Jahresrückblick 2021: Mehr Raum – Mehr Zeit – Weniger Zeugs

Jahresrückblick 2021

2021 ist das Jahr, in dem ich mit dem Bloggen zu den Themen Minimalismus und Entrümpeln angefangen habe. Ich habe nicht nur angefangen, zu schreiben: 2021 habe ich mir auch meine eigene Domain gesichert und meine Website ulipauer.com erstellt. (Noch) nicht perfekt, aber handmade by me. 😉 Was liegt also näher, als den Jahresrückblick 2021 anhand der entstandenen Artikel zu machen. 

1. Zwei Challenges und ein Anfängerinnen-Kurs

Ich habe immer schon sehr gerne geschrieben, aber mein „offizieller“ Werdegang als Bloggerin hat im Frühjahr 2021 begonnen. Im April wurde ich „zufällig“ auf die Challenge „BoomBoomBlog“ aufmerksam. Alleine der kreative Name hat mir schon so gut gefallen und dann kam Judith Peters mit ihrer unglaublichen Energie und Expertise. Inklusive Handständ.

Das Ergebnis der Challenge und mein erster richtiger Blog-Artikel war „Warum ich Entrümpeln liebe“ .

Da ich von der Challenge und Judith Peters so begeistert war, ging es direkt weiter mit „TheBlogBang“, einem 8-wöchigen Kurs für Blog-Anfängerinnen. Die 8 Wochen verfolgen wie im Nu und die nächste Challenge „RapidBlogFlow“ stand an.

Gemeinsam bloggt es sich viel besser!

In dieser Challenge ging es lustig weiter, denn wir haben uns mit unseren Fun-Facts“ beschäftigt.

Der am meisten kommentierte Fun-Fact war übrigens #67: Der un-grüne Daumen. Offenbar haben sich viele Leserinnen darin wiedererkannt.

Juni 2021: Die Pflanze ist gerade bei mir eingezogen. Exhibit #1
Dezember 2021: Die Pflanze lebt noch und ist sogar gewachsen. Exhibit #2. Die Tasse ist zu meiner Lieblings-Tasse geworden!

2. The Content Society

Der nächste große Schritt war „The Content Society“ – ein Kurs für dynamische Bloggerinnen. Gemeinsam mit Judith und der Blog-Gäng die weibliche Blogosphäre aufmischen? Für mich war es total klar: Da bin ich dabei. Seither blogge ich gemeinsam mit meinen großartigen Blogger-Kolleginnen.

2021 habe ich insgesamt 45 Artikel geschrieben. Expertenartikel, aber auch private Rückblicke und Tageseinblicke, wie 12-von-12.

3. Die Blogger-Tradtion 12-von-12

12 von 12 ist kein einzelner Artikel, sondern ein Blog-Format und eine Blogger-Tradition, die ich sehr schätze. Am 12. jeden Monats dokumentieren wir diesen Tag mit 12 Bildern. Mein allererster 12-von-12-Artikel entstand am Samstag, dem 12. Juni 2021. Eines der 12 Bilder zeigt meinen vollen Wäschekorb, gerade bevor ich die Schmutzwäsche in die Waschmaschine räume.

The Hanged Man im Wäschekorb.

Aus einem Gedankenblitz heraus ist mir die Tarot-Karte XII-The Hanged Man vom Housewives Tarot eingefallen. Diese Karte zeigt eine Frau im 50er Jahre Stil, die ihre Wäsche aufhängt. Von der Leine baumelt nicht nur eine überdimensionierte Unterhose, sondern auch ein Miniaturmann. Wie passend, dachte ich. Genau dasselbe hatte ich auch vor, die Wäsche zu waschen und dann aufzuhängen. Ganz herkömmlich zwar, ohne kleinem Mann und großer Unterwäsche – aber die Idee für die XII war geboren. Seither ist die Tarot-Karte XII ein Fixpunkt in meinen 12-von-12-Artikeln.

Glücklicherweise habe ich eine wunderbare Sammlung von Tarot-Decks, sodass ich bisher noch nie eine Karte zwei Mal verwenden musste. Wenn ich alle Decks durchhabe, dann werde ich mathematisch weitermachen. 😉 11+1, 10+2, 9+3, usw. usf. 

Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division … alles ist möglich!

Meine Vision ist eine umfangreiche 12-von-12 Sammlung, die über viele Jahre geht und die ein Schlaglicht auf jeden 12. des Monats wirft. Mein 12-von-12 Tagebuch.

4. Meine ironischen Blogartikel

Die beiden Blogartikel, die mir schon beim Schreiben extrem viel Spaß gemacht haben und für die auch die Resonanz unglaublich positiv war, sind ironische Artikel. I ❤️ Ironie. Und ich liebe es, ironische Artikel zu schreiben, die nicht den Klamauk im Vordergrund haben, sondern vielschichtig und hintergründig sind.

