12 von 12: Mein 12. Juni 2026: Lob der tüchtigen Frau

Dieser Text ist allen tüchtigen Frauen gewidmet.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du eine tüchtige Frau bist. Dass du – obwohl du einen Namen hast – in der anonymen Masse der tüchtigen Frauen untergehst, ohne die die Welt nicht einen Tag existieren könnte.

#01: Steyen ale reder shtil, ven dayn shtarke hant nor vil!

Den vollständigen Text aus Sprüche 31,10-31 kannst du hier als PDF lesen.

Als Tamar zu mir kam, sah ich eine schöne, erfolgreiche und starke Frau – aber auch eine Frau, die müde war. Die es satt hatte, immer zu geben und so wenig zurückzubekommen. Die nicht länger mit ein wenig Lob abgespeist werden wollte.

  • Ich stehe vor Tagesanbruch auf und versorge meine Kinder und meinen Mann mit Essen
  • Ich koche und backe
  • Ich kümmere mich um warme Kleidung für die ganze Familie
  • Ich nähe Decken und Kleider
  • Ich fertige Röcke und Gürtel
  • Ich kaufe und verkaufe Textilien und Lebensmittel
  • Ich erwerbe Äcker und lege Weinberge an
#01: Tamars Wiesen und Äcker
#02: Tamars Weinberg
#03: Tamar bäckt Challah
#04: Tamar kocht Suppe mit Gemüse aus ihrem Garten
#05: Tamar erntet Äpfel aus ihrem Obstgarten
  • Ich kümmere mich um die Finanzen und arbeite auch nachts, wenn alle anderen schon schlafen
  • Ich unterstütze Arme und Bedürftige
  • Ich führe den Haushalt und leite das Unternehmen
  • Ich strahle Würde und Zuversicht aus, auch wenn ich mich erschöpft und leer fühle

Mein Mann sitzt in den Torhallen und diskutiert im Rat mit anderen Männern. Sie treffen wichtige Entscheidungen, während ich arbeite, ihn ernähre und finanziere. Seine Freunde schlagen ihm lachend auf die Schulter und gratulieren ihm – zu mir. Zu Hause, nachdem ich alleine den Abwasch gemacht und die Küche geputzt hatte, sagte er zu mir:

Viele Frauen erwiesen sich als tüchtig, doch du, liebste Tamar übertriffst sie alle. Du sollst vom Ertrag deiner Hände etwas bekommen, denn sogar im Stadttor rühmen sie deine Werke!

Nachdem ich Tamar zugehört hatte, war ich sprachlos. Meine vier Schwestern und ich hatten seinerzeit von Mose unseren Erbteil gefordert – und nach göttlicher Intervention auch bekommen. Aber im Grunde genommen hatte sich seit über 3000 Jahren nicht wirklich etwas geändert.

Ich will die Scheidung, sagte Tamar. Er hat seine Versprechen nie eingehalten. Alles, was er jemals gesagt hat, waren nur leere Worte. Und genauso leer fühle ich mich heute.

Sie reichte mir ihre Ketubbah:

#06: Sein Eheversprechen: Sei mir durch diesen Ring angetraut nach dem Gesetz Moses und Israels. Ich will dir dienen, dich in Ehren halten und versorgen nach der Weise jüdischer Männer, die in Redlichkeit ihren Frauen dienen.

Tamar zitterte – ob vor Wut oder vor Trauer konnte ich nicht mit Bestimmtheit erkennen. Sie fuhr fort: „Er meint, ich sollte „etwas“ vom Ertrag meiner Hände bekommen, wie eine Sozialhilfeempfängerin, die um eine Beihilfe ansucht. Ich bin ja „nur“ Hausfrau und Mutter und habe nebenbei ein wenig im Geschäft ausgeholfen, im Grunde genommen „nichts“ gearbeitet. Ich soll „einen kleinen Anteil“ bekommen, während er den Löwenanteil für sich behalten will, damit er in den Torbögen gefeiert wird.

Paragraph 49 Ehegesetz“, sagte ich, „lupenreine Eheverfehlung und daher Scheidung wegen Verschuldens.“

Eine schwere Eheverfehlung liegt insbesondere dann vor, wenn ein Ehegatte schweres seelisches Leid zugefügt hat“, ergänzte Baruch beflissen und tippte auf die Stelle im Gesetzbuch, das er wie ein Magier aus dem Nichts unseres papierlosen Büros herbeiprojiziert hatte.

Manchmal geht er mir furchtbar auf die Nerven und ich muss mir immer vor Augen halten, dass sein ehemaliger Chef der mürrische Jeremias war, der unermüdlich die Katastrophe ankündigte, die dann noch dazu eintrat.

