Wie du deine Angst vor dem Ausmisten überwindest

Was sind deine schlimmsten Befürchtungen beim Ausmisten und Entrümpeln? Einer der Hauptgründe, warum alles in den Schränken, Regalen und Kellerabteilen bleibt, ist die Angst. Aber welche Ängste sind das und sind sie überhaupt berechtigt? Und was kannst du tun, wenn es nicht nur bei der Angst bleibt, sondern eine Befürchtung auch wirklich eintritt?

1. Das könnte ich noch einmal brauchen

DIE Hauptangst beim Ausmisten und Entrümpeln! Du befürchtest, dass du es später einmal bereuen wirst, etwas weggegeben zu haben.

Stimmt. Es könnte sein, dass du ein entsorgtes Ding irgendwann doch noch einmal brauchst. Ganz ausschließen kann man diesen Fall nicht, wenn er auch äußerst selten ist. 😉 Was passiert dann? In den allermeisten Fällen wirst du dieses Ding wieder besorgen oder dir einen Ersatz überlegen.

Vor ein paar Monaten habe ich meine letzten „schönen“ schwarzen Pumps (die nicht mehr ganz so schön waren) weggeworfen. Ich habe nun keine eleganten Schuhe mehr. Ich habe überlegt, ob ich das tun soll oder sofort einen Ersatz besorgen muss. Kann ich ohne stilvolles Schuhwerk leben? Ja. Es geht. Und sollte ich wirklich elegante Schuhe brauchen, dann kaufe ich sie dann, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist.

Nehmen wir an, du wirfst irrtümlich oder in einem Wutanfall dein Handy in den Müll oder deinen Laptop aus dem Fenster. Später tut es dir leid, aber der Schaden ist nicht wieder rückgängig zu machen. Oder du entsorgst zusammen mit dem Altpapier deinen Reisepass und deinen Führerschein. Dein Ehering fällt in den Abfluss und schwimmt für dich unerreichbar im Kanal. Die Fluglinie verliert dein Gepäck und viele deiner Kleidungsstücke sind unwiederbringlich verloren. Oder du wäschst deine Lieblingsbluse irrtümlich mit 90 Grad. Du rennst gegen ein Verkehrszeichen und deine Brille hat einen Totalschaden (ist mir mal passiert). Der demente Onkel wirft alle alten Familienfotos in den Müll (ist in meiner Familie passiert) und der Müll ist schon abgeholt.

Alles nicht angenehm, aber würdest du trauern? Wochen- oder monatelang? Wäre es so schmerzhaft, wie die Diagnose einer unheilbaren Krankheit im letzten Stadium? Ich sage: Nein! Es handelt sich um Dinge und selbst bei Gegenständen, die du täglich brauchst, die dir nützlich sind und die du liebst, würdest du zu Plan B (C oder D) übergehen. Du würdest die Sachen ersetzen. Oder wieder einmal mit der Cousine reden. Vielleicht hat auch sie noch alte Familienfotos.

Wenn du nun überlegst, ob du die Tasse, die dein Kind vor 15 Jahren in einem Fastfood-Restaurant bekommen hat, entsorgen sollst oder nicht – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du diese Tasse irgendwann brauchst oder dass sie dir abgeht? Genauso ist es bei Apfelkernausstechern, Brezelschneidern oder Jacken, die du vor 10 Jahren das letzte Mal verwendet hast.

Ich habe mich übrigens von meinen Ausstechformen für Weihnachtskekse getrennt. Sollte ich jemals wieder das Bedürfnis haben, Kekse (aka Plätzchen) zu backen, dann werde ich meine liebe Nachbarin fragen, ob sie mir die Formen leiht.

2. Das hat viel Geld gekostet

Stimmt. Gewisse Dinge haben viel Geld gekostet. Aber ist die Angst, dass du dieses Geld jetzt verlieren könntest, berechtigt? Ich sage: Nein! Das Geld hast du zum Zeitpunkt des Kaufs ausgegeben. Ob ein Ding bei dir verstaubt oder du dich davon trennst, hat darauf keine Auswirkung. Aber, sagst du jetzt: Es hat sehr viel gekostet und nun will ich es verkaufen, damit ich zumindest ein wenig von dem Geld zurückbekomme. Ja, das ist verständlich. Aber: Auch deine Zeit ist etwas wert.

Frag dich daher:
Steht der zu erwartende Erlös in einer angemessenen Relation zu der Zeit, die du aufwenden musst, um das Ding zu verkaufen?
Kostet dich eine Sache weiterhin Geld, solange es in deinem Besitz ist? Oder bist du in Gefahr, in die Sunk Cost Fallacy zu fallen?

Manche Menschen mieten externe Lager oder bleiben in einem zu großen Haus, nur damit Dinge, die sie gar nie verwenden, weiter aufgehoben werden können. Sie besitzen Autos, obwohl ein Taxi oder Mietwagen unendlich viel billiger wäre. Mach eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung und schaue dir alle deine Besitztümer einmal neutral an.

3. Wegwerfen ist schädlich für die Umwelt

Stimmt. Wegwerfen ist der Umwelt nicht gerade dienlich. Aber die Umweltsünde wurde schon viel früher begangen. Nämlich bei der Produktion und beim Transport und bei der Lagerung im Geschäft. Du hilfst der Umwelt nicht, wenn ein Ding in deinem Besitz bleibt, du es aber nie verwendest. Da ist es besser, es wird recycelt. Du kannst nur dann Einfluss nehmen, wenn du Konsumgewohnheiten überdenkst und anfängst zu ändern.

Sei großzügig beim Verschenken. Wenn jemand anderer deine ungenutzten Dinge noch brauchen kann, umso besser.

4. Es ist schade, das wegzuwerfen

Stimmt. Gewisse Dinge sind noch gut und es ist schade, sie wegzuwerfen. Aber manchmal sind das Sachen, die niemand mehr will. Du hast dich vielleicht schon lange Zeit bemüht, diese Gegenstände zu verkaufen oder herzuschenken, aber es gelingt nicht. Etwas ewig aufzubewahren und über Jahre mitzuschleppen, bedeutet nur, dass du weiterhin damit belastet bist. Setz dir daher immer einen Termin und wenn das Ding bis dahin noch nicht verkauft oder verschenkt ist, dann darfst du dir auch zugestehen, es wegzuwerfen.

Jede/r macht auch mal (teure) Fehlkäufe. Es hilft nicht, wenn du dich jahrelang bestrafst, indem du das Ding in deinem Haushalt belässt. Mein Mann würde dazu sagen: Kiss it goodbye!

5. Person X. könnte beleidigt sein

Stimmt. Musst du jetzt Geschenke der Person X. in alle Ewigkeit behalten? Ich sage: Nein! Wenn du dieser Person etwas bedeutest, dann wird sie nicht wollen, dass du Sachen behältst, die dir nicht gefallen und dich nur belasten. Tausch einmal mental die Rollen. Möchtest du, dass jemand, den du gern hast, mit unerwünschten Geschenken belastet ist? Wahrscheinlich nicht. Genauso, wie jede/r mal Fehlkäufe macht, so gibt es auch Fehlgeschenke. Um dem vorzubeugen, ist es am besten offen zu kommunizieren, was gewünscht ist und was nicht. Und wenn jemand nichts will, dann schenke auch nichts!

Warum dich Ausmisten glücklich macht

Ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter gepaart mit ein paar hoffnungslosen Seufzern.
In sich zusammensinken.
Augenrollen oder den Blick demonstrativ abwenden.
Da habe ich jetzt keinen Nerv dazu.

Das ist eine kleine Auswahl von Reaktionen, die ich oft bekomme, wenn ich über das Thema Ausmisten oder Entrümpeln spreche. Die aufkommende Freude ist ähnlich hoch, wie die für eine bevorstehende Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Du weißt, es ist notwendig – aber sich darauf freuen? Yeah, ich hab endlich meinen Termin beim Zahnarzt! Nein, eher nicht!

Dabei kann das Ausmisten und Entrümpeln sehr viel Spaß machen und ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern. Und nicht nur das Endergebnis, sondern auch schon der Prozess. Was macht nun so viel Freude, dass du am liebsten gar nicht mehr aufhören möchtest?

1. Es kommt Bewegung in deine Wohnung und in dein Leben

Was bisher regungslos und tot in irgendwelchen Schränken, Boxen, Regalen oder Kellerabteilen gelagert hat, wird an die Oberfläche gebracht. Winken, Ecken und vergessene Stauräume werden ausgeräumt und gereinigt. Es kommt Bewegung auf! Allein der frische Duft der Sauberkeit, der durch deine Wohnung weht, macht gute Laune.

Auch du selbst fühlst dich immer beweglicher und lebendiger.

2. Du wirst immer besser beim Entscheidungen treffen

Sich von Dingen zu trennen und diese zu entsorgen bedeutet, dass du dich entscheidest. Am Anfang geht das oft noch sehr zögerlich, aber je länger und je mehr du ausmistest, desto einfacher wird es dir fallen. Du stellst irgendwann verwundert und freudig fest: Ich kann mich entscheiden! Und es fällt mir gar nicht mehr schwer. Irgendwann bist du so sehr im Flow, dass du gar nicht mehr aufhören willst mit dem Ausmisten.

Diese verbesserte Entscheidungsfähigkeit kommt dir auch in anderen Lebensbereichen zugute.

3. Du spürst deine Selbstwirksamkeit

Vielleicht geht es dir auch manchmal so, dass du resigniert meinst: Da kann ich nichts machen und nichts bewirken. Das muss ich so hinnehmen. Ein deprimierendes Gefühl.

Beim Ausmisten deiner Sachen spürst du wie es ist, wenn du selbstwirksam bist. Denn genau das bist du, wenn du bestimmst und entscheidest, was bleibt und was geht. Und das macht unglaublich gute Stimmung und Freude.

4. Du machst andere Menschen glücklich

Wenn du ausgemusterte Dinge verschenkst oder günstig verkaufst, dann kommt die Freude der neuen Besitzerinnen zu dir zurück. Meine Blogger-Kollegin Luise Geier-Asfiaoui hat das wunderbar in ihrem Artikel „Eingefangene Glücksmomente“ beschrieben.

Auch ich erinnere mich noch gut an zwei von mir ausgemusterte Kristallvasen. Sie waren ein Geschenk meiner Tante gewesen, aber ich fand sie immer hässlich und unpraktisch. Die Blumen wollten nie in diese Vasen passen. Eine ältere Dame hat die Vasen mit großer Freude mitgenommen. Später hat sie mir sogar ein Foto geschickt. Die Vasen hatte sie auf ihrem Wohnzimmertisch auf weißen Häkeldeckchen platziert – und dort passten sie auch viel besser hin als in meine Wohnung.