7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst

war mein erster ironischer Artikel, der aber gleichzeitig so viel mehr als nur reine Ironie beinhaltet. Viele Leserinnen haben sich beim Lesen wiedererkannt und mussten lachen: Ja, genauso ist es auch bei mir – war DIE Reaktion auf den Artikel. Und genauso war es auch von mir beabsichtigt.

Wir alle wissen: Entrümpeln an sich – d.h. als Tätigkeit – ist nicht übermäßig kompliziert.

Wären da nicht die mentalen und emotionalen Blockaden und störenden Glaubenssätze, welche die wahren Gründe sind, warum sich Entrümpeln so zäh gestalten kann. Genau damit beschäftigt sich dieser ironisch-ernste Artikel. 

Entrümpeln beginnt im Kopf – und in diesem Artikel beschreibe ich auf amüsante Weise, was sich beim Entrümpeln so alles im Kopf abspielt. Und wie man diese rasenden Gedanken produktiv umwandeln kann.

7 Tipps wie du dich garantiert nie von Dingen trennst

17 Shades of Grey: Das graue Wien

Mein zweiter ironischer Artikel ist die Dokumentation eines Spaziergang durchs November-graue Wien. Hier nehme ich die Leserinnen mit und gebe besondere Einblicke in einen trüben Herbsttag. Der Artikel ist vielschichtig und viel mehr als nur eine lustige Beschreibung von Wien.

Es ist nicht immer alles so wie es scheint. Jeder Ort hat viele Gesichter und oft bekommen wir nur die Hochglanz-Seite zu sehen: Sachertorte, Kaiserin Sisi, Lipizzaner, Ringstraße und Johann-Strauß-Denkmal, um nur einige Wien-Klischees zu nennen. Die glorreiche Vergangenheit, die auch damals für die „normalen“ Menschen alles andere als glänzend war.

Es kommt immer auf den Blickwinkel oder die Sichtweise an. Unterschiedliche Menschen können den selben Ort komplett unterschiedlich sehen und vor allem bewerten. Es gibt nicht die eine „Realität“. Schönes und grau-envolles liegt eng beieinander und auch immer im Auge des Betrachters.

Indem ich mich auf der feinen Linie zwischen „Übertreibung“ und „Wirklichkeit“ bewege, habe ich mit diesem Artikel schon viele Leserinnen zum Lachen und damit zum Nachdenken gebracht. Genau das ist es, was gute Comedy ausmacht. Daher bin ich auf diesen Artikel auch sehr stolz.

17 Shades of Grey: Das graue Wien

5. Mein Rant

Bei diesem emotionalen Artikel geht es darum, eine Wutrede über etwas zu schreiben, das falsch läuft.
Worüber regst du dich auf? Erzähle es der Welt! So lautete die Aufgabe.

Was mich 2021 sehr aufgeregt hat, sind die selbsternannten Gurus, die vorgeben, mit ein wenig Hokuspokus wahre Wunder in kürzester Zeit vollbringen zu können. Ich nenne sie Schlangenölverkäufer oder Bullshit Coaches. Dieser Artikel ist ihnen „gewidmet“. Klicke auf das Bild und du kommst zu den „3 geheime Zutaten für den magischen Erfolg„.

Dieser Artikel hat definitiv das Potenzial für mehr und meine Recherche ist im Laufen. 

Er verkauft alles!

6. Die Blogdekade

Im Rahmen der Content Society fand heuer im August die Blogdekade statt. Eine Challenge, in der wir 10 Artikel in 10 Tagen geschrieben haben. Ich LIEBE Challenges und daher war für mich klar, dass ich daran teilnehmen würde, obwohl sie genau in meine Urlaubszeit in Tirol gefallen ist.

Tagsüber ich wandern und am Abend habe ich geschrieben. Zwei Regentage sind mir auch gelegen gekommen, um an den Artikeln zu feilen. Die Internetverbindung war leider alles andere als optimal, daher habe ich mein „Büro“ kurzerhand in der Hotellobby aufgebaut.

Ausblick von meinem „Büro“ in der Hotellobby.

Das Ergebnis waren 10 Artikel zum Thema Entrümpeln und Minimalismus. Mein Urlaub wurde durch das Schreiben überhaupt nicht gestört, sondern sogar bereichert. Zum ersten Mal war das Hotel für mich nicht nur ein Urlaubsdomizil, sondern während des Schreibens ist auch die Vision eines Lebens im Hotel entstanden.

7. Sommerurlaub in Tirol und das Leben im Hotel

Der August Monatsrückblick ist ganz dem Urlaub im Ötztal gewidmet und ist mit vielen wunderbaren Bildern aus den Bergen illustriert.

Eine meiner Lieblingswanderungen: Am Weg zum Amberger Hütte.