Er wird der Scheidung nicht zustimmen“, klagte Tamar.
Ganz bestimmt wird er das“, sagte ich. „Du bist hier in guten Händen.

Baruch wollte etwas einwenden – aber ich signalisierte ihm, zu schweigen. Er musste lernen, die Verwünschungen und Unheilsdrohungen, die ihm Jeremias Tag für Tag und Jahr für Jahr diktiert hatte, ad acta zu legen und eine etwas positivere Einstellung einzunehmen. Schließlich waren wir hier in Wien. Und Schriftrollen verwendeten wir auch schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Baruch begann zu schreiben:

Klageschrift

Der Beklagte hat sich anlässlich der Eheschließung urkundlich verpflichtet, der Klägerin zu „dienen, sie in Ehren zu halten und zu versorgen“.

Tatsächlich hat die Klägerin über Jahrzehnte allein den Haushalt geführt, die Kinder sowie den Beklagten versorgt, ein Handelsunternehmen aufgebaut und sämtliche relevanten Vermögenswerte (Acker, Weinberg, Textilhandel) allein erwirtschaftet.

Der Beklagte hingegen ging im selben Zeitraum einer Tätigkeit nach, die sich am ehesten als „Sitzen im Stadttor und Diskutieren mit anderen Männern“ umschreiben lässt – eine Beschäftigung, die zwar gesellschaftliches Ansehen, jedoch keinen messbaren Beitrag zum Familienvermögen erbracht hat.

Anträge

1. Scheidung der Ehe gemäß § 49 EheG aus dem alleinigen Verschulden des Beklagten, insbesondere wegen Verletzung der ehelichen Beistandspflicht durch anhaltende, wirtschaftlich folgenlose Anwesenheit in den Torbögen der Stadt;

2. Billige Aufteilung des ehelichen Vermögens gemäß §§ 81 ff. EheG, unter Berücksichtigung, dass dieses zur Gänze auf den Beitrag der Klägerin zurückgeht;

3. Kostenersatz durch den Beklagten.

Offiziell steht „Head of Security“ auf Samsons Visitenkarte. Übersetzt heißt das: der Mann, der hingeht, wenn jemand ein Problem mit Zuhören hat oder partout unsere Sichtweise nicht akzeptieren möchte. Wenn wir jemandem klarmachen müssen, dass er sich von unserer Mandantin in Zukunft besser fernhalten sollte. Samson ist der Mann fürs Grobe, den jede Kanzlei braucht, die etwas auf sich hält.

Die meisten kennen seine Geschichte – Philister, Eselskinnbacken, die Stadttore von Gaza, die er einmal eigenhändig aus den Angeln gehoben und ein paar Kilometer weiter wieder hingestellt hat (manche fanden das übertrieben). Und die Sache mit den Haaren und seiner toxischen on-off-Beziehung mit Delilah.

Apropos Haare: Er trägt sie heute wieder lang. Seine Freundin ist Friseurin. Wie diese Beziehung funktioniert, ist mir ein absolutes Rätsel – aber sie schneidet ihm offenbar nie etwas ab, und er kommt jeden Montag bestens gelaunt ins Büro.

Was ich an Samson schätze: Er ist – im Gegensatz zu Baruch – kein Mann der vielen Worte. Er muss auch selten viel sagen oder tun. Meistens reicht es, wenn er sich neben jemanden setzt.

#07: Samson – Head of Security, Kanzlei Dr. Tirza, Esq, Vienna.

Ich schickte Samson ans Stadttor, um ein ernstes Wort mit Tamars künftigem Ex-Mann zu reden. Zeit für Tachles.

#08: Bei den Stadttoren (Eingang zum ehemaligen jüdischen Viertel in Eisenstadt)

Samson fand ihn an seinem Stammplatz – wie er nicht anders erwartet hatte.

„Für dich“, sagte er und stellte einen kleinen Handkoffer ab. „Tamar hat das Nötigste eingepackt. Zahnbürste, Kleidung, du weißt schon.

Der Mann starrte auf den Koffer, dann auf Samson, dann wieder auf den Koffer. „Was soll das heißen? Wer bist du überhaupt und was willst du von mir?

„Das soll heißen: du wohnst ab heute woanders.“ Samson legte einen Zettel obenauf. „Airbnb. Schön ruhig, hat Tamar gesagt. Schon gebucht, schon bezahlt. Drei Nächte – danach bist du auf dich gestellt.