Meine Nachbarin hat sich aus meiner „zu-verschenken-Box“ einen großen Glaskrug genommen. Den hat sie für einen riesigen Blumenstrauß verwendet, den sie zum Valentinstag bekommen hatte.

Die Tochter einer anderen Nachbarin hat sich das Buch „Herr der Diebe“ aus der Box genommen und sich sehr gefreut, ein komplett neues Buch geschenkt zu bekommen.

Über Kleinanzeigen habe ich ein Baby-Tragetuch günstig angeboten. Die Frau, die sich auf die Anzeige hin gemeldet hat, hat mir erzählt, dass ihr Tragetuch gestohlen wurde und sie exakt dieses Design gesucht hat.

Ich könnte hier noch ganz viele Beispiele und Gespräche anführen, die ich mit neuen Besitzerinnen geführt habe. Es ist nicht immer leicht, Dinge zu verschenken. Ich wurde auch manchmal versetzt oder es wurde versucht, einen ohnehin schon extrem günstigen Preis noch weiter herunterzuhandeln.

Aber eines ist immer besser: Dinge in den Kreislauf des Lebens zurückzugeben (und sei es in die Wertstoffsammelstelle), anstelle sie irgendwo zu horten, wo sie niemandem nutzen. Ja, wo sie sogar stören.

5. Du konsumierst weniger und rettest unseren Planeten

Systematisch und nachhaltig ausmisten geht immer Hand in Hand mit weniger und bewusster konsumieren. Das ist ein Geschenk, das du als Draufgabe erhältst. Es fällt dir nicht mehr schwer, nein zu sagen zu Schnäppchen, Sonderangeboten und Dingen, die dich angeblich glücklich, unabhängig, frei, dazugehörig, … machen sollen. Denn du weißt genau: Das ist alles nur eine Werbemasche! Ein Ding kann dir von Nutzen sein, aber glücklich machen? Nein, Dinge machen dich nicht glücklich.

Noch dazu verbrauchen sie viele Ressourcen und viel Energie.

Wenn du das erste Mal die marktschreierisch angepriesenen Sachen mit neuen und kritischen Augen siehst und lächelnd daran vorbeigehst, dann ist das ein absolut großartiges Gefühl! Du kaufst bewusst und weil du etwas wirklich brauchst und nicht, weil du überrumpelt worden bist.

Du spürst, dass du einen riesigen Schritt in Richtung Unabhängigkeit getan hast. Und das bereitet dir nicht nur große Freude, sondern gibt dir Zeit und Geld in die Hand, die du weitaus besser nutzen kannst, als für Dinge, die in kurzer Zeit in einer Ecke landen.

Du willst mehr Freiheit und weniger Ballast? Und ganz locker mit dem Ausmisten von Sachen beginnen, die du sowieso nicht mehr brauchst? Hier ist die geniale Liste zum Abhaken. Klick auf das Bild.

Wozu brauchst du einen Aufräumcoach? 7 Gründe!

Aufräumcoach Uli Pauer

 

Die Frage „Wozu brauche ich überhaupt einen Aufräumcoach?“ stellt mir so direkt fast niemand, aber ich sehe diese Frage manchmal in den Köpfen von potenziellen Klientinnen auftauchen. Wozu einen Coach engagieren und Geld ausgeben, wenn das Ausmisten und Aufräumen doch eine Tätigkeit ist, die wirklich jede und jeder können sollte? Schon kleinen Kindern wird aufgetragen: Jetzt räum doch mal dein Zimmer auf! Drohungen werden ausgesprochen: Wenn du keine Ordnung schaffst, gibt es heute kein Eis!

Ist Ordnung schaffen und Sachen loswerden, wirklich kinderleicht? Ja, das ist es. Eigentlich. In der Einfachvariante geht es so:

Du besorgst dir große schwarze Müllsäcke (gibt es kostengünstig in jedem Bauhaus), füllst sie mit den überflüssigen Dingen und entsorgst sie im Restmüll. Für Sperrmüll reicht ein Anruf bei deinem örtlichen Entsorgungsbetrieb
Punkt. Fertig. Einfach.

Ist Ausmisten wirklich so einfach?

Alternativ kannst du auch ausmisten und entrümpeln lassen. Du kannst ein Unternehmen beauftragen oder die Sachen einfach deinen Nachkommen hinterlassen. So vermeidest du es, Entscheidungen zu treffen. Die treffen dann andere für dich.

Denn genau das bedeutet es, wenn du Ordnung schaffst:

Du ent-scheidest dich! Und das ist der Punkt, der oft so schwer fällt. Sich jetzt und endgültig zu entscheiden. Das ist der Schmerzpunkt für viele. Der Grund, warum der Schrank schnell wieder zugemacht wird und das Ausmisten auf irgendwann später verschoben wird. Genauso ist es mir auch lange Zeit gegangen.

Lesermeinung zum Standard-Artikel: Besitzen wir wirklich 10.000 Dinge?

Vielleicht würdest du ja gerne. Wäre dieses und jenes nicht gewesen, hättest du auch. Du sagst dir, dass du solltest und müsstest und auch könntest. Aber du tust es nicht! Denn du bist tief im Konjunktiv gefangen.

Lesermeinung zum Standard-Artikel: Besitzen wir wirklich 10.000 Dinge?

Du überlegst, mehr Stauraum anzuschaffen, den Ehemann gegen ein ordentlicheres Modell auszutauschen, die Kinder zur Adoption freizugeben oder einen Kredit für den Kauf eines größeren Hauses aufzunehmen. Bevor du zu so drastischen Maßnahmen greifst, solltest du dir Unterstützung in Form eines Aufräumcoaches holen.

Wie und wobei kann ich (als Aufräumcoach) dir helfen?

1. Als Aufräumcoach inspiriere ich dich, dein „WARUM“ zu finden

Wenn du mit dem Ausmisten beginnst, ist es wichtig, dein „WARUM“ zu finden.

Du magst jetzt denken:
Ich möchte sofort loslegen und keine wertvolle Zeit mit der Warum-Frage verschwenden.

Außerdem: Ist es nicht offensichtlich? Die Schränke sind prallgefüllt mit Sachen, die ich nicht verwende und wenn ich von einem Zimmer ins nächste gehen will, dann geht das nur im Slalom-Stil.
Wozu soll ich mich mit dem „Warum“ herumschlagen?

Die Antwort ist simpel: Aufräumen (im wahrsten Sinne des Wortes) ist weit mehr als nur ein paar Dinge in den Schrank zurückzulegen und andere zum Sperrmüll zu bringen oder zu verschenken. Mehr als Dinge zu sortieren und zu verstauen. Aufräumen und eine nachhaltig aufgeräumte Wohnung bedeuten eine Verhaltensänderung und einen neuen Lebensstil. Und um das zu erreichen, brauchst du sowohl einen Grund als auch ein Ziel oder eine Vision vor Augen. Ein Bild, das dir ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubert und dich so begeistert, dass du zu tanzen beginnen willst.

Es ist das Bild deines neuen Lebens ohne den alten Krempel!

Du bist auf einer wunderschönen Reise, aber leider schleppst du die ganze Zeit mehrere schwere Koffer mit dir herum. Drinnen sind Sachen, die du einmal gebraucht hast, jetzt aber nur noch Ballast für dich sind. Anstatt die Reise zu genießen und flexibel von Ort zu Ort zu reisen, musst du dich ständig um deine Koffer kümmern. Das Gepäck kostet dich zudem viel Geld, denn für jeden Transport musst du extra bezahlen. Viele großartige Möglichkeiten auf dieser Reise verpasst du, weil du so mit deinen Sachen beschäftigt bist. Vielleicht weißt du nicht einmal mehr, was in den Gepäckstücken drinnen ist. Du wirst unflexibel und dein Radius schränkt sich ein. So vergeht die Zeit.

Nun denke dir diese Reise ohne das schwere Gepäck. Wie du beschwingt und leicht alles erlebst, was dir Freude und Spaß bereitet. Wie du das Geld für den Gepäcktransport für dich selbst ausgibst oder für etwas Sinnvolleres sparst. Und wie du keine weitere Zeit mehr mit der Sorge um die Koffer verbrauchst. Wie deine Hände endlich frei sind!

Reise beschwingt und unbe-SCHWER-t durch dein Leben.

An diesem Bild deines neuen Lebens arbeiten wir. Dieses Bild – das so unendlich viel mehr beinhaltet – als nur ein paar freie Regalmeter – trägt und motiviert dich durch den gesamten Prozess. Daher ist es so wichtig, dieses Bild zu entwickeln.

Ohne dieses positive Bild passiert genau das, was so oft mit guten Vorsätzen passiert. Das „Leben“ kommt dazwischen. Die Vorsätze verlieren nach der ersten Euphorie des Neuen ihren Glanz und sie landen in der Prioritätenliste irgendwo unter ferner liefen, bevor du seufzend sagst: „Ich bin halt so. Ich kann keine Ordnung halten.“

Stimmt nicht. Diesen Glaubenssatz kannst du ebenfalls entsorgen. Du bist noch nicht dort, wo du sein möchtest. Aber nicht, weil „du halt so bist“, sondern weil du noch nicht die richtige Strategie anwendest.

2. Als Aufräumcoach unterstütze ich dich, deine Grundordnung zu schaffen

Vor einigen Jahren habe ich in einem Ratgeber folgenden Satz gelesen, der sich immer wieder bewahrheitet:

Gerümpel kann man nicht aufräumen!

Marla Cilley: Die magische Küchenspüle

Du kannst es drehen und wenden, wie du willst. Du kannst dir Ordnungssysteme besorgen und alles kunstvoll schlichten und nach Farben sortieren – aber im Endeffekt ist es immer dasselbe: Über kurz oder lang bricht diese Scheinordnung in sich zusammen und es schaut genauso aus wie vorher, wenn nicht sogar schlimmer.

Du kannst die überflüssigen Sachen in ein Self-Storage Lager bringen oder in den Keller verbannen, aber die nagenden Gedanken, dass es Dinge gibt, um die du dich irgendwann einmal kümmern musst, wirst du dennoch nicht abschütteln.

Im ersten Schritt beschäftigen wir uns daher immer mit dem Zuviel, denn dieses Zuviel gilt es, loszuwerden.

