkeit musst du schon mitbringen.“ Nein, musst du nicht und sollst du auch nicht!

Kleinigkeiten sind oft Stehrümchen, d.h. sie stehen dann irgendwo herum, passen nicht zur Einrichtung und haben auch sonst keine Funktion, außer dass sie im Weg sind. Besonders fies an dem Kleinzeug ist, dass sie sich schwer entrümpeln lassen bzw. dass sie erst einmal jahrelang nerven, bevor man sie dann endgültig entfernt. Meist dann noch mit schlechtem Gewissen, denn es war ja ein Geschenk der lieben Patentante, das sie vielleicht sogar selbst angefertigt hat.

Deko-Artikel als Geschenk sind zumeist problematisch und die Wahrscheinlichkeit, dass du den Geschmack der zu Beschenkenden triffst, ist verschwindend gering.

Jahrelang lagerten Platzdeckchen in diversen Größen und Formen in meinem Schrank. Meine Tante liebte das Häkeln und sie versorgte die ganze Verwandtschaft mit ihren Werken. Sie waren objektiv gesehen wunderschön und kunstvoll gehäkelt, aber so gar nicht mein Geschmack und sie passten auch nicht in meine Wohnung. Erst nach vielen Jahren habe ich sie über die „zu-verschenken-Box“ in ein hoffentlich besseres Zuhause, wo man Häkeldeckchen schätzt, entlassen.

Wenn du jemand eine Freude machen willst, dann schenke lieber Sachen zum Verbrauchen oder schlage eine gemeinsame Aktivität vor. Es muss ja nicht gerade ein Urlaub mit den Schwiegereltern sein.

In einer Umfrage des Online-Dating-Portals Elite Partners kommen Deko Artikel als Geschenk übrigens gleich hinter dem Urlaub mit den Schwiegereltern auf Platz 5 der „10 schlimmsten Weihnachtsgeschenke„.

7. Traditionen überdenken

Zeitintensive Traditionen können zu Stress führen und überdies ins Geld gehen. Überlege dir daher schon jetzt, ob es nicht an der Zeit ist, neue – weniger aufwändige – Traditionen einzuführen. Diskutiere den Ablauf der Feiertage mit deiner Familie und verteile die Aufgaben.

Mache es dir lieber gemütlich bei einer guten Tasse Tee oder Kaffee.

Weihnachten kann man auch gemütlich bei Kerzenschein und einer guten Tasse Tee oder einem Glas Wein feiern oder bei einem Spieleabend mit den Kindern.

  • Du brauchst keine aufwändige Weihnachtsdekorationen
  • Du brauchst keinen Baum – zumindest keinen riesigen

Mein Christbaum – aus Holzstäbchen und Glitzerzeug – steht schon! Zugegebenermaßen hatte ich Hilfe von meiner kreativen Tochter.

  • Du brauchst kein mehrgängiges Super-Menu für das du stundenlang in der Küche stehen musst
  • Du brauchst keine Geschenke
  • Du musst auf keine Weihnachtsfeiern gehen
  • Du musst dich nicht auf Weihnachtsmärkten drängen
  • Du musst weder überzuckerten Glühwein noch Punsch trinken
  • Du musst keinen Verwandtenmarathon absolvieren
  • Du musst auch nicht die Mitternachstsmette besuchen

Selbstverständlich kannst du alle diese Sachen machen, wenn sie dir Freude bereiten, aber du musst nicht. Und was du schon gar nicht musst, ist dich schuldig zu fühlen.

Oft ist es nämlich so, dass Familienmitglieder ebenso erleichtert sind, wenn Weihnachten in einer minimalistischeren Variante begangen wird und gar nicht enttäuscht sind (so wie wir vielleicht annehmen).

Überlege einmal, woran du dich gerne erinnerst, wenn du an Weihnachten deiner Kindheit denkst? Sind es die materiellen Dinge oder doch eher die schöne harmonische Stimmung und die gemeinsam verbrachte Zeit?