„Du musst dich irren. Meine liebste Tamar. Sie würde doch nicht einfach …“

„Doch, würde sie.“ Samson setzte sich neben ihn. Die Bank ächzte. „Der Rest deiner Sachen wird geliefert. Die Scheidungspapiere auch. Du solltest das Haus besser nicht mehr betreten. Hätte auch keinen Sinn; die Schlösser wurden schon ausgetauscht.“

#09: Warten auf den Lieferdienst

Wie weiß ich überhaupt, dass du nicht lügst“, jammerte Tamars Mann. „Meine Tamarle würde mich doch nicht rauswerfen …

Wenn ich dir einen persönlichen Rat geben darf, sagte Samson. „Wenn eine Frau sagt, es ist aus – dann glaubst du das besser und hältst dich in aller Zukunft von ihr fern und behelligst sie nicht mehr. Wenn du etwas wissen willst, dann ruf Dr. Tirza an, sie vertritt ab sofort Tamar in allen Angelegenheiten. Sollte ich dich in der Nähe von Tamar sehen, dann …“

„… dann was?“

Samson ignorierte ihn, stand auf und klopfte ihm auf die Schulter – ein wenig fester als nötig. „Tamar lässt dich grüßen und wünscht dir Gesundheit und ein langes Leben. Diese guten Wünsche solltest du besser nicht in den Wind schlagen.“

Samson ließ den Koffer stehen und machte sich auf, zu gehen. „Ach, bevor ich es vergesse. Das hast du damals Tamar versprochen“:

#10: Das gebrochene Eheversprechen

Ich gratulierte Samson zum erfolgreichen Gespräch und insgeheim freute ich mich, dass er begann, nicht mehr ganz so wortkarg zu sein.

Tamars Mann hatte in die Scheidung eingewilligt und war – wie ich fand – großzügig abgefunden worden. Samson hatte Recht behalten. Er hatte sich nie wieder bei Tamar blicken lassen.

Kaleb erzählte mir, dass er kurz nach der Trennung von Tamar sofort angefangen hatte, eine andere „tüchtige“ Frau zu suchen und offenbar damit auch erfolgreich gewesen war. Ich seufzte. Die Fälle würden uns nicht ausgehen. Vielleicht hatte sich die Prophezeiung an unseren Vorvater Abraham gar nicht auf die Nachkommen bezogen, sondern auf die vielen tüchtigen Frauen …

Ich stand auf und fühlte mich plötzlich melancholisch. Es war wieder Zeit, einen kleinen Abstecher nach Meran zu machen und Paolo zu treffen. Für Samson und Baruch waren es ein paar Tage Urlaub für die Chefin, über die sie nicht weiter nachdachten. Nur Kaleb, dem nie etwas entging, schaute mich jedes Mal skeptisch an, wenn ich die Reise nach Südtirol antrat.

#11: Die Passstraße Timmelsjoch

Kaleb ist von der alten Garde, konservativ bis in die Knochen und das Konzept „ein Mann für gewisse Bedürfnisse“ entspricht so gar nicht seiner Vorstellung. Er sagt nie etwas, aber ich weiß, dass er mich nur zu gerne unter der Chuppa sehen würde. Verheiratet mit einem verwitweten Kinderarzt oder distinguierten Psychiater. Ginge es nach Kaleb, hätte ich einen verlässlichen und bodenständigen Mann an meiner Seite, ein rechtschaffenes Mitglied der Gemeinde – und nicht einen 15 Jahre jüngeren Liebhaber, der es gerade noch geschafft hat, einer Sekte zu entkommen.

Ich sehe das anders. Ich habe schon genug in der Wüste gelitten. Bin durchs Meer und durch endlose Einöden gewandert. Mein vulkanroter Alfa Romeo wartet nur darauf, endlich über das Timmelsjoch hinunter nach Meran zu jagen.


Begriffs- und Personenerklärung

Dr. Tirza – Wiener Rechtsanwältin, die biblische Randfiguren vertritt und ihre Fälle aus heutiger österreichischer Rechtssicht aufarbeitet.

Baruch – Tirzas „Head of Office“, ehemals Schreiber des Propheten Jeremias, neigt zu Unheilsahnungen, die er sich erst noch abtrainieren muss.

Samson – Tirzas „Head of Security“, bekannt für Stadttore aus den Angeln heben und eine komplizierte Beziehung zu einer gewissen Delilah.

Kaleb – Tirzas Lead Investigator, ehemals im Einsatz in Jericho, konservativ und Tirza in Sachen Privatleben kritisch zugewandt.

Ketubba – der jüdische Ehevertrag, der dem Mann Pflichten gegenüber seiner Frau auferlegt – unter anderem Versorgung, Schutz und Ehre.

Eschet Chajil – hebräisch für „tüchtige Frau“, Titel des Lobliedes aus Sprüche 31.

Tachles reden – ohne Umschweife direkt zur Sache kommen; Klartext sprechen.