Papiere, bitte!

Ich bin keineswegs dagegen, Sachen zu ordnen oder nach Farben zu sortieren. Aber: Das ist der zweite Schritt, nachdem du gründlich ausgemistet hast. Viele Menschen machen den entscheidenden Fehler, sich sofort mit Feuereifer ins Sortieren zu stürzen und denken, ihr Problem mit den überflüssigen Dingen würde durch ein besseres Ordnungssystem gelöst. Das ist allerdings in den allermeisten Fällen ein Trugschluss.

Und manchmal auch eine Ausflucht, um keine Entscheidung treffen zu müssen.

3. Als Aufräumcoach helfe ich dir mit Tipps für die Entsorgung

Eine der Hauptursachen, warum erst gar nicht mit dem Ausmisten angefangen wird, ist die drohende Entsorgung. Du weißt, dass du viele Dinge nicht mehr brauchst und auch nicht mehr willst, aber wohin damit?

Verschenken? Wer kommt in Frage? Und was, wenn die Sachen niemand will?
Verkaufen? Wann zahlt es sich aus, auf diversen Verkaufsplattformen zu posten oder an Flohmärkten teilzunehmen?
Wegwerfen? Darfst du es dir zugestehen, Dinge „einfach“ wegzuwerfen oder bist du dann automatisch ein schlechter Mensch? Wie lange musst du versuchen, neuen Besitzerinnen für deine ausgemusterten Sachen zu finden?

So geht Entrümpelung NICHT!!!

Zum Thema „Entsorgen“ habe ich einen eigenen Blogartikel geschrieben, den ich dir hier verlinke. „Wohin mit den ausgemusterten Sachen“ beinhaltet viele gute Tipps, wie du die ausgemisteten Sachen schnell loswerden kannst.

Denn genau darum geht es, wenn die Dinge ausgemustert sind. Du sollst sie nicht weiter langfristig lagern, sondern sie flott und endgültig aus dem Haus bringen. Oft ist es aber so, dass sich hartnäckige Zwischenlager bilden und im schlimmsten Fall einen Teil deiner Wohnung okkupieren. Dann hast du zwar deine Regale und Schränke ausgemistet, die Ursache der Unordnung ist aber nicht beseitigt, sondern hat sich nur verschoben.

Damit das nicht so ist und du nicht nur halb entrümpelst, sondern ganz, dafür bin ich an deiner Seite.

4. Als Aufräumcoach bin ich da, wenn deine Motivation im Keller ist

Raus aus dem Keller! Das gilt sowohl für deine Motivation als auch das Zeug, das du dort lagerst.

Ich bin an deiner Seite, wenn du zweifelst und deine Motivation einmal niedrig ist. Dass die Motivation in den Keller sinken kann, ist ganz normal. Wichtig ist, dass dann jemand da ist, der dich unterstützt und du eine Struktur hast, an die du dich halten kannst. Alleine gibst du vielleicht entnervt auf. Viele abgebrochene Vorhaben (und Dinge, die jetzt unbenutzt herumstehen!) sind stumme Zeugen dafür. Aber wenn du ein smartes Programm hast und einen Ordnungscoach an deiner Seite, dann erreichst du Schritt für Schritt dein Ziel.

5. Als Aufräumcoach helfe ich dir, Routinen zu entwickeln

Wie bei jeder Verhaltensänderung geht es auch beim Ausmisten, Ordnung schaffen und Ordnung halten darum, dass sie „in Fleisch und Blut übergehen“. So wie Zähneputzen. Du überlegst dir auch nicht jeden Tag aufs Neue, ob du deine Zähne putzen sollst oder nicht. Du tust es einfach, ohne lange darüber nachzudenken.

Besser sofort wegwerfen, als jahrelang horten!

Als Aufräumcoach unterstütze ich dich doppelt: Erstens, dass du ins Tun kommst und zweitens, dass du motiviert dranbleibst. Das Dranbleiben ist mindestens genauso wichtig, wie eine Grundordnung zu schaffen. Wie beim Abnehmen gibt es auch beim Aufräumen und Ausmisten den berüchtigten Jo-Jo-Effekt. Dagegen helfen Routinen, die du gewissermaßen nebenbei erledigst und die dafür sorgen, dass deine Wohnung nicht nur einmal, sondern jederzeit aufgeräumt und ausgemistet ist.

6. Als Aufräumcoach berate ich dich dabei, eine neue Ordnung zu etablieren

Wenn die überflüssigen Dinge aus dem Haus sind, dann geht es darum, eine neue Ordnung zu schaffen. Jedes Ding bekommt ein fixes und zu ihm passendes Zuhause. Und nicht irgendein Zuhause, wo es eingequetscht auf seinen Einsatz wartet, sondern eine wunderschöne und komfortable Unterkunft mit genug Freiraum. Obdachlosigkeit, verzweifeltes Wühlen und Suchen wird der Vergangenheit angehören. 

Auch in sich zusammenbrechende Stapel gehören der Vergangenheit an.

7. Als Aufräumcoach helfe ich dir, die Konsumlügen zu durchschauen

Viele der Dinge, die sich jetzt in deinem Haushalt befinden, hast du wahrscheinlich selbst gekauft. Um eine Grundordnung zu schaffen, beginnst du auszumisten und zu entrümpeln. Erleichtert siehst du, wie sich die Regale und Schränke nach und nach leeren und eine neue Ordnung entsteht. Aber um diese Ordnung auch dauerhaft zu halten, musst du dir deine Konsumgewohnheiten genau anschauen, damit du verstehst, warum und welche Dinge es (immer wieder) in deinen Haushalt schaffen. Zum Thema „Konsum“ gibt es einen eigenen Blogartikel, den ich dir hier verlinke. Hier gehts zu „Vorsicht Konsumfalle!

Das Ziel ist eine Verhaltensänderung. Du besorgst nur noch die Sachen, die du brauchst und die du liebst. Du kaufst Dinge, weil sie dir einen dauerhaften Nutzen bringen und nicht nur ein schnelles Hochgefühl, das nach kurzer Zeit schon wieder verflogen ist. Außerdem lernst du, deine wahren Kosten dem erwarteten Nutzen gegenüberzustellen. Keine Sorge, dafür musst du kein Betriebswirtschaftsstudium beginnen, und es ist auch überhaupt nicht schwer. Ganz im Gegenteil, es wird dir ganz viel Spaß bereiten, künftig so zu denken und einkaufen zu gehen.

Fühlst du dich angesprochen? Möchtest du auch gerne ausmisten und zwar so richtig? Dann lass uns reden und vereinbare einen Termin mit mir.

10 Überlegungen zum Loslassen und Ausmisten

Du möchtest ausmisten und dich von vielen Dingen trennen? Der Wille ist da, aber irgendetwas hält dich immer zurück? Du denkst: „Das könnte ich doch vielleicht irgendwann einmal brauchen!“ Oder: „Das hat doch so viel Geld gekostet!“ Vielleicht hast du auch schon einige Versuche hinter dir, die ungeliebten Dinge loszuwerden, aber nach ein paar Monaten hat deine Wohnung wieder genauso verstopft ausgeschaut, wie zuvor.

Kommt dir das bekannt vor?

In den folgenden verlinkten Artikeln geht es darum, zu verstehen, warum es manchmal so schwerfällt, sich von Ballast, d.h. von überflüssigen Dingen zu trennen. Es geht nicht so sehr um die Tätigkeit des Ausmistens, sondern darum zu erkennen, was deine mentalen Blockaden sind, die dich davon abhalten, überhaupt zu beginnen. Und wie du diese Barrieren überwinden kannst, indem du sie erkennst. Denn dann wird es dir nicht nur viel leichter fallen, auszumisten, sondern du wirst die dadurch entstehende neue Ordnung auch nachhaltig etablieren. Der berüchtigte Jo-Jo-Effekt (ja, den gibt es auch bei Wohnungen!) gehört dann der Vergangenheit an.

Hier findest du alle 10 Artikel im Überblick. Wenn du auf das jeweilige Bild klickst, dann öffnet sich der ganze Artikel zum Nachlesen.

1. Warum dich Ausmisten befreit

Stellst du dir diese Frage: Soll ich überhaupt entrümpeln? Ich habe ja ein großes Haus oder eine große Wohnung und genug Stauraum. Die Dinge (auch wenn ich sie nicht brauche) haben genug Platz im Keller oder am Dachboden oder in den Einbauschränken. Sie stören doch niemanden und irgendwann könnte ich sie vielleicht brauchen. In diesem Artikel erfährst du, warum du dich sofort befreiter fühlen wirst, wenn du weniger Dinge in deinem Haushalt hast. Klicke im Bild auf die Freedom-Fahne und finde heraus, was Ausmisten für dich ändern kann.

Wie fühlt sich mehr Freiraum und damit mehr Freiheit für dich an?

2. Wann es Zeit ist, auszumisten

Jetzt! Es braucht weniger Zeit, als du vielleicht befürchtest. Und: Irgendwann ist kein guter Termin!

Geht es dir auch so?
🤔 Du suchst ständig Dinge, die du nur schnell irgendwohin gelegt hast?
🤔 Viele deiner Sachen haben kein fixes Zuhause?
🤔 Es stapeln sich Dinge, mit denen du dich irgendwann einmal beschäftigen willst?
Dann ist es Zeit, mit dem Ausmisten zu beginnen. Mach den Check und klicke im Bild auf den Wecker!


3. Emotionales loslassen und ausmisten

Emotionale und sentimentale Gegenstände zu entrümpeln ist sehr schwierig. Kuscheltiere aus der Kindheit, ererbtes Geschirr, der alte kratzige Pullover von der Oma, Glückwunschkarten, Eintrittstickets, verblasste Briefe, die schon seltsam riechen, alte Magazine aus der Schulzeit, mit Stars, die nun auch schon im Rentenalter sind, Muscheln vom Strandurlaub… Oft lagern sie jahrzehntelang in Boxen und Kisten, ohne dass du sie jemals auch nur anschaust. Aber Entsorgen? Schwierig, denkst du.
Wie es dennoch gelingen kann, davon handelt dieser Artikel. Klicke im Bild auf die Boxen!

Auch emotionale Gegenstände haben ein Ablaufdatum, besonders wenn keine positiven Gefühle mehr dahinter stehen oder du sie nur aus schlechtem Gewissen heraus aufbewahrst.