Die Hippos sind gespannt, wer das Spiel wohl gewinnen wird!

7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst

Entrümpeln und sich von Dingen endgültig zu trennen, fällt vielen sehr schwer. Ich gebe dir 7 Tipps und 2 Bonus-Tipps, wie du es dir noch schwerer machen kannst. Für die aussichtslosen Fälle habe ich noch einen Extra-Bonus.

1. Verschiebe das Entrümpeln auf später – viel später

Du hast schließlich besseres zu tun, als zu entrümpeln. Am besten du machst dir einen Eintrag im Kalender für den „12th of Never – auch unter der Bezeichnung „Irgendwann“ bekannt. Sollte der extrem unwahrscheinliche Fall eintreten, dass Irgendwann doch auf dich zukommt, dann stopfe so viele Termine wie nur möglich genau in diesen Tag.

Du kommst in deinem Leben nicht mehr zum Entrümpeln? Gut so! Du kannst von deinen Kindern und Erbinnen doch erwarten, dass sie sich um deine persönlichen Gegenstände der letzten 70-90 Jahre kümmern.

2. Gib jedem Ding eine besondere Bedeutung

Sobald die Gefahr besteht, dass du doch einmal schwach werden und etwas entsorgen könntest, überlege dir sofort eine besondere Bedeutung für das Ding. Der Kugelschreiber war ein Werbegeschenk einer Partei, die es nicht mehr gibt? Du solltest ihn auf jeden Fall aufbewahren, damit du dich auch in Zukunft weiter an diese Partei erinnern kannst. Der hässliche Becher wurde dir bei einem Kindergeburtstag im Fast Food Restaurant aufgedrängt? Entsorge ihn auf keinen Fall; er soll dich auch in Zukunft an das Fest und deine Zeit auf der Toilette erinnern.

Ganz wichtig: Wenn du ein Ding weggibst, dann ist auch deine daran verknüpfte Erinnerung auf alle Zeiten unwiederbringlich verschwunden. Erinnerungen ohne Dinge gibt es nicht! Ganz so, wie wenn du mit einem professionellen Löschprogramm die Festplatte deines Computers neu formatierst.

Warnung: Solltest du irgendwann einmal alle deine Dinge verlieren, dann hast du keine Vergangenheit mehr! Du bist dann hirntot!

Tipp für Fortgeschrittene: Gib den Dingen eine magische Bedeutung; so fällt es noch viel schwerer sie zu entsorgen.

3. Führe dir vor Augen, wie viel Geld dieses Ding gekostet hat

Bevor du ein Ding entsorgst, überlege dir sorgfältig, wie viel Geld es gekostet hat. Am besten, du schreibst es auf. Du wirst unweigerlich zum Schluss kommen, dass du deine Dinge auf jeden Fall behalten musst. Sonst wäre es ja rausgeschmissenes Geld.

4. Bedenke, dass du dieses Ding sicher noch irgendwann brauchen wirst

Die Wahrscheinlichkeit, dass du ein Ding noch irgendwann einmal brauchen wirst, ist gegeben. Am besten, du schwelgst in apokalyptischen Zukunftsvisionen. Mein Mann beispielsweise hebt das Französisch-Englisch Wörterbuch genau für den Fall auf, dass die Welt untergeht, wir kein Internet mehr zur Verfügung haben, er aber gerade zu diesem Zeitpunkt einen französischen Roman liest, der ein Wort beinhaltet, dessen Übersetzung ins Englische er nicht kennt. Und für exakt diesen Fall hat er dann das Wörterbuch parat. Ich halte das für eine sehr weise Entscheidung. Wir wohnen zwar in Wien, wo laut Gustav Mahler die Welt erst 50 Jahre später untergehen soll, aber sicher ist sicher!