Chuppa – der Baldachin, unter dem ein jüdisches Brautpaar bei der Trauung steht, sinnbildlich auch für die Ehe selbst.

Billige Aufteilung – juristischer Fachbegriff aus dem österreichischen Ehegesetz, der eine gerechte (nicht zwangsläufig gleiche) Verteilung des ehelichen Vermögens meint.

§ 49 EheG – die österreichische Gesetzesbestimmung zur Scheidung wegen Verschuldens eines Ehepartners.



Dr. Tirza, Anwältin für biblische Kollateralschäden
Uli Pauer, Autorin und Ausmist-Expertin

12 von 12: Mein 12. Mai 2026: Lokalaugenschein in Nod

#00: Nod aka Floridsdorf
#01: Kaleb – Lead Investigator, Kanzlei Dr. Tirza, Esq, Vienna
#02a: Ankunft in Floridsdorf-Nod – mit der allseits unbeliebten U6 – Ausgang in Richtung Jonas-Reindl
#02b: Station Neue Donau: – Jordan/Donau

In Nod traf Kain auf andere „Gezeichnete“. Er lernte seine Frau kennen und gründete eine Familie.

#03: Nachfahrin der Ureinwohner Nods. Schon damals gab es wenig Grün in der Gegend.
#04: Kommunikationszentrum Marktcafé
#05: Gewürze dürfen nicht fehlen. Die Spice-Girls tragen hier zumeist Kopftuch.
#06: Obst und Gemüse
#07: Fisch – eine Reise zum Great Barrier Reef ist nicht erforderlich! Auch die teure Eintrittskarte ins Haus des Meeres kann man sich ersparen.

Der Floridsdorfer Markt ist architektonisch vom Schlingerhof umschlossen, der vom „Roten Wien“ auf den Ruinen der Stadt Henoch errichtet wurde. Wer innerhalb dieser Ziegel-Festung steht, ist sicher vor den Versuchungen und Gefahren des innerstädtischen „Edens“.

#08: Auf den Ruinen der Stadt Henoch erbaut
#09: Im „Roten Wien“ waren zentrale Waschsalons (oder Waschküchen) eine revolutionäre Neuerung. Der Schlingerhof verfügte bereits bei seiner Eröffnung 1926 über moderne gemeinschaftliche Waschküchen. Diese sollten die schwere Hausarbeit erleichtern und Hygiene für alle Mieter ermöglichen.

Kains Nachfahren – Baumeister in Floridsdorf-Nod

Wer denkt, die Bautätigkeiten in Nod seien mit der Stadt Henoch abgeschlossen, irrt. Es wird weitergebaut. Die Nachfahren Kains wollen alles Grün der Erinnerung an Eden und alles Rotbraun des mit der Sünde befleckten Ackerbodens für immer verschwinden lassen. Außerdem brachte Kain einen Fluch mit nach Nod, der ihn und die Nod’sche Bevölkerung dazu bewog, Häuser zu errichten anstelle Pflanzen anzubauen.

Man könnte daher auf eine direkte Verbindung zwischen Genesis 4,12 und dem heutigen Zustand von Floridsdorf-Nod schließen und wohl auch davon ausgehen, dass der HERR wohl eher ein Sympatisant des „Roten Wien“ war bzw. ist, denn ein Mitglied der Grünen.

#10a: Bautätigkeiten in Floridsdorf-Nod.
#10b: Noch gibt es vereinzelt niedrige Häuser auf der Donaufelder Straße.
#10c: Der Plan: Alles Grün verschwinden zu lassen.

Der Beweis: Kain war in Nod-Floridsdorf

Nicht umsonst ist Kaleb ein Ermittler der Sonderklasse. Nach diversen Zeuginnenbefragungen gelang es ihm, DAS Beweisfoto sicherzustellen.

#11: Die Zeuginnen
#12: Dieses Archivfoto zeigt Kain nach dem Rauwurf aus seinem Ackerland und dem Einzug in eine kleine Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnung in Nod. Unter Germanistinnen wird rege diskutiert, ob der Begriff „sich vom Acker machen“ wohl viel älter als bisher angenommen ist.

Damit ist bestätigt:

1. Floridsdorf liegt im historischen Nod.
2. Kain zog nicht ruhelos herum, sondern ließ sich in Nod nieder.
3. Nod war schon vor dem Garten Eden und diversen Ackerländern rund um Eden ein hochentwickeltes städtisches Zentrum.
4. Der HERR war ein Unterstützer des „Roten Wien“.


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Ich bin Uli Pauer und ich unterstütze dich, Dinge loszuwerden, die für dich nur noch Ballast sind. Sachen, die dir schon lange im Weg und ein Dorn im Auge sind.