4. Dinge, die du „Irgendwann“ brauchen könntest

Die Befürchtung: „Das könnte ich vielleicht irgendwann einmal brauchen“ ist einer der hartnäckigsten Glaubenssätze, wenn es ums Ausmisten geht. Es steckt nicht nur ein Glaubenssatz dahinter, sondern oft auch eine große Angst, es später zu bereuen, dass du gewisse Sachen entsorgt hast. Bei welchen Dingen du besonders achtgeben solltest und wie du die mentale Irgendwann-Barriere durchbrichst, zeige ich dir im folgenden Artikel. Klicke auf das Monster und komm heraus aus dieser Falle. Das Ausmisten fällt dir dann sofort leichter.

Das „Irgendwann-Monster“ hat es sich auf deinem Sofa gemütlich gemacht. In hartnäckigen Fällen entwickelt es sich zum „Irgendwahn“.

5. Dinge, die sehr teuer waren

Bei Gegenständen, die so richtig teuer waren, fällt es noch einmal schwerer, diese auszumisten. Hier schlägt die „Sunk Cost Fallacy“, auch Kostenfalle genannt, zu. Das ist ein Begriff aus der Ökonomie, der sehr gut beschreibt, warum wir an Dingen festhalten, die uns immer noch Ressourcen kosten, obwohl sie uns längst nicht mehr von Nutzen sind. Im Artikel geht es darum, diese mentale Blockade zu erkennen und aufzulösen. Klicke im Bild auf das Schiff.

„That ship has sunk and it’s time to cut your losses!“

6. Dinge, die zu deinem „Fantasy-Self“ gehören

Ein Fantasy-Self ist ein idealisiertes Bild von dir, d.h. wer du sein möchtest oder wer du in der Vergangenheit einmal warst, aber auch wie du gern von anderen wahrgenommen werden möchtest. Dieser Teil von dir existiert vielleicht gar nicht mehr oder nur mehr in einer fernen Vorstellung, aber leider gibt es die Dinge dazu noch in deinem Haushalt. Und diese sind dir sowohl physisch als auch mental im Weg. Wie du dich davon trennen kannst, darum geht es im folgenden Artikel. Klicke im Bild auf die Krone.

Das Fantasy-Self ist tot! Es lebe dein True-Self!

7. Weniger Stress durch weniger Dinge

Entrümpeln wirkt sich positiv auf das Lebensgefühl aus. Es gibt einen Zusammenhang zwischen zu viele Dinge und Stress. Wer weniger besitzt, muss sich weniger mit seinen Sachen beschäftigen und hat daher auch weniger Stress. Daher ist es so wichtig, genau die Dinge (aber auch Tätigkeiten, Verpflichtungen oder Beziehungen) in dein Leben zu lassen, die dir Freude und Nutzen bringen – und nicht Frust und zusätzlichen Aufwand. Klicke auf das Gedankenknäuel im Bild und erfahre mehr dazu.

Mit weniger Dingen und Verpflichtungen ist es leichter, das Gedankenchaos zu entwirren.

8. Ausmisten ist gut für deine Beziehung

Unordnung und zu viel Zeugs kann ein echter Beziehungskiller sein und Ursache für viele Konflikte und Dauerstreit sein. Hier geht es vor allem um Dinge, die keinen Platz haben oder nicht auf ihren Platz zurückgebracht werden. Es geht um Gegenstände, wo der Partner/die Partnerin schon mit den Augen rollt. Kommen noch angespannte Finanzen hinzu, sind die Probleme und Schuldzuweisungen vorprogrammiert. Klicke auf das Herz im Bild und lies, wie du durch Ausmisten deine Beziehung verbessern kannst.


9. Bring frischen Wind in dein Leben

Du willst neu durchstarten? Neuer Job? Neue Beziehung? Gesünderes Leben? Du willst aktiver sein? Das geht leichter, wenn du die Dinge loslässt, die dich – vielleicht auch unbewusst – zurückhalten. Loslassen für den Neubeginn, denn zu jedem Anfang gehört immer auch ein Abschied. Es muss Platz für das Neue geschaffen werden. Mehr dazu erfährst du im Artikel. Klicke auf den Windhauch im Bild.

Lass den „Wind-of-Change“ auch durch dein Leben wehen.

10. Ausmisten und Perfektionismus

Perfektionismus ist einer der Hauptgründe, warum das Loslassen so schwerfällt. Du fängst mit dem Ausmisten oder Ordnung machen erst gar nicht an, sondern du willst zuerst die perfekten Bedingungen schaffen. Und du willst 100 % sicher sein, dass du nicht „das Falsche“ entsorgst und es später bereust. Du gibst dich nicht mit kleinen unperfekten Lösungsschritten in die richtige Richtung zufrieden, sondern du wartest. Und das kann mitunter sehr lange dauern. Manchmal ewig. Meine Empfehlung: Klicke jetzt auf das Bild und erfahre, wie du schneller weiterkommst.

Wir warten, während die Zeit vergeht. Worauf?

3 Tipps, um unwillige Partner vom Ordnung schaffen zu überzeugen

Ordnung schaffen

Beim Entrümpeln der Wohnung und dem Ordnung schaffen stellen unwillige Partner (die männliche Form habe ich bewusst gewählt) oft ein großes Problem dar. Nicht nur sind sie von Natur aus unordentlicher und sehen die Unordnung nicht, sie sind auch schwer zu bewegen, ihre Sachen wegzuräumen oder zu entsorgen. Sie brauchen angeblich ALLES und NICHTS ist überflüssig.

Und wäre das nicht schlimm genug, oft torpedieren sie auch noch die Bemühungen ihrer Partnerinnen nach Ordnung, indem sie z.B. schmutzige Wäsche herumliegen lassen, Geschirr mit Essenresten nicht sofort in den Geschirrspüler stellen oder mit dreckigen Schuhen über den frisch gewischten Boden latschen. Mit meinen 3 genialen Tipps gibt es jetzt Abhilfe!

Wichtig: Arbeite dich von Tipp 1 bis Tipp 3 vor und wenn gar nichts hilft, habe ich selbstverständlich auch noch einen Bonus-Tipp für dich!

Tipp 1: Ordnung schaffen durch Drohung

Welche Drohung bei deinem Mann am besten wirkt, weißt sicher DU am besten. Ich gebe dir hier gerne ein paar Beispiele.

Wenn du deinen Schrank nicht ausmistest und die verbleibenden Kleidungsstücke wie Marie Kondo faltest, dann gibt es bis zur Erledigung dieser Tätigkeiten kein Abendessen mehr. 

Wenn du dein Werkzeug nicht um mindestens 50% reduzierst, dann bist du aus dem Schlafzimmer verbannt und musst auf dem Sofa übernachten.

Neueste Forschungen haben ergeben, dass Männer von ihren Verhaltensmustern her renitenten Teenagern gleichen; manche sind auch im trotzigen Kleinkind-Alter stecken geblieben. D.h. wenn du eine Änderung erreichen willst, musst du auch wirklich konsequent vorgehen. Leere Drohungen bringen daher absolut nichts, sondern machen die Sache nur noch schlimmer.

Tipp 2: Ordnung schaffen durch Wegwerfen

Sollten deine Drohungen trotz konsequenter Umsetzung nicht gewirkt haben, dann ist es an der Zeit, selbst Hand anzulegen. Wirf die Sachen, die IHM gehören und die dich schon so lange nerven, einfach weg

Für Kleinzeug brauchst du dazu nur einige große schwarze Säcke, die du in jedem Baumarkt bekommst. Sind größere Gegenstände dabei, empfehle ich dir, einen Container zu bestellen. Je nachdem, wie viel Geld du ausgeben möchtest, kannst du für diese Arbeit entweder ein paar Studenten oder ein professionelles Entrümpelungs-Team engagieren.

Wichtig: Gib ausschließlich SEIN Geld aus! Schließlich hat ja ER das Problem verursacht.

PS in eigener Sache: Meine Verschwindibus-Crew steht dir dazu natürlich sehr gerne zur Verfügung. Da wir extrem gut gebucht sind, empfehle ich dir, möglichst rasch einen Termin zu reservieren. Die gute Nachricht ist: Gegen Jahresende werden die Ressourcen erhöht, wenn durch die jährlich stattfindende Weihnachtsamnestie wieder mehr JVA-Insassen auf den umkämpften Arbeitsmarkt gespült werden.

Tipp 3: Ordnung schaffen durch Neubeginn

Sollte auch Tipp 2 keinen nachhaltigen Erfolg gebracht haben, d.h. dein Mann ist immer noch da, hat die von dir entsorgten Sachen wieder ersetzt und ist schlampig wie eh und je, dann ist es Zeit, dich nach einer guten Scheidungsanwältin umzusehen. Platziere einige Visitenkarten gut sichtbar im Haus und wenn du eine Google-Suche machst, dann lasse die Anwalts-Seiten offen. Lösche keinesfalls den Verlauf. Zusätzlich solltest du dich auch auf allen gängigen Partner-Plattformen anmelden.

Ändere in deinem Facebook-Profil den Status auf „es ist kompliziert“ oder wenn du schon fortgeschritten bist auf: „Verwitwet“. Führe auch (wenn dein Mann es hören kann) ein Telefonat mit einem Tatortreiniger und erkundige dich nach den Preisen. Spätestens das sollte deinen Mann dann zur Räson bringen. 

Bonus-Tipp: Sprich mit mir!

Für die extrem schwierigen Fälle, aber auch wenn du dir die Tipps 1 bis 3 aus Zeitgründen ersparen willst, habe ich selbstverständlich auch eine Lösung. Lass uns darüber sprechen, wie ich dich beim Ausmisten unterstützen kann.

Übrigens: Ausmisten macht gute Laune! Ich hoffe, du hast über meinen Aprilscherz geschmunzelt! Der Text ist ironisch, dennoch steckt ein wahrer Kern in ihm. Damit meine ich selbstverständlich nicht, dass du deinen Ehemann entsorgen solltest. Aber viele Partnerschaften geraten in Schieflage, wenn permanent Unordnung herrscht. Und die Gefahr der Unordnung besteht, wenn es zu viele Dinge gibt.