5. Vergiss nicht, dass alles zu schade zum Weggeben ist

Grundsätzlich solltest du immer davon ausgehen, dass jedes Ding zu schade zum Weggeben ist. Solltest du dich dennoch in einem schwachen Moment veranlasst sehen, dich von einem Ding trennen zu wollen, dann ziehe sofort die Notbremse. Hast du es schon bei den Kleinanzeigen gepostet? Dann verlange einen astronomisch hohen Preis. Es ist nicht alt, es ist Vintage!

Suche dir zusätzliche Unterstützung bei Familienmitgliedern oder Freundinnen, besonders bei denen, die schon Expertinnen im Horten sind. Ein aufmunterndes: „WAS??!?!? DAS willst du weggeben?“ hilft dir in ausweglos erscheinenden Situationen weiter.

6. Beachte, dass Entrümpeln moralisch verwerflich ist

Für das Ding sind viele Ressourcen verwendet worden. Daher bist du verpflichtet, es in alle Ewigkeit bei dir aufzubewahren, auch wenn es weder dir noch sonst irgendjemandem nützt. Ein Ding, das du einmal in dein Haus gelassen hast, soll für immer bei dir bleiben. Wenn du dich nicht daran hältst, dann schaut es traurig aus für dein Seelenheil, so viel kann ich dir schon mal verraten.

7. Konsumiere!

Da manche Dinge beim besten Willen nicht auf ewig halten, ist es von großer Bedeutung, dass du stetig konsumierst und mehr Dinge in deinen Haushalt lässt. Du willst schließlich die Leere bekämpfen. Zusätzlich unterstützt du auch noch die globale Wirtschaft!

Ich empfehle ausgedehnte Shopping Touren, mindestens 1 bis 2 Mal die Woche solltest du ein Einkaufszentrum aufsuchen. Zusätzlich benötigst du mehrere Online-Shopping-Accounts, damit du immer und überall Zugang zu den schönen Dingen hast. Tausche niemals etwas um und sende nie etwas zurück! Was dir jetzt nicht passt oder gefällt, könnte doch irgendwann später von unschätzbarem Wert für dich sein.

Glaube alles, was die Werbung dir sagt, die wollen nur dein Bestes und dich glücklich machen.  Entscheide dich schnell und spontan; auch der Preis ist nicht so wichtig – Hauptsache, du hast das Ding ergattert. Selbst Schulden sind nicht schlimm. Du lebst nur einmal und du sollst dir ja auch was Schönes gönnen! Besser Privatkonkurs als ein verpasstes Schnäppchen!

Nimm Werbegeschenke grundsätzlich immer an, auch wenn du sie nicht brauchst. Irgendwann wirst du sie sicher einmal brauchen! Und schließlich sind sie ja gratis.

Unter allen Umständen solltest du Büchereien meiden, so wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser! Diese quasi-kriminellen Vereinigungen erwarten, dass du Bücher, die DU gelesen hast und die DIR gefallen haben, wieder retournierst. Wo kommen wir denn da hin? Viel besser ist es, du kaufst alle Bücher, liest sie nicht und stapelst sie zu kunstvollen Bücherbergen.

Bonus-Tipp 1: Umgang mit motzenden Familienmitgliedern

Dein Mann beschwert sich, dass er zu wenig Platz hat? Vielleicht solltest du in Erwägung ziehen, dich von IHM zu trennen. Wenn du ehrlich bist, ihr habt doch ohnehin nie so gut zusammen gepasst. Als zusätzlichen Vorteil bekommst du dann mehr Platz für DEINE Dinge, denn SEINEN Krempel soll er selbstverständlich mitnehmen!

Bonus-Tipp 2: Mehr Stauraum

Wenn du zu wenig Platz für deine Dinge hast, könntest du einen oder mehrere der folgenden Vorschläge umsetzen:

Sei kreativ! Im Backrohr kannst du beispielsweise Bücher lagern. Backen ist ohnehin überbewertet. Auch die Böden kannst du gut als Ablageflächen verwenden. Wer von einem Zimmer ins andere will, kann doch über so einen kleinen Stapel springen. Das ist auch gleichzeitig gut als körperliche Ertüchtigung.