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Dr. Tirza, Anwältin für biblische Kollateralschäden
Uli, Ausmist-Expertin

12 von 12: Mein 12. April 2026: Best of Porto

#01a: Vincci Bonjardim – unser Hotel für den Aufenthalt
#01b: Unser Zimmer
#01c: Unsere Aussicht – wie wir später bei der Stadttour erfahren und sehen, gibt es in Porto sehr viele leerstehende Häuser in bester Lage. Oft können sich die Erben nicht einigen – und so verfallen viele Häuser nach und nach.

Auch das Restaurant Lameiras, nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt in der Rua do Bonjardim, entpuppt sich als Glücksgriff. Es ist kein Touristenspot und bietet köstliche, regionale Speisen und ausgezeichnete Weine. Und den besten Cheesecake mit roten Beeren ever!

#02a: Igreja de San Ildefonso: Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert, bekannt für ihre beeindruckende Fassade mit rund 11.000 Azulejo-Fliesen.
#03a: Douro Valley: Der Win wird auf Terrassen angebaut.
#03b: Douro Valley – Anbaugebiet des Portweins
#03c: Weingärten des Weinguts Croft

Das Weingut von Croft Port im Douro-Tal ist die berühmte Quinta da Roêda. Sie gilt als das Herzstück des Hauses Croft, das bereits 1588 gegründet wurde und damit das älteste noch aktive Portweinhaus ist.

#03d: Weingut Croft: Wir sind bereit für die Weinverkostung.
#03e: Weingut Croft: Weißer, Ruby und Tawny Port
#04a: Bootsfahrt am Douro
#04b: Bootsfahrt am Douro
#04c: Bootsfahrt am Douro
#05a: Die berühmte historische Steinbrücke
#05b: São Gonçalo
#06a: Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte
#06b: Kreuzigungs-Szene: Etwas unübersichtlich.
#06c: Kreuzigungs-Szene: Zwei römische Soldaten unterhalten sich.
#07a: Eingang in die Stadt Braga
#07b: Kathedrale von Braga
#07c: Holzkreuze bei der Kathedrale
#07d: Mein Farricoco
#07e: Das letzte Abendmahl: Unklar, wie die Stimmung bei diesem Essen wohl war.
#07f: Das letzte Abendmahl: Bunt!
#07g: Als Krimifan habe ich den dringenden Wunsch, dieses blutgetränkte Tuch in ein Labor für eine DNA-Untersuchung zu schicken.

In der Kathedrale: Gold und noch mehr Gold und Grabmäler. Ich denke mir immer, die Heilige Familie würde sich wundern.

#07i: Kathedrale von Braga – Innenansicht
#07j: Kathedrale von Braga – Detail
#07k: Das Grabmal des Infante Dom Afonso (1390–1400), des Sohnes von König João I. und Filipa de Lencastre – Grabkunst der portugiesischen Gotik/Renaissance.

Nach so viel Kirchen und Religion genießen wir den Garten der Heiligen Barbara (Jardim de Santa Bárbara). Der Garten grenzt direkt an die mittelalterliche Fassade des Erzbischöflichen Palais und ist im Stil eines klassischen französischen Gartens angelegt, mit präzise geschnittenen Hecken und symmetrischen Blumenarrangements.

#07l: Jardim de Santa Bárbara
#08a: Guimarães: Paço dos Duques de Bragança
#08b: Castelo de Guimarães
#08c: Padrão do Salado
#08d: Müde!
#09a: Sonnenuntergang
#09b: Sonnenuntergang
#10a: Palácio da Bolsa: Pátio das Nações
#10b: Palácio da Bolsa: Glaskuppel
#10c: Palácio da Bolsa: Der Arabische Saal (Salão Árabe), ein kunstvoller Saal im maurischen Stil
#10d: Königin Maria II: Ihr voller Taufname umfasst über 15 Einzelnamen, darunter Maria da Glória Joana Carlota Leopoldina da Cruz Francisca Xavier de Paula Isidora Micaela Gabriela Rafaela Gonzaga de Áustria e Bragança.
#010e: „Waldheim“: Ich finde, er schaut aus wie ein Waldheim-Doppelgänger.
#11a: Fassade der Igreja de São Francisco

Einen touristischen Punkt haken wir noch ab, bevor wir uns dem „Nichtstun“ zuwenden. Wir fahren mit der historischen Straßenbahn Nr. 1.

