12 von 12: Mein 12. März 2024: Literaturmuseum

#01: Eines meiner liebsten Frühstücke: Dinkelbrot mit Ziegenkäse und Gurkenscheiben; verfeinert mit Zitronensaft und Pfeffer. Dazu gibt’s natürlich Kaffee.
#02: Die neue Lesebrille meines Mannes ist geliefert worden. Ich setze sie auf (sehe fast nichts), aber finde, dass mir eine rote Brille gut steht. Was meinst du?
#03: Blühender Baum und Lieferwagen in der Kärntner Straße. Ich bin am Weg ins Literaturmuseum Wien, in die Johannesgasse. Der Besuch dieses Museums steht als To-do auf meiner „Was ich bis zum 31.3.2024 erleben will„-Liste.
#04: Der Blumenkiosk in der Kärntner Straße bringt Farbe in den regnerischen Tag.
#05: Heute wird wohl niemand draußen den Kaffee genießen.
#06: Der Schriftsteller Peter Altenberg wusste, wie wichtig Kaffee ist und dass sich im Kaffeehaus viele Probleme lösen lassen.
#07: Im Literaturmuseum: Die Dauerausstellung erstreckt sich über zwei Stockwerke und befindet sich im Gebäude des ehemaligen k.u.k. Hofkammer-Archivs. Ich werde wiederkommen (müssen), denn die Vielzahl der Exponate kann man bei einem Besuch unmöglich würdigen. Außerdem wird am 18. April eine Sonderausstellung anlässlich des 100. Geburtstags von Friederike Mayröcker eröffnet.
#08: Der österreichische Dichter Franz Grillparzer war von 1832 bis 1856 Direktor des Archivs. Sein Arbeitszimmer im original Biedermeier Stil ist so erhalten, wie er es 1856 anlässlich seiner Pensionierung verließ. Rechts steht das Pult, an dem viele seiner Dramen entstanden.
#9: Seinem Brotberuf gegenüber war Grillparzer ambivalent eingestellt, denn er befürchtete, dass das Schreiben angesichts „geschäftigen Müßiggangs“ und „Herumstörens in alten Akten“ zu kurz kommen könnte.
#10: Auch die österreichische Dichterin Friederike Mayröcker haderte mit ihrem Beruf als Lehrerin. Sie wollte viel lieber nur schreiben. Ihre Ideen notierte sie auf Zettel, die sie in ihrer Wohnung hortete. Über ihre Jahre im Schulbetrieb sagte sie: Ich war eine schlechte Pädagogin. Ich wollte nie diesen Lehrberuf ausüben, aber meine Eltern haben gemeint, dass das ein für mich geeigneter Brotberuf wäre. Von der Literatur konnte man damals überhaupt nicht leben.
#11: Forsythien am Straßenrand bringen Gelb ins Grau – Linke Wienzeile.
#12: Fast zu Hause. Es regnet noch immer. Jemand hat sein T-Shirt ins Fenster gehängt.

Wer schreibt hier?

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7 Gedanken zu „12 von 12: Mein 12. März 2024: Literaturmuseum

  1. Liebe Uli,
    die rote Brille steht dir super! Passt auch zu deiner roten Kette.
    Und wieder eine tolle Geschichte.
    Auch Wien kann genauso grau sein wie Wuppertal.
    LG Birgit

  2. Das ist ja interessant. Bei diesem Museumsbesuch hätte ich Dich sofort begleitet. Das werde ich mir merken, wenn ich mal in die Ecke komme.

  3. Nicht der Herr ganz rechts, sondern der zweite von rechts (Auflösung im Insta-Post), bitte um Verzeihung. 🫣
    Straffes Programm für einen Regentag, das Beste, was man draus machen konnte, würde ich sagen.
    Und ein cooles Auto-T-Shirt-Bild!
    Liebe Grüße!

  4. Literaturmuseum … kenne ich gar nicht! Kommt direkt auf die „Das-schaue-ich-mir-an-beim-nächsten-Wienbesuch“-Liste!
    Mit dir lerne ich neue Seiten meiner Lieblingsstadt kennen! Danke dafür ❤️.
    und ja. die rote 👓 steht dir!

  5. Liebe Uli,
    danke für den Spaziergang und interessanten Einblick ins Literaturmuseum.
    Mayröcker-Zettel auf der Leine, was für ein Schatz! Du gehst bestimmt noch einmal hin.
    Kaffeehäuser haben mich noch nie verlockt, eben weil die auch nicht kreditieren. Ich bin halt keine Dichterin –
    Ich schick ein paar Sonnenstrahlengrüsze nach Wien
    (dafür fängt der Regen jetzt hier auch grad an)
    Mascha

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