Und über das Leben im Hotel habe ich folgendes geschrieben:

„Das Leben in einem guten Hotel hat viele Vorteile. Unter anderem muss man sich nicht um so profane Dinge, wie Lebensmitteleinkauf, Kochen, Putzen, Waschen oder Reparaturen kümmern, sondern kann sich voll und ganz auf die eigenen Aktivitäten konzentrieren. 

Das Leben im Hotel zeigt mir auch immer wieder, wie wichtig es ist, sich bei Dingen und Verpflichtungen zu beschränken. Je weniger Sachen man hat, um die man sich kümmern muss, desto mehr Zeit hat man für sich selbst und die eigenen Projekte.“

8. Die erste Aufräum-Challenge

Gestärkt von den erholsamen Wochen in den Bergen, habe ich im September 2021 meine Facebook-Gruppe „Entrümpeln mit System & Power“ reaktiviert und mit einer Entrümpelungs-Challenge begonnen:

Folgendes Posting habe ich erstellt:

Morgen ist der 1. September 2021 – Zeit für eine Monats-Challenge. Es mag wenig erscheinen, aber mein Vorschlag ist, dass wir jeden Tag „ein Ding“ entsorgen (verschenken, wegwerfen, zum Verkauf posten). So trainieren wir unsere „Wegwerfmuskeln“ – und nach 30 Tagen hat jede von uns 30 unbenutzte, ungeliebte Dinge weniger. Wer macht mit?
Rasch wurde klar, dass das „eine Ding“ pro Tag viel zu tiefgestapelt war. Die Teilnehmerinnen haben sehr viel mehr entrümpelt und so hatten wir uns am Ende des Monats von unglaublichen 8.048 Dingen getrennt!

9. Die Mehr-Raum-Challenge

Im Oktober war bereits die nächste Challenge angesagt. Diesmal haben wir jede Woche einen Bereich genauer betrachtet, weiter entrümpelt und optimiert. Es ging nicht mehr um das Entsorgen alleine, sondern auch um die Optimierung, d.h. Möbel oder Geräte umzustellen und bessere „Zuhause“ für die Dinge zu organisieren.

Während die erste Challenge keine spezielle Struktur aufwies, sind wir in der zweiten Challenge von Raum zu Raum gegangen, um durch das Entfernen von unnötigen und nicht geliebten Dingen mehr Raum zu schaffen.

Die Aufgabe war, jeden Gegenstand zu hinterfragen und diese Frage zu beantworten: Wenn diese Zimmer komplett leer wären, was würdest du wieder genauso hineingeben bzw. was würdest du wieder anschaffen?

Im Oktober haben wir insgesamt 1.954 Dinge entsorgt.

10. Wegen des großen Erfolgs verlängert

Da die Challenges so großen Spaß gemacht haben, haben wir auch im November und Dezember damit weiter gemacht. Diese Challenges standen unter dem Motto: Machen wir es uns gemütlich für Weihnachten. Wir haben uns von weiteren 4.860 Dingen getrennt.

Von September bis Dezember haben wir gemeinsam zu unglaublichen 15.678 Dingen bye bye gesagt!

11. Wien – grau oder doch grün?

Wandern in Wien gehört einfach zum Leben in Wien dazu. Es gibt kaum ein Wochenende, an dem mein Mann und ich nicht zumindest eine kleine Wanderung machen. Der krönende Abschluss ist dann oft ein Heurigen-Besuch. Alle Wege führen nach Rom gilt für uns in abgewandelter Form. Denn für uns führen die meisten Wander-Wege nach Neustift am Walde, unserer liebsten Heurigen-Gegend. Und das unabhängig davon, wo wir starten und wie oft wir uns verlaufen.

Heurige (für alle Nicht-Wienerinnen) sind Weinlokale, die zumeist auch schöne Gärten zum draußen sitzen haben. Der Heurige ist auch ein Wort für einen Wein, der in diesen Lokalen ausgeschenkt wird. 

Wien – Dehnepark

Unsere bevorzugten Wandergebiete sind der Wienerwald, die Lobau (Teil des Nationalparks Donauauen), die Donauinsel und die Alte Donau. Wien ist eine tolle Stadt mit ganz viel Grün – auch wenn der „17-Shades-of-Grey“-Artikel dem zu widersprechen scheint.

12. Worauf ich mich 2022 freue

  • Meine Aufräum-Beratung auf ein neues Level zu bringen und neue Angebote zu kreieren
  • Meine Website zu überarbeiten
  • Viele geniale Blogartikel und Texte zu schreiben
  • Meinen „alten“ Job auf 15 Wochenstunden zu reduzieren
  • Nach Costa Rica zu reisen
  • Ötztal im Winter zu erleben
  • Meine (virtuellen) Freundinnen auch wieder in persona zu treffen
Costa Rica – Buena Vista Beach

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