#11b: Straßenbahn Nr. 1
#12a: Die berühmte Ponte Dom Luís I verbindet die Ribeira mit den Portweinkellern in Vila Nova de Gaia.
#12b: Ribeira
#12c: Ribeira: Farbenfrohe Häuser mit Metallgittern und aufgehängter Wäsche.
#12d: Das gelbe Haus hat sicher schon bessere Zeiten erlebt und ist zum Verkauf angeboten.
#12e: Reibeira – viele Häuser warten noch auf die Renovierung.
#12f: Ribeira: Viele Häuser stehen leer.
#12g: Wer wohl in diesen Hosen gesteckt hat?
#12h: Die Reisenden

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Mach den Ausmisten-Test: Die Beethoven-Skala zeigt dir, wie weit du schon bist

Ausmisten Test

Gibt es einen Ausmisten Test, mit dem ich feststellen kann, wie weit ich beim Ausmisten und Minimalisieren schon gekommen bin, werde ich manchmal gefragt.

Es gibt ihn. Ich nenne ihn die Beethoven-Skala.

Ludwig van Beethoven war das, was man wohl zu Recht einen Albtraum-Mieter nennen kann. Sowohl für die Vermieter als auch für seine Nachbarn.

Er war laut und spielte bis tief in die Nacht hinein Klavier. Er hingegen wollte absolute Ruhe.

Mit zunehmender Taubheit änderte er seine Vorgangsweise. Er spielte nicht mehr, sondern hämmerte auf das Klavier ein und lauschte den Vibrationen. Sowohl das Instrument (beinlos) als auch er lagen am Boden.

Ausmisten Test Beethoven liegt am Boden und hört die Vibrationen

Beim Komponieren goss er sich regelmäßig Wasser über den Kopf – und ließ es dann einfach durch die Decke in die Wohnung darunter tropfen.

Er war (aus seiner Sicht notgedrungen) ein Trinker. Das Wasser war damals in Wien nicht das beste und Wein erschien als die gesündere Variante.

Er ließ bauliche Änderungen vornehmen, wie z.B. Fenster ausbrechen ohne den Vermieter zu fragen, nur weil er eine bessere Aussicht wollte oder ihm die Wohnung zu dunkel war.

So kam es dazu, dass der Komponist mehr als 60 Mal übersiedelte.  

Nun weiß ich zwar nicht, wie viele Habseligkeiten (außer den beinlosen Klavierieren), Beethoven hatte und wer ihm bei seinen vielen Übersiedlungen half. Aber: Wenn ich dir heute mitteile, dass du spätestens nächste Woche übersiedelt sein musst: Wie fühlt sich das an? Auf einer frei flottierenden Skala von 1 bis 10?

1a – Gar kein Problem; die Übersiedlung schaffe ich locker an einem Nachmittag, denn alle meine Sachen passen in den Kofferraum eines Autos.
1b – Gar kein Problem; ich beauftrage eine Übersiedlungs-Firma, die alles für mich an einem Tag erledigt.
1c – Gar kein Problem; ich nehme meinen Laptop, Handy und die wichtigsten Dokumente und Wertsachen, verlasse das Haus und beginne ein neues Leben. Sollen sich doch die künftigen Bewohner mit dem Zeug herumschlagen.



10z – Geht gar nicht. Ich weigere mich, mein Haus zu verlassen und klebe mich am Sofa fest. Die Polizei muss kommen und mich raustragen. Es erfolgt eine Zwangsräumung und ich werde in die Psychiatrie eingewiesen.

Die meisten von uns sind wohl irgendwo mitten drin in dieser Beethoven-Skala. Ich nenne sie jetzt einfach mal so, denn der berühmte Komponist kann ja schwerlich Einspruch erheben. Immerhin starb er bereits 1827 im Alter von 56 Jahren.

Sein Tod ist in der Sterbematrik der Alserkirche folgendermaßen vermerkt: „Ludwig van Beethoven, lediger Tonsetzer, zu Bonn im Reich geb., 57 Jahre alt, gest. an Wassersucht, begraben am 29. März auf dem Gottesacker des Dorfes Währing.“

Wie weit du mit dem Ausmisten bist und damit, nur die Dinge im Haushalt zu haben, die wirklich essenziell für dich sind, zeigt dir dein persönlicher Blick auf die Beethoven-Skala.

Deine Antwort findest du, wenn du dich fragst, welche Emotionen eine potenzielle Übersiedlung bei dir hervorrufen. Nicht die Emotionen, die eine neue Umgebung mit sich bringt, sondern die Gefühle, die in dir aufsteigen, wenn du an alle deine Sachen denkst, die du nun bereit für den Wohnungswechsel machen sollst. Umzugsmaterial besorgen, alle Sachen ausräumen, zerbrechliche Gegenstände sicher einpacken, alles in Kartons schlichten, Kartons beschriften … in der neuen Wohnung wieder alles auspacken und einsortieren …

Die (wohl) gute Nachricht: Du musst nicht innerhalb einer Woche übersiedelt sein, aber du kannst JETZT beginnen, dich von den Sachen zu trennen, die dich belasten – und die du im Falle eines Wohnungswechsels nicht übersiedeln würdest. Der Ausmisten Test signalisiert dir deutlich, welche Sachen wirklich wichtig sind – und welche nicht.