Staple und sortiere! Die wenigsten haben wirklich alle Staumöglichkeiten ausgenutzt. Mit gutem Willen und Fingerfertigkeit kannst du sicher noch einige Zentimeter herausholen.

Du hast ein Grundstück? Nutze die Fläche für Hütten, Scheunen und dergleichen, wo du deine Dinge lagern kannst. Zu viel Grün ist ohnehin schädlich, wie aktuelle Studien beweisen.

Miete einen externen Lagerraum! So teuer ist das nun auch wieder nicht. Schließlich willst du dort Dinge für die Ewigkeit und danach lagern.

Übersiedle in eine größere Wohnung, am besten in ein Schloss! Deine Dinge haben es sich verdient!

Extra-Bonus: Für Unbelehrbare

Solltest du zu den Unbelehrbaren gehören, meine Tipps auf die leichte Schulter nehmen und sogar darüber lachen – nun, dann habe ich selbst für DICH noch einen Tipp. Im Rahmen der Blogdekade habe ich 10 Artikel geschrieben, in denen ich meine besten Tipps & Erkenntnisse über das Entrümpeln zusammengefasst habe. Wenn du auf das Bild klickst, findest du sie.

10 Dinge die du über das Entrümpeln wissen solltest

 

10 Dinge die du über das Entrümpeln wissen solltest

10 Dinge die du über das Entrümpeln wissen solltest

 

Vom 1. bis zum 10. August 2021 habe ich an der Blogdekade Challenge der Content Society teilgenommen, d.h. 10 Artikel an 10 Tagen zu schreiben. Ich habe mir 10 Artikel vorgenommen und 10 sind es auch geworden: 10 Dinge die du über das Entrümpeln wissen solltest! 

 

Ich dachte mir zuerst, das wird ganz schwer werden, noch dazu, wo ich von Tag 1 bis Tag 9 auf Wanderurlaub im wunderschönen Ötztal war. Aber das Gegenteil war der Fall. Es hat großen Spaß gemacht, die Artikel zu schreiben und jeden Tag auf „veröffentlichen“ zu drücken. An den 2 Regentagen bin ich mit meinem Laptop in die Hotellobby übersiedelt und habe in diesem gemütlichen Ambiente mein Tiroler „Büro“ aufgebaut.

 

Mein Büro im Hotel - Ausblick auf den Pool
Mein Büro im Hotel – Ausblick auf den Pool und die mystischen Nebelschwaden

Hier kommen nun alle 10 Artikel nochmals zusammengefasst. Wenn du auf das jeweilige Bild klickst, dann öffnet sich der ganz Artikel zum Nachlesen.

10 Dinge die du über das Entrümpeln wissen solltest 💡

 

1. Wann ist Entrümpeln für dich geeignet?

Wann ist Entrümpeln für dich geeignet

Stellst du dir diese Frage: Soll ich überhaupt entrümpeln? Ich habe ja ein großes Haus oder eine große Wohnung und genug Stauraum. Die Dinge (auch wenn ich sie nicht brauche) haben gut Platz im Keller oder am Dachboden oder in den Einbauschränken. Sie stören doch niemanden und IRGENDWANN werde ich sie VIELLEICHT brauchen. 


2. Wann ist es Zeit zu entrümpeln?

  • Suchst du ständig Dinge, die du schnell irgendwohin gelegt hast?
  • Hast du viele Gegenstände, die kein fixes „Zuhause“ haben?
  • Stapeln sich bei dir die Dinge, mit denen du dich irgendwann beschäftigen willst?