Schnell ausmisten: Top Tipps für eine aufgeräumte Wohnung

Das Problem von vollgestopften Wohnungen entsteht nicht von einem Tag zum anderen, sondern ist zumeist ein schleichender Prozess. Wenn du zu viele Sachen hast, die du weder brauchst noch magst, dann hilft nur eines:

Schritt 1: Radikal ausmisten
Schritt 2: Weniger Dinge in deinen Haushalt hereinlassen (eigene Käufe & Geschenke)

Denn eines ist gewiss:

Gerümpel (und damit meine ich alles, was du weder brauchst noch magst – selbst wenn es noch so gut erhalten ist) kannst du weder nachhaltig aufräumen noch organisieren

Entweder sind dir diese Sachen physisch im Weg oder eine mentale Last – oft ist es beides!

Was kannst du zusätzlich tun, um nicht nur Ordnung zu schaffen, sondern diese Ordnung auch zu erhalten?

Mach es dir zur Gewohnheit, jeden Tag einen Timer auf 15 Minuten zu stellen und einen Rundgang zu machen. Etabliere eine neue Gewohnheit – und mach Ordnung „on the way“. Setze deinen Fokus auf Folgendes:

✅ Dinge, die woanders hingehören -> bring sie in ihr „Zuhause“ zurück (oder zumindest ins richtige Zimmer)
✅ Dinge, die entsorgt gehören -> gib sie in die jeweiligen Müllsäcke bzw. Container und bring sie möglichst sofort außer Haus

Was du zusätzlich tun kannst: Sei aufmerksam bei deinen täglichen Tätigkeiten (vieles geht nebenbei)!

  • Überleg dir, ob du gewisse Sachen abstellen kannst, z.B. Werbematerial (anstelle sie immer zum Altpapier bringen zu müssen)
  • Schau, ob du z.B. Lebensmittel ohne (Plastik)verpackung kaufen kannst; dadurch ersparst du dir Verpackung; oder lass Überverpackungen direkt im Geschäft zurück
  • Mache regelmäßige Kühlschrank-Checks
  • Du willst etwas anziehen, aber es kratzt oder du fühlst dich unwohl und willst es in den Schrank zurücklegen -> das ist der perfekte Zeitpunkt, dieses Stück in die „Zu-Verschenken-Box“ oder zur Altkleidersammlung zu geben
  • Schuhe, die dir schmerzende Füße bereiten -> kommen nicht mehr in die Schuhablage, sondern werden sofort hinauskomplimentiert
  • Du hast ein Buch fertiggelesen? Schenk es direkt weiter oder bring es zu einem öffentlichen Bücherschrank. Besuche mal die Bücherei (wenn es eine in deiner Nähe gibt). Oft ist das eine großartige Möglichkeit, zu lesen, ohne dass man die Bücher besitzen muss.
  • Tote Pflanzen? -> weg damit!
  • Überkommene Dekorationen -> trenne dich sofort davon!
  • Du kochst gerade und merkst, das Gewürz stammt noch aus dem vorigen Jahrhundert -> auch das darf weg!
Zu viel? Zu unbequem? Weg damit!

Bonustipp 1: Streich das Wort „Irgendwann“ aus deinem Wortschatz! JETZT ist ein guter Zeitpunkt!

Bonustipp 2: Besser unperfekt aufräumen als perfekt abwarten!

 

 

 

Anleitung: Kleiderschrank ausmisten

Kleiderschrank ausmisten

Wenn du nur eine einzige Hose oder ein einziges Kleid behalten dürftest, welches Stück wäre das?

Ich höre sehr gerne True Crime Podcasts und bei einem dieser Podcasts kam ein amerikanischer Staatsanwalt zu Wort. Sein Problem war die riesige Fülle an Ermittlungsmaterial: 

Als ich mich hinsetzte, um den Fall vorzubereiten, fühlte ich mich komplett überfordert. Ich war in meinem Arbeitszimmer und hatte die Akten vor mir ausgebreitet. Ich hatte so viele Beweismittel und Zeugeneinvernahmen. Die Ermittler hatten mehrere Hundert Leute befragt. Und ich dachte mir: Wie soll ich bloß damit umgehen? Die Methode, die ich über die Jahre entwickelt habe, ist ein Spiel: Ich kann nur einen einzigen Zeugen auswählen – wer ist das? So beginne ich meine Strategie zu entwickeln. Sobald ich weiß, wen ich wähle, hilft es mir meinen Fokus zu setzen und meinen Fall davon ausgehend aufzubauen.

Geht es dir beim Ausmisten auch so ähnlich? Fühlst du dich auch manchmal überfordert? Du hast den Kleiderschrank oder ein Regal ausgeräumt oder du stehst davor. Du willst dich von vielen Sachen trennen, doch von welchen? Es ist ein riesiger Berg und du fühlt dich von der schieren Menge erschlagen.

Jedes Ding in die Hand nehmen? Du hast das Gefühl, das würde Tage oder Wochen dauern? Dann versuche es mit Limitierung

Anstelle dich damit herumzuplagen, welche Stücke du ausmustern sollst, überlege dir, welche Stücke du auf jeden Fall behalten willst. Frag dich: „Welche Stücke passen JETZT zu mir – und nicht zu meinem Fantasy Self (aus der Vergangenheit oder der Zukunft)?

Hier ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie du bei einer großen Anzahl an Dingen dennoch flott ausmisten kannst. Ich erkläre die einzelnen Schritte anhand der Aufgabe „Kleidung ausmisten“. Diese Strategie kannst du aber auch auf alle anderen Dinge anwenden.

Dein Kleiderschrank ist voll – nur für DICH ist nichts dabei? So schaffst du Abhilfe!

Schritt 0: Wohin damit?

Viele Ausmist-Versuche scheitern genau an dieser Frage. Belasse es nicht dabei, diese Frage theoretisch und nur im Konjunktiv zu beantworten, sondern suche realistische Möglichkeiten, die gut und zeitschonend umsetzbar sind und fange auch sofort an, sie umzusetzen.

Wohin mit ausgemusterten Sachen?

Schritt 1: Definiere deine Subkategorien

Subkategorien können z.B. sein: Hosen, Blusen, T-Shirts, Röcke, Kleider, Jacken, etc.

Schritt 2: Bestimme pro Subkategorie eine Zahl

Die Zahl definiert die Anzahl der Kleidungsstücke, die du behalten willst. Keine Sorge, sie ist nicht in Stein gemeisselt. Sie soll dir nur als ungefähre Orientierung und als Obergrenze dienen.

Wie kommst du nun zu dieser Zahl, wirst du vielleicht fragen. Folgende Erwägungen können einfließen:

Deine Vorlieben

Ich trage z.B. am liebsten Hosen, d.h. in dieser Subkategorie ist meine Anzahl höher, als bei den Kleidern, wo ich gerade einmal zwei – eines für den Sommer und eines für den Winter – besitze.

Deine Wäsche

  • Wie oft wäscht du?
  • Trennst du die Wäsche akkurat oder wird alles gemeinsam gewaschen?

Mir ist es wichtig, dass ich die Waschmaschine sinnvoll einsetzen kann. So habe ich mich z.B. von allen weißen Kleidungsstücken getrennt, denn damit erspare ich mir die weiße Wäsche und einen Waschgang, wo die Waschmaschine nur zu maximal 1/4 voll war. Ich habe auch sämtliche Kleidungsstücke weggegeben, die eine Sonderbehandlung, wie Handwäsche benötigen.

Gebügelt wird bei mir ebenfalls nicht. Diese Tätigkeit habe ich schon vor vielen Jahren minimalisiert.

Deine Gewohnheiten und dein Tagesablauf

  • Brauchst du Arbeitskleidung?
  • Reist du viel und wie viel Kleidung benötigst du dafür?
  • Brauchst du Sportbekleidung?

Schritt 3: Finde deine Lieblingsstücke (im Kopf)

Nun kommt die Strategie des Staatsanwalts ins Spiel. So wie er seine Hauptzeugen, auf die er auf keinen Fall verzichten will, definiert hat, so überlegst du dir, welches deine Lieblingsstücke sind bzw. welche du ständig brauchst. Wenn du nur eine einzige Hose behalten dürftest, welche wäre das? Wenn du noch eine zweite haben darfst, welche wählst du aus? So bestimmst du deine Favoriten pro Kategorie. Ausgehend von den Top-Favoriten setzt du deinen Fokus für deine zukünftige Garderobe. So entsteht nach und nach deine Capsule Wardrobe.

Du solltest darauf achten, nicht (extrem) über die vorher definierte Zahl zu gelangen. 

Schritt 4: Räume deine Lieblingsstücke beiseite

Deine Lieblingsstücke willst du behalten, daher brauchst du dich vorerst nicht weiter darum kümmern. Du räumst sie aus dem Schrank und legst sie beiseite. Wichtig ist, dass diese Sachen auch wirklich in die Kategorie „Lieblingsstücke“ fallen und du sie in Gebrauch hast. Ein Kleidungsstück ist „schön“ oder war „teuer“ oder ist eine „Erinnerung“, aber du hast es jahrelang nicht mehr getragen? Dann gehört es nicht in die Kategorie „Lieblingsstücke“.

Schritt 5: Räume den Schrank aus

Je nachdem, wie groß dein Schrank ist und wie viele Kleidungsstücke du hast, räumst du entweder den ganzen Schrank aus oder einen Teil davon. Sortiere deine Sachen nach den vorher definierten Kategorien.

Schritt 6: Die Entscheidung

Die Radikalkur

Alles, was es nicht in den Status „Lieblingsstücke“ fällt, kann entsorgt (verschenkt, verkauft oder weggeworfen) werden.

Ausmisten light

Du gehst die Kleidungsstücke (die nicht den Status „Favoriten“ bekommen haben) nochmals durch und trennst dich sehr großzügig von den meisten der verbliebenen Dinge. Du weißt ja, deine Lieblingsstücke sind hier nicht dabei! Wovon du dich jedenfalls trennen solltest sind folgende Sachen:

  • Zu klein oder zu groß
  • Zwickt oder kratzt
  • Kaputt (es sei denn, du hast WIRKLICH vor, es zu reparieren)
  • Einzelstücke (z.B. Bluse, die zu keiner Hose oder Rock passt)
  • In den letzten Jahren nie im Gebrauch (sei ehrlich zu dir selbst!)
  • Gehören zu einem Fantasy Self (aus der Vergangenheit oder der Zukunft)

Schritt 7: Reinige den Schrank gründlich

Du wirst sehen, das macht einen großen Unterschied. Es ist viel schwieriger, ungeliebtes Zeug in einen gereinigten Schrank einzuräumen. Solltest du bei Schritt 6 zu großzügig gewesen sein, wird dir der saubere Schrank ein Signal geben.