12 von 12: Mein 12. März 2026: Kollateralschäden Teil 1

#01: Tirza – Advocata Adversa – auf den Stufen zum Justizpalast in Wien
#02: In der Wüste: Mose befragt HaSchem.
#03: Mein Motto: Audiatur et altera pars – Man höre endlich die, die bisher keine Stimme hatten – oft nicht einmal einen Namen.
#04: Nur Grunzilla hat überlebt, weil sie am Tag der Katastrophe nicht mit der Herde unterwegs war.
#04: Beweisstück 2026/301: Ausschnitt des Freskos in der Wiener Minoritenkirche
#05: Das verlassene Boot.
#06: Jakobus – eine Erinnerung an die guten Tage.
#07: Unser ehemaliges Fischgeschäft.
#08: Unser Schwiegervater Zebedäus unterstützte uns, wo er nur konnte.
#09: In diesem Rinnsal wusch sich Pontius Pilatus angeblich die Hände in Unschuld. Ablauf verstopft mit einer stinkenden Brühe.
#10: Der goldene Hase
#11: Manner mag man eben.

Richtig: Es sah wie die Neapolitaner Schnitten No. 239 aus.

#12: Eingangstor nach Nod.

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Der Traumdeuter


Der Traumdeuter - der alte Josef
Josef, Ziehvater von Jesus

Die Geburtstagsparty

Gott: Gleich, Maria! Musst du mich immer unterbrechen, wenn ich mir EINMAL in Ruhe ein Spiel anschauen will? Was bist du auch jedes Mal so gestresst?

Maria: Ich bin gestresst, weil ihr beiden Faulsäcke es euch bequem macht, während ich hier alleine schuften muss! Für DEINEN Geburtstag, Jesus! DEINE Feier!

Jesus: Jedes Jahr das gleiche Drama! Wann begreifst du es endlich, Mama: Ich will keine langweilige Familienfeier! Ich will sowieso lieber zu Luzifers Party gehen.

Gott, donnernd: Kommt nicht in Frage! Die Engels sind kein Umgang für dich! … Abseits! Scheiß Schiri, was soll denn das jetzt!?!?

Maria zu Jesus: Hilf mir wenigstens meine 47.972.841 Anfragen und Fürbitten abzuarbeiten, die aus einem unerfindlichen Grund immer in MEINEM Postfach landen, obwohl sie dich und deinen Vater betreffen. Meine Cloud ist voll und ständig bekomme ich Nachrichten, mehr Speicherplatz zu kaufen.

Jesus: DELETE ALL – wie oft habe ich dir das schon gesagt, Mama. Lösch einfach alles; ist doch sowieso nur Spam!

Gott: Haben wir noch ein Bier im Kühlschrank? Und ein kleiner Snack wäre auch nicht schlecht.

Maria: Mir reicht’s jetzt langsam!
Wie war das damals, als ich hochschwanger von Nazareth nach Betlehem trampen musste – zu Fuß?
Wegen einer bescheuerten Prophezeiung!
Von wegen Geburt in Bethlehem!
150 Kilometer!
Da hat mir auch niemand einen Snack auf einem Silbertablett serviert!
Und dann noch ein stinkender Stall als Unterkunft!

Gott: Ich habe dich doch reichlich entlohnt! Oder ist etwa Königin des Himmels, der Heiligen, der Märtyrer, der Apostel, des Friedens und der Engel nichts?

Jesus rollt die Augen und einen Joint.

Maria: Hättest du mir wenigstens Gabriella zur Seite gestellt, aber es musste ja dieser alte Kaker Josef sein. Zu nichts zu gebrauchen. Hat das ganze Gold in Ägypten verzockt. Und ich musste mein irdisches Leben mit ihm in diesem Kaff verbringen. Ich war de facto ALLEINERZIEHEND, denn der feine Herr Allmächtig war überall zugange, nur nicht in Nazareth.

Gott: Ich habe dir – und nur dir – ein göttliches Kind geschenkt. Was ist jetzt mit dem Snack?

Jesus: Ich werde auch langsam hungrig, Mama.

Maria: Göttlich, dass ich nicht lache. Er war aufsässig, frech und faul seit er das erste Wort gesprochen hat. Hat sich herumgetrieben und haarsträubende Geschichten erzählt. Ich war das Gespött der ganzen Nachbarschaft. Das Kind hätte eine Vaterfigur gebraucht. Aber DU warst ja abwesend!