3. Emotionale Gegenstände entrümpeln

Emotionale Gegenstände entrümpeln

Emotionale Gegenstände entrümpeln ist sehr schwierig. Kuscheltiere aus der Kindheit, ererbtes Geschirr, der alte kratzige Pullover von der Oma, Glückwunschkarten, Eintrittstickets, verblasste Briefe die schon seltsam riechen, alte Magazine aus unserer Schulzeit mit Stars die nun auch schon im Rentenalter sind, Muscheln vom Strandurlaub …


4. Die Irgendwann-Falle

Die Irgendwann Falle

Hast du auch „Irgendwann“-Gegenstände und bewahrst diese Dinge auf, um sie im Fall der Fälle zur Verfügung zu haben? Dann bist auch du ziemlich sicher schon in die Irgendwann Falle getappt.


5. Die Kosten-Falle

Die Kosten Falle

Die Sunk Cost Fallacy (Kosten-Falle) ist ein mentales Problem. Es wird umso größer, je mehr wir an Zeit und/oder Geld investiert haben. Daher sind wir oft jahrelang oder sogar jahrzehntelang nicht in der Lage, uns zu trennen – sei es von physischen Dingen oder auch Beziehungen oder Verhaltensweisen.


6. Die Schein statt Sein Falle

Die Schein statt Sein Falle

Wir alle haben Dinge, die wir einmal besorgt haben, um etwas darzustellen und vielleicht ein bißchen anzugeben.  Das kann nun das das flotte Auto,  das Designerkleid oder die Luxusuhr sein. Solange diese Dinge im Gebrauch sind und Freude bereiten, ist auch gar nichts dagegen einzuwenden. Aber manchmal hören diese Vorstellungen von uns auf zu existieren und damit verlieren auch diese Dinge ihre Bedeutung.


7. Zu viele Dinge und Stress

Zu viele Dinge und Stress

Entrümpeln wirkt sich positiv auf das Lebensgefühl aus. Es gibt einen Zusammenhang zwischen zu viele Dinge und Stress. Wer weniger besitzt, muss sich weniger mit seinen Sachen beschäftigen und hat daher auch weniger Stress. Daher ist es so wichtig, genau die Dinge (aber auch Tätigkeiten, Verpflichtungen oder Beziehungen) in dein Leben zu lassen, die dir Freude und Nutzen bringen – und nicht Frust und zusätzlichen Aufwand. 


8. Unordnung & Beziehungen

Wie Unordnung deine Beziehungen zerstören kann

Unordnung und zu viel Zeugs kann ein echter Beziehungskiller sein und Ursache für viele Konflikte und Dauerstreit sein. Hier geht es vor allem um Dinge, die keinen Platz haben oder nicht auf ihren Platz zurückgebracht werden. Es geht um Gegenstände, wo der Partner/die Partnerin schon mit den Augen rollt. Kommen noch angespannte Finanzen hinzu, sind die Probleme und Schuldzuweisungen vorprogrammiert.


9. Entrümpeln für den Neubeginn

Entrümpeln für den Neubeginn

Du willst neu durchstarten? Neuer Job? Neue Beziehung? Gesünderes Leben? Du willst aktiver sein? Das geht leichter, wenn du die Dinge loslässt, die dich – vielleicht auch unbewusst – zurückhalten. Du solltest Entrümpeln für den Neubeginn. Zu jedem Neubeginn gehört immer auch ein Abschied. Es muss Platz für das Neue geschaffen werden.


10. Entrümpeln & Perfektionismus

Perfektionismus & Entrümpeln

Perfektionismus ist einer der Hauptgründe, warum das Entrümpeln und Loslassen so schwer fällt. Wir fangen mit dem Entrümpeln oder Ordnung machen erst gar nicht an, sondern wir wollen zuerst die perfekten Bedingungen schaffen. Wir geben uns nicht mit kleinen unperfekten Lösungsschritten in die richtige Richtung zufrieden, sondern wir warten. Und das kann mitunter sehr lange dauern. Manchmal ewig.