Schritt 8: Sortiere deine verbliebenen Kleidungsstücke ein

Nun, da du dich von vielen Kleidungsstücken getrennt hast, ist genug Platz für deine Lieblingsstücke. Bedenke stets, auch deine Dinge möchten es gemütlich haben und nicht so eingequetscht sein, wie die Fahrgäste in der Tokioter U-Bahn zur Rushhour, die noch einen Oshiya (Schieber, Drücker) benötigen.

Tipp 1: Die Kleidungsstücke, die auf keinen Kleiderbügel kommen, kannst du rollen. So hast du einen viel besseren Überblick und kannst wesentlich besser die Ordnung bewahren. Versuch es einfach einmal. 

Tipp 2: Hänge die Kleiderbügel verkehrt herum in den Schrank. Sobald du ein Kleidungsstück anziehst, drehst du den Bügel in die richtige Richtung. So siehst du (z.B. nach einem Jahr) auf einen Blick, welche Sachen du angezogen hast und welche nicht. Das ist besonders wichtig, wenn es „Vielleicht-Stücke“ in den Schrank geschafft haben. Diese Methode wird dir die Entscheidung beim nächsten Kleiderschrank-Check sehr erleichtern.

Schritt 9: Entferne die ausgemusterten Kleidungsstücke

Entferne die ausgemusterten Kleidungsstücke so rasch wie möglich. Es sollen keine Zwischenlager entstehen.

Tipp 1: Wenn dir Schnelligkeit wichtig ist, dann halte dich nicht mit Verkaufen auf bzw. wenn du verkaufen willst, dann in Bausch und Bogen.

Tipp 2: DU entscheidest über DEINE Sachen. Lass dich nicht von Aussagen wie: „WAS!!!! Dieses tolle Teil willst du weggeben?“ in die Irre leiten. Am besten, du bringst die ausgemusterten Kleidungsstücke aus dem Haus BEVOR Familienmitglieder ihre Ansichten zu DEINER Kleidung kundtun können!

Tipp 3: Was im Sack drinnen ist, bleibt drinnen.

Schritt 10 (optional): Analyse

Zu welcher Kategorie gehören die ausgemusterten Sachen?

  • Passen nicht mehr (zu groß/zu klein)
  • Sind durch das viele Tragen bzw. Waschen unansehnlich oder kaputt geworden
  • Haben dir einmal gefallen, aber jetzt nicht mehr
  • Fehlkäufe
  • Spontankäufe
  • Geschenke

Wenn du viele Kleidungsstücke den letzten 3 Kategorien hast, vielleicht sogar Kleidungsstücke, die du nie getragen hast, dann lies hier weiter:

Vorsicht! Konsumfalle! 6 Tipps wie du ihr entkommst!

Meine 3 besten Tipps für schnelles Ausmisten!

Ausmisten fällt manchmal sehr schwer und zieht sich wie ein Strudelteig (auf gut Wienerisch gesagt). Hier gebe ich dir meine 3 besten Tipps, wie du flott und effizient den Entrümpelungs-Prozess startest und den inneren Schweinehund besiegst. Mit diesen 3 Tipps hast du sehr gute Karten, um sofort erste Erfolge zu erzielen.

Tipp 1: Pomodorosiere!

Das Hauptproblem: Du fängst erst gar nicht mit dem Entrümpeln an. Die Aufgabe ist riesig und dir fehlt die Motivation zu starten.

Die Lösung: Arbeite in kleinen Zeiteinheiten. 25 Minuten gehen immer! Du wirst erstaunt sein, was du in der kurzen Zeit alles schaffen kannst. Mit dieser Methode wirst du deinen inneren Schweinehund effektiv überlisten.

Die Technik besteht aus folgenden Schritten:

  1. Die Aufgabe formulieren
  2. Den Timer auf 25 Minuten stellen
  3. Die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt
  4. Kurze Pause machen (5 Minuten)
  5. Nach jeweils vier pomodori eine längere Pause machen (15–20 Minuten)

➡️ Es reicht auch ein pomodoro! 😉 Arbeite je nach individuellem Energie-Level. Besser weniger, dafür aber beständig, als zu viel auf einmal.

Das Essentielle an der Methode ist die Starthilfe, die sie bietet. Eine große Aufgabe wird in kleinere Teileinheiten zerstückelt und ist mental so einfacher zu bewältigen.

Die Pomodoro Methode wurde von Francesco Cirillo in den 1980er Jahren als Zeitmanagement-Methode entwickelt. Pomodoro ist das italienische Wort für Tomate und Cirillo verwendete für seine Versuche eine Küchenuhr in Tomatenform.

Du kannst die Pomodoro Methode für sämtliche Tätigkeiten verwenden, bei denen du Anlaufschwierigkeiten hast.

Tipp 2: Entleere!

Das Hauptproblem: Du stehst vor dem Schrank, der Kommode, der Schublade oder dem Regal. Du machst die Tür auf und auch gleich wieder zu. Im besten Fall nimmst du ein paar wenige Dinge heraus und das war es auch schon wieder mit dem Entrümpeln.

Du denkst: Die Dinge haben doch Platz im Schrank. Sie sind nun mal „geordnet“ wie sie sind und du möchtest diese „Ordnung“ nicht zerstören.

Die Lösung: Räume den Bereich, den du entrümpeln willst komplett aus. Das ist mental schwierig, denn der innere Schweinehund sträubt sich dagegen. Aber für eine gründliche Entrümpelung ist dieser Punkt absolut entscheidend.

Wenn es dir schwer fällt, dann nutze den Timer und starte mit einem überschaubaren Teilbereich, z.B. einer einzelnen Schublade.

Dinge, die du einmal ausgeräumt hast, kannst du mental viel leichter loslassen.

Die Hemmschwelle, nicht mehr benötigte Dinge wieder in den leeren und gereinigten Schank einzuräumen, ist hoch. D.h. bevor du die Sachen wieder hinein räumst, wirst du dich in einem weiteren Schritt von noch mehr Dingen trennen.

Gehe daher immer in folgenden Schritten vor:

  1. Ausräumen
  2. Ausmustern
  3. Reinigen
  4. Einräumen
  5. Aus dem Haus bringen

Tipp 3: Entsorge!

Das Hauptproblem: Die ausgemusterten Dingen bilden Zwischenlager in deiner Wohnung und es dauert ewig, bis sie dich wirklich verlassen. Sie bereiten dir weiterhin Sorgen!

Die Lösung: Überlege dir schon vor dem Entrümpeln, was du mit den nicht mehr benötigten Dingen machen wirst und vor allem auch realistisch machen kannst. Es hat keinen Sinn, Dinge verkaufen zu wollen, wenn du dann monatelang mit der Verkaufsabwicklung beschäftigt bist und deine Wohnung einem Lager gleicht.

Meine Empfehlung ist, nur ausgewählte Dinge zu verkaufen, wo sich der Kosten-Nutzen Aufwand auch wirklich lohnt. Den Rest solltest du großzügig verschenken oder fachgerecht entsorgen. Und das nicht irgendwann, sondern innerhalb weniger Tage.

Die Frage nach dem Wohin treibt dir Schweißperlen aufs Gesicht? In diesem Artikel habe ich einige Ideen zusammengefasst, was du mit den ausgemusterten Sachen machen kannst:

Wohin mit ausgemusterten Sachen?

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Der Tag Irgendwann – ein Kellerkrimi

Heute beim Frühstück – Kaffee gehört immer dazu – ist mir plötzlich die alte Kaffeemaschine meines Mannes eingefallen. Es handelt sich um ein hässlich giftgrünes Gerät, das er in einem Anfall ästhetischer Verwirrung (ich kann es nicht anders bezeichnen) in einem Baumarkt gekauft hat. Dieses Ding hat zwar Kaffee produziert, aber der Geschmack hatte (für mich) immer einen toxischen Beigeschmack.

Lebenselixier Kaffee!

Irgendwann hatte mein Mann diese Kaffeemaschine ebenfalls satt. Als Ersatz für das giftgrüne Ding (das übrigens in seiner zweifellos gehässigen Art noch tadellos funktionierte) kaufte er Aroma-Boy. Wie der Name schon sagt, eine Mini-Maschine, dafür aber in klassischem Dunkelbraun, die nun farblich perfekt in seine Küche passte. Zusätzlich wurde auch noch eine elfenbeinfarbige Nespresso-Maschine angeschafft. Dem Kaffeeglück stand nun auch ästhetisch nichts mehr im Wege.

Seither wartet Giftgrün im Keller. Auf den Tag „IRGENDWANN“. Wann könnte dieser Tag IRGENDWANN eintreten?  Ich versuche mir den Kaffee-Super-Gau vorzustellen, d.h. mein Mann ist so verzweifelt, dass er sich mit Stirnlampe bewaffnet auf den Weg in sein dunkles Kellerverlies macht, um Giftgrün hervorzuholen.

Keller in Wien schauen wirklich so aus! Das Haus wurde in den 1960er Jahren erbaut.

Es ist ein schöner Frühlingsmorgen und mein Mann isst gerade sein Müsli. Währenddessen blubbert Aroma-Boy in der Küche vor sich hin. Oder doch nicht? Es ist verräterisch still und ein Blick auf die Maschine zeigt: Aroma-Boy ist tot oder zumindest stellt er sich so. Glücklicherweise gibt es noch die Nespresso-Maschine. Aber auch dieses hintertückische Gerät hat just zum selben Zeitpunkt keine Lust mehr, Kaffee zu produzieren. Strom ist vorhanden, aber diese beiden Geräte bleiben kalt, stumm und ablehnend.

Wo ist mein Kaffee?????

Mein Mann ist verzweifelt. Aber ist er verzweifelt genug, um die giftgrüne Kaffeemaschine wieder in Betrieb zu setzen?

Ist heute IRGENDWANN? Wird er endlich den Gang ins Kellerverlies antreten? Ist heute Revival von Giftgrün?

Leider nein, denn so wie ich meinen Mann kenne wird er nun die Wohnung verlassen, die 15 Schritte zur Bäckerei seines Vertrauens gehen und dort seinen Kaffee trinken. Oder er wird eines der vielen Wiener Cafés betreten und dort sein Frühstück fortsetzen. Oder wenn alle Stricke reißen, wird er einen Earl Grey trinken, eventuell sogar einen langweiligen English Breakfast – aber eines wird er sicher nicht machen: In den Keller gehen. Die Maschine hervorkramen. Sie vom Staub befreien. Einen Leerdurchlauf mit Wasser starten …

Nachdem er Plan B, C, D, E oder F angewendet hat und er sich vergewissert hat, dass Aroma-Boy und Elfenbein nicht mehr zu retten sind, wird er eine neue Kaffeemaschine kaufen oder bestellen. Giftgrün wird weiterhin im Keller bleiben und auf den Tag IRGENDWANN warten. So wie Dornröschen auf den Kuss des Prinzen – nur dass der Prinz nie kommt!