Gott: Du hattest doch Josef!

Maria: Hörst du mir überhaupt zu? Josef war zu nichts zu gebrauchen. Ich habe dir doch mindestens 100.000-mal gesagt, dass ich Gabriella wollte. Gabriella und nicht Josef! Was ist daran so schwer zu verstehen?

Gott: Ich will nichts mehr hören von diesem nutzlosen Engel-Clan.

Maria: Ach ja, wer hat denn Luzifer – ENGEL – in die Wüste zum Rave geschickt, bei dem auch Jesus war? Seitdem wurde alles nur noch viel schlimmer. Und der allmächtige Allerbarmer – DU – was hast DU gemacht? Mal wieder nichts.

Jesus: Ich weiß gar nicht, warum ihr immer so auf Luzifer herumhackt. Er veranstaltet die heißesten und angesagtesten Partys. Und hier bei uns kommen schon seit 2025 Jahren immer dieselben langweiligen Gäste. Öder geht’s wohl nicht! Dabei ist es MEIN Geburtstag!
Oma und Opa machen einen auf Althippie, das wird von Jahr zu Jahr peinlicher.
Und Josef: wenn ich noch einmal hören muss, welche Dachstühle er in Nazareth gebaut hat, ich glaub’, dann werf’ ich mich ins ewige Feuer.
Und am allerschlimmsten: Onkel Ruach, der ist jedes Mal so betrunken, dass er nur noch unzusammenhängende Wortfetzen säuselt! Kann er nicht wenigstens EINMAL zu meinem Geburtstag im Rehab Center bleiben?

Es klopft an der Tür. Draußen steht Gabriella Engel mit einer schicken Lockenfrisur und top gestylt in einem engen schwarzen Hosenanzug und hochhackigen Schuhen.

Gabriella: Bist du bereit, Mary? Die Limo wartet schon! Vienna here we come!

Maria wirft die Schürze auf den Boden.

Maria: Mir reicht’s endgültig! Ich verlasse dich! Hoffentlich findest du jemanden, der deine … göttlichen … Qualitäten zu schätzen weiß.

Aus dem Fernseher ertönt lauter Jubel und ohrenbetäubendes Geschrei: Toooooor!

Gott und Jesus starren Maria fassungslos an, die mit Gabriella die himmlische Küche verlässt.

Maria!!!
Mama!!!
Du kannst doch nicht …

Ruach torkelt durch die offene Tür.

Ruach: Nunc est bibendum! Wo ist der Spiritus, ähm, Schnaps?

Im Backrohr verbrennen die Vanillekipferl und in der Ferne hört man das Martinshorn der himmlischen Feuerwehr.


Gabriella Engel

Maria Immaculata

Ihr wurde entzogen:


Für alle anderen Frauen: Ihr seid Sünderinnen. Beeinträchtigt. Selbst eine Geburt befleckt euch!

Marias Jahresrückblick aus dem Jahre 0

Maria von Nazareth

12 von 12: Mein 12. Dezember 2025: Bericht aus Wien

#01: Diese entzückenden Heiligen Drei Könige schmücken diesmal alle meine Advent(s)kalender Mails. Ich habe sie am Altwiener Christkindlmarkt gesehen und mich sofort in sie verliebt. Kaspar, Melchior und Balthasar wurden von der Wiener Zinnmanufaktur Schöffl hergestellt.
#02: Die Äpfel für den Kuchen; ich nehme Bio-Elstar.
#03: Geschält und in Spalten geschnitten
#04: Teig und Äpfel sind geschichtet, mit Zucker und Zimt bestreut und nun bereit für das Backrohr.
#05: Der Kuchen ist fertig und ich teste gleich ein Stück. Er ist absolut FANTASTISCH.
#06: Der komatöse Weihnachtsstern
#07: Und jetzt noch schnell ein Punsch!
#08: Heute ist Party im Kaimüh und eine Band bemüht sich redlich, die Trinker:innen vom Starren in ihre Biergläser aufzurütteln.
#09: Einzigartig ist nicht nur das antike Schild, sondern auch die Auswahl: Frische Fische und Mehresfrüchte 🙂
#10: Die Bezirksvorstehung und die Wiener Stadtgärten wünschen frohe Festtage!
Benko
#11: Turmbau zu Babel – auf österreichische Art
#12: Das schwarz-bunte Schaf: Es ist mir am Christkindlmarkt auf der Freyung zugelaufen.

Wer schreibt hier?

Ich bin Uli Pauer und ich unterstütze dich, Dinge loszuwerden, die für dich nur noch Ballast sind. Sachen, die dir schon lange im Weg und ein Dorn im Auge sind.