Die Tür zum Keller bleibt geschlossen. Giftgrün wird nicht wachgeküsst.

Wir alle waren schon einmal in der Irgendwann-Falle und uns allen fallen sicher sofort Sachen ein, die vergeblich auf den Tag Irgendwann warten.

Wir DENKEN, dass wir ein Ding wieder verwenden würden. Die Realität schaut aber oft anders aus. Wir meinen, dass wir das Kleid, das schon jahrelang im Schrank hängt, IRGENDWANN brauchen könnten. Theoretisch. In der Praxis hängt es meistens weiter unbeachtet – oder was noch schlimmer ist – mit Schuldgefühlen am Kleiderbügel.

Wir MEINEN, dass wir die Bratpfanne, die wir schon längst ersetzt haben, eventuell doch irgendwann einmal noch brauchen könnten – wenn die neue vielleicht irgendwann einmal kaputt gehen sollte.

Wir HOFFEN, dass wir das Mountainbike oder die Tauch-Ausrüstung doch irgendwann einmal verwenden werden, weil wir sie doch um teures Geld gekauft haben.

Aus Erfahrung wissen wir jedoch, dass der Fall IRGENDWANN in 90% der Fälle nie eintreten wird. Und dass es besser ist, wenn wir uns JETZT von diesen Dingen trennen und es nicht auf IRGENDWANN verschieben.

Übrigens: Ein wenig „schräger“ Humor ist bei mir immer mit dabei. Denn das Lachen oder zumindest Lächeln ist der beste Weg um eingefahrene und hinderliche Glaubenssätze (und darum geht es auch beim Ausmisten) ebenfalls entrümpeln zu können.

Wohin mit ausgemusterten Sachen?

Wohin mit ausgemusterten Sachen

Eine der Hauptursachen, warum das Ausmisten als mühsam empfunden wird, ist die unbeantwortete Frage nach dem „Wohin mit ausgemusterten Sachen“. Als ich scherzhalber einmal gepostet habe: „Was meint ihr zu einem Angebot, wo ich unliebsame Gegenstände einfach in Luft auflöse?“, hatte das eine unglaubliche Resonanz. „Ja, genau das will ich!“ oder „Ich, Ich, Ich“ oder „Ja bitte, komm zu mir!“ waren die Reaktionen. Obwohl ich ständig an meinen magischen Fähigkeiten arbeite und mit einem Gebrauchtwarenhändler wegen eines „Verschwindibusses“ verhandle 😅, möchte ich in diesem Artikel praktikable Alternativen aufzeigen. Also, wohin mit dem Zeugs?

Die unbeantwortete Frage des „Wohin“ führt meistens dazu, dass entweder gar nicht mit dem Ausmisten begonnen wird, es nur halbherzig gemacht wird oder am Ende die Wohnung wie ein Lager ausschaut und überall Kisten und Säcke herumstehen.

Die Frage des „Wohin“ kann nicht allgemeingültig beantwortet werden, denn die lokalen Gegebenheiten und die persönlichen Möglichkeiten sind natürlich individuell verschieden.

Tipp: Bevor du zum Ausmisten anfängst, überleg dir was du mit den Sachen machen wirst bzw. kannst. Sei dabei so konkret wie möglich und bedenke auch das „wie“ und das „wann“ und eventuell eine Alternative dazu. Meistens hilft schon eine einfache Internet-Recherche, um die Möglichkeiten herauszufinden, die es ihn deiner Umgebung gibt und die für dich in Frage kommen.

Wichtig: Setze dir immer ein persönliches Zeitlimit, denn sonst sind die ausgemusterten Dinge zwar ausgemustert, aber sie befinden sich noch immer in deinem Besitz!

„Das werde ich irgendwann verkaufen/verschenken/reparieren“ funktioniert nicht. Du kannst den Prozess nicht abschließen und das wiederum wirkt sich sehr negativ auf die Motivation aus, weiter zu entrümpeln. Wenn Plan A bis zum Tag X nicht funktioniert, dann wird es Zeit für deinen Plan B.

Grundsätzlich kannst du die ausgemusterten Sachen verschenken, verkaufen, anderweitig nutzen oder entsorgen. Was das individuell „Richtige“ ist, hängt einerseits stark von der Art der Dinge ab und andererseits vom Aufwand, den du bereit bist zu investieren.

Verkaufen

Du tauschst Zeit gegen Geld!

Du musst die Dinge fotografieren, eine Anzeige schreiben, posten, mit potenziellen Käufern kommunizieren, Termine für die Besichtigung/Abholung vereinbaren oder die Sachen verpacken und zur Post bringen. Dich mit möglichen Reklamationen herumschlagen. Oder du nimmst an einem Flohmarkt teil. Aber auch das kostet Zeit und meistens auch Geld für die Standgebühr. Der Verkaufserfolg hingegen ist immer ungewiss.

Frag dich: Ist es mir das wert?

Kann ich dieses Geld (oder viel mehr Geld) leichter verdienen, indem ich meine Zeit (das wertvollste überhaupt) anderweitig einsetze?

Ich empfehle Verkaufen nur dann, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

  • Du hast Freude am Verkaufen und
  • Du hast genug Zeit für den Verkaufsprozess oder
  • Der realistische Erlös pro Ding ist > 100€ (das ist meine persönliche Zahl) oder
  • Du hast bereits einen potenziellen Käufer (z.B. im Freundeskreis oder in der Familie), d.h. der Verkauf kann rasch und problemlos abgewickelt werden

Der Wunsch ausgemusterte Dinge verkaufen zu wollen, entsteht oft aufgrund einer kognitiven Dissonanz, der sogenannten „Sunk Cost Fallacy“. Wir haben etwas für teures Geld gekauft, das wir nicht (mehr) wollen. Das daraus resultierende schlechte Gewissen möchten wir kompensieren, indem wir zumindest noch ein wenig Geld herausholen. Um das zu erreichen, müssen wir jedoch noch mehr Zeit und Geld investieren und wir müssen uns weiterhin mit diesen Dingen sowohl mental als auch physisch herumschlagen. Genau das ist der Kernpunkt der Sunk Cost Fallacy: Throwing good money (time) after bad“. Anstelle loszulassen und den Verlust zu akzeptieren, d.h. cutting one’s losses, hängen wir weiter an diesen Dingen. Das macht den „Verlust“ allerdings nicht geringer, nur unser Leben schwerer.

Tipp: Wenn du das nächste Mal in einem Geschäft stehst oder dein Finger gerade über dem „Jetzt Kaufen“-Button schwebt – exakt dann ist der richtige Zeitpunkt, sich über die Sunk Cost Fallacy Gedanken zu machen. Denn genau dann hast du es in der Hand, dein Geld (=Zeit) auszugeben oder auch nicht.

Verschenken

Eine zumeist flotte Methode, Dinge loszuwerden, ist sie zu verschenken. Das funktioniert vor allem bei wenigen und kleinen Sachen sehr gut, weil hier kein Transport organisiert werden muss. Aber auch das Verschenken kann manchmal mühsam sein und bestimmte Sachen will einfach niemand. Überlege daher: Tauschst du Zeit gegen „gutes Gewissen“?

Es gibt unzählige Privatpersonen und Organisationen, die gerne ausgemusterte Dinge annehmen. Im Folgenden beschreibe ich einige Möglichkeiten, die ich selbst schon ausprobiert habe.

Stelle eine „Zu-Verschenken-Box“ auf

Wenn es sich um Kleinzeugs handelt, dann empfehle ich eine Box mit der Aufschrift „Zu Verschenken“ vor dem Haus aufzustellen. Bedingung ist natürlich, dass es platztechnisch möglich ist und genug Leute an der Box vorbeikommen. Ich habe damit nur die allerbesten Erfahrungen gemacht und fast immer war alles innerhalb kurzer Zeit weg. Auch in der FB-Gruppe „Entrümpeln mit System & Power haben mehrere Teilnehmerinnen auf diese Weise sehr viele Dinge verschenkt. Eine Freundin hat mir berichtet, sie hat gezweifelt, ob so eine Box bei ihr in einer ruhigen Seitenstraße funktionieren würde. Aber selbst bei ihr hat diese Methode wunderbar geklappt.

Sobald eine Ladung weg ist, wird die Kiste nachgefüllt. In die Box kannst du alles geben, was darin Platz findet: z.B. Bücher, CDs, DVDs, Spielzeug, Geschirr, Kleidungsstücke, Schuhe, Handtaschen oder Deko. Der entscheidende Vorteil ist, dass du die zu verschenkenden Sachen nur vors Haus bringen musst und kein Transport erforderlich ist. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass die Dinge glückliche Nachbesitzerinnen finden werden.

Meine Nachbarin hat z.B. einen großen Glaskrug aus der Box genommen. Sie hat mir ein Bild über WhatsApp geschickt, das den Krug mit einem riesigen Blumenstrauß zeigt; ein Geschenk ihres Freundes zum Valentinstag. Die Tochter einer anderen Nachbarin hat sich das Buch „Herr der Diebe“ genommen, welches wir doppelt hatten. Sie hat sich bedankt, als ich sie im Stiegenhaus getroffen habe.

Mit beiden hat sich ein Gespräch entwickelt: In etwa so:

„Ich bin gerade am Ausmisten und habe noch x Bücher zum Verschenken. Magst du sie dir anschauen? Vielleicht ist etwas für dich dabei.“

Oder: „Ich habe noch viele Blumenübertöpfe (von meinen toten Pflanzen 😢) – kannst du welche brauchen?“

Rede mit anderen

Eine gute Möglichkeit Dinge loszuwerden ist mit anderen (z.B. Kolleginnen, Freundinnen, Nachbarinnen) über deine Ausmistaktion zu reden bzw. sie zu fragen, ob sie etwas brauchen können. Auch die Box (siehe oben) ist ein guter Anknüpfungspunkt. Dinge, die auf ihrer Einkaufsliste sind, könnten auf deiner „zu-verschenken-Liste“ sein.

Als meine Mutter ins Seniorenheim gezogen ist, habe ich auf diese Art und Weise viele Küchengeräte und -utensilien verschenkt. Ein Kollege bekam ein Dampfbügeleisen; seines war kaputt gegangen und er wollte gerade ein neues bestellen. Einer Kollegin habe ich einen Handstaubsauger für ihr Wochenendhaus geschenkt. Meine Nachbarin hat Plastikcontainer brauchen können. Auch wenn du unmittelbar keine Abnehmer findest, so bekommst du vielleicht gute Tipps, wer gerade was sucht.

Umgekehrt ist es auch eine gute Idee, dein Umfeld nach gebrauchten Gegenständen zu fragen, bevor du etwas Neues kaufst.

Betrachte das Ausmisten als Projekt. Erzähle allen davon!

Gehe auf eine Party oder lade Freundinnen ein

Das ist zugegebenermaßen in Zeiten der Pandemie schwieriger geworden, aber ich hoffe, dass sich die Zeiten bald schon wieder ändern werden. Kleine Dinge, wie Modeschmuck und Accessoires kannst du mitnehmen und die Anwesenden können sich etwas aussuchen. Ich habe z.B. einen Brotkorb mit Schmuck auf den Tisch gestellt und wer wollte, konnte sich etwas aussuchen. Innerhalb weniger Minuten hatten alle Halsketten, Armbänder und Ringe neue glückliche Besitzerinnen gefunden.

Mit ausgemusterten Kleidungsstücken (vor allem Kinderbekleidung) und Büchern habe ich es auch so gemacht. Meine Gäste durften sich etwas aussuchen. Wenn sie wollten. Das ist wichtig! Übe keinen mentalen Druck aus, in der Form: „Das habe ich extra für dich aufgehoben; das wird dir gut passen; das wirst du lieben …“ Das letzte, was wir wollen ist: Unsere ausgemusterten Dinge anderen aufzudrängen! Und du solltest auch bedenken, dass manche Menschen extrem schwer „nein“ sagen können.

Mein Mann erinnert sich nach Jahrzehnten noch an eine lustige Weihnachtsparty, wo jeder das scheußlichste Weihnachtsgeschenk mitbringen sollte. Auch diese Dinge haben begeisterte Abnehmer gefunden. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Verschenke in Bausch und Bogen

Wenn du Kleinanzeigen schaltest: Stelle Pakete zusammen, wenn du viele gleichartige Dinge zum Verschenken (oder auch Verkaufen) hast. Das geht wesentlich schneller, als einzelne Gegenstände zu fotografieren, zu posten und gegebenenfalls zu verschicken.

Nutze öffentliche „Verschenk“ bzw. „Tausch“-Einrichtungen

In den meisten Städten gibt es öffentliche Bücherschränke, in die du Bücher hineingeben und dafür andere mitnehmen kannst. Genießbare Lebensmittel können in Wien in sogenannten FAIRteilern abgegeben werden. Auch einen „Kostnix-Laden“ gibt es in Wien, wo Dinge gebracht und auch mitgenommen werden können.

Spende für Sozialeinrichtungen

Karitative und soziale Einrichtungen nehmen ausgemusterte Sachen an, z.B. Sozialkaufhäuser, Obdachlosenunterkünfte oder Mutter-Kind-Häuser. Bevor du die Dinge zu den jeweiligen Einrichtungen bringst, ist es empfehlenswert, nachzufragen bzw. auf der jeweiligen Website nachzulesen, was genau gebraucht wird. Diese Einrichtungen haben ohnehin oft mit Personalmangel zu kämpfen, daher sollte man auf jeden Fall vermeiden, ihnen noch die zusätzliche Arbeit des Aussortierens und Entsorgens aufzuhalsen.

Auch beim Verschenken gilt: Die Sachen sollen gereinigt und in gutem und einsatzbereitem Zustand sein. Kleidungsstücke, bei denen „nur eine kleine Naht ausgebessert werden müsste“ oder Geräte die „nur einen kleinen Defekt haben, aber für einen Bastler sicher kein Problem wären“ zählen nicht dazu. Es sei denn, solche Sachen werden explizit z.B. für eine Reparaturwerkstatt oder kreative Projekte gesucht.

Verschenke an kreative Projekte oder Künstlerinnen

Was für die einen schon Müll ist, kann für andere noch wertvoller Rohstoff sein. Aus kaputten Kleidungsstücken können z.B. noch kleine Kissen genäht oder Kuscheltiere gebastelt werden. Oder aus alten ausgeschlachteten PC-Tastaturen Schmuckstücke angefertigt werden. Sei auch du kreativ und erforsche, wen du mit deinen alten Sachen noch glücklich machen könntest.

Erkundige dich bei deinem lokalen Entsorgungsunternehmen

In Wien gibt es die Möglichkeit, gut erhaltene Sachen (Kleidung, Schuhe, Schmuck, Uhren, Spielsachen, Bücher, LPs, CDs, Geschirr, Musikinstrumente, Einrichtungsgegenstände, Elektrogeräte, usw.) zur sogenannten „MA48er-Tandlerbox“ zu bringen. Das ist ein spezieller Container, den es bei allen Wiener Mistplätzen gibt. Diese Gegenstände werden dann im „MA48er-Tandler“, einem urigen 2nd-hand-Laden zum Verkauf angeboten. Der Erlös fließt an karitative Einrichtungen, wie z.B. ans Obdachlosenheim „Gruft“ oder ans Tierquartier. Es gibt auch immer wieder Veranstaltungen, wie z.B. Lesungen oder Konzerte beim Tandler und ich habe auch schon das eine oder andere besondere Stück erworben.

Entsorgen (lassen)

Problematischer kann es mit großen und sperrigen Sachen, wie z.B. Möbelstücken, werden. Selbst gut erhaltene Gegenstände finden manchmal schwer Abnehmer, wenn sie abgeholt werden müssen.

Ich erinnere mich noch lebhaft daran, als mein Mann sein gut erhaltenes Sofa verschenken wollte. In der Kleinanzeige hat er extra darauf hingewiesen, dass er im 7. Stock wohnt, das Sofa nicht in den Lift passt und daher zumindest zwei starke Personen nötig sind, um das gute Stück zu transportieren. Gekommen ist ein kleiner dürrer Mann, der zudem erzählte, dass er vor kurzem eine Herzoperation hatte. Er musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Mein Mann war es daraufhin leid, weiter auf Interessenten zu warten, die das Sofa nicht nur wollten, sondern auch fähig waren, den kurzen Text der Kleinanzeige sinnerfassend zu lesen. Er hat das kommunale Abfallentsorgungsunternehmen beauftragt, das Sofa (kostenpflichtig) abzuholen.

Ich erinnere mich auch noch an die Zeit, wo ich ausgemusterte Sachen über die FB-Gruppe „Wien verschenkt“ angeboten habe. Ich habe das aufgegeben, weil zu viele schwarze Schafe dabei waren, die nur laut „ich will“ geschrien haben, dann die Sachen aber nie abgeholt bzw. mich gefragt haben, ob ich ihnen die Verschenk-Sachen zustellen könnte.

Auch bei anderen Verkauf- oder Verschenk-Portalen gibt es immer wieder unverschämte Interessenten, die den Preis ewig herunterhandeln, nur um dann nicht aufzutauchen.

Ich (im Posting): „Abzuholen im xx. Bezirk, Nähe YY, U-Bahnstation ZZ“
Interessent: „Ich will“
Ich (via Messenger): „Kannst du am tt um hh kommen, um das Ding abzuholen?“ (ich nenne mehrere Tage und Uhrzeiten)
Interessent: „Wo wohnst du?“
Ich: „Im xx. Bezirk (siehe Posting)“
Interessent: „Oh, das ist weit weg von mir.“
Ich bin schon leicht irritiert, denn aufgrund meines Postings ist klar ersichtlich, in welcher Gegend Wiens die Sachen abzuholen sind.
Interessent: „Könnten wir uns bei der U-Bahnstation A treffen?“
Oder
Interessent: „Ich hole das Ding am tt um hh ab“, nur um dann zu spät oder gar nicht aufzutauchen.

Viele haben weder Zeit noch Lust, in endlose Dialoge mit potenziellen Nicht-Käufern oder Nicht-Abholern zu treten.

Wenn das Verkaufen bzw. das Verschenken zu mühsam und zu langsam wird, macht es durchaus Sinn, die Dinge zu entsorgen oder entsorgen zu lassen. Einen Dienstleister zu beauftragen, kostet zwar etwas, aber die Alternative ist, auf den Dingen sprichwörtlich sitzen zu bleiben und das ist noch viel weniger erfreulich. Ich habe es schon erlebt, dass Menschen endlos zögern, eine kostenpflichtige Entsorgung zu bestellen oder externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dabei würde das ihr Leben viel leichter machen und das Problem rasch beseitigen. Aber irgendwie haftet dem Ganzen der Geruch des Misserfolgs an. „Aufräumen sollte ich doch allein können!

Das schlechte Gewissen schlägt zu. Wir haben Geld ausgegeben für Dinge, die wir nicht (mehr) brauchen, die aber noch in gutem Zustand sind. Wenn wir sie nicht mehr verwenden wollen, dann soll sie zumindest noch jemand anderer stellvertretend für uns verwenden. Ich bin nun keinesfalls dafür, alles in den Müll zu werfen und Verschenken ist oft die beste Option.

Ich sehe aber auch, wie sich manche Menschen jahrelang abplagen, die „perfekten“ Abnehmer für ihre Sachen zu finden. Die Entrümpelung zieht sich dann über viele Jahre, ist sehr mühsam, kommt immer wieder ins Stocken und es entsteht das Gefühl, dass kein Ende in Sicht ist. Manchmal denke ich mir, hier bedarf es einer „Absolution“:

So wie der katholische Priester im Beichtstuhl sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben! Bete zehn Vater-Unser. Gehe hin und sündige nicht mehr!“ würde ich gerne sagen: „Es ist in Ordnung, Ballast abzuwerfen. Du darfst dir den Fehlkauf vergeben! Gehe hin und lösche zumindest 10 Newsletter, alles was in deinem Online-Einkaufswagen liegt und mach einen großen Bogen um die Einkaufszentren!“

Du brauchst dringend eine Absolution? Dann zögere nicht und kontaktiere mich und wir besprechen, wie du deinen Ballast loswerden kannst.

Schick mir eine Mail an mail@ulipauer.com

Ich habe auch einen Fragebogen zum Thema Ausmisten – wenn du die Fragen beantwortest, gewinnst du für dich auch eine kleine Standortbestimmung.